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Angriller123: Grilltagebuch im Süden

Angriller123

PulledPut
Supporter
Hallöchen liebe Grillfreunde :thumb1:

An dieser Stelle möchten wir unser Grilltagebuch ins Leben rufen um euch von unseren Aktivitäten am Grill zu berichten. Wir werden freudig alles mit euch teilen was uns gelingt, schief geht, verbrennt ("Röstaromen":D) oder sonst wie am Grill zustande kommt. Neben entsprechenden Fotos werden wir auch immer Informationen zum Rezept und zur Zubereitung mit angeben, denn für Verbesserungsvorschläge und Optimierungen sind wir immer offen:sun:

Folglich etwas zu den Eckdaten:
  • Als Grillmopped nutzen wir (vorzugsweise Ich, da Männersache :D) einen VERSIEGELTEN Broil King - REGAL 590 (Versiegelung von Marc_0469), mit dem ich bis auf die Qualität des Untergestells soweit zufrieden bin
  • Standort ist Mallorca
  • Pizzastein, Gasgrill Pizzaaufsatz, Schieber und Co sind vorhanden
  • Als Gas nutze ich zur Zeit Butan-Gas (Gas auf Mallorca zu bekommen ist eine Wissenschaft für sich:D)
Wir werden versuchen dieses Thema aktuell zu halten und in Regelmäßigen Abständen etwas zu posten. Kritik und Kommentare sind jederzeit ausdrücklich erwünscht!

Na dann, auf gutes gelingen:thumb1:
 
OP
OP
Angriller123

Angriller123

PulledPut
Supporter
So, dann werden wir mal anfangen, den Beitrag hier mit Leben zu füllen :thumb1:

Wir sind seit kurzem wieder auf der Insel und da der Grill bei Ankunft so schön auf der Terrasse stand und mich anlächelte, musste gegrillt werden! An dieser Stelle sei gesagt: Der folgende Bericht stammt vom ersten grillen nach dem Einbrennen des Grills. Folglich ist noch etwas Übung nötig um das Beast zu beherrschen:D

Tag 1 im Tagebuch:

Flammkuchen

Rezept für den Teig: https://www.chefkoch.de/rezepte/1107291216818673/Schneller-Flammkuchen.html

  • Den Teig habe ich nach Rezept in unserer Kenwood Küchenmaschine geknetet und dann anschließend mit etwas Mehl erneut per Hand
  • Das Mehl das ich verwendet habe ist folgendes (bekommt man im Mercadona, habe ich Just 4 Fun mal mitgebracht):
IMG_20220725_183005_882.jpg

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  • Etwas Zeit wollten wir dem Teig geben, weshalb er gut 15 Minuten unter einem Küchentuch ruhen konnte
  • In der Zwischenzeit habe ich den Pizzastein auf dem Grill platziert und die "Pizzahaube" aufgesetzt:
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Da ich mir anfänglich unsicher war, welche Brennereinstellung passt, ich aber angepeilt hatte das der Stein ca. 250-300Grad haben sollte, habe ich alle Brenner (ohne Heckbrenner) auf die kleinste Stufe gestellt und den Grill so aufheizen lassen. Das war zu viel des Guten wie sich rausstellte:D, da das Thermometer was bei der Haube dabei war, mal so eben auf über 400Grad ging:o Nun aber weiter zum Teig:
  • Danach wurde die Teigmenge für 4 Flammkuchen portioniert und ausgerollt (Teils per Hand, teils Nudelholz, wir sind da noch nicht so geübt:D)
  • Da ich eine normale Alu Schaufel nutze, habe ich diese mit ordentlich Mehl eingerieben und den ausgerollten Teig danach auf die Schaufel gepackt
  • Der Teig hat den "Rutschtest" bestanden, somit konnten wir Ihn belegen (hier sind wir etwas vom Rezept abgewichen, es kamen noch lokale Oliven hinzu)
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  • Nachdem der Flammkuchen in seiner Rohform fertig war, ging es ab auf dem Stein (Habe einfach mal bei den genannten 400 Grad einen Versuch gestartet)
  • Nach etwas über einer Minute konnte man bereits deutliche Fortschritte sehen und es machte den Eindruck, als sei der Flammkuchen bereits fertig:
photo_2022-07-26_13-53-40.jpg


  • Also raus damit und Boden checken (hier fehlt mir leider das Bild) - Leider an vielen Stellen recht "schwarz" (Hier handelt es sich natürlich um gewollte Röstaromen:D). Somit war für uns klar, die Temperatur muss definitiv runter. Trotzdem war der Flammkuchen geschmacklich super, auch wenn einige Stellen verbrannt waren.
  • Folglich habe ich also die beiden äußeren Brenner abgeschaltet und nur den in der Mitte, sowie die beiden links und rechts davon auf kleinster Stufe heizen lassen.
  • Da das Thermometer an der Haube bereits nicht mehr so richtig funktioniert (zu heiß geworden, shit happens:D), habe ich mit einem Thermpro Thermometer (Amazon) mal nachgemessen. Am Stein lag aber immer noch etwas über 300Grad an. Das Thermometer am Grill selbst stand bei 250 Grad.
  • No Risk, No Fun! Also rein mit dem zweiten Flammkuchen um zu schauen welches Ergebnis wir diesmal erzielen würden. Siehe da, nach gut 2-3 Minuten raus, der Boden sieht schon besser aus:
IMG_20220725_193957_376.jpg


  • Auch von oben betrachtet passte soweit alles, geschmacklich super!
photo_2022-07-26_13-53-19.jpg


  • Da wir folglich noch 2 Rohlinge übrig hatten, habe ich erneut mit der Temperatur gespielt. Also mittlerer Brenner aus, etwas die Haube aufgelassen und dann erneut geprüft, nachdem die Haube wieder eine Zeit lange geschlossen war. Der Grill selbst zeigte ca. 200-225Grad an, direkt am Stein lagen 270 Grad an.
  • Flammkuchen rein, diesmal gute 4-5 Minuten grillen / backen lassen, Ergebnis geschmacklich wie optisch ebenfalls super!
  • Der Teig war hier gefühlt gleichmäßig gebackener, obwohl es keinen sooo großen Unterschied zu der Variante davor gab:
IMG_20220725_193953_085.jpg


  • Den letzten Rohling haben wir dann auf selber Temperaturstufe gebacken /gegrillt, wobei sich der Grill wieder etwas weiter aufgeheizt hatte.

Alles in allem ein super erster Grilltag:thumb1: Ich muss anbei betonen, das ich absolut keine Probleme hatte, die Flammkuchen von der Schaufel auf den Stein und auch vom Stein wieder auf die Schaufel zu bekommen, alles lief problemlos und einfach von der Hand.

Nach dem Grillen haben wir dann alles abkühlen lassen, das Mehl vom Grillgehäuse abgewischt und den Rost mit Öl eingesprüht und mit einem Pinsel verteilt, als alles ab gekühlt war. Die Versiegelung von Marc_0469 leistet hier sehr gute Dienste, die Reinigung war super einfach:thumb1:
 

Steinramme

GSV-Vollzeitbetreuer
Das sieht doch nach einer gelungenen Premiere aus. :thumb2:
 

Marc_0469

Grillkönig
Hallöchen liebe Grillfreunde :thumb1:

An dieser Stelle möchte ich mein Grilltagebuch ins Leben rufen um euch von meinen Aktivitäten am Grill zu berichten. Ich werde freudig alles mit euch teilen was mir gelingt, schief geht, verbrennt ("Röstaromen":D) oder sonst wie am Grill zustande kommt. Neben entsprechenden Fotos werde ich auch immer Informationen zum Rezept und zur Zubereitung mit angeben, denn für Verbesserungsvorschläge und Optimierungen bin ich immer offen:sun:

Folglich etwas zu den Eckdaten:
  • Als Grillmopped nutze ich einen Broil King - REGAL 590, mit dem ich bis auf die Qualität des Untergestells soweit zufrieden bin
  • Standort ist Mallorca
  • Pizzastein, Gasgrill Pizzaaufsatz, Schieber und Co sind vorhanden
  • Als Gas nutze ich zur Zeit Butan-Gas (Gas auf Mallorca zu bekommen ist eine Wissenschaft für sich:D)
Ich werde versuchen dieses Thema aktuell zu halten und in Regelmäßigen Abständen etwas zu posten. Kritik und Kommentare sind jederzeit ausdrücklich erwünscht!

Na dann, auf gutes gelingen:thumb1:
Also für mich hast du das wichtigste bei deinen Leistungsdaten vergessen;-)
ER IST VERSIEGELT!!!!
8-)
Viel Spass mit deinem Sportgerät und ich freue mich auf die Berichte...aber hier dann wirklich auch gerne ab und zu ein Update zur Reinigung und Korrosion....du bist schließlich ein Pilotprojekt auf deiner Insel ;-)
 

Marc_0469

Grillkönig
Alles in allem ein super erster Grilltag:thumb1: Ich muss anbei betonen, das ich absolut keine Probleme hatte, die Flammkuchen von der Schaufel auf den Stein und auch vom Stein wieder auf die Schaufel zu bekommen, alles lief problemlos und einfach von der Hand.
Perfekt...Bilder sahen sehr lecker aus.
 
OP
OP
Angriller123

Angriller123

PulledPut
Supporter
Also für mich hast du das wichtigste bei deinen Leistungsdaten vergessen;-)
ER IST VERSIEGELT!!!!
8-)
Viel Spass mit deinem Sportgerät und ich freue mich auf die Berichte...aber hier dann wirklich auch gerne ab und zu ein Update zur Reinigung und Korrosion....du bist schließlich ein Pilotprojekt auf deiner Insel ;-)
Ist nachgetragen Chef :thumb1: Updates gibts, da zeige ich gerne Pioniergeist:D
 

Stef_P

Militanter Veganer
Sieht top aus und macht direkt Appetit plus Lust aufs Nachgrillen. Ab dem zweiten Versuch ist der Teig für meinen Geschmack optisch schon super. Sieht knusprig und leicht aus, ohne schwarz zu sein. Auch deine Erfahrung, dass der Teig im rohen Zustand leicht von der Schaufel ging, hört sich gut an. Da habe ich mit Pizzateig schon ganz andere Erfahrungen gemacht, so dass ich zuletzt für die ersten 2 Minuten immer eine Backpapier verwendet habe.

P.S. @Marc_0469 Wo kann ich mich denn über deine Versiegelung informieren? In meinem Fall geht es dabei nicht um einen BK, sondern um den P500 in der Edelstahlvariante.
 

Marc_0469

Grillkönig
P.S. @Marc_0469 Wo kann ich mich denn über deine Versiegelung informieren? In meinem Fall geht es dabei nicht um einen BK, sondern um den P500 in der Edelstahlvariante.
Uff…hier gibt es einen Thread mit gut 1300 Beiträgen in dem wirklich alles erklärt wird. Aber ich habe dir hier jetzt den letzten Beitrag reinkopiert und über diesen Link bekommst du alle näheren Informationen. Bitte dann auch in diesem Thread weiterschreiben, denn das hier soll ja ein Tagebuch bleiben und nur ab und zu über seine Erfahrungen hinsichtlich Pflege und Korrosion berichten.
Gruß

Beitrag im Thema 'Warum ich meinen Grill versiegeln werde'
https://www.grillsportverein.de/for...en-grill-versiegeln-werde.335837/post-5229522
 
OP
OP
Angriller123

Angriller123

PulledPut
Supporter
Sieht top aus und macht direkt Appetit plus Lust aufs Nachgrillen. Ab dem zweiten Versuch ist der Teig für meinen Geschmack optisch schon super. Sieht knusprig und leicht aus, ohne schwarz zu sein. Auch deine Erfahrung, dass der Teig im rohen Zustand leicht von der Schaufel ging, hört sich gut an. Da habe ich mit Pizzateig schon ganz andere Erfahrungen gemacht, so dass ich zuletzt für die ersten 2 Minuten immer eine Backpapier verwendet habe.

P.S. @Marc_0469 Wo kann ich mich denn über deine Versiegelung informieren? In meinem Fall geht es dabei nicht um einen BK, sondern um den P500 in der Edelstahlvariante.
Vielen Dank für dein Lob :thumb1: Kann deine Ansicht nur bestätigen, der Teig war beim zweiten Versuch super knusprig, dünn und leicht, wobei der Belag trotzdem frisch und vor allem nicht "trocken" war. Wie oben bereits angedeutet liegt meiner Meinung nach das Geheimnis in der Menge an Mehl (sowohl auf der Schaufel, als auch am Teig). Ich habe wirklich eine kleine Handvoll Mehl auf die Schaufel gestreut und dann auf der Schaufel verrieben, bis ich so eine Art dünnen "Mehlfilm" fühlen konnte. Das restliche Mehl dann auf den Teig und auch mit genau dieser Seite auf die Schaufel. Dann rutscht wirklich alles super:thumb1:

Bin mal gespannt wenn ich demnächst mal an den Pizzateig gehe, wie sich das ganze da verhält:sun: Als nächstes kommt wohl mal ein schönes Steak an die Reihe, gefolgt von Räucherlachs:thumb2:

Das sieht doch nach einer gelungenen Premiere aus. :thumb2:
Danke fürs Lob :sun:
 
OP
OP
Angriller123

Angriller123

PulledPut
Supporter
Tag 2 im Tagebuch:

Pizza & Focaccia

Rezept für den Teig sowie die Tomatensoße:


Rezept für die Kräuterbutter: https://www.grillkameraden.de/kraeuterbutter-selber-machen/

Hallo zusammen! :D Weiter geht`s im Grilltagebuch - diesmal mit Pizza und Focaccia. An dieser Stelle sei ehrlich erwähnt, dass ich mit der Herstellung des Teiges diesmal nicht besonders viel zutun hatte, da uns ein guter Freund für ein paar Tage auf der Insel besuchte und die Herstellung des Teiges übernahm. So konnte ich mich mit nem kalten an den Grill stellen und so tun, als wüsste ich was ich da mache:thumb1:

Der Teig wurde dieses mal auf eine andere Art und Weise hergestellt, die ich bislang noch nicht kannte.
  • Zuerst wurde die Frischhefe (ca. 5g) in lauwarmen Wasser aufgelöst, dann Honig und Mehl dazu
  • Das ganze in einer Teig-Box verrühren und eine gute halbe Stunde stehen lassen
  • Anschließen geht der Teig für 24 Stunden in den Kühlschrank
  • Einen Tag später sieht das ganze dann so aus:
WhatsApp Image 2022-09-02 at 01.05.27 (2).jpeg



Nun kommt das ganze mit der entsprechenden Menge Wasser in die Kenwood und wird so lange gerührt, bis sich alles "einheitlich" aufgelöst hat. Danach geben wir die restliche Menge Mehl hinzu und lassen die Kenwood Ihre Arbeit machen :D

WhatsApp Image 2022-09-02 at 01.05.24 (2).jpeg


Abschließend noch das Salz hinzufügen und kneten, kneten, kneten lassen:thumb1:

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Als der passende "Aggregatzustand" erreicht war und der Teig homogen genug geknetet wurde, war es Zeit ihn aus der Kenwood zu befreien. Leichter gesagt als getan, denn ich habe ehrlich gesagt bislang noch keinen, so klebrigen Teig gesehen. Da ich ja aber zum Glück nicht für den Teig zuständig war und auch mal ganz ganz dringend nach dem Grill sehen musste (schlimme Gegend:D), naja.... man konnte mich erst wieder in der Küche antreffen als der Teig draußen war:D

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Das ist das Beast also nun:thumb1: Groß und klebrig, bereit zum formen. An dieser Stelle sei erwähnt, das ich am Anfang sehr skeptisch war ob wir mit dem Teig eine vernünftige Pizza hinbekommen. Geschmacklich habe ich mir keine großen Sorgen gemacht, jedoch kam ich wirklich ins Schwitzen als ich erneut realisierte, wie verdammt klebrig dieser Teig doch ist. Die Pizza Schaufel sowie der Pizzastein kamen mir aber nicht in die Quere, wie sich später noch rausstellen sollte (Puh:sun:)

Nun ging es mit der Teig Verarbeitung also weiter:
  • Teig gut 15 Minuten ruhen lassen
  • Hände und Spachtel / Teigschaber mit Olivenöl einreiben
  • Teig mit dem Spachtel / Teigschaber lösen und den Teig immer wieder unterheben, wobei die Oberseite auch immer oben bleibt (sieht man sehr gut im Video)
  • Solange unterheben, bis sich die Oberfläche des Teiges glättet (folglich auch der Teig an sich)
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Sobald der Teig die gewünschte Oberfläche hat, Schüssel / Schale mit Öl / Mehl ausstreichen und den Teig weitere 30 Minuten ruhen lassen. Während der Teig also ein wenig entspannen konnte, ging es kurz und knapp an die Tomatensoße:

  • Eine Dose ganze Tomaten in eine Schüssel geben
  • Frischen Basilikum, Zucker, Salz und Oregano dazu geben und verrühren

WhatsApp Image 2022-09-02 at 01.04.37 (2).jpeg


Das ganze dann in der Kühlschrank, damit die Tomatensoße etwas ziehen kann. Fertig:thumb1:

Während des gesamten Prozesses ist es wichtig, das "Oben" und "Unten" beim Teig auch immer "Oben" und "Unten" bleiben. So wird sichergestellt, dass das Volumen, der Geschmack sowie die Luft im Teig nicht flöten gehen.

Sobald der Teig nun ausreichend Ruhe erhalten hat, erneut die Hände mit Olivenöl einreiben und die Öberfläche des Teiges (diesmal also "Oben") einölen. Nun teilen wir den Teig in die entsprechenden Mengen ein und formen die klassischen Teigbälle. Da wir parallel noch eine Focaccia im Ofen machen wollen, muss der gesamte Teig passend aufgeteilt werden. Am Ende kamen bei uns dabei 4 Pizzen und eine Focaccia raus (Hälfte des Teiges aus dem Rezept / Video).

Sobald die Teigbälle geformt sind, Backblech / Schale mit Mehl einreiben und die Teiglinge darauf platzieren:

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Folglich etwas Olivenöl auf der Oberfläche (ganz wenig), Frischhaltefolie drüber und erneut 2 Stunden ruhen lassen:

WhatsApp Image 2022-09-02 at 01.04.37.jpeg


Da der Teig nun kurz vor dem Finale stand, kann der Belag vorbereitet werden. Wir hatten uns für eine Pizza Hawaii sowie eine Pizza mit Parmaschinken und Rucola entschieden. Also Ananas, Kochschinken, Parmaschinken, Rucola und Mozzarella schneiden und zum belegen vorbereiten. Auf die Focaccia kamen Zwiebeln, Tomaten, Rosmarin, Basilikum, Salz und Oregano.

Nachdem der Teig erneut 2 Stunden ruhen konnte, haben wir zuerst die Focaccia belegt:

WhatsApp Image 2022-09-02 at 01.04.36.jpeg


Backofen auf 250 Grad vorheizen und für gute 15-20 Minuten backen. Ergebnis sah bei uns dann so aus:

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Als Vorspeise absolut genial und wirklich unwahrscheinlich lecker!:thumb1::thumb1::thumb1: Das ganze noch mit etwas Knoblauchöl und Kräuterbutter belegt, da war die Focaccia ganz schnell verschwunden:D

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Über die Dicke lässt sich sicherlich streiten, da das ganze schon etwas von einem Focaccia "Kuchenstück" hatte, aber geschmacklich waren wir uns einig: sensationell:sun::thumb1:

Nachdem die Focaccia sowie einige Drinks erfolgreich bezwungen wurden, ging es also nun an die Pizzen. Vorab noch ein Tipp / eine Anmerkung zur Pizza-Schaufel:

Ich habe hier im GSV immer wieder gelesen, dass das Thema "Der Teig klebt am Stein / an der Pizza-Schaufel" doch recht häufig aufkommt. Da ich selbst keine Erfahrungen mit dieser Thematik hatte, habe ich versucht möglichst viele Informationen zu diesem Thema zu finden und auszuwerten. Es gibt sicherlich einige Hilfsmittel und Konstruktionen die man sich anschaffen kann, die ich hier auch keinesfalls schlecht reden oder abwerten möchte. Jedoch sind diese für mich persönlich überflüssig, da meiner Meinung nach das Geheimnis in einer einzigen Sache liegt: Mehl!

Mehl, Mehl, Mehl und nochmals Mehl! Die Pizza-Schaufel sowie die Unterscheite der zukünftigen Pizza brauchen Mehl. Unsere Pizzaschaufel sieht folglich so aus:

WhatsApp Image 2022-09-01 at 19.38.58 (1).jpeg


Ich handhabe das ganze immer so, dass ich Mehl auf die Schaufel auftrage und das Mehl gefühlt in die Schaufel "einmassiere". Diesen Vorgang wiederhole ich einige Male und Kippe das überschüssige Mehl dabei immer wieder von der Schaufel ab. Es bildet sich meiner Meinung nach ein richtiger Mehlfilm auf der Schaufel. Gepaart mit dem Mehl an der Unterseite der Pizza rutscht bei uns wirklich jeder Teig wie von selbst auf dem Pizzastein:thumb1: Und in diesem Fall war der Teig wirklich sehr sehr klebrig. Geschmacklich macht die Menge an Mehl tatsächlich keinen Unterschied, solang Sie nur an der Schaufel und an der Unterseite der Pizza / des Teiges zu finden ist. Auf der Oberseite der Pizza sollte man nur wenig Mehl auftragen, da der Rand sonst schnell Mehlig wird und schmeckt (leider ist uns das bei einer Pizza passiert, da wir versehentlich mit der Oberseite des Teiges in das Mehl gekommen sind:D)

Nun aber weiter zum Teig:

  • Die Teiglinge nun vom Backblech nehmen und mit einer guten Menge Mehl zur Pizza formen
  • Dabei von Innen nach Außen drücken, um den gewünschten Durchmesser zu erreichen
  • Die Luft muss sich im Rand sammeln, um den typisch, luftigen Rand einer Pizza zu erreichen
  • Pizza auf die Schaufel legen und belegen, Rutschtest nicht vergessen
WhatsApp Image 2022-09-02 at 01.04.35 (2).jpeg


Sportgerät aufheizen, Pizzastein und Pizzahaube eine halbe Stunde gut aufheizen lassen (Thermometer an der Pizzahaube zeigt immer gute 310-320 Grad an) und drauf mit dem Beast:

WhatsApp Image 2022-09-01 at 19.38.56.jpeg


Bitte nicht wundern das der Beleg auf der Pizza auf diesem Foto ein anderer ist. Leider habe ich bei der Hawaii vergessen ein Foto vom Grill und zu schießen, daher musste die letzte Pizza herhalten.

Nach 6-7 Minuten durfte Sie dann raus:

WhatsApp Image 2022-09-01 at 19.38.57 (1).jpeg

WhatsApp Image 2022-09-01 at 19.38.57.jpeg

WhatsApp Image 2022-09-01 at 19.38.58.jpeg


Geschmacklich wirklich ein Träumchen:thumb2::thumb2: Der Rand der Pizza könnte noch etwas mehr aufgehen, was aber wohl am "ausrollen" des Teiges liegt, da man dort entscheidet wie viel Luft im Rand ist und wie hoch er ergo backt. Bei einigen Pizzen ist uns der Rand noch etwas besser und weniger mehlig gelungen, leider habe ich da das Foto verpennt (reiche ich aber beim nächsten Mal hier nach:D). Geschmacklich waren aber alle Pizzen wirklich sensationell!

Viel bleibt mir dann eigentlich auch nicht mehr zu sagen, bis bald und fröhliches Grillen :thumb2:

WhatsApp Image 2022-09-02 at 01.04.37.jpeg


WhatsApp Image 2022-09-02 at 01.04.36 (1).jpeg
 
OP
OP
Angriller123

Angriller123

PulledPut
Supporter
An dieser Stelle mal ein kleines Update zum Sportgerät :thumb1:

Wie bereits in meinem anderen Thread erwähnt, habe ich nun als Vorbereitung auf´s Sous-Vide eine schöne Broil King Sizzle eingebaut:

IMG-20220921-WA0005.jpg


Der Um- bzw. Einbau verlief Problemlos, die erste Testzündung steht noch aus. Sous-Vide Garer sowie Vakuumierer müssen noch her, dann kann der Spaß auch schon losgehen:D

@Marc_0469 Bislang beim Sportgerät alles bestens, habe noch keine Auffälligkeiten entdeckt. Zudem geht die Reinigung sehr sehr einfach von der Hand, kann mich also bislang über nichts beschweren:sun:
 

Marc_0469

Grillkönig
@Marc_0469 Bislang beim Sportgerät alles bestens, habe noch keine Auffälligkeiten entdeckt. Zudem geht die Reinigung sehr sehr einfach von der Hand, kann mich also bislang über nichts beschweren:sun:
Sieht gut aus, dein Sportgerät. Ich hoffe du genießt das Wetter und den Grill ausgiebig.

Freut mich zu hören, das du mit der Versiegelung zufrieden bist, hinsichtlich der Reinigung soll es genau so sein:-) Bezogen auf Korrosion und anderes ist es noch zu früh. Wenn ich diesen Satz von dir im nächsten Jahr um die selbe Zeit lese, dann glaube ich, das es einen positiven Effekt hinsichtlich dieser gewünschten Schutzeigenschaft gibt, wir werden sehen.

Dir weiterhin viel Spass...ich komme irgendwie im Moment so gar nicht zum Grillen:-(
 
OP
OP
Angriller123

Angriller123

PulledPut
Supporter
Tag 3 im Tagebuch:

Black Angus US Beef - Rückwärts


Rezept für die Kräuterbutter: https://www.grillkameraden.de/kraeuterbutter-selber-machen/
Rezept für die Chimichurri: https:///rezepte/chimichurri/

Hallöchen meine lieben :thumb1: Endlich komme ich mal wieder dazu eins meiner Grillerlebnisse mit euch zu teilen. Da ich leider bei den letzten Malen alle Hände voll mit der Zubereitung zutun hatte, fehlte mir leider die Zeit für passende Bilder um hier einen schönen Bericht zu schreiben. Dieses mal habe ich mich aber gezwungen alles zu bebildern, damit es hier in meinem Tagebuch mal weitergeht. Ich werde in den kommenden Tagen einiges erneut grillen, weshalb ich ganz zuversichtlich bin das weitere Berichte zeitnah folgen lassen.

Heute beschäftigen wir uns mit einem US Beef (Black Angus) inkl. schöner Fettseite. Ich habe in den vergangenen Tagen und Wochen recht viele Threads, Berichte und Artikel über die verschiedensten Zubereitungsarten, sowie Tipps und Tricks gelesen. Zudem habe ich ja speziell für dieses Thema auch einen weiteren Thread eröffnet, siehe hier.

An dieser Stelle auch nochmal ein dickes Danke an @D.D. @Ganse @Kamado holly @pefra @Dr_BBQ @Pitboy @Anteater @Andi_in_der_Natur @Frank für eure Hilfe und eure tollen Tipps. Das gute Black Angus aus dem markierten Thread ist ein anderes als das US Beef hier, jedoch kommt zum verlinkten Beitrag auch nochmals ein Eintrag in meinem Tagebuch.

Fangen wir also an:grill:

  • Ich gebe dem Fleisch meistens gut eine Stunde zum entspannen und um ein bisschen Temperatur zu generieren. Hier scheiden sich natürlich die Geister, jedoch gibt mir das 2 entscheidende Vorteile:
1. Ich habe einen Grund für "ein" Bier, denn ich muss das Fleisch ja gründlich beobachten bevor noch irgendwas schief läuft:D
2. Ich kann mich vor sonstigen Vorbereitungen drücken, da ich ja mit dem Fleisch beschäftigt bin:D

IMG_20221007_193218_021.jpg


Folglich den Burschen noch schnell vermessen, um zukünftig und allgemein eine Referenz zu geben:

IMG_20221007_193351_325.jpg


Nach gut einer Stunde an der frischen Luft mit grobem Meersalz moderat salzen, etwas massieren und eine weitere Stunde liegen lassen:

IMG_20221007_194121_128.jpg


In der Zwischenzeit habe ich Kräuterbutter sowie Chimichurri vorbereitet und zum durchziehen in den Kühlschrank gestellt. Zudem habe ich einen Maiskolben gesalzen sowie gepfeffert und den Backofen vorgeheizt, da ich den Maiskolben parallel zum Garziehen bei 180 Grad im Backofen machen wollte.

Nun ging es an die passende Einstellung des Grills. Zuerst das Sportgerät freibrennen und die Reste zum letzten Grillen entfernen, dann den Heckbrenner auf kleinster Stufe. Damit habe ich bislang recht gute Erfahrungen gemacht, um die Temperatur auf gut 100 Grad zu bekommen und zu halten:-)

Nach Ablauf der Zeit im "Salzbad" gehts zum Garziehen. Hierzu nutze ich das Warmhalte Rost des BK und platziere den Burschen so, das er im vorderen Bereich des Rosts fast "runterfällt". So erreiche ich eine meiner Meinung nach bestmögliche, passive Temperatureinwirkung.

IMG_20221007_204554_063.jpg


Zudem messe ich immer mit einer Pistole nach, um die Temperatur am Rost zu ermitteln und sicher zu gehen, das es nicht zu heiß wird:

IMG_20221007_204722_680.jpg


Aufgrund der Dicke des Steaks, sowie der Temperatur und meinen Nachfragen hier im Forum, habe ich zu Beginn eine Garzeit von 45-60 Minuten angesetzt:thumb1: Zudem wende ich den Burschen regelmäßig, um so passiv wie möglich garziehen zu können und graue Ränder zu vermeiden.

IMG_20221007_212323_064.jpg


Derweil ist der Maiskolben bereits fertig und wartet auf seinen Auftritt auf dem Rost:

IMG_20221007_210208_679.jpg


Die Sizzle heize ich immer gute 10-15 Minuten auf, damit ich wirklich volle Leistung erreiche. Mit dem passenden Windschutz sollte das ganze optimal funktionieren:

IMG_20221007_212317_061.jpg


Nach gut 52 Minuten war es dann soweit, der Bursche ist bei 51,7 Grad KT angelangt und bereit für die Sizzle. An dieser Stelle konnte ich auch meinen einzigen, persönlichen Kritikpunkt im ganzen Prozess ausmachen: Beim nächsten Mal US Beef würde ich den Burschen nur bis 47-48 Grad KT ziehen, da mir das Steak am Ende doch etwas zu "done" war. Geschmacklich war es perfekt, jedoch hätte ich mir etwas mehr "rosa touch" gewünscht:D

IMG_20221007_213308_293.jpg


Also runter damit und rauf auf die Sizzle. Ich habe pro Seite immer gut 20 Sekunden geknuspert, dann gewendet. Das ganze pro Seite 2 mal und jeweils nochmal kurz die Seiten des Steaks:

IMG_20221007_213427_533.jpg


Platz ist angerichtet, Wein eingeschenkt, Maiskolben da, Gewürz steht bereit, sowie Kräuterbutter, Chimichurri sowie Aioli (diesmal fertig:D):

IMG_20221007_212601_869.jpg


Gewürzmopped:

IMG_20221007_210219_961.jpg


Also raus mit dem Burschen und ab auf den Teller:grill:

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IMG_20221007_214558_696.jpg


Geschmacklich wirklich fantastisch, Kruste war super, da kann ich wirklich nicht meckern:thumb1: In der nächsten Runde setze ich dann wie zuvor erwähnt die KT etwas runter, um den "rosa touch" noch mit reinzubringen und etwas mehr in Richtung Medium zu kommen. Dann ist das ganze für mich perfekt. Kritik und Anregungen wie immer herzlich willkommen:thumb1:


Als kleines extra zum heutigen Eintrag noch ein paar Bilder vom Entrecote, das ich ein paar Tage zuvor gemacht hatte. Gleiche Vorgehensweise, KT war hier auf 48 Grad beim garziehen und wurde nach 15-20 Minuten erreicht, danach nicht mehr gemessen. Dicke betrug 2,5-3cm. Anbei die Bilderstrecke:

IMG-20221004-WA0002.jpg

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IMG-20221004-WA0004.jpg
 

Ganse

Dwarsbüngel & OT-Reporter
5+ Jahre im GSV
Ja klasse! 👌🏻

Freut mich wenn ich einen Teil helfen konnte, schön auch, dass Du uns am Ergebnis teilhaben lässt! :thumb2:

Das nächste Mal drehen wir das um und ich frag bei Dir nach Rat! Erstklassige Ergebnisse! OK, über den Gargrad kann man diskutieren-muss man aber nicht: das ist persönliche Geschmackssache. ;)
 

Dr_BBQ

FC Bayern des Photo Contests
10+ Jahre im GSV
Foto des Monats
Quoting-Queen
Wok-Star
Das sieht doch richtig klasse aus. Freut mich wenn ich helfen konnte.
 

Andi_in_der_Natur

Fleischtycoon
Supporter
Schaut hervorragend aus! Schön das du uns daran teilhaben lässt.
 

Marc_0469

Grillkönig
Schöne Fotos, toller Bericht. Gefällt mir sehr und macht Lust auf mehr Berichte....gerade in der jetzt bei uns in Deutschland kommenden tristen Zeit...mein Grill ist zwar noch nicht ganz außer Betrieb genommmen, aber in den letzten Wochen habe ich nicht mehr viel gegrillt und werde wohl auch nicht so viel machen in den kommenden Monaten, im Winter macht das auf meiner Terrasse nicht wirklich Spass und Sinn.

Zur KT hast du dich ja schon geäußert...ich bereite meine Steaks ähnlich vor wie du, nehme sie dann aber auch bei 50 Grad runter und schmeiße sie auf die Sizzle Zone, für jeweils 40 sekunden (aber nur einmal).

Dir weiterhin viel Spass
Gruß
Marc
 
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