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Pute für die holy family...

rheinländer

Schlachthofbesitzer
GöGa´s Familie kommt auf Visite, und es soll Pute geben, weil es in der Familie von GöGa Tradition ist, in der Vorweihnachtszeit (ham wa jetzt) Pute zu essen. Dieses Jahr sind wir dran, dieses Essen auszurichten.

Erst wollte ich das Vieh ja für die Familie mit Rattengift füllen :evil: :evil: aber eigentlich sind sie ja alle ganz nett und ich fülle die Pute nicht mit Rattengift sondern mit Hack! :roll: (bessere Idee vorhanden??) :-?

Das Tier habe ich eigenhändig 6 Monat aufgezogen, es lief mit seinem Kumpel in der Wiese, fraß nur natürliches Futter. Vor zwei Wochen war´s dann vorbei mit der Herrlichkeit des Putenlebens. Kopf ab und Federn runter, Eingeweide raus und der Hahn brachte gut 7,5 Kg auf die Waage, dann ging´s ab in die Tiefkühltruhe. :D

Ich werde es, wie es bei GöGa´s die Traditon velangt, mit Pfefffer, Salz, frischem Thymian und frischem Beifuß würzen und ganz im Backofen garen.

Und jetzt meine Frage: ich möchte das Tier gerne schön langsam bei ca 120 Grad backen lassen. Ist das OK? Wie lange wird das dauern? Sollte Flüssigkeit in der Reinne sein? Conrad-Thermometer für Kerntemperatur ist Ehrensache. Sollte man das Tier am Abend vorher schon mal "angaren" und den nächsten Morgen fertig braten (angesagt ist Mittagessen), oder ist es besser, mitten in der Nacht aufzustehen und die Pute in einem Rutsch durch zu braten :patsch: ? Fragen über Fragen, aber ich hoffe auf Eure Hilfe. ;-) ;-)
 
Admin schrieb:
Wie wär's mit dieser Variante? Ist zwar etwas aufwändiger, aber war goil :D

Liest sich gut an, ist mir aber für nen Vormittag zu aufwendig. Werde ich bookmarken und für ein anderes mal verwahren.
 
Wie wäre es, wenn Du einfach mit der Tradition brichst und das Tierchen nach dem Brinen in den Brinkmann legst? Ist doch mal ein völlig anderes Geschmackserlebnis, wenn Du ohnehin Niedertemperatur willst :D
Ist bei mir sehr lecker und saftig geworden und hat allen gut geschmeckt. Dazu gab es Kartoffel, Zwiebel und Rotkohl aus der Wasserschale. Außer der Sauce muß in der Küche nichts gemacht werden :)

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Hmmh,,, sieht ja wirklich toll aus. Wie lange war das Tier da drin und welche Brine hast Du benutzt? Ich nehme bei Geflügel immer die von Admin´s BBC. Habe ich letzt Woche bei ner Ente probiert, war Super!
 
Ja, die Brine von Admin habe ich auch verwendet. Ergibt später (nach dem Absieben) noch eine leckere Sauce.
http://www.grillsportverein.de/forum/threads/hall-of-fame.87825/#post-17341
Da lag das Tier ("nur" 4 kg) 48 Stunden drin, Pute hat ja nicht gerade einen überwältigenden Eigengeschmack. Danach außen und innen gewürzt und ab in die Tonne. Den Rotkohl frisch geraspelt und mit Apfelstücken in die Wasserschale gegeben. Füllung sollte man dabei eher separat kochen oder nur wenig verwenden, sonst wird der Vogel von innen schlecht gar. Räucherholz war vorher in Rotwein eingelegt.
Du mußt Dich aber auf einige Stunden Zubereitung einstellen, deshalb gab es das zum Abendessen :D
Ich habe mich weitgehend an das Rezept aus dem Brinkmann-Heft gehalten (die Variation):

GERÄUCHERTER TRUTHAHN
Ein 4 1/2-7 kg wiegender frischer oder aufgetauter Truthahn, ohne Füllung
2 mittelgroße Zwiebeln
3 bis 4 Selleriestengel mit Blättern
1 Eßl. Salz
Füllen Sie den Wasserbehälter bis zum Rand. Waschen Sie den Truthahn innen und außen unter kaltem
Wasser ab. Reiben Sie das Innere und Äußere des Truthahns mit Salz ein. Schneiden Sie jede der
Zwiebeln in vier Teile und die Selleriestengel in ziemlich große Stückchen und füllen Sie den Truthahn
damit. Legen Sie ihn auf den Grill und räuchern Sie ihn 8-12 Stunden lang oder bis die Truthahnbeine
sich leicht im Gelenk hin und her bewegen lassen oder das Fleischthermometer 82 ºC anzeigt. Prüfen
Sie nach 4-5 Stunden Kochzeit den Stand im Wasserbehälter und fügen Sie noch 1/4-1/2 l Wasser
hinzu. Wenn erwünscht, können die in den Wasserbehälter getropften Säfte des Truthahns zur Soße
verwendet werden.
Variationen: Reiben Sie den Truthahn vor dem Kochen mit Salbei ein oder verwenden Sie in einem Mörser
pulverisierte Rosmarin-, Majoran- oder Tarragonblätter. Fügen Sie etwas Weißwein zum Wasserbehälter
hinzu. Kombinieren Sie die folgenden Zutaten und reiben Sie den Truthahn vor dem Kochen innen und
außen damit ein: 4 Eßl. von jeweils Pflanzenöl und Burgunder, 6 Eßl. Zitronensaft, 30 g zerlassenen
Butter, I Eßl. Worcestershiresoße, 1 Teel. von jeweils Salz und Majoran und 1/2 Teel. frisch gemahlener
Pfeffer. Die übriggebliebene „Einreibemischung” fügen Sie zum Wasserbehälter hinzu.
 
Danke Kölngrill, versuche ich nächstes Mal. Die Leute kommen zum Mittagessen. Das funktioniert mit der Zeit nicht, oder kann man das Tier nicht in zwei Etappen garen? Am Tag vorher vorgaren und am Aktionstag fertig machen? Und wie ist´s im Backofen? Wie lange würde das Tier bei 120 Grad brauchen?
 
Ich würde den lieber nicht vorgaren, könnte sehr trocken werden. Im Link oben hatte Frika lediglich die *Einzelteile* vorgedämpft, und das war Gans. Es sei denn, Du hast einen Dampfgartopf, wo Deine 7,5 kg Pute auf einmal reinpasst (dennoch ohne Erfolgsgarantie, selbst wenn Du sowas hättest) :( Lies mal hier nach:
http://www.wdr.de/radio/wdr4/rat_tat/kochtipp_spezial/index.phtml
Obwohl die Anfangstemperatur 140 Grad dort später noch erhöht wird, wirst Du Dich wohl darauf einstellen müssen, für´s Mittagessen bereits nach Mitternacht anzufangen :o :lol:
Also gilt für den Backofen nichts anderes als für den Brinkmann. Nachtschicht ist angesagt. Aber dann lieber in der Büchse ;-)
 
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