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Der Neue stellt sich und sein vorhaben vor..

blueflame1965

Militanter Veganer
Seit längerem träumen ich/wir von einem Spanferkelgrill der etwas anders ist als das was man so auf dem Markt erhält. Schnell wurde mir/uns klar, das was ich/wir wollen, kann man nicht kaufen, dass muss man bauen. Dank dem www findet man hier auch genügend Vorlagen und Ideen dazu. Wenn wir aus unseren Erfahrungen (siehe weiter unten) und den Vorlagen aus dem www, dass beste und innovativste (welche ein neumoderner Begriff) herausnehmen, erhalten wir das was wir wollen.

Man muss vorab sagen, dass wir Mitglieder im Fanfarenzug sind (Herzlich wilkommen beim Fanfarenzug Graf Zeppelin - Friedrichshafen -), die genug verrückt sind solch ein Projekt durchzuziehen. Und die durch Ihre Beruftätigkeit in einem Metall- Betrieb arbeiten dürfen, der einem ehemaligen FZ-Mitglied gehört. Hier haben wir alle Möglichkeiten und Kontakte um das ganz zu realisieren. Hier können wir drehen, fräsen, schweißen schrauben und das elektrische fertigen und das Material dementsprechend günstig erwerben.

Bisher wurde bei uns als Grill ein Provisorium verwendet. Das Provisorium bestand aus einem Untergestell, welches ehemals als Grundgestell für eine Fertigungs-Vorrichtung diente, einem Riemenantrieb (Eigenbau) welcher durch einem Scheibenwischermotor angetrieben wurde. Der Spieß bestand aus 2 Stangen welche über ein Gewinde miteinander verschraubt wurden, die Auflage des Spießes war eine Dreikantspieß mit 4 Auflageflächen welcher über eine Sechskantschraube an der Vorrichtung befestigt wurde und nur sehr gering in seiner Höhe verstellbar war. Der Spieß selber wurde direkt am Antrieb angeschraubt. Darunter lagen noch 2 Fettauffangwannen die direkt auf den Kohlerost lagen. Ja, das Grillgut wurde direkt gegrillt, d.h. die Kohle/Glut lag unter dem Grillgut. Hat den ganz großen Nachteil dass das herabtropfende Fett sich entzündet. Der Scheibenwischermotor wurde über eine Batterieladegerät betrieben ;-). Das Grillgut konnte über 4 weitere kleine Spieße, welche an einem Rohr angeschweißt waren, welche auf den Spieß geschoben wurden, fixiert werden. Die kleinen Spieße konnten über einen Sechskantschraube fixiert werden, da in den kleinen Rohren eine Sechskantmutter angeschweißt war, wodurch die Sechskantschraube gegen den Spieß drückte. Bei großem / schweren Grillgut, musste das Grillgut zusätzlich mit massiven Edelstahl Schweißdraht an dem Spieß festgebunden werden, damit das verrutschen und schlagen des Gewichtes beim Grillvorgang (drehen des Spießes) verhindert wird.

Hierauf wurden so einige Lämmer, Wildschweinkeulen, und Spanferkel gegrillt. Wobei die Bezeichnung Spanferkel so nicht stimmt :-). Ein Spanferkel liegt zwischen 12kg – 20kg. Unser „Spanferkel“ waren da schon eher Grillschweine! Die lagen zwischen 30kg und 40kg.

Das erste mal für den Verein wurde für 60 Personen eine 60kg Lebendgewicht Schwein verwendet. Dies ging von der Motorleistung sehr gut. Allerdings benötigt man hier sehr sehr viel Zeit! Nach 12 Stunden war die Sau dann zum zerlegen bereit. Im inneren war sie leider nicht ganz durch und so mussten einzelne Fleischteile noch in der Grillwanne, verfeinert mit etwas Rotwein, nachgegart werden.

Aus dieser Erfahrung heraus wollte man an einem weiteren Sommerfest eine gespendete Sau grillen. Die Sau besorgten wir selber – allerdings mussten wir zu einem anderen Metzger als damals (Urlaubsbedingt :-( ). Der neue Metzger hat mir entweder nicht zugehört oder mich falsch verstanden? Am Telefon sagte ich noch 60kg LEBENDGEWICHT!! Verstanden bzw. in seinem Kopf setzte sich nur 60kg ab. Und so besorgte er ein Schwein das dann 60kg Schlachtgewicht hatte. Allerdings passt das Schlachtgewicht nicht, sie hatte keine 60kg sondern 70kg wie sich herausstellte! :-(

Nun gut, um Gewicht einzusparen – Kopfweg, Forderläufe weg. Hahaha, das waren glaub gerade mal 5kg. Egal! Gekauft, geplant, die Sau muss auf den Grill. Also aufspießen fixieren, einreiben und einpacken. Um Euch eine Vorstellung zu geben wie groß das Schwein war, ein paar Daten. Der Spieß betrug 2m, die Folie/Sack mit der wir die Sau einpackten war ein 500L Sack. So vorbeireitet also jetzt ab ins Auto :-). Ich habe einen MB E240 Kombi W210. Die Ladefläche ist nahezu gigantisch wenn die Rückbank umgeklappt wird. Tja, aber nur nahezu. Das Schwein samt spieß klemmt von einer Ecke im Kofferraum, diagonal an der an der anderen Ecke an der Fond-Türe. Die Fond-Tür und die Heckklappe ging gerade noch so zu! Aber sie ging rein, so jetzt ab zum Sommerfest. Dort angekommen, haben wir sie erstmal in den Getränke-Kühlhänger gelegt. Puhh, Glück gehabt, die passte mit dem Spieß gerade so rein. Um 23Uhr am Abend vor dem Sommerfest wurde der Grill angeheizt, die komplett in Alufolie eingepackte Sau dann aufgelegt. Jetzt nur hoffen das der Motor das packt. . . . .anschalten . . . .und Gott sei Dank der Motor packt das Gewicht. Die ersten vier Stunden haben wir nur einen kleine Hitze verwendet um die Sau durch zuheizen. Danach wurde die Hitze hochgefahren! Das ist einfach Männermässig. Ein Drehendes Stück Fleisch, Sommernacht, auf Strohballen am Lagerfeuer sitzen und ein Bierchen trinken während man der Sau zuschaut.
Tja so ruhig blieb es nicht! Die sehr gut eingewickelte Sau, behielt durch die Alufolie das ganze Fett in der Alufolie. Aus der Erfahrung heraus wusste ich das so nach 4-5 Stunden die Alufolie erneuert werden muss. Die Sau schrumpft und die Spieße werden lockerer, man muss alles nachziehen das die Sau nicht zu schlagen beginnt bei den Drehungen. Gerade als wir die Zigarette ausgemacht hatten um die Sau neu einzupacken passierte es, die Folie öffnet sich, das Fett tropf bzw. läuft auf die Glut – Stichflammen. Die ganze Sau brennt, gleich mit viel Bier die Glut gelöscht – nicht nachmachen – Fettbrand löscht man nicht mit Flüssigkeiten!!!!!!. Die brennende Folie weggerissen, verdammt die Sau brennt selber. Also Motor aus, Handschuhe an, Sau runter vom Grill. Puh geschafft. Wenn wir sie gerade unten haben, alles nachziehen, neu fixieren und neu einpacken. Das ganz kostete und 1,5Stunden! Es ist jetzt ca. 4.30Uhr in der Früh. So alles gerichtet und wieder montiert, mussten wir feststellen das der Riemen durchrutscht, verdammt. OK, mit Hand nachhelfen. Das machten wir dann abwechseln, jeder ca. 30min. Morgens holten wir dann Riemenharz und Bremsenreiniger. Das Riemenharz um den durchrutschen des Riemens abzuhelfen, den Bremsenreiniger um die Sau zu putzen. Nein das ist natürlich nur Spaß, den brauchten wir damit wir dem Riemenharz entgegenwirken konnten, das Zeug klebt nämlich die der Teufel.

Geplant war das das ganz dann um 13Uhr Mittags fertig ist. Hätten wir fast geschafft, wenn da nicht der Spieß in der Mitte auseinander gegangen wäre. Durch die große Hitze weitetesich das Gewinde und der Spieß sah aus wie ein „V“. Mit den Nerven am Ende schwur ich mir, mit diesem Grill nie mehr! Und nie mehr eine so große Sau!!!!

Tja das Ergebnis war, Sau nicht ganz durch, Grill kaputt! Und aus diesen Erfahrungen heraus habe ich mir vorgenommen einen Grill zu konzepieren der das ganze Grillunternehmen in solch großer Form zum Spaß und nicht zum Streß werden lässt.

Habe auch schon ein paar Anforderungen zusammengestellt die der Grill dannhaben soll:

• Der Antrieb erfolgt über einen ordentlichen Motor der richtig Kraft besitzt, und mit einer hundsgwöhnlichen Steckdos betrieben werden kann.
• Es wird eine Kette und kein Riemen verwendet!
• Zur Steuerung des Motors soll eine Frequenzumrichter verwendet werden.
• Die Befeuerung erfolg indirekt, von der Seite, bzw. von hinten und nicht wie zuvor von unten!
• Die indirekte Befeuerung erfolgt durch einen Glutkasten der verstellbar ist um die Hitze zum Grillgut etwas zu regulieren.
• Der Spieß besteht aus einem Stück! Spieß hat Einnutungen um die Fixierung der anderen, kleineren Spieße zu erleichtern.
• Der Spieß muss so gestaltet werden, dass man die Variantenvielfalt beibehalten kann, Spanferkel, Lamm, Wildschwein, Haxen, Hähnchen...!
• Auf Rollen fahrbar
• Stabil und sauberes Material, wenige unzugängliche Ecken damit die Reinigung mit dem Dampfstrahler einfach verläuft!
• Einfache Bedienung!
• Dach, damit auch bei Regenschauern das Grillen gut verläuft.


So jetzt genug von mir, habe bereits einem Mitglied hier mein Interresse an seinem Grill bekundigt, bzw. an einer Unterstützung durch Ihn.

Bis bald,
blueflame1965
 

Pädda

Landesgrillminister
10+ Jahre im GSV
Hallo, und ein herzliches Willkommen aus OWL. Schade das du keine Bilder von der Aktion hast.
 

chili-sten

Grillgott
10+ Jahre im GSV
Moin blueflame,

herzlich Willkommen und viele Grüße aus dem Speckgürtel von Hamburg

:prost:
 

pelzer

Metzger
10+ Jahre im GSV
Super Vorstellung, herzlich willkommen.
Einen schönen Gruß aus der Pfalz
Gruß
Pelzer
 

Falkenstadl

Türsteher
10+ Jahre im GSV
Um nicht noch mehr Platz zu verbrauchen:
Griaß Di !
 

Ralf T.

Schlachthofbesitzer
5+ Jahre im GSV
Hallo und Grüße aus dem Osnabrücker Land.
 
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