Peppi schrieb:
...Naja, vielleicht sollte ich wirklich einfach mit meiner Familie einen Abstecher nach Coburg ...machen ...
Kann ich ganz ohne Lokalpatriotismus sehr empfehlen.
Coburg ist das südlichste der Thüringer Herzogtümer (nur per Volksabstimmung 1921 bayerisch geworden). Die waren alle für ihre unkriegerische Konzentration auf die schönen Künste bekannt. Sachsen-Coburg-Gotha liegt an der Schnittstelle kultureller Einflüße:
sächsich/vogtländische aus Osten, katholisch-altfränkische aus Süden, weinfränkisch-preussische aus Westen und evangelisch-schöngeistige aus dem thüringischen Norden.
Dazu kommen sehenswerte Landschaften: der Thüringer Wald (der mit dem Rennsteig), der Frankenwald (der mit der schönen Frankenwäldlerin), die 'Fränkische Schweiz' (mit den Raubritterburgen und Kletterfelsen) den 'Langen Bergen' des Grabfeldgaus.
Du wandelst auf den Spuren berühmter Landessöhne/-gäste: Adam Riese, Martin Luther, Regiomontanus, St.Veit, die Konradiner Kaiser, die Windsors (Stammsitz: Coburg!), Wagner. Der halbe Jugendstil ist da zuhause (Coburg gehört im ganzen unter Denkmalschutz gestellt).
Berühmte Burgen wie die Plassenburg, die Veste Coburg, Festung Heldritt, die Wartburg prägen jeden Höhenzug.
Nischen-Handwerke ballen sich: Lauschaer Glasbläser, Kronacher Flößer, Lichtenfelser Korbflechter, Suhler Waffenschmiede, Neustadter Spielwarenmanufakturen.
Bei den likullischen Reisezielen ist die Bratwurst nur ein Highlight. Jede Stadt, jedes Nest hat seine Spezialitäten. Probiere mal Hundefleisch in Neustadt, Sonneberg oder Suhl.
Thüringer Klöße und Sauerbraten in Meiningen. Forellen in der Fränkischen Schweiz, Karpfen im Itzgrund, Schäufala Richtung Bamberg....
Die Volkskunst ist so gleinräumig gegliedert, dass du 5km weiter den Dialekt nicht mehr verstehst....
Als Ziel für eine - ordentlich recherchierte - Paartagesreise ideal.