Ich geb jetzt auch mal meinen Senf dazu, weil ich mich in der gleichen Situation befand. Ich hatte bereits einen 50mbar Enders Explorer einfach so zum Camping und Grillen an der Gasflasche mit 50mbar Druckregler.
Da wir aber nun ein Wohnmobil haben mit Außensteckdose benötige ich einen 30mbar Grill. Natürlich gibt es einige 30mbar Grills zu kaufen. Unter anderem den Explorer und Urban von Enders in der 30mbar Version. Aber ich hatte echt keine Lust nur wegen einer simplen Gasdüse nochmal einen neuen Grill zu besorgen. Mein Feedback bezieht sich auf den Explorer, für den Urban hab ich es nicht kontrolliert, aber ich gehe davon aus, dass es gleich ist:
Die Gasdüse vom 50mbar Grill hat einen Gasdurchlass von 0,65mm.
Die Gasdüse vom 30mbar Grill hat einen Gasdurchlass von 0,72mm.
Die Größe von 0,72mm steht auch so auf den Packungen und in den Bedienungsanleitungen von Enders für den 30mbar Grill.
Die passende Gasdüse hat ein Gewinde: M5 x 0,75 und mit 0,72mm Durchlass ihr findet diese z.B. hier für €1,99 das Stück. (Mindestbetrag bei Bestellung aber €10)
https://dellorto-shop.de/ersatzteil...cs-ds/18955/vergaserduese-dellorto-5mm?c=1595 Sie passt bestens.
(Ich bin beim Umbau aber anders vorgegangen. Es ist leichter, wenn man sich von vorne ran arbeitet. Also die Regler abzieht, dann abschraubt, um dann die Gasleitung zu lockern, um schliesslich an die Düsen zu kommen. Das Kochfeld muss man da nicht lockern.)
Selbstverständlich darf oder soll man das eigentlich nicht eigenständig umbauen! Das Gerät müsste danach laut Enders auch zum TÜV. Daher alles ohne Gewähr und auf eigene Gefahr und Risiko.
Was ich nur nicht verstehe: Ich mache das ja bewusst und weiß sehr wohl was ich tue! Ich weiß, dass mein Grill nun ein 30mbar Grill ist und habe daher auch schon mal ganz bewusst das normale Gaskabel für die Gasflasche entfernt. Ich kann nun also im Urlaub nicht aus Versehen den Grill an der Flasche anschliessen. Zudem habe ich mir eine Schlauchbruchsicherung besorgt, weil die Gefahr, dass jemand über den Gasschlauch stolpert viel größer ist bei einem Aussenanschluss, als wenn er "kurz angebunden" an der Flasche hängt.
Es ist auch nicht das erste mal dass ich so was gemacht habe. In meinem großen Grill (Broilking) habe ich den Heckbrenner so gepimpt, weil ich damit ganz anders Pizzen machen kann. Aber auch hier: Ich weiß was ich tue und da reden wir über sehr kurze Zeiträume wo das überhaupt genutzt wird und ich achte dann darauf, dass die Hauptbrenner aus sind.
Was ich als viel höhere als Gefahr einschätze, sind 30mbar Grills die unbewusst falsch gekauft werden und dann vielleicht doch an 50mbar betrieben werden.
Was ich mir von den Herstellern wünschen würde: Ein Modell das beides kann - und zwar ohne große Umbauten und mit ordentlicher Beschriftung. Das ist technisch nicht wirklich schwer umzusetzen. Man muss es nur wollen!