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Benötige dringend Hilfe zum Thema : Richtiges Dämmen eines Holzbackofen ( ähnlich wie Le Rond ) vor der Ummauerung

Lerci

Militanter Veganer
5+ Jahre im GSV
Hallo HBO Fans,

ganz kurz zu mir bevor ich mein Problem schildere:
Ich bin schon eine ganze Weile hier im Forum angemeldet aber nicht so, oder fast gar nicht aktiv. Ich lese die für mich wichtigen Themen lieber, als das ich darüber schreibe. Probleme hatte ich bisher auch noch keine nenneswerten die ich nicht auch hier im Forum gelöst gefunden hätte. Ich bezeichne mich selbst als Hobbygriller aber immer noch im Anfängerstadium und habe wie gesagt folgendes Problem:

Ich besitze seit 2 Jahren einen Holzbackofen , keinen "Ramster" aber ein vergleichbares Modell. Nun möchte ich diesen endlich "verkleiden". Ich dachte an eine Ummantelung mit Ytong und im Anschluß eine Verkleidung mit Klinkerriemchen an manchen Stellen. Diese Entscheidung ist fix. Nun geht es um die Dämmung:

Ich hatte heute ein Gespräch mit einem Mitarbeiter einer Firma die Calciumsilikatplatten vertreibt und im industriellen Ofenbau tätig ist. Die Platten wären aufgrund der hohen Hitzebeständigkeit und guten Bearbeitbarkeit meine erste Wahl. Der Mitarbeiter hat mir jedoch von einer Außendämmung des Ofens ( gleich welcher Firma ) abgeraten und dies wie folgt begründet:
...... es kommt durch die " Außendämmung " eher zu einem Hitzestau da die Wärme über den Ofen nicht abgeleitet wird und sich dabei das Material noch stärker erhitzt als es das eigentlich verträgt. ( Ich habe Ihm vorher mein Vorhaben samt Fotos meines Ofens erklärt und so wie die meisten hier im Forum auch gesagt, dass es mein Ziel sei den "schnelleren" Wärmeverlust des Ofens ohne Außendämmung durch die Isolierung zu verhindern um länger beständigere Temperaturen zu bekommen ) . Dies würde dazu führen, das langfristig, eben durch die starke Überhitzung die bei der Außendämmung entsteht, der Stahl aus dem der Ofen besteht, in welcher Form auch immer, Schaden nimmt. Die "Stähle" dieser Öfen, gleich welche Marke, ( er hat mir wohl die Bezeichnung genannt hab ich aber vergessen , war sich aber sicher, dass diese Art von Öfen alle aus diesem Material bestehen ) wären für diese Temperaturen, und er sprach von einer Grenze ab ca. 300 Grad Celsius , nicht ausgelegt und nehmen, wie gesagt am Stahlkorpus Schaden. ( Ich habe das als das sog. Ausbrennen verstanden ). Die richtige Variante wäre den Ofen Innen, nämlich zwischen Stahlkorpus und Schamottebereich mit den besagten Platten zu isolieren. Damit umgeht man das Problem des Hitzestau´s und dies wäre im industriellen Bereich Standart. Meine Variante wäre aufgrund der Verschiebung des Temperaturbereiches falsch. Die Innendämmung würde aber bedeuten, dass sich u.U. die Wärmeverteilung verändert und der Brenn und Garraum unnötig verkleinert. Und ob ich das lückenlos hinbekomme ist auch die Frage.
Auch eine Dehnungsfuge zwischen Korpus und Dämmung betrachtete er als eher wenig sinnvoll, da es hier ja wieder zu einer Wärmeableitung über den Außenbereich kommt die ja eigentlich schon ohne Ummantelung besteht.

Ich bin nun etwas verunsichert😱 und weiß nicht wie ich mit der Info umgehen soll. Was ist richtig und was falsch? Wer von Euch hat schon einen eingemauerten und isolierten Ofen über einen längeren Zeitraum in Betrieb und kann mir seine Erfahrungen auch bezüglich der veränderten Wärmespeicherzeiten schildern.

Tut mir leid das da jetzt ziemlich viel zu lesen war und ich mein Problem vielleicht etwas umständlich umschrieben habe. Ich habe auch nicht´s Vergleichbares in den Forenbereichen gefunden die annähernd mein Problem behandeln. Ich freue mich über Eure fundierten Erfahrungen und Meinungen zu dieser Problematik, im Optimalfall auch mit Lösungsvorschlägen.

Beste Grüße aus Bayern/Oberpfalz
Harald

PS: anbei noch ein Foto meines Ofen`s ( Ich hoffe ich trete den Ramster-Fan´s nicht zu nahe 😉 )

VDGH0047.JPG
 

Rooster

Grillkaiser
5+ Jahre im GSV
Hallo Harald,
der Mitarbeiter hat nicht ganz unrecht, aber er liegt in seiner Annahme etwas daneben. Bis echten 500°C passiert beim Stahl nicht viel, darüber wird er weicher.
Gehen wir mal spionieren, bei Ramster. Dort wird eine Dämmung für Ramsteröfen angeboten. Hier ist es eine hochtemperatur Glasfaserdämmung die eng am Ramster anliegt. Dann kommt außen was rum.
Da hier ganz viele ihren HBO eingemauert und auch gedämmt haben, wird es Dein HBO auch aushalten.
Alternativ kannst Du auch mit Perlite (Schüttdämmung) dämmen.
Außenrum das Häuschen bauen. Steine seitlich an den HBO mit einer Ofendichtschnur zwischen Stein und Blech. Perlite rein schütten und Deckel drauf.
Fertig.
 

PuMod

Private PENGUIN
5+ Jahre im GSV
Haha. Dein Kumpel ist cool. 😎

Sag ihm, dass du kein Erz verhütten willst :-) und er wird bestimmt verstehen.
 
OP
OP
Lerci

Lerci

Militanter Veganer
5+ Jahre im GSV
Hallo Harald,
der Mitarbeiter hat nicht ganz unrecht, aber er liegt in seiner Annahme etwas daneben. Bis echten 500°C passiert beim Stahl nicht viel, darüber wird er weicher.
Gehen wir mal spionieren, bei Ramster. Dort wird eine Dämmung für Ramsteröfen angeboten. Hier ist es eine hochtemperatur Glasfaserdämmung die eng am Ramster anliegt. Dann kommt außen was rum.
Da hier ganz viele ihren HBO eingemauert und auch gedämmt haben, wird es Dein HBO auch aushalten.
Alternativ kannst Du auch mit Perlite (Schüttdämmung) dämmen.
Außenrum das Häuschen bauen. Steine seitlich an den HBO mit einer Ofendichtschnur zwischen Stein und Blech. Perlite rein schütten und Deckel drauf.
Fertig.
Hallo Axel,
danke für Deine schnelle Antwort. Hab ich mir auch schon gedacht. Ich betreibe den Ofen ja nicht ständig und Erz , wie PuMod schon erwähnt hat, will ich ja ( momentan ) auch nicht verhütten.
Hab ich das jetzt richtig verstanden, dass ich die Isolierung direkt an den Ofen anbringen kann ?

Wie verhält sich die Schüttung bei der Ausdehnung des Ofens ?
Calciumsilikat scheidet dann wegen der Festigkeit aus... oder ?
Wie mach ich das dann mit dem Dach ? Ich will ja das mit Kupfer verkleiden, durch den Spengler meines Vertrauens.
Muß ich den Boden, da sind ja Speicherstein von ca 5 cm Dicke drin, auch noch gegen Abwärme Isolieren wie in einigen Beiträgen zu lesen ist ?
Muß ich zwischen Bodenplatte und Ofen nicht etwas Luft lassen ?
Und wird dieser nicht generell nur auf zwei Punkten z. B Schienen gestellt wegen der leichten Auswölbung nach unten bei Erwärmung ?

Ich weiß schon, Fragen über Fragen. Aber wenn man sich intensiver damit beschäftigt gehen einem viele Sachen durch den Kopf und man will es ja nur einmal und zwar richtig machen.

Ich Danke Dir schon jetzt für Deine Antworten.

Beste Grüße
Harald
 

Rooster

Grillkaiser
5+ Jahre im GSV
Hallo Harald,
Ich schreibe Dir heute Abend. Mach am Händie keinen Spaß.
 

schweinemami

Wichtelbeauftragte & Zaunkönigin
5+ Jahre im GSV
Servus Harald!! Ich hab meinen Ramster seit 3 Jahren eingemauert. Links, rechts und hinten hab ich etwa 10 cm Abstand gelassen, und den Zwischenraum mit Perlite aufgefüllt. Vorne die Ritzen mit Ofenschnur abgedichtet. Am Dach hab ich ca. 30cm.
DSC07272.JPG
 

Rooster

Grillkaiser
5+ Jahre im GSV
Hallo Harald,
jetzt aber.
Hab ich das jetzt richtig verstanden, dass ich die Isolierung direkt an den Ofen anbringen kann ?
Genau so, was soll Luft Dir an Stelle bringen? Luft ist in der Dämmwolle genug enthalten.
Wie verhält sich die Schüttung bei der Ausdehnung des Ofens ?
Ist Schüttung und die verschiebt sich wenn der Ofen einen mm größer wird.
Calciumsilikat scheidet dann wegen der Festigkeit aus... oder ?
Geht auch, ist nur teuer.
Wie mach ich das dann mit dem Dach ? Ich will ja das mit Kupfer verkleiden, durch den Spengler meines Vertrauens.
Mach Dir Gedanken über die Dachform (Giebeldach, Walmdach, Pultdach, etc.) dann schaun mer mal, dann sehn mer schon.
Muß ich den Boden, da sind ja Speicherstein von ca 5 cm Dicke drin, auch noch gegen Abwärme Isolieren wie in einigen Beiträgen zu lesen ist ?
Das kommt auf die Platte an, auf der der Ofen steht. Bei einer Holzplatte/Granitplatte wollte ich schon isolieren.
Weil eingemauert, Ytong (Gasbeton) ist ein hervorragender Isolator.
Muß ich zwischen Bodenplatte und Ofen nicht etwas Luft lassen ?
Warum?
Und wird dieser nicht generell nur auf zwei Punkten z. B Schienen gestellt wegen der leichten Auswölbung nach unten bei Erwärmung ?
? Ist Dein Ofen so konstruiert? Wenn er vollflächig aufsteht, was soll sich verziehen, oder wackelt er schon?

So, genug Bedenken vorgetragen, machen.
Wenn Du bei einem Schritt unsicher bist, frage hier und Dir wird geholfen. Dauert manchmal, wir haben auch noch andere Hobbys (Arbeiten z.B.)
 

Claustaler

Vegetarier
Hallo Lerci,

ich würde den Ofen auf Foamglas stellen, das Dämmt gut und ist Druckstabil, dann hast du
nach unten schon mal viel weniger Verluste.
An den Seiten würde ich Steinwolle verwenden und die eventuellen Zwischenräume mit
Perlite ausfüllen. Das ganze dann mit Yton ummauern.
Das hat bei mir Super funktionier. Auch wenn mein HBO eine andere Bauart ist.
Kannst dir ja mal ansehen.
https://www.grillsportverein.de/forum/threads/mein-projekt-2015-2016.260466/
 

schweinemami

Wichtelbeauftragte & Zaunkönigin
5+ Jahre im GSV
Ich glaub, wir können uns die Tipps sparen. So dringend kann die Hilfe nicht sein, der TO hat seit Donnerstag hier nicht mehr reingeschaut :(
 
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