Angelockt durch meine ersten Gehversuche im Wintergrillen, der "Xaver-Ente", kam die liebe Familie wieder mal an, mit dem drängenden Wunsch, ich möge doch am Wochenende die Kugel anwerfen. "Winter" kann man das, was hier im Salzburgischen Mitte Januar abgeht, zwar nicht nennen, trotzdem bleibt man nicht gerade mit einem kühlen Bier in der Hand am Grill stehen und klönt ...
Es kam also ein kleiner Schweineschopfbraten (1,1 kg) daher, aus Freilandhaltung ganz bei uns in der Nähe:
http://farm3./2846/12050853774_f452e091fb_o.jpg
Das Fleisch ist fest, auch das Fett. Deshalb sollte die Fülle nicht zu trocken werden.
Mein großer Fehler war, den "Schmetterlingsschnitt" falsch angesetzt zu haben. Minutenlang habe ich das Fleisch gedreht und gewendet und überlegt, wie ich es am besten schneide, um ein schönes Format für einen Rollbraten zu erhalten. Prompt machte ich es falsch, und erhielt einen langen, relativ schmalen Streifen.
Mir blieb nur übrig. das Fleisch in zwei Hälften aufeinanderzuklappen, es wurde also so was ähnliches wie ein Sandwich.
Von der Fülle habe leider keine Bilder gemacht. Ich wollte es ein wenig fruchtig-süßlich haben:
Eine kleine Zwiebel, Champignons und Speck wurden angeröstet, dann kamen zwei kleine gewürfelte Äpfel dazu, abgelöscht wurde mit Calvados. Nach dem Erkalten kam die bekannte Mischung aus Knödelbrot und Milch dazu, zuletzt ein Ei, alles schön gewürzt.
Auf das Fleisch kam Speck, darauf die Fülle. Mit grobem Spagat eingewickelt sah mein "Sandwich" dann so aus:
http://farm8./7424/12051318026_40bb62cc6a_o.jpg
Ab in die Kugel, bei 180 Grad. Nach einer halben Stunde:
http://farm8./7352/12050854374_27dc11a4d0_o.jpg
Ich übergoß den Braten mit etwas Cidre (französischer Apfelmost). Nach gut einer Stunde war die Kerntemperatur von 74 Grad erreicht:
http://farm6./5539/12050458255_1b77a5244c_o.jpg
Das Fleisch war wunderbar weich und zart. Trotzdem ärgert mich der Fehler mit dem Schmetterlingsschnitt, denn richtig gerollt wäre der Braten sehr viel attraktiver geworden:
http://farm6./5513/12050854974_d3894bfaef_o.jpg
Nachdem die Vierstundenkohle noch viel Hitze hatte, wollte ich mal eine Nachspeise ausprobieren, und ich stöberte rum, was sich so alles in Keller und Kühlschrank fand. Äpfel waren da, das passt für die kalte Jahreszeit. Sie wurden ausgehöhlt:
http://farm3./2875/12050748113_318b6e3b65_o.jpg
Als Fülle wollte ich ein leichtes Soufflé machen:
Rosinen in Rum einweichen, dann Joghurt (3,6%) mit geriebenen Haselnüssen, Zucker, Honig und den Rosinen vermengen. Auch hier einen Schuss Calvados dazu, einen Eidotter, und zum Schluss Eischnee unterheben.
http://farm4./3670/12050748193_e91fc6a16d_o.jpg
Bei etwa 170 Grad auf den Grill:
http://farm8./7293/12050748473_de2d990a9f_o.jpg
Nächster Fehler des Abends: Nach dreißig Minuten war das Soufflé zwar sehr schön aufgegangen, die Äpfel selbst aber noch zu hart.
http://farm6./5486/12051316526_3984272cff_o.jpg
Ich hätte sie auf jeden Fall noch mindestens eine Viertelstunde länger in der Kugel lassen sollen, das nächste Mal weiß ich es besser. Darüber hinaus waren die Äpfel nicht perfekt geeignet. Ich hatte die Sorte "Gala", die sind sehr gut zum roh Essen, aber nicht sehr süß, wenn sie gegart sind. Auch ist die Haut zu dünn, als dass man das Fruchtfleisch gut auslöffeln könnte. Für Bratäpfel eigenen sich richtige Winteräpfel, wie man sie früher immer im Keller eingelagert hatte, besser.
Trotzdem hat's geschmeckt!
http://farm4./3776/12050852694_ab0f5d57f3_o.jpg
Marcus
Es kam also ein kleiner Schweineschopfbraten (1,1 kg) daher, aus Freilandhaltung ganz bei uns in der Nähe:
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Das Fleisch ist fest, auch das Fett. Deshalb sollte die Fülle nicht zu trocken werden.
Mein großer Fehler war, den "Schmetterlingsschnitt" falsch angesetzt zu haben. Minutenlang habe ich das Fleisch gedreht und gewendet und überlegt, wie ich es am besten schneide, um ein schönes Format für einen Rollbraten zu erhalten. Prompt machte ich es falsch, und erhielt einen langen, relativ schmalen Streifen.
Mir blieb nur übrig. das Fleisch in zwei Hälften aufeinanderzuklappen, es wurde also so was ähnliches wie ein Sandwich.
Von der Fülle habe leider keine Bilder gemacht. Ich wollte es ein wenig fruchtig-süßlich haben:
Eine kleine Zwiebel, Champignons und Speck wurden angeröstet, dann kamen zwei kleine gewürfelte Äpfel dazu, abgelöscht wurde mit Calvados. Nach dem Erkalten kam die bekannte Mischung aus Knödelbrot und Milch dazu, zuletzt ein Ei, alles schön gewürzt.
Auf das Fleisch kam Speck, darauf die Fülle. Mit grobem Spagat eingewickelt sah mein "Sandwich" dann so aus:
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Ab in die Kugel, bei 180 Grad. Nach einer halben Stunde:
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Ich übergoß den Braten mit etwas Cidre (französischer Apfelmost). Nach gut einer Stunde war die Kerntemperatur von 74 Grad erreicht:
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Das Fleisch war wunderbar weich und zart. Trotzdem ärgert mich der Fehler mit dem Schmetterlingsschnitt, denn richtig gerollt wäre der Braten sehr viel attraktiver geworden:
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Nachdem die Vierstundenkohle noch viel Hitze hatte, wollte ich mal eine Nachspeise ausprobieren, und ich stöberte rum, was sich so alles in Keller und Kühlschrank fand. Äpfel waren da, das passt für die kalte Jahreszeit. Sie wurden ausgehöhlt:
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Als Fülle wollte ich ein leichtes Soufflé machen:
Rosinen in Rum einweichen, dann Joghurt (3,6%) mit geriebenen Haselnüssen, Zucker, Honig und den Rosinen vermengen. Auch hier einen Schuss Calvados dazu, einen Eidotter, und zum Schluss Eischnee unterheben.
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Bei etwa 170 Grad auf den Grill:
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Nächster Fehler des Abends: Nach dreißig Minuten war das Soufflé zwar sehr schön aufgegangen, die Äpfel selbst aber noch zu hart.
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Ich hätte sie auf jeden Fall noch mindestens eine Viertelstunde länger in der Kugel lassen sollen, das nächste Mal weiß ich es besser. Darüber hinaus waren die Äpfel nicht perfekt geeignet. Ich hatte die Sorte "Gala", die sind sehr gut zum roh Essen, aber nicht sehr süß, wenn sie gegart sind. Auch ist die Haut zu dünn, als dass man das Fruchtfleisch gut auslöffeln könnte. Für Bratäpfel eigenen sich richtige Winteräpfel, wie man sie früher immer im Keller eingelagert hatte, besser.
Trotzdem hat's geschmeckt!
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Marcus