Hallo Zusammen,
unlängst habe ich auf Netflix eine Doku über eine Frau gesehen, die in Erdöfen Schweinefleisch-Schmorgerichte macht. Ihr Anspruch ist, dabei die Maya-Tradition hochzuhalten.
Das Buddeln eines Erdofens mit einem halben Schwein drin ist für mich illusorisch, aber etwas Recherche im Netz führte dann zu einer ansprechenden Variante im DO.
Zunächst ging es darum, einen der Hauptgeschmacksgeber zu besorgen: Achiote, bzw. Annatto... klingt spannend - nie gehört. Es handelt sich lt. Wikipedia hierbei um die Samen des Achiote-Baumes. Geschmacksrichtung erdig-bitter, allerdings überwiegend in der Verwendung als Farbstoff... mal sehen. Flugs bestellt und damit Teil eins der Aufgabe gelöst. Die Lieferung erfolgt in 100gr-Blöcken, also ausreichend für das Vorhaben.
Die Konsistenz erinnert mich an Marzipan. Geschmacklich tatsächlich erdig-bitter, dennoch etwas fruchtig... mal sehen, was das mit der Marinade und dem Fleisch macht.
Das Rezept habe ich mir via YT aus verschiedenen Videos zusammengebastelt. Vieles hat man eh zu Hause, eines hatte ich jedoch nicht: Bananenbätter.
Glücklicherweise gibt es hier gut sortierte Asia-Läden, so dass diese Komponente ebenfalls beschafft werden konnte.
Nun zu den Zutaten:
Hardware
Blender / Stabmixer
6er oder 9er DO, je nach Fleischmenge
Software
Zeit
Fleisch
2,5 kg Schweineschulter (ohne Fettdeckel / alternativ Nacken)
Für den DO
2-3 Stk. Bananenblätter zum Auskleiden / Einwickeln des Fleisches.
Marinade / marinieren:
60 g Annatto-Paste
1,5 EL Oregano
1,5 EL Pfeffer, schwarz, grob
1 EL Salz
1 TL Cumin / (Kreuz-)Kümmel
1,5 TL Zimt
0,5 TL Nelken, gemahlen
14 Knoblauchzehen (ich habe 6 Solo-Knobi genommen)
125 ml Orangensaft (+evtl. etwas Schalenabrieb)
250 ml Limettensaft (+evtl. etwas Schalenabrieb)
Die Paste, Gewürze, Säfte werden dann im Blender oder mit dem Stabmixer zu einer Marinade verarbeitet. Gibt ca. 500 ml. Das Fleisch wird darin dann mindestens 12h, vielleicht auch 16h mariniert. Ich habe es nach 14h rausgenommen und glaube nicht, dass es "länger" = "besser" geworden wäre.
Fettdeckel wird abgemacht und wie folgt dann das Fleisch eingeschnitten
Dann zusammen mit der Marinade für besagte 14h in den KS
Am nächsten Tag den DO vorbereitet, mit den Bananenblättern ausgelegt und Fleisch eingewickelt. Die Marinade wird dann mit in "der Paket" gegossen:
Alles schön einpacken... riecht schon gut....
Deckel drauf und los geht´s:
Leider war es sehr windig und kühl bei 5°C. Daher Windschutz aus dem Möbelhaus angebracht. Wir sehen uns zwischendurch aber spätestens in angepeilten 4h
Nach 2h waren die Grillies durch. Mal eben Nachlegen und einen Blick werfen. Läuft.
Zwischenzeitlich habe ich die restlichen Beilagen vorbereitet.
Gegessen wird das Conchinita Pibil mit Tortillas, gedünsteten Zwiebeln, die mit Orangensaft und Limettensaft (Verhältnis 1:1,5, damit es säuerlich / pickled wird) abgelöscht werden, Salsa aus Tomaten, Paprika rot/grün, roten Zwiebeln und Oregano, Sour Cream und Petersilie-Topping. Ok, Sour Cream ist nicht wirklich Maya-Style, der DO aber ja auch nicht
Zwischendurch Belohnung
So sah der DO-Inhalt, bzw das "Paket" vor dem Pullen aus
Angetoastete Tortillas stilecht in der Pommesschale ausgelegt und zum Belegen bereit
Restliche Toppings dazu, einklappen und freuen
Geschmacklich hat sich der erdig-bittere Geschmack tatsächlich gehalten. Das viele Salz aus der Marinade war jetzt nur noch dezent. Zu Anfang dachte ich, ich hätte es Übersalzen...
Auf einer Einsau-Skala von 1 bis 10 haben die Tortillas dann schon eine gute 7. Aber Egal, Mund abputzen und noch einen Essen.
Making off Citrus-Früchte
Fazit: Kann man gut machen und ist ein schöner frischer Snack "mal anders", zumindest für mich. Wie immer beim ersten Mal, scheint es viel Aufwand und ist es auch, wenn man die verschiedenen Zutaten erstmal einholen muss. Ich hatte z. B. Orangen und Limetten jeweils ausgepresst. Das frisst dann schon Zeit, aber hey, ist ja auch Entspannung
Das leicht erdig-bittere ist vielleicht nicht jedermanns Sache, kann aber gut mit der Säure der Zwiebeln und der Sour Cream auf- oder abgefangen werden. Normalerweise nehme ich auch noch eine Hot-Sauce. Darauf habe ich gerne verzichtet.
Lecker war´s. Vielen Dank für´s Reinschauen
Einfachmalgrillen
PS: Danke Paulchen... Du weißt wofür
unlängst habe ich auf Netflix eine Doku über eine Frau gesehen, die in Erdöfen Schweinefleisch-Schmorgerichte macht. Ihr Anspruch ist, dabei die Maya-Tradition hochzuhalten.
Das Buddeln eines Erdofens mit einem halben Schwein drin ist für mich illusorisch, aber etwas Recherche im Netz führte dann zu einer ansprechenden Variante im DO.
Zunächst ging es darum, einen der Hauptgeschmacksgeber zu besorgen: Achiote, bzw. Annatto... klingt spannend - nie gehört. Es handelt sich lt. Wikipedia hierbei um die Samen des Achiote-Baumes. Geschmacksrichtung erdig-bitter, allerdings überwiegend in der Verwendung als Farbstoff... mal sehen. Flugs bestellt und damit Teil eins der Aufgabe gelöst. Die Lieferung erfolgt in 100gr-Blöcken, also ausreichend für das Vorhaben.
Die Konsistenz erinnert mich an Marzipan. Geschmacklich tatsächlich erdig-bitter, dennoch etwas fruchtig... mal sehen, was das mit der Marinade und dem Fleisch macht.
Das Rezept habe ich mir via YT aus verschiedenen Videos zusammengebastelt. Vieles hat man eh zu Hause, eines hatte ich jedoch nicht: Bananenbätter.
Glücklicherweise gibt es hier gut sortierte Asia-Läden, so dass diese Komponente ebenfalls beschafft werden konnte.
Nun zu den Zutaten:
Hardware
Blender / Stabmixer
6er oder 9er DO, je nach Fleischmenge
Software
Zeit
Fleisch
2,5 kg Schweineschulter (ohne Fettdeckel / alternativ Nacken)
Für den DO
2-3 Stk. Bananenblätter zum Auskleiden / Einwickeln des Fleisches.
Marinade / marinieren:
60 g Annatto-Paste
1,5 EL Oregano
1,5 EL Pfeffer, schwarz, grob
1 EL Salz
1 TL Cumin / (Kreuz-)Kümmel
1,5 TL Zimt
0,5 TL Nelken, gemahlen
14 Knoblauchzehen (ich habe 6 Solo-Knobi genommen)
125 ml Orangensaft (+evtl. etwas Schalenabrieb)
250 ml Limettensaft (+evtl. etwas Schalenabrieb)
Die Paste, Gewürze, Säfte werden dann im Blender oder mit dem Stabmixer zu einer Marinade verarbeitet. Gibt ca. 500 ml. Das Fleisch wird darin dann mindestens 12h, vielleicht auch 16h mariniert. Ich habe es nach 14h rausgenommen und glaube nicht, dass es "länger" = "besser" geworden wäre.
Fettdeckel wird abgemacht und wie folgt dann das Fleisch eingeschnitten
Dann zusammen mit der Marinade für besagte 14h in den KS
Am nächsten Tag den DO vorbereitet, mit den Bananenblättern ausgelegt und Fleisch eingewickelt. Die Marinade wird dann mit in "der Paket" gegossen:
Alles schön einpacken... riecht schon gut....
Deckel drauf und los geht´s:
Leider war es sehr windig und kühl bei 5°C. Daher Windschutz aus dem Möbelhaus angebracht. Wir sehen uns zwischendurch aber spätestens in angepeilten 4h
Nach 2h waren die Grillies durch. Mal eben Nachlegen und einen Blick werfen. Läuft.
Zwischenzeitlich habe ich die restlichen Beilagen vorbereitet.
Gegessen wird das Conchinita Pibil mit Tortillas, gedünsteten Zwiebeln, die mit Orangensaft und Limettensaft (Verhältnis 1:1,5, damit es säuerlich / pickled wird) abgelöscht werden, Salsa aus Tomaten, Paprika rot/grün, roten Zwiebeln und Oregano, Sour Cream und Petersilie-Topping. Ok, Sour Cream ist nicht wirklich Maya-Style, der DO aber ja auch nicht
Zwischendurch Belohnung
So sah der DO-Inhalt, bzw das "Paket" vor dem Pullen aus
Angetoastete Tortillas stilecht in der Pommesschale ausgelegt und zum Belegen bereit
Restliche Toppings dazu, einklappen und freuen
Auf einer Einsau-Skala von 1 bis 10 haben die Tortillas dann schon eine gute 7. Aber Egal, Mund abputzen und noch einen Essen.
Making off Citrus-Früchte
Fazit: Kann man gut machen und ist ein schöner frischer Snack "mal anders", zumindest für mich. Wie immer beim ersten Mal, scheint es viel Aufwand und ist es auch, wenn man die verschiedenen Zutaten erstmal einholen muss. Ich hatte z. B. Orangen und Limetten jeweils ausgepresst. Das frisst dann schon Zeit, aber hey, ist ja auch Entspannung
Das leicht erdig-bittere ist vielleicht nicht jedermanns Sache, kann aber gut mit der Säure der Zwiebeln und der Sour Cream auf- oder abgefangen werden. Normalerweise nehme ich auch noch eine Hot-Sauce. Darauf habe ich gerne verzichtet.
Lecker war´s. Vielen Dank für´s Reinschauen
Einfachmalgrillen
PS: Danke Paulchen... Du weißt wofür
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aber das Ergebnis spricht für sich
- es muss dann einfach mal geschehen

