Das Österreichische Gulasch und seine Verwandten
KalbsgulaschPaprikahendl
Original Wiener Gollasch von 1827 oder Zwiebelfleisch
Wiener Saftgulasch
Gulaschsuppe
burgenländische Fischsuppe / Halászlé
Alt-Wiener Erdäpfelgulasch
Serbisches Reisfleisch
Szegedinder Gulasch / Szekely Gulasch / Krautfleisch
Ungarisches Kesselgulasch / Bográcsgulyás nach Károly Gundel
Kesselgulasch Alfölder Art / Alföldi gulyás
Bohnenkesselgulasch / Babgulyas
Kesselgulasch vom Hammel / Birkagulyás
Kesselgulasch Tschango Art / Csángogulyás
Kesselgulasch Kolozsvárer Art / Kolozsvári gulyás
Batyarengulasch / Batyárgulyás
Schweinsgulasch Likócser Art / Likócsi sertésgulyás
Fisolengulasch
Grüner Paprika / Letscho mit Wurst
Das echte Gulyas. Der Urvater.
Goloschwarner Kraut-Gulasch
Bohnengulasch
Hortobágyi Palatschinken
Nierengulasch "Gasthaus Mehler"
Szegediner Hühnergulasch / Szegedi csirkegulyás
Kürbisgulasch
Fiakergulasch
Karfiolpörkölt
Schwammerlgulasch
das Soßfleisch von der Oma (oder Gulaschrostbraten)
Klausenburger Gulasch
Gebackenes Gulasch
Kalbsgulasch
1,5kg Kalbsgulaschfleisch
500g Zwiebel
150g Schmalz
1 Seidel Wasser oder Suppe
40g Paprika Edelsüß
Salz
Zitronenschale
ev 1 Knoblauchzehe
Sauerrahm, Mehl
Kleingeschnittene Zwiebel in Schmalz goldbraun rösten. Dabei immer umrühren, damit sie nicht anbrennen. Etwas Wasser/ Suppe dazugeben, dann erst den Paprika beifügen, damit er nicht bitter wird, und alles noch etwas dünsten lassen. Anschließend die Soße durch die Flotte Lotte treiben. (Niemals mixen! Da bekommt die Soße einen unangenehmen Zwiebelgeschmack und die Konsistenz ist auch nicht berauschend. ) Dann Fleisch und Zitronenschale dazugeben und das Fleisch weichdünsten. Salzen. Zum Schluss einen Esslöffel Mehl mit Sauerrahm glattrühren und unter das Gulasch rühren.
Beilage: Butternockerl
Paprikahendl
1 Hendl
200g Zwiebel
2 EL Butter/Butterschmalz
20-30g Paprika Edelsüß
Zitronenschale
ca 1 Seidel Wasser oder Suppe
Sauerrahm, Mehl
Salz
Hendl in 4 oder 8 Teile schneiden und in Butterschmalz/Butter mit der Haut anbraten. Anschließend die Hendlstücke umstechen und im Röstansatz die kleingeschnittene Zwiebel rösten. Etwas Wasser angießen, paprizieren und dünsten, eventuell durch die Flotte Lotte treiben. (Niemals mixen! Da bekommt die Soße einen unangenehmen Zwiebelgeschmack und die Konsistenz ist auch nicht berauschend. ) Dann die Hühner mit etwas Zitronenschale in der Soße dünsten. Wenn das Fleisch weich ist, salzen und mit Sauerrahm und Mehl zu Soßenkonsistenz binden.
Beilage: Butternockerl und Gurkensalat
Original Wiener Gollasch von 1827 oder Zwiebelfleisch
1kg Wadschunken (ev auch Federl/Hinteres Ausgelöstes/Hals/am Land verwendet man auch Schweinefleisch)
0,6 – 1kg Zwiebel
100 g Schmalz
Etwas Wasser oder Suppe
1 TL Kümmel
Etwas Zitronenschale
1 EL Essig oder Zitronensaft
Sauerrahm, Mehl
Salz
Das Originale Wiener Gulasch ist eigentlich ein Zwiebelfleisch ohne Paprika und wurde mit Lungenbraten gemacht. Mit durchzogenem Wadschunken wird es aber viel besser.
Feinnudelig geschnittene Zwiebel in Schmalz anschwitzen/rösten. Dabei immer umrühren, damit sie nicht anbrennen. Das in grobe Würfel geschnittene Fleisch, Kümmel und Zitronenschale dazugeben und im eigenen Saft weichdünsten lassen. Eventuell etwas Suppe oder Wasser angießen damit nichts anbrennt. Sauerrahm mit 1 gehäuften Löffel Mehl vermischen und unter das Zwiebelfleisch rühren. Mit einem Spitzer Essig oder Zitronensaft und Salz abschmecken.
Wiener Saftgulasch
1,5kg Wadschunken
1,5kg Zwiebel
300g Schmalz
ca 1 Seidel Wasser oder Suppe
50 g Paprika Edelsüß
1 EL Majoran
1 EL Kümmel
Zitronenschale
4 Knoblauchzehen
ev 1 winziger Spritzer Essig
Salz
Entstanden aus dem Ur-Gulasch, dem Zwiebelfleisch, hat man einfach Paprika beigefügt.
Feinnudelig geschnittene Zwiebel in Schmalz goldbraun rösten, was je nach Zwiebelmenge schonmal bis zu einer Stunde dauern kann. Dabei immer umrühren, damit sie nicht anbrennen. Mit etwas Wasser angießen, paprizieren und weiter dünsten lassen. Dann die Soße durch die Flotte Lotte treiben. (Niemals mixen! Da bekommt die Soße einen unangenehmen Zwiebelgeschmack und die Konsistenz ist auch nicht berauschend. ) Eventuell braucht es auch etwas mehr Paprika. Man kann mit ihm die Soße ein bisserl eindicken. Das in grobe Würfel geschnittene Fleisch, Majoran, Kümmel, zerdrückter Knoblauch und Zitronenschale dazugeben und im eigenen Saft weichdünsten lassen. Man kann es auch Ofen bei 160 Grad schmoren. Das senkt das Anbrennrisiko. Eventuell während des Kochvorganges ganz wenig Wasser zufügen, damit nichts anbrennt und ein schönes Saftl entsteht. Zum Ende noch zur gewünschten Konsistenz mit Wasser aufgießen (knapp bis zum Fleisch) und noch ein wenig ganz leicht köcheln lassen. Mit Salz abschmecken. Das Gulasch sollte einen tiefroten Fettspiegel haben.
Beilage: ein resches Semmerl oder ein Salzstangl. „A Gulasch und a Seidl Bier, dass is mei Lebenselixier“ singt der Ambros nicht umsonst.




