Gemeinsame Streifen von Polizei und Bezirksamt gegen Grill-Müll im Park

Berlin – Pappteller in den Büschen, Brandflecken auf dem Rasen und Müllberge am Wegesrand: Gegen all diese Folgen massenhaften Grillvergnügens will das Bezirksamt Mitte konsequenter vorgehen. Erstmals in diesem Jahr soll die „Grillpolizei“ nun wieder im Großen Tiergarten zum Einsatz kommen. Am Wochenende gehen Mitarbeiter des Grünflächenamtes und der Polizei gemeinsam auf Streife, um Ordnungswidrigkeiten zu ahnden. Grund dafür ist der Christopher Street Day (CSD), der am Sonnabend Hunderttausende auf der Straße des 17. Juni durch den Tiergarten führen wird. „Doch anders als bei der Love-Parade hatten wir beim CSD bisher kaum Sorgen mit zuviel Müll“, sagt der Leiter des Straßen- und Grünflächenamtes, Harald Büttner. Angesichts der Wetterprognosen rechnet er jedoch mit deutlich mehr Grill-lustigen. Dann könnte es – wie zu Pfingsten – wieder zu mehr Verstößen gegen das Reglement im Tiergarten kommen. „Grillen ist nur auf ausgewiesen Flächen erlaubt, nicht gestattet ist das Braten ganzer Tiere“, erläutert Büttner. Hauptproblem für die Parkpfleger bleibt aber, dass die Besucher einen Großteil ihrer Abfälle nicht mit nach Hause nehmen. „Pro Wochenende fallen bis zu zwölf Tonnen Müll an. Deren Entsorgung kostet viel Geld, das wir lieber für Neu-Pflanzungen einsetzen würden“, sagt Umwelt-Stadträtin Dorothee Dubrau (für Grüne). In den vergangenen Wochen hat es bereits wiederholt Kontrollen gegeben, bisher aber allein durch Amtsmitarbeiter. Nur in einem Fall musste die Polizei gerufen werden: Eine Großfamilie wollte sieben Hammel auf offenem Feuer braten, die Tiere wurden beschlagnahmt. fü

Artikel erschienen am 25. Juni 2004

Vollständige Url des Artikels: https://www.welt.de/data/2004/06/25/296371.html

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