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Was haltet Ihr von Robatayaki, den japanischen Holzkohle-Grills?

Kimble

Mr. Seafood & Dr. Tartuffel
Supporter
Erstaunlicherweise hat die Suchfunktion nichts zu diesem japanischen Grill geliefert, obwohl doch sonst hier jede noch so exotische Bauart vertreten ist.

In letzter Zeit werben mehr und mehr Restaurants stolz damit, frischen Seafood und tolle Steaks auf Robata-Grills zuzubereiten, zuletzt das Dallmayr in München. Abgesehen davon, dass die Münchener Bussi-Gesellschaft heutzutage alles Japanische ganz chic findet, frage ich mich, welchen konkreten technischen Vorteil diese Art zu grillen hat?

Dass es einen Unterschied macht, ob ich einen Sack Holzkohle aus dem Baumarkt auf den Grill gebe, oder weiße Holzkohle (Kishu Binchotan) aus japanischer Steineiche (Ubame Gashi) ist mir durchaus klar. Allein schon die Herstellung ist besonders:


Letztendlich kann ich japanische Holzkohle aber ja in jedem Grill nutzen, insbesondere in einem Big Green Egg. Abgesehen davon nutzen viele Restaurants aus Kostengründen gar keine Bincho, so dass letztendlich die Frage bleibt, was diesen Grill so besonders macht, dass es einen Hype darum in Restaurants gibt.

Die Grill-Temperatur von lediglich 250°C verspricht nicht unbedingt perfekte Ergebnisse für Steaks und für gastronomische Verhältnisse ist der Robata-Grill mit einem noch vierstelligen Preis auch nicht besonders exklusiv. Alles auf Spieße zu stecken schränkt imho auch die Kreativität etwas ein:


Ich sehe eigentlich nur 2 Gründe, die für diesen Grill sprechen:

1. Er eignet sich gut zum Front-Cooking, wenn man etwas Show haben möchte.

2. In einem authentisch japanischen Restaurant passt er zur traditionellen Küche.

Habe ich da einen Denkfehler und wo seht ihr ggf. die Vorteile des Grills, die ihn in Restaurants derzeit so beliebt machen ?
 

PuMod

5+ Jahre im GSV
Foto des Monats
Ich bin so frech und behaupte, dass es geschmacklich zwischen verschiedenen Holzkohlen keinen Unterschied gibt.

Niemand schmeckt, korrektes Grillen vorausgesetzt, den Unteschied zwischen Holzkohle, Brekkies und Gas.

Ich sehe eigentlich nur 2 Gründe die für diesen Grill sprechen:

1. Er eignet sich gut zum Front-Cooking, wenn man etwas Show haben möchte.

2. In einem authentisch japanischen Restaurant passt er zur traditionellen Küche.

sehe ich ähnlich. Er ist hübsch, aber vielseitig ist anders.
 

Sousvidebader

Wagyuologe
5+ Jahre im GSV
Supporter
In letzter Zeit werben mehr und mehr Restaurants stolz damit, frischen Seafood und tolle Steaks auf Robata-Grills zuzubereiten, zuletzt das Dallmayr in München. Abgesehen davon, dass die Münchener Bussi-Gesellschaft heutzutage alles japanische ganz chic findet, frage ich mich, welchen konkreten technischen Vorteil diese Art zu kochen hat?

Mhhh da muss ich ja gleich als Teil der nicht Business-Gesellschaft der japanisch auch toll findet heute Mittag gleich mal rüber schauen. :D
 

Feierdeufe

Grillkönig
Bei der Kohle wirds geschmacklich keine Unterschiede geben, was die Temperatur der Glut, bzw. Glühdauer, betrifft wahrscheinlich schon. Kohlen nachlegen beim Nobel Japaner mit Rauchentwicklung kommt nicht so gut.
Zum Grill, so etwas ähnliches hab ich im Forum schon mal gesehen. War allerdings deutlich länger. Finde es leider im Moment nicht. Die Verarbeitung ist jedenfalls top. Aber durchaus mit eines Satiniermaschine zu erreichen. Falls ich so etwas bräuchte, würde ich mir so etwas selbst schweißen, allerdings mit Handrad zur Höhenverstellung, Führung über die 4 Säulen.
Schöne Grüße
Christian
Edit: Zerlegbar!
 

firefrog

Grillkaiser
5+ Jahre im GSV
http://chicagoist.com/2012/12/28/why_should_you_care_about_robata.php

Was ich bisher so über das Spießchen Grillen in Japan gesehen habe, gehört da etwas mehr dazu wie etwas Kohle anzünden und paar Spießchen auflegen für die Champagnerschlürfende Bussigesellschaft aufzulegen.
Das wird sich dann halt gerade als neuer Tapas Trend etablieren.
Wie schon geschrieben, als frontcooking für Hippe Lokalitäten oder für Restaurants der traditionellen japanischen Küche. Wobei ich 2. da bevorzugen würde.
 
Moin.
Ich sehe den Grund der Hypes in dem Herdentrieb einer Schicht der Gesellschaft, die sich selbst für ungemein individuell und exclusiv hält!

Wenn man mal auf dem Teppich bleibt, kommt man nicht umhin zu sehen, dass ein Robata nix anderes ist als ein Mangal!! Klingt nur nicht so chic!! Und ausserdem, nen Mangal haben ja auch viele Hobbygriller, das ist ja nix besonderes!

Was die Holzkohle und den damit vebundenen Geschmack angeht, bin ich voll bei Steven @PuMod , wer da behauptet den Unterschied zu schmecken .................................. na ja, ich halt mich mal zurück!

Gruss :trinkbrueder-smilie_text
Rüdiger
 
OP
OP
Kimble

Kimble

Mr. Seafood & Dr. Tartuffel
Supporter
Ich bin so frech und behaupte, dass es geschmacklich zwischen verschiedenen Holzkohlen keinen Unterschied gibt..
Da habe ich mich unglücklich ausgedrückt und es auch schon korrigiert, ich stimme Dir da zu ! Ich zitiere einfach mal

https://www.bluewin.ch/de/leben/lif...-grilltipps-von-food-scout-richard-kaegi.html

Was kann diese spezielle Kohle?
Diese Sorten brennen etwa drei Mal länger als Holzkohle und werden extrem heiss. Zudem sind sie geruchsneutral und rauchfrei und somit perfekt für Leute , die den Grill gerne auch mal in der Küche aufstellen. Sie werden zu 100 Prozent aus natürlichem Abfall hergestellt und sind somit sehr umweltfreundlich. Herkömmliche Holzkohlebriketts haben oft Klebstoffe drin, die in die Luft entweichen.
 

Sousvidebader

Wagyuologe
5+ Jahre im GSV
Supporter
Für mich sieht das nach einer etwas größeren Variante eines Grills für Satay oder Teriyaki Gerichte aus.
 
OP
OP
Kimble

Kimble

Mr. Seafood & Dr. Tartuffel
Supporter
Business-Gesellschaft
Ich schrieb Bussi nicht Business-Gesellschaft ;-) Für die Bussi-Gesellschaft aka Schickeria hat München ja nicht nur eine geniale Serie und einen passenden Film bekommen, sondern sogar einen eigenen Wikipedia-Eintrag :-). Wenn man den Bericht in der SZ liest, scheint sie ja auch immer noch nicht ausgestorben.

So wie man hier nicht abgeneigt sein darf, zu sehen und gesehen zu werden, ist es auch mit dem gesprochenen Wort. Wir jedenfalls erfuhren ungewollt so einiges über irgendeinen Hansi und seine schwierige Scheidung. Aber zum Glück hat der Hansi ja noch seine Yacht in Barcelona.
 

Sousvidebader

Wagyuologe
5+ Jahre im GSV
Supporter
Ich schrieb Bussi nicht Business-Gesellschaft ;-)

Jetzt wäre mir vor lachen fast das Monokel in den Champagner gefallen :lach:

Ja die Bussi Bussi Gesellschaft hab ich doch ab und an hier als Kunden.

War mal schnell im Dalmayer da es von der Arbeit nicht weit weg ist. Sieht ganz interessant aus, wird hier aber mit Gas betrieben.

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OP
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Kimble

Kimble

Mr. Seafood & Dr. Tartuffel
Supporter
War mal schnell im Dalmayer da es von der Arbeit nicht weit weg ist. Sieht ganz interessant aus, wird hier aber mit Gas betrieben.
Danke für den Service :thumb2:

Mit Gas betrieben ist allerdings wenig authentisch, wenn man schon so einen TamTam darum macht. Im Link von @firefrog war ja gut beschrieben, warum da Binchotan rein sollte. Das ist ungefähr so, wie einen American-BBQ anzupreisen, das dann elektrisch betrieben wird :-)

Aber vielleicht passt ja genau das zu München, wo selbst der SZ-Journalist auf das Marketing-Gewäsch solcher Bussi-Locations hereinfällt. 60 € für eine gegrillte Seezunge in einem Bistro sind schlicht Abzocke, da zahle ich selbst in einem *** wie dem Interscaldes deutlich weniger für ein vermutlich besseres Produkt. Dazu passen auch solche Sätze:

Um die eigentliche Besonderheit dieser neuen Lokalität noch besser kennenzulernen, den vom Dallmayr-Marketing angepriesenen, eigens eingebauten "Robata"-Grill, bestellten wir ein Flank Steak, ein ungewohnterweise aus dem Bauchlappen des Rinds geschnittenes, leicht marmoriertes Stück Fleisch. Es ist nicht so zart wie Filet, aber dank der Maserung mindestens so geschmacksintensiv. Vor allem, wenn der japanische Wundergrill das Fleisch mit einer sanft rauchigen Oberfläche veredelt.

Da wüsste ich ja manchmal schon gerne, ob solche Redakteure das selbst glauben und an Geschmacks- und Sehschwäche leiden oder ob sie einfach 1:1 die Werbetexte der befreundeten Unternehmen samt "sanft rauchiger Oberfläche" übernehmen. Die offensichtliche Ahnungslosigkeit des Schreiberlings findet seine Krönung in diesem Satz:

Quinoa-Kügelchen (ein Hochlandgewächs aus den Anden, wie uns Google verriet) sowie Shamponzu (über das auch Google nichts weiß, außer dass es nicht ist, wonach es klingt).
:patsch:
Wer Quiona googeln muss, lebt wohl ansonsten in einer ziemlich tiefen bayerischen Schlucht. Wenn man aus Chanponzu (Yuzu-, Daidai-, Yuko-, Kabosu-, Sudachi-Saft, Sojasauce, Kombu, Amazake, Hon Mirin, Shiitake-Pilze) kein Shampoo :D macht, sondern es korrekt schreibt, findet man es nicht nur bei Google sondern u. a. in meiner Küche ;-).

Aber im Grunde ist das alles vermutlich egal, denn ich bin überzeugt, dass die Münchener Gesellschaft ab jetzt auf diesen neuen tollen japanischen Grill steht, der so eine einzigartige Oberfläche auf diese ungewohnten Fleischstücke zaubert: "Das muss man probiert haben, der Hansi war ganz begeistert ..." :rolleyes:
 

PerformerGBS

Grillkönig
5+ Jahre im GSV
Supporter
Das weiß ich. Nur so gab es meiner Aussage mehr Gewicht.

:D
 

macroy

Grillkaiser
5+ Jahre im GSV
Aus meiner Sicht ist es Langeweile und das Interesse etwas neues zu probieren,wenn möglich als erster in der entsprechenden Gesellschaft damit man was zu erzählen hat. Der Preis muss hoch angesetzt werden damit ein gewisses Wertigkeits- und Exklusivitätsdenken entsteht, billig und für jedermann würde das Spiesschengrillen für die gewünschte Kundschaft uninteressant machen. Was nicht viel kostet,kann auch nichts sein. Dass so manches nur als neu verkauft und beworben wird, begreift so mancher nicht und interessiert sich auch nicht für solche Details. Wie oft wird Mist als Gold oder Revolution beworben und genug Leute glauben es und kaufen... Neu/Hipp, muss man probieren damit es wieder neues zu erzählen gibt was man tolles probiert bzw. erlebt hat :D
 

BBQ-Michael

Foodie
5+ Jahre im GSV
Wenn Du Robatayaki mal live erleben willst: Fahr mal nach Hagen ins Hohoffs Golden Cage. Ist ja nicht ganz so weit... Die nutzen dreierlei Grills: Montague ("der große Beefer"), Josper und ein Robata.

Die Passion für das Grillen findet im „The Golden Cage“ seinen kulinarischen Höhepunkt in der Anwendung einer weiteren dritten Grillmethode: “Robata“ heißt das Zauberwort! Robata steht kurz für „robatayaki“, dem japanischen Ausdruck für das „Feuerstellen-Kochen“. Die Geschichte des Grills beginnt in nordjapanischen Fischerbuchten. Die Fischer nahmen Kästen mit auf ihre Boote, in denen Kohle den ganzen Tag über mit heißen Temperaturen glimmte, brutzelten ihren Fang über der offenen Flamme und reichten ihn sich dann mit Hilfe ihrer langen Paddel von Boot zu Boot. Eins der großen Geheimnisse des mittlerweile ausgefeilten Kulturgutes „Robata“ ist die spezielle Kohle, die wenig raucht und mit extrem heißen Temperaturen vielen anderen Grills Konkurrenz macht. Aber auch mit so viel Feuer ist der Robata eher ein Slow-Grill, den manche als den Aston Martin unter den Barbeques bezeichnen.

http://www.hohoffs800.de/hagen/
 

BBQ-Michael

Foodie
5+ Jahre im GSV
Wenn man aus Chanponzu (Yuzu-, Daidai-, Yuko-, Kabosu-, Sudachi-Saft, Sojasauce, Kombu, Amazake, Hon Mirin, Shiitake-Pilze) kein Shampoo :D macht, sondern es korrekt schreibt, findet man es nicht nur bei Google sondern u. a. in meiner Küche ;-).

Seit ich bei einer Bestellung von grünen Reisflakes, die ich dringend für ein Kaisergranat-Gericht benötigte, eine Flasche Chanponzu mitbestellt habe, steht diese auch bei mir in der Küche. Und weißt du was? Die eigene Ponzu aus Sojasoße, Yuzusaft, etwas Limettensaft, Mirin, Reisessig und ggfs. ein paar Bonitoflocken finde ich besser. o_O:D
 
OP
OP
Kimble

Kimble

Mr. Seafood & Dr. Tartuffel
Supporter
@BBQ-Michael
Wenn die Fischerlegende stimmt, ist der Grill für diesen Einsatzzweck sicherlich nicht schlecht. In der Küche bin ich jedoch ein technischer Mensch und da frage ich mich nun mal, wo der Vorteil eines Holzkohlegrills ohne Höhenverstellung und Haube sein soll ?! Die gute Nachricht ist gleichzeitig auch die schlechte Nachricht: die über längere Zeit unveränderbare Temperatur. Da habe ich mit einem Kamado a la BGE doch 100mal mehr Möglichkeiten als mit solch einem offenen Grill. Ich kann mir vor allen Dingen kaum vorstellen, dass man damit Fisch, Fleisch und Gemüse gleichzeitig auf den Punkt garen kann. Für das eine ist es zu heiß, für da andere nicht heiß genug. Natürlich wird das Ergebnis nicht ganz schlecht ein, von Perfektion ist so etwas aber weit entfernt.
 
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