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22 - Steaks mal anders
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Steaks nicht gegrillt, nicht
grilliert, nicht geschmort, nicht gedünstet, nicht gekocht und nicht
gebacken.
Ja, was soll dann damit geschehen? Hier lässt uns die deutsche
Sprache im Stich.
Die Franzosen nennen unsere Methode: "saute"!
Das Wort
ist lateinischen Ursprungs und kommt von saltare: tanzen und springen.
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Das aber ist treffend, denn wir wollen das Fleisch in der Pfanne tanzen
und springen lassen. Der Ursprung liegt weit zurück. Er ist in der Küche
Chinas zu suchen, wo diese Gerichte in einer halbkugelförmigen, dem
Himmelsgewölbe nachgebildeten Universalpfanne, dem Wok, zubereitet
werden.
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Die Franzosen haben diese uralte China-Pfanne auf ihre Weise weiter
entwickelt. Es ist nichts als eine Stielpfanne mit hohem Rand, damit die
Gerichte darin "geschwungen" werden können. Kein Werkzeug, kein Metall-
oder Holzlöffel soll mit dem Fleisch in Berührung kommen. In solchen Pfannen
lassen sich auch viele andere Gerichte
des alltäglichen Speisezettels braten, kochen und schmoren.
Nützlich also in vielerlei Hinsicht.
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Der Sinn dieser Zubereitungsmethode: Die Steakporen müssen durch äußerst
heißes Fett blitzschnell geschlossen werden. Um das zarte Fleischinnere
muss sich eine Kruste bilden, die die aromatischen, duftenden Säfte
erhält. Eine Methode, die dem Grillen ähnelt und nichts mit dem üblichen
Kochen und Dünsten zu tun hat. Wir verwenden dazu Speiseöl. Wer das
nicht mag, nehme unbedenklich zusagendes Speisefett, das jedoch die
hohen Hitzegrade von 180-200 ° C gut vertragen muss.
Die harte Kruste lösen wir sofort wieder in einer delikaten, heißen
Sauce auf. Wohlgemerkt: Das Fleisch darf auch nicht eine Sekunde in der
Sauce kochen, es würde sofort hart. Es darf nur von Sauce imprägniert
werden, wie der berühmte
Koch Escoffier sich ausdrückt: "die Poren saugen sich voll Sauce." Sauce
aber ist verflüssigtes Gewürz. Es liegt alles daran, sie gut
zuzubereiten.
Wer sich das Schwingen anfangs nicht zutraut, nimmt einen Bratenwender zu
Hilfe.
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