Ich sage nur: Souvlaki!
Und nein, das, was man hier in Deutschland oft als Souvlaki verkauft, sind für mich keine Souvlaki. Nicht vom Aussehen, nicht vom Geschmack und nicht mal vom Geruch.
In Griechenland ist Souvlaki ein Grundnahrungsmittel. Wenn Besuch kommt, geht einer kurz um die Ecke zum Souvlaki-Grill und bringt 20 oder 30 Spieße mit. Ganz normal.
Dazu gibt es ein Stück frisches Brot direkt auf den Spieß gesteckt und eine Zitrone zum Auspressen. Oder eine Pita, randvoll mit Souvlaki, Tzatziki, Pommes, Tomaten und Zwiebeln. Danach bist du satt, glücklich und kannst anfangen, das Leben zu genießen.
Der Geschmack kommt nicht von irgendwelchen Geheimgewürzen. Die Spieße werden immer wieder kurz vom Grill genommen und in einer Mischung aus Olivenöl, Zitrone, Knoblauch, Salz, Pfeffer und Oregano gewendet. Manche machen das auch erst nach dem Grillen. Da hat jede Familie und jeder Grillmeister sein eigenes Vorgehen. Genau das ist dieser Duft, bei dem einem schon auf der Straße das Wasser im Mund zusammenläuft.
Wer einmal abends in Griechenland an einem Souvlaki-Grill vorbeigelaufen ist, weiß genau, was ich meine. Diesen Duft aus Holzkohle, Fleisch, Zitrone und Oregano vergisst man nicht mehr.
Und natürlich über Holzkohle. Wenn einer in Griechenland erzählt, er macht Souvlaki auf dem Elektrogrill, wird ihm vermutlich sofort die Staatsbürgerschaft entzogen.
Souvlaki gab es übrigens schon, da wusste der Döner noch nicht einmal, dass er irgendwann Döner werden würde.
So, als echter Halbgrieche musste das jetzt einfach mal gesagt werden.
