"....Köhler (auch Kohlenbrenner) lebten meist in der einsamen Abgeschiedenheit dunkler Wälder, wo sie in Meilern Holz zu Holzkohle verkohlten. Ihre Lebensart war recht armselig und mühsam. Tag und Nacht mußten sie wachsam sein, und die wenigen Stunden, die zum Ausruhen blieben, verbrachten sie in primitiven Hütten (Kothen) auf einem Lager aus Reisig und Baumrinden. Es wird berichtet, das Köhlerdasein sei durch Schlafmangel und »dauernde Angstzustände« und die meisten Köhler »durch vernarbte Brandwunden« gekennzeichnet gewesen. Ihre tägliche Mahlzeit bestand oft nur aus einer dünnen Wassersuppe, und hin und wieder fingen sie einen Hasen oder Fuchs. Sie galten als rebellische Gesellen, deren Symbole und Riten beispielsweise von den Carbonari, einem politischen Geheimbund, der während der französischen Herrschaft über Neapel 1806 entstand, entlehnt wurden. Die »Reinigung des Waldes von Wölfen«, das hieß der Kampf gegen die Tyrannei, war die Grundlage ihrer Symbole; die Mitglieder nannten sich »gute Vettern«; der Versammlungsort hieß »Hütte« (baracca), deren Inneres »Kohlenverkauf« (vendita). Sie strebten nach nationaler Unabhängigkeit und freisinnigen Staatsformen. Auch Frauen finden sich in der Köhlerei, die in den Ostalpen ein Erwerb für ältere, steif gewordene Waldarbeiter war, und in den Pyrenäen wurde sie von Leprakranken und ihren Nachkommen betrieben...."
http://franzx.koehler.bei.t-online.de/koehler.html

Eine Anleitung zum Holkohle machen für den Hausgebrauch gibt es hier:
http://www.chemikus.de/sites/holzkohle.htm
DIN 51749:
http://www.din.de/aktuelles/pressemitteilungen/prinfo15_99.html


