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Neuerlicher Fehlschlag beim Leberkäs

Plus Dextrosen, Stabilisatoren und Antioxidationsmitteln. Die will eigentlich niemand.
Die Dextrosen sind Träger für Extrakte.
Diese werden weniger in Kutterhilfsmitteln verwendet weil das da keinen Sinn macht.
Eher in den Gewürzmischungen. Allerdings ist der Sinn da schon berechtigt denn mit Extrakten schafft man klare Schnittbilder wie z.B. im Aufschnitt.
Statt z.B. Koriander wird nur das Ätherische Öl vom Koriander auf Dextrose aufgezogen. Somit hat man Koriander aber man sieht ihn nicht.
Ist aber nichts bedenkliches sondern nur ein kleiner Trick. Koriander wird ausgepresst und das Öl verwendet.
Null Chemie.

Stabilisatoren sind das Phosphat. Und das Phosphat ist Kutterhilfsmittel.
Das wäre ein Wiederspruch zu sagen, ich will keine Stabilisatoren nimm aber Kutterhilfsmittel?
Ohne Phosphat kein Kutterhilfsmittel und ohne Kutterhilfsmittel kein Brät...

Antioxidationsmittel sind idR Zitronensäure. Die verhindern das die Wurst zu schnell grau wird.
Das ist wie der Effekt beim Apfel wenn man ihn mit Zitronensaft beträufelt.
Ebenfalls nichts schlimmes.

Dieses wird aber auch seltener in Kutterhilfsmitteln eingesetzt. Hier wird auf die Funtion beim Kuttern geachtet.
Antioxitationsmittel setzt man normalerweise separat im Produktionsablauf zu.

Es ist nicht immer alles böse ;-)
 
@Spiccy auch Ascorbinsäure fällt unter Antioxidationsmittel. Wie konnte dir das nur durchrutschen:hmmmm:

Zu dem Thema Backpulver in der Brühwurst: Die meisten gängigen Backpulver sind auf Di-Phosphat und Natron aufgebaut. Die Stärke dient nur der Mischbarkeit. Schon mein Lehrmeister brachte mir das bei, das Backpulver ein guter Ersatz für KHM ist.

Also wer ein Backpulver als Ersatz für KHM verwenden möchte, sollte darauf achten, dass die Funktion auf Di-Phosphat aufbaut.

Egal ob mit oder ohne Backpulver der Grund warum der LK nicht umrötet liegt wohl am NPS.
Ein Bild von der NPS Packung wäre Hilfreich. Vielleicht ist es ja ein Pökelsalz mit Nitrat für Rohschinken und Rohwurst.

Lg Andreas
 
Ich finde das Brät bis 74 Grad zu kuttern viel zu viel. Kuttermittel sprich Phosphat hat nichts mit dem umröten zu tun. Das dient lediglich der besseren Bindung. Statt kaltem Wasser immer Eis verwenden.
Du solltest einen Tag vorher dein Fleisch pökeln/salzen. Dann kann es schon mal umröten. Als Hilfsmittel kannst du noch Traubenzucker verwenden.
Um mit den Temparaturen und dem Umröten auf der sicheren Seite zu sein schlage ich dir folgendes vor:
Das Fett einen Tag vorher entsprechend salzen bzw. würzen, dann (wenn du einen Wolf hast) wolfen und im Anschuß fein kuttern. Mit dem Wolfen hat den Vorteil, das der Wolf dem Kutter schon viel Arbeit abnimmt und dir das Fett im Kutter nicht wegläuft. Wenn das Fett dann fertig gekutter ist wieder in den Kühlschrank.
Dann das Fleisch entsprechend pökeln/salzen und auch wolfen. Dann alles wieder bis zum nächsten Tag in den Kühlschrank.
Wenn du dann am kommenden Tag dein Brät machen möchtest, das vorgewolfte Fleisch mit allen Gewürzen in den Kutter, Eis (in Etappen) dabei und alles schön kuttern bis die Masse für dich richrig ist. Dann das vorgekutterte Fett dabei und alles schön verkuttern. Kurz vor Schluß kannst du noch Traubenzucker dazugeben.
Zum Schluß gibst du alles in gefettete Formen und bist fertig.
 
Ich sollte mal besser lesen. Klar hast du nicht bis 74Grad gekuttert (ich Esel). Ich würde dir auch dringend zu Phosphat raten. Sonst bekommst du keine ausreichende Bindung hin. Es gibt Metzger die kein Phosphat in der Brühwurst verwenden, die verwenden dann aber Fleisch was frisch geschlachtet und noch warm ist und arbeiten dann quasi mit dem tiereigenen Phosphat.
Zu Backmittel habe ich keine Meinung/Ahnung ob das was bringt.
 
Nochmal zum Pökelsalz. Ich habe noch nie gehört und auch noch nie selber erlebt, dass Pökelsalz seine Wirkung verliert. Und egal ob Schinken oder Wurst, das Pökelsalz ist das gleiche.
 
noch nie selber erlebt, dass Pökelsalz seine Wirkung verliert
Ich habe das schon mal erlebt.
egal ob Schinken oder Wurst, das Pökelsalz ist das gleiche.
Meist wird das gleiche (Nitritpökelsalz) verwendet, es gibt aber mit Sicherheit auch fertige Präparate, die Nitrat anstatt Nitrit verwenden. Dieses ist für Produkte mit langer Reifezeit (Rohwurst, Schinken) gedacht, da Nitrat länger braucht um das Fleisch umzuröten. So gesehen ist das schon im Bereich des Möglichen.

Wenn ich Brühwurst gemacht habe, hab ich das Fleisch nie vorgepökelt. Kleinschneiden, mit Salz und Backpulver vermengen, wolfen (bei mir 2x und dann rühren, da ich keinen Kutter habe, ansonsten Kuttern). Dabei die Schüttung und Gewürze mit einarbeiten. Natürlich aufpassen dass es nicht zu warm wird. Dann füllen und brühen bzw. backen. Beim ersten Leberkas, den ich auf diese Weise hergestellt habe, war nur der Rand umgerötet, der Kern blieb grau. Also hab ich beim nächsten Mal eine Messerspitze Vitamin-C-Pulver (=Ascorbinsäure) dazu gegeben, und siehe da: Die Umrötung war einwandfrei.

Gruß,

Alex
 
Meist wird das gleiche (Nitritpökelsalz) verwendet, es gibt aber mit Sicherheit auch fertige Präparate, die Nitrat anstatt Nitrit verwenden. Dieses ist für Produkte mit langer Reifezeit (Rohwurst, Schinken) gedacht, da Nitrat länger braucht um das Fleisch umzuröten. So gesehen ist das schon im Bereich des Möglichen.
So sieht es aus. Es gibt Pökelsalz was mit Nitrat ist und nur bei langereiften Produkten funktioniert, da sich das Nitrat erst zu Nitrit abbauen muss. Bei einer Brühwurst/Leberkäse funktioniert das nicht.
Da der Threaderöffner wohl aus Österreich kommt, weil er Faschiertes schreibt, kann es sein, dass es Nitrat ist. In Österreich gibt es solch ein Pökelsalz mit Nitrat öfters mal.
 
1580738735461.png

Wie vermutet. Du brauchst ein NPS mit Natriumnitrit. Bei deinem kommt Nitrat zum Einsatz. Das ist geeignet für Rohwurst und Rohschinken.
 
Daran sollte es aber nicht liegen.
 
Mit einfachen Mitteln stellen die meisten hier ihre Sachen her.
Das vom TE gewählte Rezept war einfach unstimmig zusammengewürfelt, eher für den rektalen Bereich.
Mir persönlich ist es auch komplett egal, was Ihr an Eure Wurst kippt. Ich muss sie ja, oftmals bei den hier gezeigten Sachen zum Glück, nicht essen.
Ich schätze ja dein Fachwissen auf Profiebene... @Schönwetter-Angler
Aber ... etwas mehr Sachlichkeit würde Dir hier gut zu Gesicht stehen..
Aus den oben genannten Zutaten kann man schon was Essbares backen...ich backe meinen Fleischkäse ähnlich.
Die fehlende Rötung liegt mit ziemlicher Sichheit am entmischten NPS.

Übrigens...ich bin kein Profi und mache es als Hobby... ;)
 
Daran sollte es aber nicht liegen.
Wenn mit Nitrat gepökelt wird, muss das Nitrat erst von dem im Fleisch vorhandenen Bakterien in Nitritt umgewandelt werden. Zum einen dauert dieser Prozess mehrere Wochen, und zum anderen sind die Bakterien im Fleisch durch das Backen des Leberkäses fast komplett abgetötet worden. Deshalb bleibt er grau.
 
Der Mann hat seine Erfahrung, die kann ich einfach nicht wegdiskutieren.
Vielen Dank mein Gutster.
Ist aber alles halb so wild. Einige stehen halt auf MiMiMi und Schönrederei.
Wenn etwas Mumpitz ist, sollte man das auch so sagen und dann an einer Lösung arbeiten.
Können aber nicht mehr viele, weil sie sich sofort persönlich angegriffen fühlen.
Ein ehrliches, direktes Wort ist mir tausend Mal lieber als heuchlerisches Honig-um-den-Bart-Schmieren.
Da hilft dann nur ignorieren, Mund abwischen und weitermachen.

.... und denk daran: Keine Angst vorm OT. WÜM naht und Solling ist auch nur noch gute 11 Monate ;-)
 
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