Servus beinand,
die Tage habe ich mal ein Gericht ausprobiert, das ich schon länger machen wollte:
Polpette al Sugo
Ein bisschen Hintergrundwissen:
Der Begriff polpette leitet sich vom lateinischen Wort „pulpa“ (Fruchtfleisch oder weiches Fleisch) ab. Ursprünglich war dieses Gerichte ein typisches Reste-Essen aus dem süditalienischen Raum. In Zeiten in denen Fleisch teuer war wurde dies oft fein gehackt und mit altbackenen Brot, Eiern und Milch gestreckt. So konnte auch mit wenig Fleisch eine sättigende Mahlzeit zubereitet werden.
Al Sugo (in Tomatensoße) entwickelte sich nach der Verbreitung der Tomate ab dem 18. Jahrhundert in Süditalien. Dabei wurde das Fleisch oder die Fleischbällchen oft über Stunden in der mit Kräutern gewürzten Tomatensoße gekocht.
Traditionell wurde die Soße ohne das Fleisch als erstes mit Pasta serviert.
Die Fleischbällchen wurden dann als zweiter Gang ohne Pasta, sondern mit Brot und Salat gereicht. Die Kombination aus Spaghetti und Fleischbällchen kommt hingegen ursprünglich von italienischen Auswanderern aus Amerika... "Spaghetti and Meatballs" wird jeder von euch schon mal gehört haben.
Das Rezept für die Fleischbällchen hab ich mir vor Jahren mal aus einem alten italienischen Kochbuch kopiert und übersetzen lassen. Dieser Zettel viel mir beim durchblättern meiner Kochbücher in die Arme. Mein Rezept für die sizilianischen Fleischbällchen in Tomatensugo baut darauf auf.
Fleischbällchen
- 1 kg Rinderhack
- 3 altbackene Semmeln
- 5 Eier
- Ein Glas Artischocken, gehackt
- 120 ml Milch
- 200 g Pecorino oder Parmesan
- Abrieb einer Bio-Zitrone
- italienische Kräutermischung
- Salz und Pfeffer
Käse klein schreddern
Semmeln zu Semmelbrösel verarbeiten
Italienische Kräuter dazu
Käse, Semmelbrösel, Ei, Artischocken, italienische Kräutermischung, Salz und Pfeffer verrühren
Rinderhackfleisch und Abrieb einer Bio-Zitrone dazugeben und verrühren
Für die Soße wird benötigt:
Tomatesugo
- 3 - 4 Dosen Tomaten Polpa (hier unbedingt hochwertige Produkte verwenden)
- 4 Zwiebeln
- 1 - 2 Solo-Knoblauch
- Eine halbe Tube Tomatenmark
- Gemüsebrühe
- Pilzbrühe
- Oregano
- Basilikum
- Salz und Pfeffer
- Rosmarin
- Lorbeerblätter
- Salz und Pfeffer
- Olivenöl und Butterschmalz
Zwiebeln und Knoblauch kleinschneiden
Mit ein bisschen Olivenöl und Butterschmalz anschwitzen
Tomatenmark mit anrösten dann mit dem Pilzfond und der Gemüsebrühe ablöschen (es geht natürlich auch Knochenbrühe) .Anschließend die Dosentomaten dazu geben.
Bällchen aus der Hackfleischmasse formen
Bällchen ordentlich anbraten
Die Bällchen wurden dann nach und nach in die Soße gegeben
Tomatensoße würzen
Für mindestens zwei Stunden köcheln, in meinem Fall waren es vier Stunden. Das hat auch nicht geschadet.
Beim serviern mit Nudeln bietet es soch an die Pasta sehr bissfest zu kochen (2/3 der angegebenen Kochzeit der Nudeln) und diese dann unter die Soße zu heben. Anschließend noch gute 5 bis 10 Minuten ziehen lassen und mit Pecorino oder Parmesan bestreuen.
Hier noch ein Tellerbild:
Einfach herrlich
Das ist richtiges Soulfood für die kalten Tage
Vielen Dank fürs reinschauen und beste Grüße aus der Oberpfalz wünscht euch Ludwig
die Tage habe ich mal ein Gericht ausprobiert, das ich schon länger machen wollte:
Polpette al Sugo
Ein bisschen Hintergrundwissen:
Der Begriff polpette leitet sich vom lateinischen Wort „pulpa“ (Fruchtfleisch oder weiches Fleisch) ab. Ursprünglich war dieses Gerichte ein typisches Reste-Essen aus dem süditalienischen Raum. In Zeiten in denen Fleisch teuer war wurde dies oft fein gehackt und mit altbackenen Brot, Eiern und Milch gestreckt. So konnte auch mit wenig Fleisch eine sättigende Mahlzeit zubereitet werden.
Al Sugo (in Tomatensoße) entwickelte sich nach der Verbreitung der Tomate ab dem 18. Jahrhundert in Süditalien. Dabei wurde das Fleisch oder die Fleischbällchen oft über Stunden in der mit Kräutern gewürzten Tomatensoße gekocht.
Traditionell wurde die Soße ohne das Fleisch als erstes mit Pasta serviert.
Die Fleischbällchen wurden dann als zweiter Gang ohne Pasta, sondern mit Brot und Salat gereicht. Die Kombination aus Spaghetti und Fleischbällchen kommt hingegen ursprünglich von italienischen Auswanderern aus Amerika... "Spaghetti and Meatballs" wird jeder von euch schon mal gehört haben.
Das Rezept für die Fleischbällchen hab ich mir vor Jahren mal aus einem alten italienischen Kochbuch kopiert und übersetzen lassen. Dieser Zettel viel mir beim durchblättern meiner Kochbücher in die Arme. Mein Rezept für die sizilianischen Fleischbällchen in Tomatensugo baut darauf auf.
Fleischbällchen
- 1 kg Rinderhack
- 3 altbackene Semmeln
- 5 Eier
- Ein Glas Artischocken, gehackt
- 120 ml Milch
- 200 g Pecorino oder Parmesan
- Abrieb einer Bio-Zitrone
- italienische Kräutermischung
- Salz und Pfeffer
Käse klein schreddern
Semmeln zu Semmelbrösel verarbeiten
Italienische Kräuter dazu
Käse, Semmelbrösel, Ei, Artischocken, italienische Kräutermischung, Salz und Pfeffer verrühren
Rinderhackfleisch und Abrieb einer Bio-Zitrone dazugeben und verrühren
Für die Soße wird benötigt:
Tomatesugo
- 3 - 4 Dosen Tomaten Polpa (hier unbedingt hochwertige Produkte verwenden)
- 4 Zwiebeln
- 1 - 2 Solo-Knoblauch
- Eine halbe Tube Tomatenmark
- Gemüsebrühe
- Pilzbrühe
- Oregano
- Basilikum
- Salz und Pfeffer
- Rosmarin
- Lorbeerblätter
- Salz und Pfeffer
- Olivenöl und Butterschmalz
Zwiebeln und Knoblauch kleinschneiden
Mit ein bisschen Olivenöl und Butterschmalz anschwitzen
Tomatenmark mit anrösten dann mit dem Pilzfond und der Gemüsebrühe ablöschen (es geht natürlich auch Knochenbrühe) .Anschließend die Dosentomaten dazu geben.
Bällchen aus der Hackfleischmasse formen
Bällchen ordentlich anbraten
Die Bällchen wurden dann nach und nach in die Soße gegeben
Tomatensoße würzen
Für mindestens zwei Stunden köcheln, in meinem Fall waren es vier Stunden. Das hat auch nicht geschadet.
Beim serviern mit Nudeln bietet es soch an die Pasta sehr bissfest zu kochen (2/3 der angegebenen Kochzeit der Nudeln) und diese dann unter die Soße zu heben. Anschließend noch gute 5 bis 10 Minuten ziehen lassen und mit Pecorino oder Parmesan bestreuen.
Hier noch ein Tellerbild:
Einfach herrlich

Das ist richtiges Soulfood für die kalten Tage

Vielen Dank fürs reinschauen und beste Grüße aus der Oberpfalz wünscht euch Ludwig





