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Schweinenacken in der Glut

Kurzurlaub im Bayrischen Wald.
Natürlich hat man sich abends beim Bier ein wenig über dies und das unterhalten und zwangsläufig kam das Thema "Grillen" und Outdoorcooking" auf den Tisch.
Kein Wunder, wenn man mit dem Koch des Hauses an einem Tisch sitzt.
Es sollte also was außergewöhnliches im Freien zubereitet werden.
Ob man denn einen Schweinebraten im Freien nur mit einer Feuerstelle hinbekommt?
Klar geht das! :)
Also am nachsten Tag ein Loch buddeln und erstmal ordentlich Birkenkolz drin abbrennen.

Erdofen_GC.jpg


Zwei drittel der Glut wurden wieder herausgeschaufelt und der Braten, eingewickelt in nasses Zeitungspapier, darin versenkt.
Restliche Glut wieder draufschaufeln und zweieinhalb stunden garen lassen. Beim rausholen honnte man die Zeitung fast noch lesen, da war nur die Oberseite etwas schwarz!

Erdofen2_GC.jpg


Das war wie Weihnachten! Der Koch darf auspacken:

Erdofen3_GC.jpg



Und natürlich der Anschnitt! Koch Franzi meinte, um einen Schweinebraten im normalen Ofen so exakt auf den Punkt zu garen, gehört schon ein wenig Glück...

Erdofen4_GC.jpg


Darauf ein Weißbier!

Weißbier_GC.jpg


Es war übrigens ein Schweinenackenbraten von etwa 2Kg mit etwas Zwiebeln und Karotten gefüllt.
Ich habe schon einmal einen Braten auf die gleiche Art in der Glut gegart und dacht beim ersten Mal, ich hätte mit der Garzeit einfach nur Glück gehabt...
Anscheinend sorgt die nasse Zeitung einfach für eine konstante Gartemperatur und es muß zwangsläufig gelingen. :-?
Vielleicht weiß einer von euch mehr darüber?
Gruß, Alex
 
Psycho2063 schrieb:
und von der Druckerschwärze kommt nichts an den Braten?
da muss es doch ne bessere Möglichkeit als Zeitungen geben?

jepp, im Original wird das mit Bananenblättern gemacht. Gibt es wohl im Großhandel zu kaufen. Mit der Zeitung wäre mir das auch nicht ganz geheuer...ansonsten gelungener Erdofen, das Ergebnis spricht für sich :D
 
Danke für den tollen Bericht. Kochen im Erdloch, ist back to the roots. Geniale Sache!

BTW: So richtig giftig ist Zeitungsdruckfarbe auch wieder nicht. Hauptbestandteile sind Kolophonium und ein bissl Ruß.

Wenn mans nicht jede Woche macht.... ;)

:prost:
 
kölngrill schrieb:
Psycho2063 schrieb:
und von der Druckerschwärze kommt nichts an den Braten?
da muss es doch ne bessere Möglichkeit als Zeitungen geben?

jepp, im Original wird das mit Bananenblättern gemacht. Gibt es wohl im Großhandel zu kaufen. Mit der Zeitung wäre mir das auch nicht ganz geheuer...ansonsten gelungener Erdofen, das Ergebnis spricht für sich :D
@Psycho: Nein, die Druckfarbe kommt nicht an den Braten.
Hatte zwar auch erst Bedenken, aber da passiert nix, wahrscheinlich da die Zeitung naß ist.
Mit Bananenblättern geht mit Sicherheit auch (so hatten wir mal eine komplette Wildsau gemacht!), aber die Idee mit der Zeitung habe ich mal bei Jamie Oliver gesehen, der hat einen Lachs auf diese Weise gemacht. Und Zeitung und Wasser hat normalerweise jeder zu Hause, Bananenblätter nicht! Das mußten wir für Schweinebraten umsetzen.
Warum das so gut funktioniert, konnt mir noch keiner erklären, aber daß es funktioniert, seht ihr oben.
Alex :prost:
 
GEIL! :wow:

Ein Kumpel von mir hat mir ähnliches aus Finnland berichtet. Ich wollte daher hier schon länger mal nach einer derart abgefahrenen Zubereitung suchen.

Ach - mein Kumpel: Ammerseerenke! Kannste davon mal berichten?

Gruß
die 52
 
Also ich hätte da auch Bedenken, dass zumindest der Geschmack und Teile der Farbe auf das Fleisch über gehen.

Aber wenn Du sagst es ist nicht zu spüren, will ich Dir das glauben.

.... aber müsste das nicht funktionieren, wenn man das Fleisch zuerst mit einer Schicht "Butterpapier" (so nennt man bei uns das Papier ind das man Jausenbrote odgl enwickelt) ... oder einer Schicht Jehova-Folie zwischen dem Fleisch und dem nassen Zeitungspapier..

Oder was spricht dagegen?

-Thomas
 
Absolut interessant aber ich würd dann doch eher Bananenblätter aus der Metro holen oder einfach normales Papier nehmen (Zeitungspapier ist ja auch nur bedrucktes Papier). Die Druckerschwärze muß nicht abgehen - es reicht wenn sie ausdampft!

Gruß, Pepper
 
:o Sehr gutes Bier und ein weltklasse Schweinebraten...
Man kann es kaum glauben das das funktionieren soll..
Absolut geil und das werd ich mal probieren, allerdings
auch nicht mit Zeitungspapier...

>>>> Hilfe!! Woher bekomm ich Bananenblätter???

Grüße
Grillpapst
 
pepper schrieb:
Die Druckerschwärze muß nicht abgehen - es reicht wenn sie ausdampft!

Gruß, Pepper

Tschuldigung, aber wie soll ds gehen? Wie NBG schreibt, ist es ja nur Kolophonium und Ruß und da dampft gewiß nix aus, dann verbrennt es eher.

:prost:

Bastian
 
Schweinehürde schrieb:
Schaufelt aber die Löcher nicht zu groß, nicht das dann das Haus statt der Braten drinn liegt :lol: wo ist denn hier unser Sicherheitsbeauftragter Smokey :-?
Ich sehe kein Problem, wenn eine ordentliche Geländerkonstruktion in ausreichendem Abstand drumherumgebaut wird, natürlich aus hochfesten Stahlrohren. Das macht sich insbesondere bei Outdoorcooking in der Wildnis ziemlich gut :lol: :lol: :lol:
 
[quote="Grillpapst
>>>> Hilfe!! Woher bekomm ich Bananenblätter???

Grüße
Grillpapst[/quote]



Guckscht Du Metro! Würd aber vorher anrufen und mich mit dem Gemüse verbinden lassen - nicht das gerade an dem Tag......

Ansonsten kann Dir das jeder Gemüsehändler auf Wunsch bestellen!

Gruß, Pepper
 
Die geforderte Inf aus Finnland

Ich kenne ein ähnliches Rezept, dass ich life in "Suomi" erlebt habe.
Zuerst haben wir ordentlich Feuer gemacht.
Danach das Fleisch (war eine große Kugel von ca. 4-5 KG auch vom Schwein)

ACHTUNG JETZT KOMMTS

zuerst in Alufolie gewickelt und anschließend in mind. 10 Lagen nasses Zeitungspapier.
Anschließend nochmal außen eine Lage Alu, damit der Riesenknödel gut zusammenhält.
Das nasse Zeitungspapier dient ja nur dazu damit nichts verbrennt.
Dann die Kugel in die Glut und ordentlich Feuer drauf machen.
Wir haben 2-3 Stunden gut Holz nachgeheizt und mit selbstgebrannten Wein und Schnaps ( LÄUFT RUNTER WIE ÖL KOMMT HOCH WIE STACHELDRAHT) die Zeit totgeschlagen. Das Ergebniss war eines der leckersten Stück Fleisch (zart, saftig -> Wunderbar!) die ich je gegessen habe :-)
 
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