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Waldgeist -Hofheim

Hallo BBQ Boy, da könnte man ja direkt neidisch werden.

Nur fürs bessere Verständnis: Vergleichen wir hier auch wirklich nicht Äpfel mit Birnen? Ich meine, wie hoch ist das Durchschnittseinkommen hüben und drüben?

In Ungarn sind Restaurantbesuche auch billiger als hier, aber der Ungar an sich verdient halt auch viel weniger. Der muss für sein Schnitzel evtl. auch so lange arbeiten wie wir hier im "goldenen" (lang ist's her) Westen.

Ich möchte Deinen Beitrag überhaupt nicht in Zweifel ziehen, sondern nur etwas hinterfragen. :prost:
 
Feuer frei, jetzt könnt ihr mich verhauen :o

Ich Denke, dass die Lebensmittel in unserem Land (D) zu
billig sind.

Spontan fällt mir ein:
Einkaufspolitik > Lidl, Aldi und wie sie alle heissen.
Fleischskandal usw. usw.....

In Ländern, die uns in der Europa-Liga seit langem überholt
haben kostet das alles ein bisschen mehr.Das muss einen
Grund haben :-?

nachdenkender praktifix :prost:
 
Die Sache ist doch ganz einfach:
Wer 1998 im Beruf war und 5000 DM verdient hat, zahlte für ein solides Essen in einem Mittelklasserestaurant 18 DM. Das hätte er rein rechnerisch 277 mal tun können.
Dieselbe Person verdient heute unter 3000 Euro und bezahlt für die gleiche Portion 16 Euro :o . Da schafft er nur noch rund 170 Mahlzeiten :D :lol: . Diese Entwertung im Preis-Leistungsgefüge ist geradezu phänomenal, und leider betrifft sie nicht nur das Thema Gastronomie.
Meine Eltern haben eine Speisekartensammlung aus DM-Zeiten in ihrer Kellerbar, da tränen einem die Augen :burn:
Das kann und will niemand erklären. Die Angesprochenen halten sich gepflegt im Hintergrund. Dabei wäre es doch so einfach: wer viel verkauft, kann günstiger größere Mengen einkaufen und den Preisvorteil weitergeben. Die Weitergabe des Preisvorteils ist natürlich auch die Bedingung, überhaupt viel verkaufen zu können :D :lol: Der Wirt aus Hofheim dürfte das Prinzip aber wohl verstanden haben.

Ich kann mich der Meinung von BBQ-Boy nur anschließen :prost:
 
Natural Born Griller schrieb:
Nur fürs bessere Verständnis: Vergleichen wir hier auch wirklich nicht Äpfel mit Birnen? Ich meine, wie hoch ist das Durchschnittseinkommen hüben und drüben?

Ich denke, weiß es aber nicht wirklich aus Statistiken, dass wir annaehernd identische Verhaeltnisse vergleichen. Ganz subjektiv wuerde ich behaupten, dass auch das Durchschnittsprokopfeinkommen in den USA hoeher liegt als in D.
 
Praktifix schrieb:
Feuer frei, jetzt könnt ihr mich verhauen :o

Ich Denke, dass die Lebensmittel in unserem Land (D) zu
billig sind.

Spontan fällt mir ein:
Einkaufspolitik > Lidl, Aldi und wie sie alle heissen.
Fleischskandal usw. usw.....

In Ländern, die uns in der Europa-Liga seit langem überholt
haben kostet das alles ein bisschen mehr.Das muss einen
Grund haben :-?

nachdenkender praktifix :prost:


DU HAst Recht .....

Und vor allem in Relation zu anderen Verbrauchsgütern.

Am Essen soll immer gespart werden....

Butch
 
In einem "All-U-Can-Eat" Restaurant war ich auch schon mal. In Columbus/Georgia. Ist allerdings schon ein paar Jährchen her. War damals auch schon so, wie es BBQ-Boy beschrieb. Allerdings rate ich dringend davon ab, in solch einem Restaurant die Toilette zu benutzen. Ich weiss zwar nicht, wie es heutzutage aussieht aber damals erstreckte sich das sparen auch auf die Sanitärbereiche. :puke:
Dann lieber 50Cent mehr bezahlen...
 
Also ich muß Kölngrill uneingeschrenkt recht geben.
Man muß sich als NORMAL Verdiener doch heute wirklich überlegen ob man noch zum Essen geht oder nicht.
Und ich findes es in keinster Weise schlimm das unsere Gastronomie nur noch am jammern ist. Die waren es schließlich, die einfach nur die gute alte DM durchgestrichen haben und das € hingeschrieben haben.
 
Bei uns heisst das Ding auch 'Gutscheinbuch'. Zu beziehen unter: siehe BBR.
Wir haben den heuer das zweite Jahr und sind sehr zufrieden damit.
 
Hatte ich auch mal.
Leider hatten es einige Restaurants nicht so nötig und behandelten einen wie einen Gast 2.er Klasse.
Da hat eine kleine Beschwerde geholfen und nächstes Jahr waren die nicht mehr drin.
Dann sollen die sowas erst gar nicht machen. :burn:
 
BBQ-Boy schrieb:
Ich denke, weiß es aber nicht wirklich aus Statistiken, dass wir annaehernd identische Verhaeltnisse vergleichen. Ganz subjektiv wuerde ich behaupten, dass auch das Durchschnittsprokopfeinkommen in den USA hoeher liegt als in D.

Naja, da könnte man sich prima streiten. Mit den USA können wir uns doch eh nicht vergleichen - wie Meister Schmidt gestern richtig sagte: "Bush fordert mehr Demokratie in Asien. Und wenn das da dann eingeführt ist und klappt, ann soll Demokratie auch in den USA eingeführt werden". :cool:

Was ich EIGENTLICH sagen wollte: Vergleichen wir doch mal die Restaurantpreise hier mit denen in Frankreich oder Großbritannien. Ich war ja erst in Nordirland - AUA.
Man kann es kurz fassen: Die Preise sind gleich hoch wie hier, nur zahlen die eben in Pfund, also nochmal 50 % mehr. UND: Alle Restaurants (und Pubs, wo das Pint auch knapp 3 GBP kostet) immer gestopft voll......

Ich mag die Teuro Diskussion nicht, da ich meine, dass gerade Lebensmittel billiger geworden sind. Aber manche Gastronomen - und da v. a. die Inder haben hier in der Gegend wirklich übelst umgerechnet. Ergo: geh ich nicht mehr hin.

Dagegen geh ich wieder viel öftre zum Italiener: Beste Pizza 6 €, maximal 6,50 €. Getränk 2,50 - 3 €, also satt für unter 10 € oder eben noch Geld für nen Supernachtisch übrig.

Zu guter Letzt: Irgendwo sagte ich schon mal, dass mich (Schnitzelliebhaber) die Fotos von den Monsterschnitzeln, ertränkt in Ekelsoße, nur anwiedern.

Besten Gruß -
HGG
 
Das Gutscheinbuch hatte ich damals als es frisch war das erstemal geholt.

Aufgefallen ist mir in dem Jahr, dass viele Restaurants die dadurch ausgeloeste Welle unterschaetzt haben. War man essen hatte fast jeder dieses Buechlein dabei.
Im naechsten Jahr warens dann weniger/andere Restaurants. Woran das lag kann ich nicht sagen, da es aber immer mehr unbekanntere und weiter entfernte Restaurants waren, geh ich davon aus, dass die einfach gemerkt haben wie teuer sowas werden kann.
Ich habs mir seit 2(?) Jahren nicht mehr geholt.

All-you-can-eat gibt es in Deutschland doch auch schon lange und recht viel.
Wir haben allein in unserer Kleinstadt min 4 Restaurants die sowas anbieten (wenn ich dann noch an die Brunch-Angebote denke .....). Unter 10 € und die Getraenke gehen extra, aber irgendwie bin ich meisst billiger, wenn ich normal bestelle.
Bis auf die Abwechslung ist sowas nicht wirklich was fuer mich.
Was mich bei solchen Sachen aber vor allem stoert ist der Umgang der Leute mit dem Essen.
Da wird der Teller vollgeschaufelt wie bloede, am Bueffet rumgeschubst und die Haelfte bleibt auf dem Teller liegen. Egal! Gleich wieder nen neuer Teller und ordentlich draufgeschaufelt.
"Oh da kommen die Meeresfruechte!" Weg mitm grade geholten Teller und erstmal alles auf den naechsten Teller schaufeln was da ist.

Ich kriege bei sowas einen Schreianfall. Leider ist das Verhalten sehr verbreitet, ob All-You-Can-Eat oder bei geschaeftlichen Veranstaltungen mit Bueffet. Ob Arbeiter oder Vorstandsvorsitzender, ist ja auch egal, ist ja nur Essen.

Also von mir aus kann All you can eat von der Bildflaeche verschwinden. Dann viel lieber solche Ideen wie "zum heissen Tisch" bei uns.
Abgesehen davon, dass direkt am Tisch gekocht wird, bezahlt man nach Zeit. Die Stunde ab 6,50€ pro Menue.
Das Essen macht Spass, man wird satt und wer meint Stundenlang in sich reinschlingen zu muessen zahlt auch dementsprechend.



Cu
 
Also ich muß Kölngrill uneingeschrenkt recht geben.
Man muß sich als NORMAL Verdiener doch heute wirklich überlegen ob man noch zum Essen geht oder nicht.
Und ich findes es in keinster Weise schlimm das unsere Gastronomie nur noch am jammern ist. Die waren es schließlich, die einfach nur die gute alte DM durchgestrichen haben und das € hingeschrieben haben.
kann ich so nicht ganz unterschreiben.
hab zur €-umstellung seinerzeit streng nach umrechnungsfaktor die preise gemacht, und kaufmännisch gerundet. ich hatte keinerlei einbussen, ganz im gegensatz zu ein paar betrieben, die das system net ganz schnallten :prost: :prost:
 
Originally posted by BBQ-Boy

Ich denke, weiß es aber nicht wirklich aus Statistiken, dass wir annaehernd identische Verhaeltnisse vergleichen. Ganz subjektiv wuerde ich behaupten, dass auch das Durchschnittsprokopfeinkommen in den USA hoeher liegt als in D. <<<< Das zeigt mal wieder wieviel Ahnung Du hast.

Ich überlege mir es mittlerweile ob ich zum Essen ausgehe. Ich kann es nicht verstehen, wenn mein Wirt sein Bier von DM 2,20 auf € 1,50 ändert. Da fehlt mir jedes Verständnis. Eine Portion Saganaki kostet 8 € . Das ist ein Stück panierter Schafkäse und 2 geschnittene Tomaten. Mittlerweile gehe ich da nur noch alle 2 Monate hin. Sowas unterstütze ich nicht mehr. Ich kaufe mir lieber selbst was und bereite es zu, als das ich mir einen Aldi-Feta servieren lasse.

Ich gebe mal ein anderes Beispiel. Mein Bruder st Koch und arbeitet seit 2 Monaten in einem neuen Laden in unserer Stadt. Die bieten dort einen Mittagstisch für € 4,90 an. Schnitzel mit Bratkartoffeln und Salat. Das andere Gericht ist dann meist ein Nudelgericht. Das rechnet sich. Ein stück Kuchen kostet da € 1,25. Das Geld verdienen Sie mit den Getränken. Desweiteren möchte ich mal daran erinnern, das die Gastronomie einer der Branchen mit den meisten Beschäftigten arbeitet, die mit " Aushilfen" arbeiten und besonders gerne schwarz einkauft. Das sollten wir nicht vergessen.
 
@nilspoint
Selbst wenn es Gebiete gibt, zu denen ich eine Meinung vertrete, obwohl ich nicht 100%ig im Stoff stehe, dies aber ausdruecklich auch so kennzeichne, reicht meine "Ahnung" gegenueber frustrierten Kleingartenmotzkis immer noch aus, um sie in der Pfeife zu rauchen.
Versuche doch einfach mal, dich auf's Thema zu konzentrieren. Auch wenn Konzentration vielleicht nicht deine Staerke ist.
 
nochmal zum Restaurantpass, Gutscheinheft oder wie auch immer und für die die´s noch nicht kennen:
So ein Heft hat in der Regel um die 25 Gutscheine und kostet irgendwo um die €22,-.
Selbst wenn ich nur 2 davon nutze hat er sich in der Regel schon amortisiert.
Bisher wurde ich ob mit oder ohne Paß immer gleich behandelt. Da gab´s auch keine Unterschied in Qualität und Quantität. Würde ja auch dem ursprünglichen Zweck wiedersprechen.
:prost:
Muß jeder selber wissen, ob er sparen will?
 
Laut wikipedia hatte der US-Bundesstaat Connecticut 2002 das höchste Pro-Kopf-Einkommen der USA bei 38.450 US-Dollar. Passt doch, oder? Es läßt sich also sehr wohl ein Vergleich anstellen.
Äpfel und Birnen vergleicht man höchstens dann, wenn man zB. innerhalb der EU Lebensgewohnheiten und Ansprüche verallgemeinern will. Italiener, Spanier, Franzosen - da erfährt die Gastronomie eine ganz andere Gewichtung als bei uns. Essen ist dort Lebenskultur und subjektiv teurer, dafür entfallen viele andere Ausgaben, die wir als Standard betrachten (zB. das respektable Eigenheim, die gepflegte Limousine, Urlaube etc.).
Will man in Deutschland also künftig mehr Menschen für die Gastronomie begeistern, braucht es andere Konzepte und andere Preise. Und nicht nur dort: das traurige und seit Jahrzehnten unveränderte Bild in Verbrauchermärkten spricht für sich. So richtig Spaß am Einkaufen will dort nicht wirklich aufkommen, es nervt eher. :cry:
In Sachen Kreativität besteht bei uns allerdings - wie in vielen anderen Bereichen auch - wieder mal erheblicher Nachholbedarf :D
 
Ich will nicht darauf rumreiten, bin kein Zahlenfetischist und auch der Meinung, dass man keiner Statistik trauen sollte, die man nicht selbst gefaelscht hat.
Dennoch hier ein paar Details zum durchschnittlichen Jahres-Haushaltseinkommen um die Substanz zum gezogenen Vergleich zu dokumentieren.

Durschnittliches Jahreshaushaltseinkommen (netto)
  • Deutschland (2002): 32.100 EUR
    USA (2004): 44.389 USD

Quelle D: Statistisches Bundesamt
Quelle USA: United States Census Bureau
 
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