...hab am Wochenende den neuen 'Victoria's Secret' durchgeblättert: Irgendwie hatte ich dann Lust auf Rippchen.
Und nachdem ich irgendwo zuletzt gelesen habe, dass man seinen Neigungen nachkommen und sie nicht unterdrücken soll: ...gesagt - getan!
Um das ganze noch etwas aufzuwerten, hab ich mir ein hohes Zielgesteckt: dreierlei 3-2-1 Ribs mit Jalapeno-Cheddar-Poppers
Vorbereitungen:
Rinder-Rippchen mit einem kräftigen Kaffe-Rub gewürzt
Brustspitz vom Schwein mit @Woidgriller 's Woidpepper, etwas Paprika und Kümmel
Zudem gabs extra scharfe Kotlettrippchen mit Magic Dust - allerdings mit Trinidad Scorpion Pulver und geräucherten Habaneros verschärft. Als zweite Option gabs noch eine ebenfalls scharfe Variante mit Kräutern der Provence und gemalenen grünen Jalapenos. Der Geruch war auf jeden fall atem(-be-)raubend!

...wer mittags Rippchen essen mag, muss bekanntlich früh aufstehen.... Wecker auf 5:00 Uhr gestellt: Dunkel wards...
Zurück in die Küche - Probeliegen im klassischen Set-Up:
...passt wie angegossen: Links: Beef-Ribs, mittig dann die Kotlettrippchen und rechts der Bustspitz
Nahaufnahmen:
Woidpepper-Brustspitz:
Kräuter-Jalapeno Ribs
extra scharfe Magic-Dust-Ribs
Am Ende half es nix...trotz saumäßiger Kälte musste ich raus und den Grill einregeln: ein kleines Feuerchen machte zumindest die Hände wieder warm
...einmal Platz nehmen bitte: langsam wurde es auch hell. Geräuchert wurde mit einer Mischung aus Zwetschgen- und Kirschholz. Nun hieß es aber: Klappe zu und 3 Stunden warten. Garraumtemperatur: ca 120 °C
...nun ging es in der Küche weiter: Die Jalapenos machen sich schließlich auch nicht von alleine, mussten aber vorher noch frisch von der Terrasse geerntet werden:
Konkret handelt es sich dabei um meine Lieblings-Sorte - Jalapeno Concho. Große Früchte - aromatisch im Geschmack - angenehme Schärfe.
Das Prinzip ist ganz einfach: Jalapenos "köpfen", der Stil bzw. der Deckel soll ganz bleiben, er dient als "Verschluss", da ansonsten der Käse den ganzen Grill einsauen würde.
...dann aushöhlen:
...mit Cheddar füllen
Deckel mit zwei kleinen Zahnstocher-Stückchen fixieren. Wichtig: Bitte immer die Gäste informieren, dass Holzspieße verwendet wurden - ansonsten kann es eine böse Überraschung geben...
...und mit zwei Scheiben Bacon umwickeln.
Zweiter Vorbereitungsschritt - Cole Slaw: klassisch mit Spitzkraut und Karotten.
...und so schnell sind drein Stunden verstrichen: Phase 1 neigt sich dem Ende entgegen!
...da muss man sich echt zusammenreißen, dass man nicht einfach mal ein Häppchen nascht. ...aber ich blieb standhaft

...nun packen wir alles in die große Konkis, die mit kochendem Wasser und etwas Essig gefüllt ist und verschließen alles mit einem Hauch von Jehova... Alles muss schön dicht sein - es soll ja dämpfen. Die Temparatur regeln wir nun auf ca. 150 °C hoch.
So, nach zwei weiteren Stunden konnte dann das Rätsel im inneren der silbernen Kugel gelöst werden: Schaut das nicht - in einem Wort - GEIL aus?

...nun folgte die akrobatische Meisterleistung, das Fleisch aus der Konkis auf den Grill zu bringen - und zwar möglichst in einem Stück. Die Rippchen zerfielen da schon fast von alleine. Ich habs aber dank meiner Feinfühligen Art *hüstl* am Ende doch geschafft. Anstatt dass Fleisch zu glasieren haben wir uns einmal mehr dazu entschlossen, die Ribs einfach nur aufzuknuspern. So kommt der Fleischgeschmack und der Rub besser durch und wird von der BBQ-Sauce nicht überdeckt.
Zudem hab ich die Poppers schon mal in den indirekten Bereich verfrachtet, damit die Jalapnos auf Temperatur kommen.
Nach 30 Minuten wurden dann die Poppers in den direkten Bereich verfachtet:
...ich war direkt selbst überrascht, dass der ganze Cheddar in den Chilis blieb. Das hat tadellos geklappt.
Dann wurde es Zeit zum Servieren: Was für ein Berg an Knochen

Der Brustspitz wurde separat serviert:
...und dabei schön tranchiert, um den Gästen ein paar Fleischscheiben kredenzen zu können:
...richtig saftig und butterweich!
Hier noch ein schönes Bild von den Jalapeno-Poppers:
...und um die FotB-Frage zu beantwortet, reicht ein einziges Bild! Selbst bei den Rinderrippen ging fas Fleisch richtig schön runter, hatte aber noch ein bisschen "Biss".
Fazit:
Brustspitz: Top, die Woidpepper-Würzung ist richtig lecker. Hätte aber noch etwas mehr Salz vertragen können - das hätte ich durch das viele Maldon gar nicht erwartet.
Rinder-Rippen: Herausragend! Die Kaffee-Würzung ist sehr harmonisch, dabei wird der Fleischgeschmack schön unterstützt.
Kotlett-Rippchen: Dass das Fleisch FotB war, verwundert nicht - recht viel war ja wirklich nicht dran. Trotzdem waren sie gleichzeitig saftig und knusprig. Die scharfe Würzung muss man natürlich vertragen - beide Sorten haben schon einen kräftigen "Wumms" im Abgang.
Jalapeno-Popper: Ich hab die Jalas so zu ersten Mal gemacht. Das wird sicherlich wiederholt. Die Poppers waren der heimliche Star der Vergrillung. Eine fantastische Kombination!
In diesem Sinne wünsche ich euch eine schöne Woche und bis zum nächsten Mal!



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