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Frage zu einer möglichen Dachterrasse

RoliAmGrill

Grillkönig
5+ Jahre im GSV
Liebe Grillsportler!

Heute melde ich mich mit einem wirklichen Off-Topic Thema. Es geht um den Bau einer Dachterrasse, aber nicht auf meinem Dach, sondern am Dach meines Nachbarn.

Zu den Umständen: Ich wohne in einer Eigentumswohnung in Wien mit Balkon und Terrasse. An unser Gebäude grenzt ein großes Haus, das als Garage verwendet wird. Das Haus verfügt über ein Flachdach, das derzeit nicht genutzt wird. Auf dem Dach ist derzeit ein krautartiger Bewuchs, sonst nichts. Der Höhenunterschied zwischen meiner Dachterrasse und des Dachs der Garage beträgt etwa 4 Meter (Garagendach liegt niedriger). Nun stellt sich mir folgende Frage:
Ist es rechtlich möglich, diese Dach als Terrasse zu nutzen, vorausgesetzt ich erwerbe die entsprechenden Rechte vom Garagenbesitzer? Natürlich müsste ich eine Treppe und ein Geländer bauen lassen.

Bis Dato ist es mir nicht gelungen überhaupt herauszufinden, wem die Garage gehört. Ich denke aber, dass das das geringste Problem ist. Jedenfalls ist die Aussicht auf etwa 450 m² zusätzlicher Terrassenfläche sehr verlockend.

Ich freue mich über etwaige Informationen, Ratschläge usw.

LG aus Wien!
 

MartinMenke

Fleischesser
Das ist wahrscheinlich eher eine statische Frage, oder eine Baurechtliche.
 
OP
OP
RoliAmGrill

RoliAmGrill

Grillkönig
5+ Jahre im GSV
Das ist wahrscheinlich eher eine statische Frage, oder eine Baurechtliche.
Ja, das ist sicher eine baurechtliche Frage. Ob es sich statisch machen lässt, werde ich wohl durch einen Ziviltechniker abklären lassen.Was mich interessiert: Ist das rechtlich/baurechtlich überhaupt möglich?
 

pefra

Spaßkaiser
5+ Jahre im GSV
Hi,
sollten alle Vorarbeiten geklärt sein, sprich Zustimmung Eigentümer, Statik etc müsste es wohl zu einer Bauverhandlung kommen, und jenen "Nachbarn" Parteistellung eingeräumt werden, deren Rechte beeinflußt werden können oder könnten.
Wenn ich zuhause auf meiner Garage eine Terasse errichten wollte, würden wohl die Nachbarn gefragt werden, da sie direkt angrenzen, warum sollte es bei einer "fremden" Garage anders sein.
:weizen:

edith sagt weiters:
es ist von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich und sollte in den Bebauungsvorschriften/-plänen drinnen stehen, bei uns wäre es zB so, dass "garagenhöhe" höher als 2,80 es keine Garagennutzung im eigentlichen Sinne mehr wäre, dann kommen Abstände, Sicherheitsvorkehrungen (a Glanda usw ;) ) eventuelle Überdachungen-Markisen etc etc ....
aber leider wie oben erwähnt, von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich, es kann in der Bauordnung wohl was drinnen stehen, in der jeweiligen Gde schauts dann wieder a bissl anders aus,
was aber in deinem Fall kein Problem sein sollte :)
:weizen:
 

Carl Itos

Grillkönig
Ich würde einfach beim zuständigen Bauamt fragen, die müssen es wissen. Alles andere ist Spekulation.
Aber die Idee ist verlockend, bin gespannt, ob das was wird ......
 
OP
OP
RoliAmGrill

RoliAmGrill

Grillkönig
5+ Jahre im GSV
Hi,
sollten alle Vorarbeiten geklärt sein, sprich Zustimmung Eigentümer, Statik etc müsste es wohl zu einer Bauverhandlung kommen, und jenen "Nachbarn" Parteistellung eingeräumt werden, deren Rechte beeinflußt werden können oder könnten.
Wenn ich zuhause auf meiner Garage eine Terasse errichten wollte, würden wohl die Nachbarn gefragt werden, da sie direkt angrenzen, warum sollte es bei einer "fremden" Garage anders sein.
:weizen:

edith sagt weiters:
es ist von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich und sollte in den Bebauungsvorschriften/-plänen drinnen stehen, bei uns wäre es zB so, dass "garagenhöhe" höher als 2,80 es keine Garagennutzung im eigentlichen Sinne mehr wäre, dann kommen Abstände, Sicherheitsvorkehrungen (a Glanda usw ;) ) eventuelle Überdachungen-Markisen etc etc ....
aber leider wie oben erwähnt, von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich, es kann in der Bauordnung wohl was drinnen stehen, in der jeweiligen Gde schauts dann wieder a bissl anders aus,
was aber in deinem Fall kein Problem sein sollte :)
:weizen:
Vielen Dank für die sachdienlichen Hinweise! Mittlerweile habe ich herausgefunden wem das Gebäude gehört und werde mal mit dem Besitzer Kontakt aufnehmen!
 
OP
OP
RoliAmGrill

RoliAmGrill

Grillkönig
5+ Jahre im GSV
Ich würde einfach beim zuständigen Bauamt fragen, die müssen es wissen. Alles andere ist Spekulation.
Aber die Idee ist verlockend, bin gespannt, ob das was wird ......
Danke sehr für den Tipp, ich werde die gleich mal kontaktieren!
 

Allium

Master-Fermenter
5+ Jahre im GSV
@RoliAmGrill was ist herausgekommen?

Ohne Obligo:

Grundsätzlich kannst du privatrechtlich alles vereinbaren.
Die öffentlichrechtlichen Fragen sind (vor allem momentan, wo du mit den Sachbearbeitern am Magistrat nur telefonieren kannst) sicher etwas aufwendiger.

Privatrecht:
* Welche Rechtsform der Nutzung wird angestrebt? Das könnte vom Prekarium (Bittleihe) über Miete ev sogar bis zum Eigentum (Baurecht/Superädifikat?) gehen - dafür brauchst du sicherlich einen vernünftigen Anwalt...
* Nachbarrechte (vermutlich kein Problem, wenn das Geländer so weit vom Rand entfernt ist, dass man es von unten nicht sieht)

Verwaltungsrecht:
* Baugenehmigung für Stiege und Geländer
* Nutzungsbewilligung (vgl auch Flächenwidmungsplan)
* Statik sollte kein Problem sein (vgl dein Gewicht mit dem der erforderlichen Schneelasten), wenn du ausser dem Geländer nur Sitzgelegenheiten und Schirm aufstellst - Pflanzen sind da heikler
* Gestalterische Fragen (in Graz redet da die Altstadtkommission mit, in Linz der Gestaltungsbeirat - in Wien gibt es sicher etwas Ähnliches)
* Brandschutz (zweiter Fluchtweg erforderlich?)
* Leitungsrechte/Infrastruktur (Wasser/Strom)?

In Summe würde dich das vermutlich (Bauchgefühl!) einen höheren fünfstelligen Eurobetrag kosten (Nutzungsrechte, Anwälte, Fertigstiege und Geländer aus Stahl etc etc). Ist es das wert?
 
OP
OP
RoliAmGrill

RoliAmGrill

Grillkönig
5+ Jahre im GSV
@RoliAmGrill was ist herausgekommen?

Ohne Obligo:

Grundsätzlich kannst du privatrechtlich alles vereinbaren.
Die öffentlichrechtlichen Fragen sind (vor allem momentan, wo du mit den Sachbearbeitern am Magistrat nur telefonieren kannst) sicher etwas aufwendiger.

Privatrecht:
* Welche Rechtsform der Nutzung wird angestrebt? Das könnte vom Prekarium (Bittleihe) über Miete ev sogar bis zum Eigentum (Baurecht/Superädifikat?) gehen - dafür brauchst du sicherlich einen vernünftigen Anwalt...
* Nachbarrechte (vermutlich kein Problem, wenn das Geländer so weit vom Rand entfernt ist, dass man es von unten nicht sieht)

Verwaltungsrecht:
* Baugenehmigung für Stiege und Geländer
* Nutzungsbewilligung (vgl auch Flächenwidmungsplan)
* Statik sollte kein Problem sein (vgl dein Gewicht mit dem der erforderlichen Schneelasten), wenn du ausser dem Geländer nur Sitzgelegenheiten und Schirm aufstellst - Pflanzen sind da heikler
* Gestalterische Fragen (in Graz redet da die Altstadtkommission mit, in Linz der Gestaltungsbeirat - in Wien gibt es sicher etwas Ähnliches)
* Brandschutz (zweiter Fluchtweg erforderlich?)
* Leitungsrechte/Infrastruktur (Wasser/Strom)?

In Summe würde dich das vermutlich (Bauchgefühl!) einen höheren fünfstelligen Eurobetrag kosten (Nutzungsrechte, Anwälte, Fertigstiege und Geländer aus Stahl etc etc). Ist es das wert?
Lieber Allium!

Danke für den sehr nützlichen Beitrag!

Ich habe den Eigentümer ausgemacht und versucht mit ihm in Kontakt zu treten, er hat aber weder auf zwei Mails noch auf einen Anruf (wo keiner abgehoben hat) reagiert.Ich habe auch entzwischen mit einem befreundeten Notar gesprochen, der meinte dass sowas grundsätzlich möglich, aber eben mit mühenverbunden ist. Im Großen und Ganzen deckt sich seine Aussage mit deiner Aussage.

Ich werde jetzt noch etwas abwarten und mein Projekt "Outdoorküche" angehen. Vermutlich werde ich es im Herbst noch einmal versuchen.
 
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