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ganzes Schweinchen aufziehen und schlachten lassen?

Hellfire

Hobbygriller
Hallo an alle,
ich weiss nicht so recht, in welches Forum dieser Beitrag gehört, daher bitte ggfs. in das richtige verschieben.

Kürzlich ist mir angeboten worden, ein Schweinchen bei uns im Ort aufziehen zu lassen und dann geschlachtet zu bekommen, wenn ich es sage. Das Ganze macht ein Nebenerwerbs-Landwirt, zu dem ich in dieser Beziehung auch Vertrauen habe. Quasi eine Schweinepension. :D
Jetzt meine Fragen:
hat jemand sowas schon 'mal gemacht ?
da ich ja die Wutz nach Schlachtgewicht bezahle: was darf das Kilo etwa kosten und welche Rasse sollte man nehmen ?
bei welchem Gewicht muss das arme Viech unter's Messer ?
steht das verwertbare Fleisch in einem vernünftigen Verhältnis zum Preis ?
ich kann nicht wurschten, habe auch keine Hardware dafür, könnte aber die vom Bauern nutzen
Pökeln wäre möglich
ich habe bis jetzt einmal Schinken geräuchert; mit sehr mäßigem Erfolg; könnte man aber lernen
die grillfähigen Fleischportionen einzufrieren wäre nicht das Problem (2 180cm Truhen)

Freue mich auf Eure Tipps und Kommentare
Sven
 
Auf jeden Fall machen. Wir schlachten auch jedes Jahr zwei Schweine und ein Rind mit vier Familien. Die Tiere kommen von einem uns bekannten Bauern. Was den Preis angeht, kann ich Dir gerade keine Auskunft geben. Aber allein was die Fleischqualität betrifft lohnt es sich.


Gruß,

BBQ-Devil :evil:
 
Moin, moin,

Freunde von uns haben einen Resthof. Dort halten wir vier Schweine, von denen wir selber allerdings nur eins bekommen. Unser letztes Schwein hatte ein Schlachtgewicht von 105 kg nach 11 Monaten. Allerdings haben wir auch kein Kraftfutter oder ähnliches eingesetzt. Reines Biofleisch also.
In der Intensivmast haben die Tiere nach etwa 200 Tagen ein Schlachtgewicht von 80- 120 kg.
Kommt also auf den Bauern an.

Alle Kosten einbezogen kommen wir auf einen Kilopreis von etwa 5 EUR im Endergebnis, da ist Tierarzt, schlachten und wursten allerdings inklusive. Wir haben Schinken, Mettwurst, Rauchenden, frische Bratwürste, Leberwurst und Sülze machen lassen.

Der Rest wurde gegrillt, gebraten etc.
Das Fleisch hatte eine Superqualität. Ich denke, es hängt sehr viel vom Futter und den Stallbedingungen ab. Unsere Schweine haben etwa 20 qm Stallfläche und einen 100 qm Freilauf. Die Tiere können selber jederzeit entscheiden ob rein oder raus.

Wegen der vielen Bewegung und dem guten Futter haben die Tiere wenig fett und das Fleisch ist super lecker. Es schrumpft kaum in der Pfanne.

Selber wursten würde ich mir nicht zutrauen. Höchstens mit qualifizierter Hilfe.
Die Bedienung der Geräte ist nicht ganz ohne.

Für uns lohnt es sich auf jeden Fall, es macht Spaß und es schmeckt.
Was das Kilo ausgeschlachtet kosten darf weiß ich nicht.
Bei den Discountern bekommts du manchmal das Kilo für 1,99 EUR. Da habe ich aber bedenken , ob die Qualität besser ist, als das abgepackte Fleisch.

Meine Empfehlung ist, sich anzugucken, wie der Bauer die Tiere hält und was er verfüttert.
Bei der Rasse kann ich nicht viel sagen. Wir nehmen einfache Zuchttiere, überlegen aber, ob wir auch mal Husumer Protestschweine probieren sollten. Ich bin eigentlich ein Freund alter robuster Rassen.

Viel Erfolg,

JanRo
 
Hellfire schrieb:
Hallo an alle,


Jetzt meine Fragen:
hat jemand sowas schon 'mal gemacht ?

Das machen wir schon seit über 45 Jahren

da ich ja die Wutz nach Schlachtgewicht bezahle: was darf das Kilo etwa kosten und welche Rasse sollte man nehmen ?
Ich zahle nach Lebendgewicht, plus Metzger, plus Fleischbeschauer. Du mußt sebst entscheiden was das Kilo dir wert ist.

bei welchem Gewicht muss das arme Viech unter's Messer ?
Unsere hat im Schnitt 280 bis 290 Pfund. Manchmal auch etwas mehr.
Den Fettanteil kannst Du etwa bestimmen, wenn du auf den Rücken der Sau schaust



steht das verwertbare Fleisch in einem vernünftigen Verhältnis zum Preis ?
ich kann nicht wurschten, habe auch keine Hardware dafür, könnte aber die vom Bauern nutzen
Was brauchst Du denn zum Wursten, einen Kessel für das Kesselfleisch, Leber, Blutwürste und Preßsack, einen Fleischwolf und einen Wurstabfüller.
Die Sau hat halt nicht nur Lende. Was willst Du denn sonst mit dem Rest machen?

Pökeln wäre möglich
ich habe bis jetzt einmal Schinken geräuchert; mit sehr mäßigem Erfolg; könnte man aber lernen
Vom Räuchern her gebe ich keine Tips. Räuchern muß gelernt sein. Das geht Jahre lang gut, und dann kommt halt wieder ein Rückschlag. Wir räuchern normalerweise im Kamin. Extra früh immer mit Buchenholz einschüren und immer kontrollieren, nur im Winter damit das Räucherfleisch nicht warm wird.
Mein Vorschlag. Kauf dir ein Stück Schinken deiner Wahl und machen die Hämmer zu Fleisch.
Gerade beim Schinken wenn Du keine Erfahrungen hast wäre mir das Risiko zu groß.
Bei Brat- Leber und Blutwürste räuchern ist mir noch nie was passiert. Der Preßsack im Magen ist mir auch schon einmal vor Jahren verreckt.


die grillfähigen Fleischportionen einzufrieren wäre nicht das Problem (2 180cm Truhen)

Freue mich auf Eure Tipps und Kommentare
Sven


Gruß
Siggi
 
Aschenka schrieb:
Hi,

schau mal hier.

Da lebt mein Wollschwein.......noch.

Da sind wir schweinemäßig ja bald Nachbarn, wenn Du 2008/9 wieder eins nimmst... :D :D :D :D

Die Art der Haltung erscheint mir, auch nach einem längeren Telefonat mit der Eigentümerin, sehr professionell. Außerdem sind's nur 130 Kilometer...
Die Aufzucht bei uns im Kaff werde ich trotzdem weiter verfolgen; was ist schon ein Schweinchen für ein ganzes Jahr Grillen
:essen:
Und ich dachte, diese Idee wäre relativ neu :cry:
Danke nochmal für die Tips.
 
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