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Supermärkte verkaufen zu fast 90 Prozent Billigfleisch

ID73

Grillkaiser
5+ Jahre im GSV
wir werden vom Handel verarscht - und das ist das eigentliche Problem!
Nö, wir kaufen das Zeug, das ist das Problem. Weiß doch jeder, mal ehrlich. Hier gibt es auch das Bio-Gut wo man direkt vom Erzeuger kauft, aber a) bekommt man dann nicht zu jeder Jahreszeit alles und b) muss man ständig zu zig Läden um seinen Bedarf einzukaufen. Das wollen und können nicht alle, aus Bequemlichkeit oder Zeitmangel, auch aus Geldmangel. Mich eingeschlossen.
 

DarkRoast

...
5+ Jahre im GSV
Aus genau diesem Grund versuche ich so viel Obst und Gemüse wie möglich im eigenen Garten zu haben. Als ich noch keinen hatte, wurde das meiste beim Bio-Bauern unseres Vertrauens gekauft. Nur zur Not wurde dafür auch ein Supermarkt frequentiert.

Trotzdem würde ich euch bitten, für das - ebenfalls sehr spannende - Thema einen eigenen Thread aufzumachen. Wir haben hier eh schon die größten Probleme nicht allzu sehr ins Off-Topic abzudriften...
 

Futterhexe

Miss Kopfkino
5+ Jahre im GSV
Da liegt auch das Problem...
Saisonal sich ernähren!
Leider ist das recht in Vergessenheit gekommen.

Tja, die Menschen haben auch vergessen , das jedes zu seiner Saison am Besten schmeckt .Mal ehrlich : Erdbeeren oder Spargel zu Weihnachten müssen wir nicht unbedingt haben . Da schmeckt zu der Zeit einfach nicht so richtig .
Das kann aber auch mit dem Zeitpunkt oder der Jahreszeit dann gefühlt zusammenhängen .

Die Futterhexe
 

cire

Grillkönig
5+ Jahre im GSV
Das ist auch mein Ansatz. Wenn jeder ein bisschen schaut was er kauft ändert das sehr viel!
Ich glaube ja, dass fast jeder mehr oder weniger schaut, was er kauft und warum. Manche (leider die gefühlte Minderheit) schaut aufs Tierwohl, andere (wohl die gefühlte Mehrheit) auf den Preis. Die Motivation dahinter ist nicht immer freiwillig gewählt - meine Sicht ist mir bekannt und freiwillig gewählt. ;)

Ich glaube, wir kommen nur zu in der Masse besseren Haltungsbedingungen, wenn der Staat (in unserem Fall bestensfalls auf europäischer Ebene) regulierend eingreift und die entsprechenden unteren Haltungsformen mit entsprechenden Übergangsfristen schlichtweg verbietet. :o
Der hiesige Kunde hat nämlich durch sein Kaufverhalten auf viele Produkte gar keinen Einfluss. Ein nicht unbeträchtlicher Teil der hiesig produzierten Schweine und ich glaube auch Milchprodukte geht in den Export.

Das ganze begleitet mit wohl langfristig angelegten Bildungs- und Aufklärungsoffensiven für Verbraucher und es könnte was werden ..... aber, mir scheint ich erwarte zu viel .... :fahne:
 

Futterhexe

Miss Kopfkino
5+ Jahre im GSV
Ich hab da noch ein Beispiel für Verkäufe von Fleisch bzw.Geflügel .
Eine zeitlang war hier nirgends Hühnerklein zu bekommen , noch nichtmal von Wiesendingens !! Zu der Zeit gabs auch ´ne Reportage über Afrika und dessen Märkte .Ausgrechnet von genannter Firma lagen dort Riesenmengen an Hühnerklein auf den Markttischen , die Kartons von dem Gefrierhühnerklein waren nicht zu übersehen. Das wurde natürlich nicht gefroren verkauft wegen mangelnder Kühlmöglichkeiten ,sondern lag so teilwise noch leicht angefroren ,aber das meiste tropfte aufgetaut vor sich hin . Und es war billig auch für Afrika . Weshalb sollten sie dort also noch heimisches Geflügel kaufen ? Also gingen die örtlichen Geflügelzüchter pleite . Der Kreislauf : hier billig Geflügel produzieren ,das dann nach Afrika schiffen muß nett Geld einbringen .
Dieser Boom scheint übrigens vorbei zu sein , es gibt hier wieder Geflügelklein. ;)

Ich hab von GeschäftenLädenSupermärkten geschrieben . Hühnerklein hol ich da , wo ich auch Geflügel hole : bei Bauern .

Die Futterhexe
 

XWolfix

Putenfleischesser
Hi,

seht euch mal diesen Bericht hier an Aus Scheiße Gold machen

Und das ist wahrscheinlich nur die Spitze des Eisbergs! Und das ist für mich nur ein Kriterium, warum ich aus dem Supermarkt schon seit vielen Jahren kein Fleisch und auch keine Wurst mehr kaufe.

:prost:

Frontal 21 ist jetz nicht unbedingt nen Medium dem ich blind vertrauen würde.
Die agieren teilweise ziemlich reißerisch für ihre Quote.
Es macht halt schon ziemlich stutzig das keine Orginal Ton Spur vorhanden ist,
sondern das man alles nachgesprochen hat.
Das hat wenig mit Qualitätsjournalismus zu tun.

Fleisch was mit Proteinwasser gespritzt wird

Macht natürlich Sinn Wasser einzuspritzen um am Ende mehr auf der Waage zu haben.

Auf der anderen Seite erhöhst du aber den aw-Wert des Fleisches drastisch durch die Wasserzufuhr.
Was bedeutet das die Haltbarkeit extrem sinkt und du quasi ne Bakterienbombe erschaffst.
Das Fleisch wäre nach kurzer zeit bereits verdorben.

Zudem neigt gespritztes Fleisch dazu das es nicht das gesamte Wasser dauerhaft halten kann.
Es liegt dann innerhalb kürzester Zeit in diesem Saft.

Somit müsste das Protein einmal bakterienhemmend sein was durchaus möglich wäre
und gleichzeitig verhindern das das Stück die aufgenommene Feuchtigkeit auch halten kann.
Ich wage es zu bezweifeln das dieses Protein 20 % Wasserzufuhr dauerhaft im rohen Fleisch halten kann.

Da dieses Fleisch ja angeblich in Theken landen soll hast du im Grunde das Problem das es auswässert.
So ein Fleisch kauft dann sicherlich keiner.
Zudem kannst du gespritzes Fleisch dennoch selbst als Laie unterscheiden wenn du es in den Händen hälst.
Da sich die Konsistenz des Fleisches ändert, und sich das Stück dennoch optisch unterscheidet
und einfach ''aufgepumpt'' wirkt vor allem wenn es diese 20 % Wasser zusätzlich halten soll.

In traue der Fleischbranche wirklich ne Menge zu aber hier in Deutschland landet so ein rohes
Fleisch in absolut keiner Theke.

Ich habe eher das gefühl das das komplett aus dem zusammenhang gerissen hat,
entweder aus unwissenheit oder mit der Absicht einen kleinen Skandal zu schaffen.
Es wird entweder nen normaler Pökelvorgang mit Zusatzstoffen gewesen sein
oder eine anderweiter zwischenschritt b.s.w. für anschließend erhitze Bratenstücke.
Aber roh... auf keinen Fall.


''Das verkleben von Fleischresten''

Erstmal... was sind diese Fleischreste ?

Wenn ich Fleischstücke für den Verbraucher in Form bringe d.h. zurechtschneide
entstehen Abschnitte.
B.s.w. wenn ich eine Oberschale für den Verbraucher zurecht schneide muss ich den
Oberschalendeckel entfernen. Jener ist nen stinknormaler Muskel wie die Oberschale.
Aber aufgrund seiner Form leider nicht als ganzes ''Fleischstück'' zu gebrauchen.
Jener wird dann schier gemacht d.h. von Fett und Bindegewebe befreit und ist am
Ende ein blanker schierer Muskel genauso wie die Oberschale.
Solche Stücke fallen nunmal bei jeder Zerlegung an bei jedem Teilstück.
Es ist also kein Müll wie so gerne suggeriert wird.
Er ist schlichtweg zu klein um es so zu verkaufen.

Was soll die Industrie oder der Metzger denn nun bitte schön machen ?
Sie wegwerfen ?
Würde die Industrie sowas wegwerfen gäbs halt nen
Frontal 21 Beitrag wo über die Reccourcen verschwendung der Fleischindustrie gehetzt wird.

Somit werden solche kleineren dennoch hochwertigen Stücke z.b. zu nem Formschinken gepresst.
Was absolut vernünftig und nachhaltig ist und natürlich auch Geld bringt.
Dieser ist dann als gegenzug halt billiger als der echte Kochschinken enthält aber eben keinen Müll.

Zum Thema verkleben ...
Jeder Kochschinken wird verklebt selbst bei deinem Metzger um die Ecke.
Wie funktioniert das ?
Du nimmst nen Fleischstück und reibst dort mehrere Minuten die Oberfläche
bis Eiweiß austritt dieses dient dazu um die Fleischstücke zu verkleben.
Dein Metzger macht das mit einer Poltermaschine.
Dort wirft er das Fleisch für mehrere Stunden rein und dort wird es wie in einem
Betonmischer durchgemengt. Danach holst du weißes schmieriges Fleisch raus
was dann gepresst und durch erhitzen verklebt wird.
Der Klassische Kochschinken besteht aus Ober und Unterschale und muss zwangsläufig verklebt werden
damit er auch vernünftig hält beim anschneiden.
Bei vielen Kochschinken kannst du wenn du genau drauf achtest sogar noch
die Eiweißschicht zwischen Ober und Unterschale erkennen.
Jener der nur gebunden wird fällt anschließend ausseinander beim schneiden, was auch wieder keiner haben will.

Es ist somit nichts neues sondern gehört zum schon immer zum Handwerk dazu.

Da mittel was dort im Video verwendet wird im Grunde stinknormales Eiweiss zum verkleben sein um sich den langwierigen Poltervorgang zu sparen um die Stücke direkt zu verkleben.
Hier wird also unnötigerweise eine Welle gemacht.


Die schönen Bilder die er am Anfang zeigt...

Das erste Bild zeigt Knochen mit Fleischresten,
joa dieser Knochenputz wird von 100 % der Metzger in Deutschland verarbeitet.

Das andere sind Muskeln vom Zwerchfell (beim Rind wird da raus das so geschätzte Skirtsteak draus gemacht was hier witzigerweise plötzlich als ''abfall'' gilt) auch dies verarbeitet jeder Metzger der selber schlachtet. Auch dies sind stinknormale Muskeln und kein Müll.

Private Metzger verarbeiten gerne mal deutlich größeren Schund in ihrer Wurst um ihre Gewinnspanne zu erhöhen,
teilweise Zeug was alles andere als noch genießbar wäre.

Wenn man so mittel große Produzenten wie Wilke Wurst mal aussen vorlässt.
(Die stehen unter gewaltigem Preisdruck und bauen somit auch gerne Scheiße um überhaupt zu überleben.)

Hast du bei Industrieware trotz aller Zusätze und Tricks nen deutlich sicheres Lebensmittel.
Hier gibt es Hygieneschleusen, nen funktionierndes und scharf kontrolliertes HACCP Konzept.
Schärfere Kontrollen bei der Produktion und ne stetige Qualitätskontrolle.
Während kleine Metzger oft schon beim HACCP Konzept scheitern, und Personell durch miese Bezahlung meist auch eher
den Schrott ab kriegen. Das sind dann so Leute die sich nach dem Pissen net mal die Hände waschen und auch sonst nicht viel
von Körperhygiene halten.
Leider alles schon zu oft gesehen.



Das Fleisch eingefärbt wird

Da ist schlichtweg der Verbraucher selbst schuld.

Der durchschnitts Verbraucher hat oft extrem
unrealistische vorstellungen an die Produkte.
Das Produkt muss über nen langen Zeitraum haltbar
sein aber dabei durchgehend top aussehen und es darf am besten nichts kosten.

Um solche Anforderungen zu erfüllen muss die Fleischindustrie nunmal
zu solchen Mitteln greifen.
Wie man sieht es wird ja dennoch gekauft und das nicht wenig.


Ansonsten die hippen Metzger am anfang des Videos halte ich für wenig Kompetent.

Wer sich mit Zylinder und schwarzen Straßenklamotten in den Hygienebereich begibt und Lebensmittel produziert hat
schonmal das erste und wichtigste Grundkonzept dieses Berufes nicht verstanden und da ist schon der erste große Unterschied
zwischen Industrie und privatem Wurstpanscher.
 
Hi,

natürlich würde ich für keinen Bericht, den ich im TV oder I-Net gesehen habe, die Hand ins Feuer legen. Aber immerhin war es ein Bericht eines öffentlich-rechtlichen Senders und nicht eines Privaten. Das macht für mich die Sache jedenfalls eher glaubwürdig. Unabhängig davon gibt es zu diesem Thema genügend weitere Quellen dazu, die du schnell über eine beliebige Suchmaschine finden kannst.

Und mit gespritzten Fleisch hat sicherlich jeder schon mal Erfahrungen gemacht, weil das Schnitzel vom Discounter in der Pfanne doch sehr erheblich an
Gewicht verlieren kann. Ist mir so bei meinem Metzger noch nicht untergekommen.

Apropos Metzger:
Während kleine Metzger oft schon beim HACCP Konzept scheitern, und Personell durch miese Bezahlung meist auch eher
den Schrott ab kriegen. Das sind dann so Leute die sich nach dem Pissen net mal die Hände waschen und auch sonst nicht viel
von Körperhygiene halten.

Das ist eine haltlose Unterstellung (sicherlich gibt es überall auch mal ein schwarzes Schaf) und eine Beleidigung für sämtliche Angestellte bei kleinen Metzgereibetrieben.

Kann es sein, dass du aus der Branche bist? Du legst dich jedenfalls gewaltig für die industrielle Fleisch-/Wurstproduktion ins Zeug :rolleyes:.
 

XWolfix

Putenfleischesser
Und mit gespritzten Fleisch hat sicherlich jeder schon mal Erfahrungen gemacht, weil das Schnitzel vom Discounter in der Pfanne doch sehr erheblich an
Gewicht verlieren kann. Ist mir so bei meinem Metzger noch nicht untergekommen.

Genau deswegen hab ich nen Problem mit diesem Video... die Journalisten stellen behauptungen auf,
und Menschen wie du die sich das anders nicht erklären können durch mangelnder Fachkenntnis
behaupten so Dinge die einfach nicht wahr sind.

Einmal spielt die aufzucht ne Rolle beim Wasserhaltungsvermögen des Fleisches.
Tiere die ne Turbomast durchleben haben meist nen schwaches Bindegewebe und schlechtes Wasserhaltungsvermögen.

Was aber ne deutlich größere Rolle spielt ist die Verarbeitung der Discountware.

Das SB Fleisch was du beim Discounter kaufst
ist oftmals aufgetaute Ware grade das Grillfleisch.

Ware die portioniert und auf Grammzahl geschnitten wird, wird in der Regel
zumindestens angefroren. Damit man es maschinell besser portionieren/schneiden kann.

Das kannst du am deutlich sauberen Schnittbild der Ware erkennen und an der minimal veränderten
Fleischfarbe.

Wenn du Fleisch anfrierst oder gefrierst, zerstören die Eiskristalle die sich im Fleisch bilden
die Zellenwände. Was am Ende dazu führt das deutlich mehr Wasser austritt als bei Ware die nicht gefroren wurde.

Zudem wird die Ware je nach Stück gerne geschiert, d.h. von sämtlichen Fett und Bindegewebe befreit.
Dadurch kann noch mehr Wasser austreten.
Ein Metzgerbetrieb bietet solche Zuschnitte meist nicht an.

Mach den selbstversuch kauf dir von deinem Metzger ne Schweinenuss, entferne sämtliches Bindegewebe und Fett.
Lass es einmal gefrieren und leg es auf nen Teller zum auftauen hin. Staune was dort alles an Saft verloren geht.
Dann lass dir ne Schweinenuss frisch pökeln, und leg sie auch auf nen Teller und staune auch hier wieviel Wasser dort austritt.

Wäre die Discountware ''gespritzt'' würde das Fleisch nach kurzer Zeit im eigenen Saft regelrecht schwimmen.

Das ist eine haltlose Unterstellung (sicherlich gibt es überall auch mal ein schwarzes Schaf) und eine Beleidigung für sämtliche Angestellte bei kleinen Metzgereibetrieben.

Kann es sein, dass du aus der Branche bist? Du legst dich jedenfalls gewaltig für die industrielle Fleisch-/Wurstproduktion ins Zeug


Im Gegenteil, ich habe fast mein ganzes Berufsleben also knapp 20 jahre fast nur bei privaten Metzgern gearbeitet.
Ich würde auch niemals in der großen Industrie arbeiten wollen, zu unpersönlich und zu eintönig die arbeit dort.
Ist mir wirklich viel zu stumpf dort.

Ich habe genug schwarze Schafe kennengelernt, und nicht einer war dabei wo du sagen konntest
hey hier läuft es genau so wie man es als Verbraucher erwarten/wünschen würde, oder wie der Inhaber seinen Betrieb selber öffentlich darstellt.
Leichen haben die alle im Keller der eine mehr der andere weniger.
Einiges ist noch ''vertretbar'' zwar unschön aber anderes ist schon kriminell.

Zur ''Hygiene''

Viele können schon aus baulichen Gründen das HACCP Konzept kaum umsetzen,
sondern dürfen nur aus gründen des Bestandsschutzes so noch weitermachen.
Richtige Hygieneschleusen sind meist nicht vorhanden.
Das Reinigungskonzept wird nicht umgesetzt d.h. die Produktionsräume werden täglich von oben bis unten
Eingeschäumt und Desinfiziert. (Habe ich noch nie irgendwo erlebt in den 20 Jahren)
Meist passiert das höchstens einmal in der Woche wenn überhaupt teilweise sogar nur halbjährlich.
Was oftmals am unmotivierten Personal liegt und die dies als nicht wichtig betrachten,
alternativ der Zeitmangel durch Personalmangel.

Durch fehlende Hygieneschleusen und baulicher Mängel hast du meist nen Produktionsraum
durch den angeliefert und verliefert wird. D.h. die Türen sind oft mehr offen als geschlossen.
Was im Sommer nen hohen Fliegenbefall innerhalb der Produktionsräume zur folge haben kann.
Trotz Fliegenfallen (sofern vorhanden) fehlende Kühlung begünstigt das noch. u.s.w u.s.w
Bei einem Arbeitgeber mussten wir im Hochsommer in extremen fällen vor Arbeitsbeginn erstmal die Fliegen mit dem
Hochdruckreiniger ''abschießen'' um überhaupt arbeiten zu können.

Zum Verständnis zur Kritik an der Personalsituation vieler Metzger...

Es gibt im Grunde kaum noch gelernte Metzger.
Eben mal spontan die Jobbörse angeschmissen und im Umkreis von 35 km alleine 18 offene Stellen.
D.h.nahezu jedem Metzgerbetrieb mangelt es an Personal, einige müssen sogar schließen weil sie kein Personal mehr bekommen.
Nachwuchs gibt es auch kaum noch welchen.
Die Situation ist sogar so schlimm das man mittlerweile alle Lehrlinge aus NDS nach Hannover zur BBS schicken muss
um überhaupt noch eine Klasse vollzubekommen.
Die letzten großen Jahrgänge gehen in 10-15 Jahren in Rente und dann siehts richtig mau aus.

Nächstes Problem ist das die meisten Metzgereien (nicht alle) eben nichts zahlen wollen.
Ich hatte vor ein paar Monaten ne interessante Diskussion in einer Metzgergruppe bei Facebook.
Dort wurde sich genau über diesen Umstand beklagt.
Da kriegen Metzgermeister teilweise angebote von 2200 Euro was halt einfach nen Witz ist.
Gesellen werden teilweise mit 1600-1800 Euro abgespeist.
Arbeitszeit aber 50-60 std die Woche.
Der Mindestlohn wird bei bedarf durch gefälschte Arbeitszeitdokumentationen umgangen.
Ich bekomme auch regelmässig Angebote von anderen Metzgereien und kann das halt genau so unterschreiben.

Das Ende vom Lied ist das die ganzen guten Metzgergesellen/meister immer mehr dem Handwerk den Rücken kehren.
Die gehen in die Industrie den Einzelhandel wechseln in andere Branchen oder bilden sich anderweitig fort.

Das führt dann zu der Situation das so mancher Metzgerbetrieb sich ungelernte Pflegefälle vom
Amt zuweisen lässt damit er überhaupt noch produzieren kann.
Und mit Pflegefälle meine ich wirklich Pflegefälle die werden vom Amt sogar bezahlt.
Das soll aber net heißen das jeder Arbeitslose gleich nen Asi ist.
Die Metzger die er dann noch hat arbeiten so wie sie bezahlt werden, und sind so abgestumpft
das der Umgang mit Hygiene und dem Lebensmittel an sich auch nicht immer prickelnd ist.

In anderen Branchen wird ja auch gerne mal auf solch ''kostengünstiges'' Personal zurückgegriffen.
Nur hier werden halt Lebensmittel produziert, und ist halt doof wenn in der Wurst jemand rumpanscht
der es nichtmal auf die Kette kriegt sich die Hände zu waschen oder die eigene Körperhygiene vernachlässigt.
Das durft ich seit der Lehrzeit eigentlich regelmässig beobachten.
Gruselig

Natürlich kannst du nicht alle Betriebe über einen Kamm scheren, aber es ist nicht so das es nur ein schwarzes Schaf unter vielen vernünftigen ist.
Das ganze Handwerk ist ziemlich durchzogen damit, was ja diesen Fachkräftemangel seit Jahren am Ende zur folge hat.

Es ärgert mich halt wie immer so scharf gegen die Industrie geschossen wird, und das Handwerk nicht hinterfragt wird.
Klar hat die Industrie ihre Tricks um Lebensmittel preiswert zu machen und am Ende noch was dabei zu verdienen.
Aber die Lebensmittel die dort produziert werden sind am Ende einfach ''sicher''.
Funktionierendes Haccp Konzept, Personal was anständige Hygienekleidung samt Kopfbedeckung Handschuhe und Mundschutz hat.
Auch wenn dort viel gestreckt wird, es kommt am Ende verzehrbares Material dort rein.
Eigene strenge Qualitätskontrollen etc. Sämtliche Produktionsprozesse sind genau abgestimmt und werden überwacht.

Das alles kann das Handwerk eben nicht bieten.
Du glaubst gar nicht was so mancher Betrieb alles in seine Wurst donnert um seine Gewinnspanne zu erhöhen.
Die wollen am Ende auch nur möglichst viel pro kg Ware verdienen.
Das Handwerk ist einfach oft nur scheinheilig.

Alles in allem greife ich mittlerweile lieber zur Industrieware oder wenn nur Wurst von Betrieben wo ich weiß
das deren Schindluder sich in grenzen halten.
Vielleicht verstehst du nun warum.

Das ist eine haltlose Unterstellung (sicherlich gibt es überall auch mal ein schwarzes Schaf) und eine Beleidigung für sämtliche Angestellte bei kleinen Metzgereibetrieben.

Witzigerweise bist du gewillt etwas sofort zu glauben, was Journalisten ohne Fachkenntnisse mit fragwürdigen Mitteln (fehlende Tonspuren)
dir erzählen und aus dem zusammenhang gerissenen Ausschnitten. Damit es dein Weltbild bestätigt.

Wenn ich dir aber was erzähle was ich real erlebt habe, willst es nicht glauben weils dein Weltbild negativ verändern könnte.

Schwierige Situation.

natürlich würde ich für keinen Bericht, den ich im TV oder I-Net gesehen habe, die Hand ins Feuer legen. Aber immerhin war es ein Bericht eines öffentlich-rechtlichen Senders und nicht eines Privaten. Das macht für mich die Sache jedenfalls eher glaubwürdig. Unabhängig davon gibt es zu diesem Thema genügend weitere Quellen dazu, die du schnell über eine beliebige Suchmaschine finden kannst.


Der Journalist kriegt sein Geld nur durch Schlagzeilen. Egal ob Öffentlich-rechtlich oder nicht.
Frontal21 ist halt nen relativ reißerisches Format das eben nur solange existieren kann wie es Skandale liefert.
Grade dieser Beitrag ist durch fehlende Tonspuren etc. halt eher unglaubwürdig.
Im normalfall hätte man wenigstens die Stimmen verzerrt. Aber so können die doch behaupten was sie wollen.

Weitere Quellen kannst du hier gerne aufführen eventuell kann ich was zu sagen.
 

Nixblicker

Grillkönig
Genau deswegen hab ich nen Problem mit diesem Video... die Journalisten stellen behauptungen auf,
und Menschen wie du die sich das anders nicht erklären können durch mangelnder Fachkenntnis
behaupten so Dinge die einfach nicht wahr sind.

Einmal spielt die aufzucht ne Rolle beim Wasserhaltungsvermögen des Fleisches.
Tiere die ne Turbomast durchleben haben meist nen schwaches Bindegewebe und schlechtes Wasserhaltungsvermögen.

Was aber ne deutlich größere Rolle spielt ist die Verarbeitung der Discountware.

Das SB Fleisch was du beim Discounter kaufst
ist oftmals aufgetaute Ware grade das Grillfleisch.

Ware die portioniert und auf Grammzahl geschnitten wird, wird in der Regel
zumindestens angefroren. Damit man es maschinell besser portionieren/schneiden kann.

Das kannst du am deutlich sauberen Schnittbild der Ware erkennen und an der minimal veränderten
Fleischfarbe.

Wenn du Fleisch anfrierst oder gefrierst, zerstören die Eiskristalle die sich im Fleisch bilden
die Zellenwände. Was am Ende dazu führt das deutlich mehr Wasser austritt als bei Ware die nicht gefroren wurde.

Zudem wird die Ware je nach Stück gerne geschiert, d.h. von sämtlichen Fett und Bindegewebe befreit.
Dadurch kann noch mehr Wasser austreten.
Ein Metzgerbetrieb bietet solche Zuschnitte meist nicht an.

Mach den selbstversuch kauf dir von deinem Metzger ne Schweinenuss, entferne sämtliches Bindegewebe und Fett.
Lass es einmal gefrieren und leg es auf nen Teller zum auftauen hin. Staune was dort alles an Saft verloren geht.
Dann lass dir ne Schweinenuss frisch pökeln, und leg sie auch auf nen Teller und staune auch hier wieviel Wasser dort austritt.

Wäre die Discountware ''gespritzt'' würde das Fleisch nach kurzer Zeit im eigenen Saft regelrecht schwimmen.




Im Gegenteil, ich habe fast mein ganzes Berufsleben also knapp 20 jahre fast nur bei privaten Metzgern gearbeitet.
Ich würde auch niemals in der großen Industrie arbeiten wollen, zu unpersönlich und zu eintönig die arbeit dort.
Ist mir wirklich viel zu stumpf dort.

Ich habe genug schwarze Schafe kennengelernt, und nicht einer war dabei wo du sagen konntest
hey hier läuft es genau so wie man es als Verbraucher erwarten/wünschen würde, oder wie der Inhaber seinen Betrieb selber öffentlich darstellt.
Leichen haben die alle im Keller der eine mehr der andere weniger.
Einiges ist noch ''vertretbar'' zwar unschön aber anderes ist schon kriminell.

Zur ''Hygiene''

Viele können schon aus baulichen Gründen das HACCP Konzept kaum umsetzen,
sondern dürfen nur aus gründen des Bestandsschutzes so noch weitermachen.
Richtige Hygieneschleusen sind meist nicht vorhanden.
Das Reinigungskonzept wird nicht umgesetzt d.h. die Produktionsräume werden täglich von oben bis unten
Eingeschäumt und Desinfiziert. (Habe ich noch nie irgendwo erlebt in den 20 Jahren)
Meist passiert das höchstens einmal in der Woche wenn überhaupt teilweise sogar nur halbjährlich.
Was oftmals am unmotivierten Personal liegt und die dies als nicht wichtig betrachten,
alternativ der Zeitmangel durch Personalmangel.

Durch fehlende Hygieneschleusen und baulicher Mängel hast du meist nen Produktionsraum
durch den angeliefert und verliefert wird. D.h. die Türen sind oft mehr offen als geschlossen.
Was im Sommer nen hohen Fliegenbefall innerhalb der Produktionsräume zur folge haben kann.
Trotz Fliegenfallen (sofern vorhanden) fehlende Kühlung begünstigt das noch. u.s.w u.s.w
Bei einem Arbeitgeber mussten wir im Hochsommer in extremen fällen vor Arbeitsbeginn erstmal die Fliegen mit dem
Hochdruckreiniger ''abschießen'' um überhaupt arbeiten zu können.

Zum Verständnis zur Kritik an der Personalsituation vieler Metzger...

Es gibt im Grunde kaum noch gelernte Metzger.
Eben mal spontan die Jobbörse angeschmissen und im Umkreis von 35 km alleine 18 offene Stellen.
D.h.nahezu jedem Metzgerbetrieb mangelt es an Personal, einige müssen sogar schließen weil sie kein Personal mehr bekommen.
Nachwuchs gibt es auch kaum noch welchen.
Die Situation ist sogar so schlimm das man mittlerweile alle Lehrlinge aus NDS nach Hannover zur BBS schicken muss
um überhaupt noch eine Klasse vollzubekommen.
Die letzten großen Jahrgänge gehen in 10-15 Jahren in Rente und dann siehts richtig mau aus.

Nächstes Problem ist das die meisten Metzgereien (nicht alle) eben nichts zahlen wollen.
Ich hatte vor ein paar Monaten ne interessante Diskussion in einer Metzgergruppe bei Facebook.
Dort wurde sich genau über diesen Umstand beklagt.
Da kriegen Metzgermeister teilweise angebote von 2200 Euro was halt einfach nen Witz ist.
Gesellen werden teilweise mit 1600-1800 Euro abgespeist.
Arbeitszeit aber 50-60 std die Woche.
Der Mindestlohn wird bei bedarf durch gefälschte Arbeitszeitdokumentationen umgangen.
Ich bekomme auch regelmässig Angebote von anderen Metzgereien und kann das halt genau so unterschreiben.

Das Ende vom Lied ist das die ganzen guten Metzgergesellen/meister immer mehr dem Handwerk den Rücken kehren.
Die gehen in die Industrie den Einzelhandel wechseln in andere Branchen oder bilden sich anderweitig fort.

Das führt dann zu der Situation das so mancher Metzgerbetrieb sich ungelernte Pflegefälle vom
Amt zuweisen lässt damit er überhaupt noch produzieren kann.
Und mit Pflegefälle meine ich wirklich Pflegefälle die werden vom Amt sogar bezahlt.
Das soll aber net heißen das jeder Arbeitslose gleich nen Asi ist.
Die Metzger die er dann noch hat arbeiten so wie sie bezahlt werden, und sind so abgestumpft
das der Umgang mit Hygiene und dem Lebensmittel an sich auch nicht immer prickelnd ist.

In anderen Branchen wird ja auch gerne mal auf solch ''kostengünstiges'' Personal zurückgegriffen.
Nur hier werden halt Lebensmittel produziert, und ist halt doof wenn in der Wurst jemand rumpanscht
der es nichtmal auf die Kette kriegt sich die Hände zu waschen oder die eigene Körperhygiene vernachlässigt.
Das durft ich seit der Lehrzeit eigentlich regelmässig beobachten.
Gruselig

Natürlich kannst du nicht alle Betriebe über einen Kamm scheren, aber es ist nicht so das es nur ein schwarzes Schaf unter vielen vernünftigen ist.
Das ganze Handwerk ist ziemlich durchzogen damit, was ja diesen Fachkräftemangel seit Jahren am Ende zur folge hat.

Es ärgert mich halt wie immer so scharf gegen die Industrie geschossen wird, und das Handwerk nicht hinterfragt wird.
Klar hat die Industrie ihre Tricks um Lebensmittel preiswert zu machen und am Ende noch was dabei zu verdienen.
Aber die Lebensmittel die dort produziert werden sind am Ende einfach ''sicher''.
Funktionierendes Haccp Konzept, Personal was anständige Hygienekleidung samt Kopfbedeckung Handschuhe und Mundschutz hat.
Auch wenn dort viel gestreckt wird, es kommt am Ende verzehrbares Material dort rein.
Eigene strenge Qualitätskontrollen etc. Sämtliche Produktionsprozesse sind genau abgestimmt und werden überwacht.

Das alles kann das Handwerk eben nicht bieten.
Du glaubst gar nicht was so mancher Betrieb alles in seine Wurst donnert um seine Gewinnspanne zu erhöhen.
Die wollen am Ende auch nur möglichst viel pro kg Ware verdienen.
Das Handwerk ist einfach oft nur scheinheilig.

Alles in allem greife ich mittlerweile lieber zur Industrieware oder wenn nur Wurst von Betrieben wo ich weiß
das deren Schindluder sich in grenzen halten.
Vielleicht verstehst du nun warum.



Witzigerweise bist du gewillt etwas sofort zu glauben, was Journalisten ohne Fachkenntnisse mit fragwürdigen Mitteln (fehlende Tonspuren)
dir erzählen und aus dem zusammenhang gerissenen Ausschnitten. Damit es dein Weltbild bestätigt.

Wenn ich dir aber was erzähle was ich real erlebt habe, willst es nicht glauben weils dein Weltbild negativ verändern könnte.

Schwierige Situation.




Der Journalist kriegt sein Geld nur durch Schlagzeilen. Egal ob Öffentlich-rechtlich oder nicht.
Frontal21 ist halt nen relativ reißerisches Format das eben nur solange existieren kann wie es Skandale liefert.
Grade dieser Beitrag ist durch fehlende Tonspuren etc. halt eher unglaubwürdig.
Im normalfall hätte man wenigstens die Stimmen verzerrt. Aber so können die doch behaupten was sie wollen.

Weitere Quellen kannst du hier gerne aufführen eventuell kann ich was zu sagen.
Es stimmt schon das es genug kleine Metzgereien gibt wo auch Schindluder getrieben wird und die auch mit Hilfsmitteln arbeiten. Und die haben sogar häufig Industrieware in der Theke liegen und verkaufen das als eigenes. Und auch das mit dem Reinigen wird sehr unterschiedlich gesehen.
Das gleiche gilt auch für viele mittelständische Bäckereien, wo ich auch mal ein paar Jahre gearbeitet habe. Bei der einen wurde täglich geputzt, bei der anderen nur einmal die Woche.
Und industrielle Vor und Tiefkühlprodukte kamen auch zum Einsatz.
Was aber stark gegen die Industrie spricht ist sowas wie Wilke Wurst. Da haben die Hygienekonzepte und Prüfungen mal garnicht funktioniert.
Und die Industrie versucht IMMER das maximale rauszuholen, mit allen Tricks und Hilfsmitteln die es gibt. Notfalls wird halt im benachbarten Ausland produziert, wo die Kontrollen nicht so stark sind.
Und dann gibt es halt IMMER diese Scheinheiligkeit dem Verbraucher über tolle Verpackungen und Werbung ein gutes Gewissen zu produzieren.
Ob das jetzt glückliche Kühe mit glücklichen Bauern auf der freien Wiese sind, tolle Namen oder irgendwelche Produkte wie Hackfleisch light. 🤢
Daher liegt es an uns, da schlau und aufmerksam zu wählen. Es gibt noch Metzger die gute Ware produzieren und auch von regionalen Tieren mit ordentlicher Aufzucht.
Bei uns auf dem Markt ist das der Stand wo die Schlange am längsten ist und man schon fast eine Nummer ziehen muss. Der hat genug zu tun und auch das Personal dafür. Das merken die aufmerksamen Verbraucher dann schon wo es gute Ware gibt. Der Metzger daneben, wo ich weiß das es nicht so toll lief, den gibt es nicht mehr und das zu recht. Und morgen hole ich zum Beispiel mit einem Bekannten unsere Fleischpakete ab wo ich die Kuh auf der Wiese hätte noch streicheln können und wo nur alle paar Monate frisch geschlachtet wird.
Wie gesagt man muss sich halt selber ein bissl Bemühen und hinterfragen für gute Produkte.
Dafür mal auch mehr zahlen und weniger, aber mit viel Genuss davon essen.
Aber auch ich bin nicht immer fähig diesen Weg zu hundert Prozent zu gehen und kaufe auch mal etwas Wurst beim Rewe oder hole mal Fast Food.
Aber das muss ich mit mir selber klar bekommen.
 
OP
OP
Kimble

Kimble

Mr. Seafood & Mr. Klima & Dr. Tartuffel
Supporter
Ihr wisst ja sicher, wie lieb ich unsere Weinkönigin Julia mittlerweile gewonnen habe, eine Politikerin die sich nicht von Großkonzernen und Lobbyisten vereinnahmen lässt, sondern sich immer für Tierwohl und Verbraucherschutz engagiert ;) . Nach der Verlängerung der Kastenhaltung und der Reduzierung von Lebensmittelkontrollen hat sie nun ihren nächsten Coup gelandet. Sie rettet vielen Tieren das Leben, die durch Intensivtierhaltung auf engstem Raum für Billigfleisch sonst sterben könnten, indem sich auf EU-Ebene dafür einsetzt, lebensrettende Reserveantibiotika für Reseistenzen, die eigentlich ausschließlich Menschen vorbehalten sein sollten, weiter für die Massentierhaltung freizugeben :
Der Einsatz [von Reserveantibiotika] wird gestattet, wenn ein Tier von einer "ernsthaften Erkrankung oder dem Tod" bedroht ist und wenn es für das "Tierwohl" notwendig ist. … Der Entwurf für die EU-Verordnung 2019/6 über Tierarzneimittel legt fest, welche antimikrobiellen Wirkstoffe für die Behandlung beim Menschen vorbehalten werden sollen …. Die Europäische Union hatte 2018 beschlossen, dass sogenannte Reserveantibiotika künftig ausschließlich den Menschen vorbehalten sein sollen. Doch nun findet sich plötzlich ein Passus im EU-Entwurf, der den Gebrauch dieser lebensrettenden Medikamente auch für Tiere weiter erlauben soll – und offenbar in großem Stil.

Die Julia ist einfach so unglaublich tierlieb, dass sie jedes Tier retten will, auch wenn es eventuell einige Menschenleben kosten wird, nach dem Motto Steak oder Leben. Es gibt natürlich mal wieder ein paar nervige Kritiker, aber irgendwas ist halt immer:
Eine wachsweiche Formulierung, die dem nahezu unbegrenzten Einsatz der Mittel in der industriellen Nutztierhaltung Tür und Tor öffne, warnen Kritiker. Besonders perfide: Ausgerechnet jene Branche, die seit Jahr und Tag eine wirkliche Verbesserung der Tierhaltung bekämpft und die Tiere oft in grausame Produktionsbedingungen zwingt, soll nun ausgerechnet unter dem Label Tierwohl damit weitermachen dürfen, ihre leidenden Viecher mit Reserveantibiotika zu behandeln. Tatsächlich sind Antibiotika seit langem unerlässlich für die Intensivtierhaltung auf engstem Raum - ganz abgesehen davon, dass die Medikamente billiger sind als penible Hygienemaßnahmen und Auslaufställe. Der massenhafte Einsatz in der Landwirtschaft gilt als einer der Hauptursachen für die zunehmenden Resistenzen der Bakterien. Schon heute sind nach Berechnung von Germanwatch knapp 20 Prozent der in deutschen Ställen verabreichten Antibiotika Reserveantibiotika. Wiegt das Recht auf ein Billigsteak mehr als die Sicherung menschlicher Gesundheit?

Gut, die WHO ist ebenfalls nicht so sehr davon begeistert:
Angesichts der weltweit wachsenden Resistenzen gegen gängige Antibiotika sind diese extrem starken Medikamente oft das letzte Mittel, um Leben zu retten. Die Weltgesundheitsorganisation WTO hatte ein Jahr zuvor eine Liste dieser Lebensretter erstellt und alle Länder inständig darum gebeten, diese Wirkstoffe nur noch beim Menschen einzusetzen und auch dann nur, wenn kein anderes Antibiotikum mehr greift. Denn wenn bei übermäßigem Gebrauch Resistenzen auch gegen diese Reserveantibiotika entstehen, fällt diese letzte Schutzmauer einfach weg.

Aber auch darauf hat die Julia eine Antwort:
Bei der Ausgestaltung ist ein Ausgleich zu finden zwischen Interessen der Humanmedizin einerseits und Interessen der Veterinärmedizin einschließlich des Tierschutzes andererseits.

Kurz gesagt: Billigfleisch hat eine bessere Lobby als der Mensch :rolleyes:
 

Firechef

Instant-Pot MacGyver
5+ Jahre im GSV
Ihr wisst ja sicher, wie lieb ich unsere Weinkönigin Julia mittlerweile gewonnen habe, eine Politikerin die sich nicht von Großkonzernen und Lobbyisten vereinnahmen lässt, sondern sich immer für Tierwohl und Verbraucherschutz engagiert ;) . Nach der Verlängerung der Kastenhaltung und der Reduzierung von Lebensmittelkontrollen hat sie nun ihren nächsten Coup gelandet. Sie rettet vielen Tieren das Leben, die durch Intensivtierhaltung auf engstem Raum für Billigfleisch sonst sterben könnten, indem sich auf EU-Ebene dafür einsetzt, lebensrettende Reserveantibiotika für Reseistenzen, die eigentlich ausschließlich Menschen vorbehalten sein sollten, weiter für die Massentierhaltung freizugeben :


Die Julia ist einfach so unglaublich tierlieb, dass sie jedes Tier retten will, auch wenn es eventuell einige Menschenleben kosten wird, nach dem Motto Steak oder Leben. Es gibt natürlich mal wieder ein paar nervige Kritiker, aber irgendwas ist halt immer:


Gut, die WHO ist ebenfalls nicht so sehr davon begeistert:


Aber auch darauf hat die Julia eine Antwort:


Kurz gesagt: Billigfleisch hat eine bessere Lobby als der Mensch :rolleyes:
Ich hab die auch ,,lieb“ , das ist so eine Person in der Politik die auf so einem Posten nichts zu suchen hat.
 
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