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Auto: Was fahrt ihr so?

Kimble

Mr. Seafood & Mr. Klima & Dr. Tartuffel
Supporter
Dann entwickelt mal wieder Autos für über 2m Männer...
Schon aus diesem Grunde vermisse ich Walter Röhrl als Entwicklungs- und Test-Fahrer sehr :rolleyes:

Es gibt mittlerweile sehr viele Autos, wo man schon mit 1,90 keine Chance mehr hat, aufrecht zu sitzen. Das ist das Problem, wenn den Job nur noch 1,60 große ehemalige F1-Piloten machen ;-)
 

Röstwurst

Grillkaiser
Nach den Business-Kombis hatten wir vor kurzem eine Raubkatze zum ausgiebigen Test, den Jaguar F-Pace SVR, ein SUV mit einem 550 PS Kompressor unter der Haube. Hier ein paar Eindrücke, für diejenigen, die so ein Fahrzeug interessiert:
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Über die Farbe kann man geteilter Meinung sein, vom Design her finde ich ihn jedoch sehr gelungen und im Gegensatz zu manch anderem SUV erzeugt er recht positive Reaktionen im Straßenverkehr.

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Die Plastik-Abdeckungen bekommt man leider selbst gegen Aufpreis nicht lackiert.
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Der Innenraum macht (bis auf die fummeligen Lenkradhebel)
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einen sehr wertigen Eindruck und bietet vor allen Dingen ein großzügiges Raumgefühl, womit der Jaguar in der Klasse eines X5 und Q7 spielt.
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Ein Kritikpunkt sind leider die Sitze, die zwar grundsätzlich eine tolle Passform haben, aber eher für Menschen bis 1,75cm. Mit meiner Körpergröße von 1,90 sitzt die Kopfstütze dann in Schulterhöhe, was nicht nur für die Sicherheit wenig optimal ist, sondern vor allen Dingen sehr unkomfortabel.

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Die Ausstattung lässt schon in Serie keine Wünsche übrig, so dass der Jaguar inkl. Meridian-Sound gerade einmal die Hälfte eines vergleichbaren Cayennes kostet.

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Genug der Theorie, Zeit zum Fahren

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Ein Headup-Display ist an Bord, so dass man den Blick auf die Instrumente schnell vergisst
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Der Sound des Motors ist jederzeit deutlich zu vernehmen, aber nie so, dass er peinlich wirkt - very british.
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Rolls-Royce hat früher die Leistung ihrer Fahrzeuge mit „ausreichend“ angegeben und genau das passt auch zum Jaguar. Knapp 700 Nm sichern Beschleunigung in jeder Lebenslage und liefern ein souveränes Fahrerlebnis. Allerdings springt bei mir der Funke der Begeisterung nicht so ganz über, dem Motor fehlt etwas Faszination, die es bei anderen Herstellern gibt.

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Einer der Gründe ist sicherlich die Beschleunigung, die nicht so spektakulär wie in einem aktuellen M5 oder E63S ausfällt, die es von 0-200 km/h in rund 10 Sekunden schaffen. Da lässt sich der SVR trotz ähnlichem Gewicht, Allrad und nur 50 PS weniger fast 5 Sekunden mehr Zeit. Diese vermutlich u. a. dem cW-Wert des SUV geschuldeten 50% mehr im Vergleich sind deutlich spürbar, auch wenn er natürlich im Alltag stets genug Leistung hat. Ein Blick unter die Motorhaube zeigt, dass die Ingenieure in Indien wohl nicht die gleiche Detailliebe zu einem Motor wie in Affalterbach entwickeln, wo man sogar die Unterschrift des Mechanikers neben dem Carbon-Deckel findet.

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Wirklich überzeugend ist der Geradeauslauf, selbst bei Tempo 240 km/h lässt sich der SUV noch mit den Fingerspitzen präzise steuern, was man nicht unbedingt von jedem SUV behaupten kann. Das gilt allerdings nur in der Komforteinstellung, sobald es in Sportmodus geht, wird der SVR extrem nervös in der Lenkung so dass ab 180km/h beide Hände am Lenkrad korrigieren müssen, was vielleicht auch an der satten Bereifung von 265/35 R22 liegt.

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Damit wären wir nun beim Thema Fahrwerk und dass lässt noch ein paar Wünsche offen. Während die Konkurrenz oft ein halbes Dutzend Fahrprogramme bietet, die sicher nicht alle sinnvoll sind, hat man beim Jaguar die Wahl zwischen Dynamik und Komfort. Der Dynamik-Modus ist leider selbst auf Landstraßen wenig überzeugend, da er zu nervös wirkt für ein SUV. Im Komfortmodus mach die Katze grundsätzlich einen guten Job, in langgezogenen Autobahnkurven fängt er jedoch an zu „schwimmen“, so dass man im Zweifel lieber vom Gas geht. In Kombination mit der Bereifung ist die Komfortfederung auch sehr mitteilsam über jede Unebenheit auf der Straße – das können andere Hersteller besser.

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Spätestens an der Tankstelle zeigt sich, warum kein anderer Hersteller mehr auf Kompressor setzt, sondern der Bi-Turbo überall Einzug gehalten hat. 33 Liter für knapp 180 km sind rund 19l/100km und das für einen Mix aus AB, Landstraße und Stadt, wo vergleichbar motorisierte Fahrzeuge mit 4 Litern weniger hinkommen.

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Am meisten gestört haben mich in der ganzen Zeit die Sitze, da es für mich einfach nicht möglich war, aufgrund meiner Körpergröße eine bequeme Sitzposition zu finden. Angeblich kann man zwar nachträglich Änderungen daran vornehmen lassen, aber das Risiko, wenn es nicht passt, ist natürlich groß, wenn so ein Fahrzeug erst einmal da ist.



Fazit:
Insgesamt macht der SVR trotzt kleiner Kritikpunkte viel Spaß und ist vom PLV her in der Klasse unschlagbar. Der Motor könnte etwas dynamischer sein, dafür bekommt man ein hochwertig verarbeitetes Fahrzeug mit hohem Sympathiefaktor. Das KO-Kriterium sind für mich persönlich letztendlich die Sitze, aber wer etwas kleiner ist wird sich darin wohlfühlen.
Hab ich letztens beim Gastgeber des OT gesehen 😉 Sein Auto hat eine eigene, eigenwillige Geschichte ☺
 

bbq4you

10+ Jahre und noch Militanter Veganer
10+ Jahre im GSV

Luteno

Militanter Veganer
5+ Jahre im GSV
Nach den Business-Kombis hatten wir vor kurzem eine Raubkatze zum ausgiebigen Test, den Jaguar F-Pace SVR, ein SUV mit einem 550 PS Kompressor unter der Haube. Hier ein paar Eindrücke, für diejenigen, die so ein Fahrzeug interessiert:

Der Innenraum macht (bis auf die fummeligen Lenkradhebel) einen sehr wertigen Eindruck und bietet vor allen Dingen ein großzügiges Raumgefühl, womit der Jaguar in der Klasse eines X5 und Q7 spielt.


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Ich bin in den zweifelhaften Genuss des Mitfahrens auf der Rückbank gekommen und kann Deine positiven Worte zum Raumgefühl nicht nachvollziehen. Wie auf diesem Bild zu erkennen, war es für mich ein Rätsel, wie man bei einem so wuchtigen Fahrzeug einen so winzigen Innenraum hinbekommt. Das war auf der Rückbank eine Zumutung. Der Zuladung ist der beengte Fond nicht geschuldet, ein VW Touareg hat 150l (810l statt 650l) mehr Platz bei ähnlichen Abmessungen.

Hinzu kommt, dass auf der Autobahn im Innenraum solch ein Geräuschpegel herrscht, dass eine Unterhaltung kaum möglich ist (und das Fahrzeug hatte glaube ich sogar eine etwas zahmere und so vermutlich leisere Motorisierung). Vielleicht ist der Grund für den serienmäßigen 4G-Hotspot, dass die Insassen immer facetimen können ;)
 

Kimble

Mr. Seafood & Mr. Klima & Dr. Tartuffel
Supporter
Ich bin in den zweifelhaften Genuss des Mitfahrens auf der Rückbank gekommen und kann Deine positiven Worte zum Raumgefühl nicht nachvollziehen.
Also wir haben extra den Rücksitztest gemacht und der Raum hinten war definitiv größer als bei den klassischen Mittelklasse-Fahrzeugen oder auch in einem vergleichbaren Range Rover Sport. Vielleicht lassen sie dünnen Sportschalen im SVR ja ein paar cm mehr Platz als dicke Komfortsitze.

Hinzu kommt, dass auf der Autobahn im Innenraum solch ein Geräuschpegel herrscht, dass eine Unterhaltung kaum möglich ist (und das Fahrzeug hatte glaube ich sogar eine etwas zahmere und so vermutlich leisere Motorisierung).
Vielleicht war es ja ein Trekker Diesel :rolleyes: So viel es an der Raubkatze zu kritisieren gab, die Lärmentwicklung war für einen SUV wirklich o. k. Wir konnten bei Tempo 200 entspannt miteinander reden und erst darüber waren deutliche Windgeräusche zu hören (der Motor war bei der Geschwindigkeit noch eher zurückhaltend). Auch hier will ich nicht ausschließen, dass es Unterschiede zwischen dem Basismodell und dem SVR gibt. Ein RS6 hört sich bei Tempo 200km/h auch anders (leiser) als das die Standardvariante an.
 

Luteno

Militanter Veganer
5+ Jahre im GSV
Also wir haben extra den Rücksitztest gemacht und der Raum hinten war definitiv größer als bei den klassischen Mittelklasse-Fahrzeugen oder auch in einem vergleichbaren Range Rover Sport. Vielleicht lassen sie dünnen Sportschalen im SVR ja ein paar cm mehr Platz als dicke Komfortsitze.
Ist wahrscheinlich auch ein Apfel/Birnen-Vergleich - das Raumangebot in einem (Kompakt-)SUV ist mit klassischen Mittel- bis Oberklasselimousinen generell nicht vergleichbar. Im Fond eines aktuellen Skoda Superb hat man auch mit >180cm fast Angst, in den Fußraum zu rutschen. Vergleichsbilder Jaguar Skoda.

Vielleicht war es ja ein Trekker Diesel :rolleyes: So viel es an der Raubkatze zu kritisieren gab, die Lärmentwicklung war für einen SUV wirklich o. k. Wir konnten bei Tempo 200 entspannt miteinander reden und erst darüber waren deutliche Windgeräusche zu hören (der Motor war bei der Geschwindigkeit noch eher zurückhaltend). Auch hier will ich nicht ausschließen, dass es Unterschiede zwischen dem Basismodell und dem SVR gibt. Ein RS6 hört sich bei Tempo 200km/h auch anders (leiser) als das die Standardvariante an.
Das mit dem Diesel ist denkbar, als Beifahrer frage ich aus Höflichkeit selten nach der Motorisierung ;)
 

Kimble

Mr. Seafood & Mr. Klima & Dr. Tartuffel
Supporter
Wer sich für den Audi RSQ8 begeistern kann, dem sei unbedingt dieses Video der Rekordrunde von Frank Stippler auf der Nordschleife mit Kommentaren von Daniel Abt empfohlen:


Es ist schon beeindruckend, wie er sich mit dem Dickschiff in 7:42min durch die grüne Hölle kämpft. Allerdings merkt man an dem Video auch, dass dieses Fahrzeug nicht dafür gemacht ist. Es gibt eine Menge Fahrzeuge, mit denen es angenehmer ist, unter 8 Minuten zu fahren. Die fahrerische Leistung nötigt jedoch größten Respekt ab, mit diesem Fahrverhalten hätte ich das Teil wahrscheinlich spätestens schon hinterm Schwedenkreuz in die Planke gestopft.
 

Coppercouch

Grillkaiser
Habe mir auch überlegt ob ich für meinen SQ7 bei Leasingende einen RSQ8 nehme. Bin aber mit den 435 PS die ich aktuell zur Verfügung habe vollauf zufrieden, werde mich daher wohl für den SQ8 mit der gleichen Maschine entscheiden. Finde über 600 PS dann doch etwas unnötig übertrieben.
 

Kimble

Mr. Seafood & Mr. Klima & Dr. Tartuffel
Supporter
der RS Q8 wird wohl eher für die zügige Autobahnfahrt sein, denke das wird seine ganz grosse Stärke sein
Da hast du völlig recht, ich glaube die wenigsten Käufer kommen auf die Idee damit ernsthaft auf der Nordschleife Gas zu geben. Ich fand es nur sehr spannend zu sehen, wie so eine Rundenzeit zu Stande kommt. Man kann eine 7 Minuten 40 eben auf verschiedene Arten erzielen. Insoweit sind Rundenzeiten-Vergleiche, die Zeitungen beispielsweise gerne mit einem alten Porsche GT3 machen, nicht unbedingt zielführend. Trotz aller Elektronik hat so ein Dickschiff eigentlich auf einer Rennstrecke wenig zu suchen, auch wenn die Ingenieurleistungen natürlich beeindruckend sind, durch die solche Zeiten überhaupt möglich sind.
 
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