Ich würd sagen, der Klassiker, zumindest in Deutschland, ist Schweinenacken/Halsgrat, das gibt es zum Grillen mit oder ohne Knochen. Ist für den Einstieg unkompliziert, weil es auch eine Minute zuviel verträgt, ohne sofrt trocken zu werden.
Auch ganz gut sind Rippchen. Da bevorzuge ich auf jeden Fall Bauchschälrippen, wenn es geht, mit etwas Fleisch drauf. Man erkennt sie daran, dass sich, wenn sie am Stück in der Kühltheke beim Metzger liegen, eine dreieckige Form haben, d.h. die einzelnen Rippen werden von vorne nach hinten kürzer. Außerdem ist da ein gutes Stück Knorpel mit dran. Was man normalerweise heutzutage beim Mexikaner oder Amerikaner kriegt, sind meistens Loinribs, also die kurzen Rippen vom Kotelett, die hat man schnell zu trocken.
Wenn es was schöneres sein soll, auch nicht allzu kompliziert, dann hol dir (beim Metzger am besten mit Vorbestellung oder im großen Supermarkt auch schon fertig mariniert einzeln abgepackt) ein Porterhouse-Steak. Das macht immer Eindruck. Das ist ein von der Heinz-Werbung bekanntes T-Bone-Steak vom Rind, nur ohne das Filet und ohne Rückenmark. Richtige T-Bone-Steaks dürfen in D nicht mehr verkauft werden, weil seit dem BSE-Schwachsinn das Rückenmark als Risikomaterial eingestuft ist und nicht mehr zum Verbraucher darf. Bei Rindfleisch zum Grillen kann ich nur empfehlen, beim Metzger des Vertrauens nach Ochsenfleisch zu fragen. In D bekommt man sonst meistens Jungbullenfleisch, das auf mager gezüchtet ist und spürbar weniger Geschmack hat. Rindfleisch sollte immer "abgehangen" sein, d.h. es muss eine Zeitlang nach dem Schlachten reifen (man könnte auch "angammeln" sagen). Argentinisches oder sonstiges Südamerikanisches Fleisch reift z.B. auf der Überfahrt auf dem Schiff so 3 bis 4 Wochen in der Vakuumverpackung (es wird normalerweise nicht eingefroren). Wenn man das Fleisch aus Deutschland kauft, beim Metzger nach dem Schlachtdatum fragen. Es sollte mindestens 2 bis drei Wochen alt sein. Falls sich am Rand dunkle Ränder bilden, die evtl. auch etwas gammelig riechen können, kann man die knapp abschneiden und das Fleisch trotzdem verwenden. Das ist nicht gesundheitsschlädlich oder gefährlich (bei Rindfleisch!, Schweinefleisch ist was anderes), das verwendete Stück schmeckt dann aber besser. Ochsenfleisch kriegt man auf Bestellung, es heißt dann meistens "vom bayerischen Weideochsen", oder "Eifeler Bioochsenfleisch" oder sowas.
So. Jetzt hast Du schonmal drei feine Möglichkeiten zum Ausprobieren - lasst es Euch schmecken!
Yooee
EDIT: Wer hat mich hier eigentlich "Militanter Veganer" genannt? Da muss ich aber böse was übersehen haben bei der Profilerstellung....