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Neuer Steinbackofen, indirekt beheizt, zusätzlich als Heizung...

stummorgel

Militanter Veganer
5+ Jahre im GSV
Ein herzliches Hallo ins Forum!

Derzeit plane ich den Bau eines Steinbackofens als Ersatz für einen vorhandenen offenen Kamin in einem Blockhaus.
Der Steinbackofen soll als indirekt beheizter Backofen genutzt werden und auch als Speicherofen für die Partyhütte.
Anschluß erfolgt an einen 180er Schiedel.

Derzeit suche ich Materiallieferanten, die Ofenbauer in meiner Nähe zeigen sich sehr unkooperativ, wollen mir ständig fertige Öfen aufschwatzen.
Wo habt Ihr denn gute Lieferanten im Netz gefunden?

Vom Grundprinzip soll der Ofen so gebaut werden:

- vorhandener Sockel des alten offenen Kamins aus Sandsteinbossen
- Fundament des neuen Ofens aus Ytong und Hourtisplatten
- darauf Promasil 40mm als Isolierschicht
- eine Reihe Isoliersteine 250x124x64 zur Umrandung der Sandschicht für den Schamotteboden
- darauf dann Schamotte NF A30 (250x124x64) als Mauerwerk
- oberer Teil als Gewölbe mit Keilsteinen
- Brennraum und Backraum werden mit einer Schamotteplatte getrennt, die lose eingelegt wird
- Flammen, Rauch können seitlich an der Platte in Aussparungen vorbei in den oberen Gewölberaum
- um die Schamotteplatte (Backplatte) von unten her zu schützen, ist sie mit einer Vermiculite-Platte unterlegt,
(Feuer prasselt also gegen die Vermiculite-Platte)

Ummauert wird das ganze auf 1cm Luftspalt mit Schamotteplatten 30mm zur Speicherung für die Raumheizung.

Sobald ich eine "salonfähige" Zeichnung habe, poste ich die.

Grüße!!
 
G

Gast-f5v3AU

Guest
:hmmmm:... bei einem Indirekt geheiztem Backofen kommen sowohl Flammen als auch Rauch nicht in die Backkammer ...

wie groß soll deine Backfläche werden ?

ich nehme an eher klein ansonsten macht das Doppelstöckige nämlich keinen Sinn
 

Backwahn

Horch a mal
10+ Jahre im GSV
Die Idee der an die Vermiculite schlagenden Flammen ist gut, jedoch nur, wenn die Grundfläche der Platte entsprechend klein ist. Falls die Fläche größer ist, besteht die Gefahr des Reißens und Brechens der Platte. Diese wird im Nachhinein nicht leicht austauschbar sein.
Aber wenn ich genau überlege: Warum willst Du die Wärmezufuhr an der oberen Backplatte reduzieren? Falls Du Bedenken hast, dass Dir die Bodenhitze in der 2. Etage zu hoch ist, dann lege doch lieber eine 2. Schicht Schamotteplatten ein. Dann hast Du auch gleich mehr Wärmespeicher.
 
OP
OP
S

stummorgel

Militanter Veganer
5+ Jahre im GSV
Soooo.... hier nun ein paar Skizzen:
Zunächst ein erster Entwurf mit Frontsicht, der Sockel unterhalb existiert, ist aus bossierten Sandsteinen gemauert und bleibt. Der Ofen selbst kommt auf ein neues Fundament aus Ytong und Hourdisplatten.
In der Zeichnung ist zunächst noch eine gegossene Betonplatte eingezeichnet, die entfällt aber.

Entwurf B.jpg
 

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OP
OP
S

stummorgel

Militanter Veganer
5+ Jahre im GSV
Nun eine Seitenansicht, auch hier noch mit der Betonplatte, die nun mit Ziegelplatten ausgeführt werden soll, darauf dann 40mm Promasil 950.
Die eigentliche Ofenmauer beginnt in der untersten Reihe mit Isoliersteinen.

Entwurf A.jpg
 

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OP
OP
S

stummorgel

Militanter Veganer
5+ Jahre im GSV
Nun ein Querschnitt durch den Ofen von vorne.
Die eigentliche Backfläche aus einer 50x50cm Schamotteplatte (40mm) wird mit einer Vermiculite-Platte nach unten gegen die Flammen geschützt, zwischen Vermiculite und Schamotteplatte ist ein 5mm
Luftspalt. Diese Anordnung findet man auch in den Brunner Brennräumen und fördert eine saubere Verbrennung.
Wie kommen nun die heißen Verbrennungsgase nach oben....?
Seitlich wird in die Schamotte-Wand eine Vertiefung geschnitten (rot), ebenso in der Rückwand, je 250mm breit, max. 40mm tief, in der Höhe gestreckt auslaufend, damit der Widerstand den Rauchgasen gegenüber gering bleibt und sich so eine "sanfte" Rauchgasführung ergibt. Der Häussler-Backofen ist ja so ähnlich konstruiert.
Die Backplatte liegt frei auf und kann jederzeit herausgehoben werden. Auch hat sie seitlich Spiel.
Der Feuerraumboden besteht aus lose verlegten Schamottesteinen im NF2-Format, die auf Sand auflegen, darunter wiederum eine 40mm Promasil-Platte.
Rundherum um den Feuerraumboden exisitiert ein 10mm breiter Luftspalt, der mit Dichtschnur ausgestopft wird. So können alle Dehnungen kompensiert werden.

Ich war am überlegen, ob man statt der Schamotte-Backplatte eine Cordierit-Platte verwenden soll.
Der Ofen hat eine Wandstärke von 124mm, das müßte reichen.
Außen wird er dann auf 1cm Luftspalt mit 30mm Schamotte vermauert und verputzt. Quasi ein Speicherofen mit Backfunktion.
Der Rauchrohranschluß am hinteren, oberen Ende erfolgen.

Entwurf C.jpg
 

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_Reinhard_

Metzger
10+ Jahre im GSV
- um die Schamotteplatte (Backplatte) von unten her zu schützen, ist sie mit einer Vermiculite-Platte unterlegt,
(Feuer prasselt also gegen die Vermiculite-Platte)
Warum muss man das tun? Schamott ist doch feuerfest und es dauert so doch ewig, bis sich die Backfläche erhitzt.

Gruß,
Reinhard
 
OP
OP
S

stummorgel

Militanter Veganer
5+ Jahre im GSV
Hallo, Reinhard!
Schamotte wirkt aber wärmeleitend! In Feuerräumen versucht man doch eine möglichst hohe Abbrandtemperatur zu erzielen, da ist Vermiculite besser, da es isolierend wirkt und somit den Flammen keine
Energie entzieht.
Am schlimmsten sind da wassergeführte Öfen mit gekühlten Feuerraumwänden. Bei Holz gibt das gleich Teerpapp vom Feinsten! Eigentlich nur für Kohle geeignet!
 
OP
OP
S

stummorgel

Militanter Veganer
5+ Jahre im GSV
Insofern haste ja Recht! Zumal der Ofen ja auch als Speicherofen zur Raumheizung dienen soll.
Wenn ich es "energetisch" ganz genau nehmen würde, müßte ich noch einen Nachheizzug dranmauern, damit der Wirkungsgrad passabel bleibt.
Ich gehe aber mal davon aus, daß man anfangs doch ganz gut einheizen muß, um die Masse auf Temperatur zu bringen. Ich wollte halt den oberen Raum "heiß" bekommen, weniger die Backplatte.
 

a Schwob

Bundesgrillminister
5+ Jahre im GSV
Hallo stummorgel
Begrüße dich im GSV
Deine idee zum Ofenentwurf gefällt mir, auch die Form und aussehen. Ich denke das dein Plan funktionieren könnte, doch mir schwirrt da aber was anderes durch den Kopf. Du willst den Ofen in einem geschlossenen Raum betreiben. Ist denn das zulässig mit deiner oberen Kammer, wegen den Rauchgase / Rauchvergiftung. Ich möchte dein Vorhaben nicht schlecht reden finde es sogar super, aber ich würde da mal den schwarzen Mann befragen ob er dann auch den Betrieb genehmigt
 
OP
OP
S

stummorgel

Militanter Veganer
5+ Jahre im GSV
An den Ofen kommen natürlich Türen! Hatte mir schon welche von Brunner ausgesucht, aber die kosten richtig Asche...mal sehen, ob ich die nehme...
Brunner Knusperhäuschen.JPG
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linke Tür für das Backfach, rechte für den Brennraum.

Sind natürlich ansolute "Profi"-Türen, mit gut 20kg pro Tür.
So kann ich den auch innen betreiben.
 

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Krabbenleber

Grillkönig
5+ Jahre im GSV
Monaten und willkommen bei den Verrückten. Eine Frage am Rande, Brunner Türen mit Sichtfenster?
Gruß Toni
 
OP
OP
S

stummorgel

Militanter Veganer
5+ Jahre im GSV
@ schwob: Dank dieses tollen Forums hier habe ich mich schon intensiv mit allen Eventualitäten auseinandergesetzt. Und dann habe ich mich mal längere Zeit mal mit Kachelöfen beschäftigt,
hobbymäßig.
Eigentlich bin ich E-Techniker und Kirchenmusiker...
 

_Reinhard_

Metzger
10+ Jahre im GSV
Müssen Öfen/Kamine zum Heizen jetzt nicht eine neue Abgasnorm erfüllen ?
 

iron.fire

Grillkönig
5+ Jahre im GSV
So ein ähnliches Projekt (für den Innenraum ) ist auch bei mir in Planung, bzw. sollte einmal geplant werden. Dazu hatte ich mit unseren Schornsteinfeger schon ein kurzes Gespräch. Dieser würde mir den selbstgebauten Ofen ohne Probleme abnehmen. Natürlich muss dann alles auch seine Richtigkeit haben, aber ich darf den Ofen selbst mauern und brauche dazu keinen Ofenbauer.
Gruß Karl
 
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