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Indirektes Grillen - Welche Gartemperatur ist richtig?

King of Grills

Grillkaiser
15+ Jahre im GSV
Servus Leute,

ich habe mal eine Frage an die Experten hier, da ich auf meiner Recherche hier im Forum auf keine richtige Antwort gestoßen bin.

Sollte das allerdings schon mal in dieser Form behandelt worden sein und es es übersehen haben, bitte ich vorab schon mal um Entschuldigung... :angel:

Also, ich möchte sehr gerne in die Tiefen des indirekten Grillens einsteigen, bisher habe ich in dieser Hinsicht nur das berühmt-berüchtigte BBC produziert.
Jetzt schwebt mir vor, einmal einen ganzen Truthahn/Ente oder Braten zu machen.

Das Problem ist, daß bei allen Rezeptbüchern, die ich habe (oder auch online durchgelesen habe), immer nur von der Kernzemperatur des Fleisches die Rede ist, aber nie von der Innentemperatur des Grills.
Gut, bei Raichlen stehen neben den Rezepten bei Tipps noch die Temperatur für den Smoker, aber eben auch nicht überall und sehr begrenzt.

Im Weber-Rezeptbuch ist zumindest manchmal bei Grilltipps von
"indirekt Grillen/mittlere Hitze" die Rede.

Ich könnte jetzt kann banal sagen, ich stelle entweder meinen Weber Genesis A-Gasgrill auf "M" (Medium) ein, bzw.schließe bei meinem OTG zur Hälfte unten (und/oder oben?!) die Lüftungsschlitze. Ich denke aber nicht, daß es so einfach geht (oder doch?).

Gut, bei meinem Weber Gasgrill habe ich ein Thermometer zur Überwachung, bei meinem OTG ohne Thermometer wäre das dann für einen ungeübten Indirekt-Griller wie mich schon eher ein Blindflug und habe Angst, das Fleisch mit zuviel Hitze zu vermasseln.

Meine Frage daher: gibt es eine Faustregel, wie hoch die Gartemperatur bei speziellen Fleisch- und Geflügelstücken sein darf?

Ich stelle mir das in etwa so vor:

Fleischart / Gewicht / Gartemperatur incl. Zeit / Kerntemperatur

Wie oben schon gesagt, die Kerntempertur ist das eine, aber fahre ich mit zuviel Hitze über einen längeren Zeitraum, ruiniere ich das Fleisch.

Wie ist da Eure Erfahrung?

Über Tipps und Tricks wäre ich Euch sehr dankbar! :mosh:

Gruß
 
moin king...

ich bin zwar kein experte, aber ein paar erfahrungen habe ich mittlerweile schon gesammelt.

als ich anfing indirekt zu grillen, habe ich auch mit hühnern angefangen. zu dem zeitpunkt hatte ich noch kein thermometer in meiner kugel (als tip: solltest du unbedingt nachrüsten)
http://www.grillsportverein.de/forum/threads/hallo-an-alle-und-ein-wenig-lobhudelei.89534/

habe dann danach erste erfahrungen mit schweinebraten gemacht. habe halt "normal" indirekt gegrillt. d.h. links und rechts die kohle (schon glühend), und in die mitte das fleisch, mit einer wasserschale darunter. den regler am aschetopf habe ich auf 1 1/2 bis 2 gestellt (löcher von links).
es stellte sich dabei eine temperatur von ca. 160°C-180°C in der kugel ein. ein braten von ca. 1 1/2 kg (ich bevorzuge nacken) war dann nach ca. 3 1/2 bis 4 std. bei einer kerntemperatur von ca. 85°C. ergebnis kross, zart und saftig.

wollte danach die temperatur noch weiter senken. also habe ich ein wenig gebastelt.
http://www.grillsportverein.de/forum/threads/bbq-buffle.93153/

hat schon ein bißchen was gebracht. meine erfahrung... je niedriger die gartemperatur, desto saftiger bleibt das fleisch und wird dabei unvergleichlich zart.

als erstes mein tip: schaff dir zwei thermometer an. 1. in den deckel des otg (habe ein abgasthermometer bis 500°C, hat mir ein bekannter für 15 euronen besorgt).
2. ein thermometer um die kerntemperatur zu messen. meins hat 3 nonnen im baumarkt gekostet, und reicht vollkommen aus.

und wenn du beides hast, dann einfach mal ein wenig, mit kleinerern stücken, experementieren. nach ner zeit, stellt sich ein gefühl dafür ein, und die thermometer tun den rest.

wünsche dir viel erfolg...

gruss

grillionär
 
Hallo King,

genau diese Erfahrungen habe ich auch gemacht. An tollsten Rezepten mangelt es nicht. Die "Gardaten" sind viel seltener.
Liegt wahrscheinlich an den verschiedenen Grills (Gas / Kohle) und an den unterschiedlichen Auffassungen von gar.
Außerdem könnte es hinterher Beschwerden geben.
Ich habe selbst inzwischen Erfahrungswerte gesammelt, die ich entweder freihändig bei Bedarf einsetze oder neben die Rezepte schreibe.
Gruß aus Zingst (Urlaub)
Pieten ;)
 
Vielen Dank erstmal für Eure Antworten.

Ich glaube auch, daß das ganze eine Erfahrungssache ist, aber ich hätte halt gerne so eine Aufstellung gehabt, an die man sich erstmal halten kann, also z.B.

Ente, 3 kg, Gartemperatur: 120°, Garzeit: 3 Stunden, Kerntemperatur: 80°

Denke, daß mit solchen Roundabout-Angaben den indirekten Grilleinsteigern eine Menge an Kopfzerbrechen abgenommen werden würde.
Vielleicht kann mal ja jemand ein Glossar in dieser Art für die verschiedenen Fleischtypen erstellen.

Ist zwar nicht lebenswichtig, wäre aber ungemein hilfreich.... :cool:


Viele Grüße
 
Hallo,

guckst du hier beim Grillsportverein von der Hauptseite aus bei "Grillen-Blog" / Archieves / September 2004 3rd / Zubereitung und Kerntemperatur der verschiedenen Fleischstücke im Überblick .

Gut Glut !
 
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Genau so etwas habe ich gesucht!

Steht zwar nicht alles drin, aber für den Anfang genau das, was ich brauche!


Viele Grüße
 
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