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06 - Richtiges Würzen der Steaks
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Das Steak muss richtig gewürzt
sein, damit es schmackhaft wird. Würzen ist eine hohe Kunst. Regeln und
Grundsätze helfen dabei nur wenig. Vor allem das exakte Abwiegen versagt
gänzlich. Es ist ein Unterschied, ob der Pfeffer frisch gemahlen oder
aus der Tüte hinzugegeben wurde. Der gleiche Pfeffer aus der Mühle oder
aus dem Mörser schmeckt unterschiedlich. Ganz davon abgesehen, dass es
verschiedene Pfeffersorten gibt: ob der Pfeffer reif oder unreif
geerntet, ob er in der Sonne oder am Feuer gedörrt wurde, ob er weiß
oder schwarz ist, ob er aus Java, Malabar oder Singapur kommt. Je feiner
der Pfeffer gemahlen wurde, desto aromatischer ist er, aber um so
schneller entweicht auch der Duft. Wie mit dem Pfeffer, so ist es mit
jedem Gewürz.
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Beim Würzen ist alles in die Hand des Kochs oder der Köchin gegeben. Das
Können, das Einfühlungsvermögen, die Erfahrung und die Übung
entscheiden.
Mit Salz und scharfen Gewürzen muss man vorsichtig umgehen, weil dadurch
die Fleischsäfte entzogen werden, was sich vor allem auf dem Grill
unangenehm bemerkbar macht. Daher immer erst würzen, wenn die Steaks
halb gar sind.
Dünne Fleischschnitten bestreut man mit Gewürz, dicke
Scheiben Fleisch, vor allem wenn sie in der Röhre gebraten werden
sollen, müssen gut eingerieben sein.
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Die Kunst des Kräuterwürzens
liegt darin, das Fleisch mit Rosmarin, Borretsch, Basilikum, Salbei oder
Minze einzureiben, es sozusagen zu massieren. Das Fleisch muss nach
Liebstöckel oder Salbei duften, ehe es auf den Rost oder in die Röhre
gegeben wird. So kann man auch mit Knoblauch verfahren.
Nur mit
Lorbeerblättern und Majoran muss man vorsichtig umgehen, weil ihr Duft
streng und durchdringend ist. Die Gewürze müssen harmonisch abgestimmt
sein. Kein Gewürz darf vorschmecken, ganz gleich, ob wir nun
Brunnenkresse oder Zwiebel oder eine Mischung davon wählen. Folgende
Kräuter sollten für Steaks ausprobiert werden, weil sie sich harmonisch
dem Fleisch mitteilen:
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Hammelsteaks:
Minze,
Rosmarin,
Dill,
Basilikum
Lammsteaks:
Minze,
Rosmarin
Dill
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Geflügelsteaks:
Melisse
Kerbel
Estragon
Thymian
Bohnenkraut
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Fischsteaks:
Melisse
Minze
Fenchel
Petersilie
Dill
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Schweinesteaks:
Schnittlauch
Thymian
Rosmarin
Basilikum
Sellerieblätter
Estragon
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Kalbsteaks:
Rosmarin
Estragon
Salbei
Liebstöckel
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Rindersteaks:
Rosmarin
Thymian
Basilikum
Estragon
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Mit Kerbel, Minze und Melisse
kann dabei großzügig umgegangen werden, mit Rosmarin sollte man sparsam,
mit Thymian sehr vorsichtig sein. Am besten immer ein Gewürzblatt
zwischen den Fingern zerreiben und daran riechen, so stellt sich am
besten im Laufe der Zeit das richtige Unterscheidungsgefühl ein. Der
Nichtraucher kann am besten die einzelnen Düfte unterscheiden und weiß
bald, welches Gewürz für dieses, welches für jenes Fleisch passend ist. |
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