Damast ist immer Optik, ob "echt" oder "unecht". Es gibt zwar auch Leistungsdamast, der n e b e n der Optik auch noch spezielle Stahleigenschaften hervorbringt. Aber normalerweise wird selbst Leistungsdamast nicht wegen der Stahleigenschaften geschmiedet, sondern weil er gut aussieht.
a. Der Unterschied ist einer der Klingenkonstruktion: Bei Leistungsdamst gibt es keine Mittel- oder Schneidlage, d.h. die verschweißten Stähle müssen selbst so gut sein, dass sie in der Lage sind die Belastungen einer Schneide auszuhalten, denn sie bilden selbst die Schneide. Dabei kommt es bei zahlreichen Lagen zu einer Mischung der Stahleigenschaften, weil der Kohlenstoff beim Schmieden wandert. Solcher Damast wird üblicherweise in kleinen Auflagen von einem Schmied hergestellt je nach Auftrag. D.h. solche Messer sind sehr teuer, ab 1000€ aufwärts. Meistens bestehen die Stähle aus rostenden Karbonstählen
b. Bei "normalem" Damast wie er in 95% er Fälle vorkommt, handelt es sich im Prinzip um eine Dreilagenkonstruktion.
1. eine Mittellage oder Schneidlage, die die Schneideigenschaften bestimmt und die deswegen eigentlich immer aus einem hochwertigen oder sehr hochwertigen Messerstahl besteht. 2. aus mehreren Außenlagen die nur schön sein müssen, genauer die Stähle müssen kontrastreich zeichnen, die Außenlagen müssen nicht schneiden, sonder dienen ausschließlich der Optik (deshalb eher abschätzig "Tapete"). Dieser übliche Damast ist so sinnvoll wie jede Dreilagenkonstruktion. Meines Erachtens gibt es daran überhaupt nichts auszusetzen. Wer kein Muster will soll sich halt ein Dreilagenmesser kaufen. Das einzige Kriterium zur Beurteilung eines solchen Damasts ist dann: Aus welchem Stahl besteht die Mittellage, die die Schneideigenschaften bestimmt und wie schön ist das Damastmuster. Letzteres ist natürlich eine Frage des persönlichen Geschmacks. Bei den Mustern gibt es nämlich durchaus große Unterschiede und zig verschiedene Varianten. Früher hat man meist den parallelen Damast gesehen, der aber ein bisschen langweilig war. Aber gerade die Chinesen sind da in letzter Zeit sehr innovativ bzw, innovativ im Kopieren und schaffen es aufwendige Muster bezahlbar zu machen. Dieser Damast wird industriell hergestellt, teilweise in speziellen Walzwerken und großen Stückzahlen. Industriell hergestellter Damast besteht meistens aus rostfreiem Stahl. Von japanischen Schmieden sind aber auch rostende Varianten verfügbar.
c. Davon getrennt ist der Fakedamast, der auf Monostahlklingen aufgelasert wird und der kein Damast ist. Nur das ist "unechter" Damast.
a. und b. sind echter Damast, weil verschiedene Stähle miteinander verschmiedet werden.
P.S.: Apropo Innovation: Hat schon mal jemand irgendwo ein 7 Lagen Damastmesser gesehen?
Bei Ali gibt es sowas: FANGZUO NEUE 2019 Handgemachte 8 zoll Kochmesser
a. Der Unterschied ist einer der Klingenkonstruktion: Bei Leistungsdamst gibt es keine Mittel- oder Schneidlage, d.h. die verschweißten Stähle müssen selbst so gut sein, dass sie in der Lage sind die Belastungen einer Schneide auszuhalten, denn sie bilden selbst die Schneide. Dabei kommt es bei zahlreichen Lagen zu einer Mischung der Stahleigenschaften, weil der Kohlenstoff beim Schmieden wandert. Solcher Damast wird üblicherweise in kleinen Auflagen von einem Schmied hergestellt je nach Auftrag. D.h. solche Messer sind sehr teuer, ab 1000€ aufwärts. Meistens bestehen die Stähle aus rostenden Karbonstählen
b. Bei "normalem" Damast wie er in 95% er Fälle vorkommt, handelt es sich im Prinzip um eine Dreilagenkonstruktion.
1. eine Mittellage oder Schneidlage, die die Schneideigenschaften bestimmt und die deswegen eigentlich immer aus einem hochwertigen oder sehr hochwertigen Messerstahl besteht. 2. aus mehreren Außenlagen die nur schön sein müssen, genauer die Stähle müssen kontrastreich zeichnen, die Außenlagen müssen nicht schneiden, sonder dienen ausschließlich der Optik (deshalb eher abschätzig "Tapete"). Dieser übliche Damast ist so sinnvoll wie jede Dreilagenkonstruktion. Meines Erachtens gibt es daran überhaupt nichts auszusetzen. Wer kein Muster will soll sich halt ein Dreilagenmesser kaufen. Das einzige Kriterium zur Beurteilung eines solchen Damasts ist dann: Aus welchem Stahl besteht die Mittellage, die die Schneideigenschaften bestimmt und wie schön ist das Damastmuster. Letzteres ist natürlich eine Frage des persönlichen Geschmacks. Bei den Mustern gibt es nämlich durchaus große Unterschiede und zig verschiedene Varianten. Früher hat man meist den parallelen Damast gesehen, der aber ein bisschen langweilig war. Aber gerade die Chinesen sind da in letzter Zeit sehr innovativ bzw, innovativ im Kopieren und schaffen es aufwendige Muster bezahlbar zu machen. Dieser Damast wird industriell hergestellt, teilweise in speziellen Walzwerken und großen Stückzahlen. Industriell hergestellter Damast besteht meistens aus rostfreiem Stahl. Von japanischen Schmieden sind aber auch rostende Varianten verfügbar.
c. Davon getrennt ist der Fakedamast, der auf Monostahlklingen aufgelasert wird und der kein Damast ist. Nur das ist "unechter" Damast.
a. und b. sind echter Damast, weil verschiedene Stähle miteinander verschmiedet werden.
P.S.: Apropo Innovation: Hat schon mal jemand irgendwo ein 7 Lagen Damastmesser gesehen?
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