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Test: Weber Go Anywhere Holzkohlegrill für unterwegs

Big Jova

Bundesgrillminister
15+ Jahre im GSV
Test Weber Go Anywhere Holzkohlegrill

Kategorie: Grillgerät

Weber go anywhere Holzkohlegrill für unterwegs
79,90 EUR
Gekauft bei Struth Baumarkt, Ingelheim
HxBxT 37 x 53 x 31, ca 6 kg
Vergleichbar mit SOH, Weber Smokey Joe ...

Gut verarbeiteter und durchdachter Grill für die Steaks zwischendurch.

Der Hersteller über das Gerät:
53 cm breit und ganz schön pfiffig mit seinen 2 Lüftungsschiebern im Deckel und Lüftungsschieber im Kesselboden. Porzellanemaillierter Deckel und Kessel. Die schwenkbaren Beine sichern den Deckel für den Transport. Ideal für Picknick und Camping. Bis zu 10 Jahren Garantie.

Ich grille bereits mit einem 57 cm OTS von Weber. Vorher habe ich insbesondere mit Gas gegrillt und für Holzkohle gab es einen 60 cm Schwenkgrill. Nachdem ich über die Kugel an die Holzkohlegrillerei gekommen bin, ist auch für unterwegs der CRAMER Standardgasgrill keine wirkliche Option. Für die Grilltour an den Rhein habe ich dann nach einem passenden Mobilgrill gesucht. Einen Smokey Joe habe ich im April zum Geburtstag verschenkt, da mein Bruder noch keine Möglichkeiten zum indirekten Grillen hatte. In ihm kann man auch ein BBC grillen, wenn der Mistkratzer keine Mutantenmaße hat.

Für mich brauchte ich aber eine richtige Mobillösung, die unter Umständen auch in den Kofferraum des Smart Roadster passt. Den SOH habe ich mir lediglich auf Fotos betrachtet und dort sah er mir ein bisschen zu wackelig aus. Da der Weber Deutschland Vertrieb bei uns in Ingelheim sitzt, haben wir einen sehr gut ausgestatteten Baumarkt, wo ich mir den go anywhere anschauen konnte.

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Das Gerät ist vernünftig verarbeitet und schnell zusammenzubauen. Die Technik ist einfach, aber sehr praktisch, da man den Deckel verschließen kann und so bereits die erforderlichen Briketts zum Transport im Grill lagern kann.

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Etwas zu optimistisch habe ich einen kompletten AZK mit Briketts und Kohle angefeuert und den Grill erstmal geduldig aufgeheizt / eingebrannt. Erste Schwierigkeiten gab es mit dem Grillrost, den man mit etwas Druck in die Führungsschiene pressen muss. Erst hatte ich gedacht, die große Anfangshitze hätte das Gerät so verzogen, dass der Rost nicht mehr drauf passt.

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Gut zu bedienen ist die Einstellung der Grilltemperatur über die seitlichen Lüftungsschieber. So lässt sich die fehlende Möglichkeit die Rosthöhe zu verstellen bestens ausgleichen. Dies ist am Anfang für Direktgriller erst sehr schwierig, wenn man aber auch nur einen halben Anzündkamin als Brennmaterial verwendet kann man ganz gute Temperaturzonen schaffen.
Der Grillrost kann mit seinen 34 x 25 cm Nutzfläche gut 2 Steaks und 4 Würstchen fassen. Dies reicht für 4 Personen als erster Gang schon recht weit.

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Wegen der Bullenhitze bei kompletter Befeuerung muss auch niemand lange auf den zweiten Gang warten. Bei dem Grillrost handelt es sich um einen mit der bekannten Dreifachbeschichtung veredelten Rost, der bei guter Hitze feine Brandings schafft und gut zu reinigen ist.

Der Kohlerost hat auch das webertypische Problem, dass man am besten mit Briketts heizt, da Holzkohle doch durchfallen kann. Nach dem Grillen kann man alle Lüftungsöffnungen (2 unten / 2 im Deckel) schließen und die Glut ersticken. Dies geht hier viel schneller als beim OTS, da das Volumen natürlich um einiges geringer ist. Wenn man danach gemütlich isst und auch noch ein Bierchen trinkt, ist der Grill auch schon transportbereit. Die Fluchtautomatik der hitzebeständigen Tasche des SOH vermisst man damit nicht wirklich.

Mit den drei Griffen aus glasfaserverstärktem Nylon lässt sich der Grill gut handhaben. Will man Stücke indirekt grillen muss man zum Nachlegen von Briketts natürlich den kompletten Grillrost abheben. Aber ein Pulled Pork kann man im Miniweber auch vergrillen, da sich die Temperatur gut steuern lässt. Der Deckel lässt sich beim Vorglühen als Windschutz und beim Wenden des Grillguts prima am Grill einhängen.

Nach der ersten Vergrillung bin ich schon sehr zufrieden und freue mich auf einige Outdooreinsätze in diesem Sommer.

Fazit: Feiner Schuhkarton mit tollem Größen / Grillverhältnis :thumb1:

Cheerio
Big Jova
 
Kann ich komplett unterstreichen, bei uns klemmt der Grillrost
allerdings nicht. Es ist erstaunlich, wie viele Leute man mit der
kleinen Kiste bedienen kann. Und er macht unterwegs keinen
Dreck.

Gruß,
Uwe
 
Hallo

Danke für deinen Bericht zum Go Anywhere.

Ich hab son Teil vor 3 Wochen bestellt meine Frau bringt ihn mit nach Columbien wo wir dann zusammen Urlaub machen. Ich war ein bisschen pessimistisch der ganzen Sache gegenüber aber jetzt glaub ich das wir das richtige getan haben.


Viel Spass beim Grillen
 
Super, danke für den Bericht. Ich glaube ich werde mir 2 von den Dingern holen um damit dann etwas flexibler auf mehr Gäste bzw. verschiedene Grillzeiten zu reagieren (PP im OTG, nebenbei Fleisch und Gemüse auf die beiden GA verteilen).
Das man den kleinen gut mitnehmen kann ist dann noch ein netter Nebeneffekt.
 
Ich bin ja auch noch auf der Suche nach einen kompakten Campinggrill und dieser Weber ist momentan mein Favorit. Ich habe ihn nur noch nicht live und in Farbe gesehen.

Die Griffe sind offensichtlich fest angeschweißt. Wenn man sie abnehmen könnte, wäre der Grill noch handlicher.

Den Kohlerost kann man ja durch ein Lochblech ersetzen. Dann klappt es auch mit Holzkohle.

Ich hätte trotz der excellenten Läftungsregelung gerne die Möglichkeit, den Rost in de Höhe verstellen zu können. Da muß man wohl eine individuelle Lösung fertigen.

Zum indirekten Grillen muß man wohl noch ein Winkelblech oder einen kleinen Kohlekorb einsetzen damit die Kohlen in der Ecke bleiben und man die knappe Fläche optimal ausnutzen kann.
Wie viel Platz hat man denn zwischen Rost und Deckel?

Ein Thermometer fehlt leider auch und läßt sich nicht so leicht nachrüsten ohne die Beschichtung zu zerstören.

Man müßte sso einen Grill aus Edelstahl mit den o.g. Verbesserungen nachbauen. Leider hab' ich den falschen Beruf gelernt.

/snipy
 
Der Abstand zwischen Rost und Deckel beträgt ziemlich genau
10 cm. Zum indirekten Grillen füllt man nur eine Hälfte des Grills,
da verrutscht auch nichts.

Als Thermometer kann ein Maverick seine Dienste tun.

Gruß,
Uwe
 
Hi,

für die komplizierten Sachen ist das Gerät zu klein, das Thermometer fehlt eigentlich nicht, ansonsten hängt man ein Outdoorchef-Thermometer in die Luftlöcher.

Holzkohle fällt nicht durch wenn man die erste Lage mit Brikett füllt ... aber auch mit Brikett ist das Teil heiss genug für Steaks, vor allen Dingen wenn man nur die Hälfte des Grills mit Kohle bis unter den oberen Rost füllt, so kann man die Steaks richtig schocken.

Ich war auch erst skeptisch, das Gerät ist aber wirklich wunderbar funktionell, im Urlaub haben wir darin auch Forellen gegart.
 
Mich überrascht es immer wieder, wieviele Leute man
mit dem Schuhkarton sättigen kann.

Gruß,
Uwe
 
Hi,

also den Schuhkarton (sehr treffend) sollten wir ein bischen in den Beiträgen berücksichtigen.

Nach dem Kauf war ich eher skeptisch, dachte sogar daran den Karton gegen einen Cobb zu tauschen .... und jetzt bin ich mit dem GA sehr zufrieden.

Nur leider findet man kaum Informationen zu dem Gerät, schon diese Tatsache machte mich anfangs ein bischen nervös.
 
Vielen Dank schon mal für die Antworten.

Ich habe ja noch ein wenig Zeit bis zum Urlaub. Dieser Grill wird es wohl auch werden. Leider gibt es von Thüros keine Alternative.

Der viel zu weitmaschge Kohlerost ist kein Problem. Da wird ein feineres Gitter eingelegt. Ich nehme zum direkten Grillen immer nur Holzkohle, indirekt kommen Weber Brekkies - genau abgezählt - auf den Rost.

Ein Thermometer ist mir schon wichtig. Da würde ich aber einfach ein Loch bohren und ein analoges einschrauben.

Mit 10 cm zwischen Rost und Deckel kann man auch mal einen kleinen 1kg Braten grillen.
Wenn man die Kohle unter den Rost mit einem Blech abschirmt könnte man auch bequem vier große Fische heiß räuchern.

Ich muß mir nur noch eine geeignete Höhenverstellung fürs direkte grillen entwickeln.
Dann fehlt eigentlich nur noch ein Gusseisenrost und der Camping- und Picknikgrill ist perfekt.

Viele Grüße
/snipy
 
Eine Verstellvorrichtung für den Grillrost wird schwierig,
weil Du zum oberen Grillrand höchstens 1 cm Spiel hast.

Gruß,
Uwe
 
u_h_richter schrieb:
Eine Verstellvorrichtung für den Grillrost wird schwierig,
weil Du zum oberen Grillrand höchstens 1 cm Spiel hast.

Gruß,
Uwe

Ich brauche die Höhenverstellung ja nur zum direkten grillen. Da ist der Platz nach oben mehr als ausreichend - ohne Deckel.
/snipy
 
brenner schrieb:
Hi,

ich verwende das kleine Outdoorchef-Thermometer, Stocki hatte es mir empfohlen, das ist genau richtig für die kleinen Abstände.

Hast Du auch eine Bezugsquelle parat?
Danke schonmal
/snipy
 
snipy schrieb:
brenner schrieb:
Hi,

ich verwende das kleine Outdoorchef-Thermometer, Stocki hatte es mir empfohlen, das ist genau richtig für die kleinen Abstände.

Hast Du auch eine Bezugsquelle parat?
Danke schonmal
/snipy



Hi,

sorry für die späte Antwort, hier im Forum den User Stocki anschreiben, der hat ein Fachgeschäft für Grillgeräte.

Hier ein Bild von der Anwendung, der Luftzug wird nicht beeinträchtigt, ich bin damit sehr zufrieden.

4124_img_6686_1.jpg
 
Vielen Dank für die Infos,
gestern ist meine Büchse geliefert worden.
Als Campinggrill genau das richtige Gerät.

Ich kann aber nicht die Begeisterung für Weber hier im Forum teilen. Letztendlich ist es eine dünne Blechbüchse, die nur von den beiden Bügeln zusammengehalten wird. Hier merkt ma nschon deutlich, dass sich die Konstrukteure sehr intensiv mit der Kostenoptimierung befaßt haben.
Also kein Luxusgerät, aber praxisgerecht.

Die Anordnung der Griffe finde ich unglücklich gewählt, weil es die Kompaktheit sehr stark beeinträchtigt.
Eine bessere Lösung wären abnehmbare Griffe oder Griffe zum einklappen. Hier wurde einfach jeweils ein Blechbügel mit zwei Schweißpunkten angeheftet.
Am Deckel wäre mir auch jeweils ein Griff rechts und links lieber, statt der Einzelgriff oben. Dann wäre der Grill kompakter.

Für eine Höhenverstellung des Grillrostes habe ich schon eine Idee. Dazu poste ich später mal was, wenn ich es fertig habe. Die 7cm zwischen den beiden Rosten sind mir zum direkten grillen doch recht knapp.

Eine Halterung für ein Thermometer läßt sich wiederum gut am oberen Griff anbringen. Dann kan der Meßfühler durch die Lüftungslöcher in den Garraum ragen.

Der Kohlerost ist schon recht engmaschig. Ich werde ihn trotzdem noch mit einem Lochblech oder Streckgitter auslegen. Außerdem werde ich mir noch einen Kohlekäfig für das indirekte Grillen bauen.
Dann brauche ich nur noch eine Tropfschale aus Edelstahl.

Zwischen Rost und Deckel sind übrigens nur 8,5cm Platz. Zu dick soll der Braten also nicht werden. Für Hühnerbeine ist es passend.

Mein Fazit bis jetzt:
Ein schöner kompakter und durchdachter Campinggrill. Leider wurde an der konstruktiven Auslegung und am Material gespart. Ich hätte auch das doppelte für ein Exemplar aus Edelstahl bezahlt.
Die Anordnung und Ausführung der Griffe ist mehr als ungünstig.
Der Inenraum könnte auch höher sein.

Schauen wir mal wie der Grill brennt und wie die Handhabung so ist.

/snipy
 
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