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Weber Go Anywhere Gas: Niedertemperaturgaren möglich?

Der-Leitende

Militanter Veganer
Hallo Grillfreunde,

nachdem ich auf meine Frage selbst beim Weber Kundendienst keine aussagekräftige Antwort erhalten habe, habe ich mich mal hier angemeldet. Vielleicht kann ich zukünftig ja auch etwas beitragen.

Meine Frage an Weber war folgendermaßen:

Ich benutze seit einigen Jahren einen Weber Go Anywhere in der Holzkohleversion, wenn ich mit meiner Familie mit dem Wohnwagen unterwegs bin. Ich bin auch sehr zufrieden damit.
Da unsere Kinder aber immer größer (und entsprechend hungriger) werden, stoßen wir kapazitätsmäßig bald an die Grenzen des Go Anywhere und wollen aufstocken. Und zwar gerne mit einem Zweiten Go Anywhere. Allerdings diesmal in der Gasversion.
Können Sie mir sagen, in welchem Temperaturbereich sich dieser Grill betreiben lässt? Mich interessiert dabei vor allem die KLEINSTE mögliche Betriebstemperatur. Denn bevor ich die Würstchen für die Kinder damit fertig mache, würde ich darauf gerne ein paar gute Steaks garen. Und zwar bei möglichst geringer Temperatur über mehrere Stunden.
Dann die Steaks auf den heißen Kohlegrill für ein bisschen Farbe und Geschmack und die Würstchen auf den Gasgrill. Dann ist alles gleichzeitig fertig und alle werden satt.
Aber dafür muss ich wissen, ob man den Go Anywhere Gas weit genug herunter regeln kann, um damit gescheit niedertemperaturgaren zu können.


Die Antwort von Weber kam erfreulicherweise innerhalb von 24 Stunden, war aber leider etwas halbgar:

Wir können leider keine genauen Angaben machen, was die niedrigste mögliche Temperatur ist. Der Grill wird aber sicher immer eine Temperatur von über 100 Grad Celsius erreichen. Zum Niedertemperaturgrillen ist das geeignet (bis ca. 120 Grad), aber nicht optimal.


Also hat man "immer eine Temperatur über 100 Grad". Wenn dem so ist, steht dies einem langsamen Garen bei 80 Grad Bratraumtemperatur natürlich im Wege. Aber die Aussage scheint mir etwas aus der Hüfte geschossen und es hieß in der Antwort ja auch, dass es keine belastbaren Angaben gibt.

Hat da jemand Erfahrungswerte? Nach dem Motto von Chubby Checker "How low can you go?".
Im Zweifel interessieren mich auch Lösung mit "Krücken". Also zusätzliche Bleche über dem Brenner, halb gehöffnete Löcher oben, etc. Der Gasverbrauch wäre bei mir zweitrangig, da ich ohnehin über die großen Gaspullen des Wohnwagens gehen würde. Da ist genügend Reserve, um auch mal drei, vier Stunden "zum Fenster raus" zu heizen.

Beste Grüße,
Carsten
 

Quali-Fire

Röstaromen-Romantiker & Roll-Eis-Rastelli
5+ Jahre im GSV
Supporter
Moin und Willkommen im GSV !!!

Revers Sear ist durchaus ein guter Weg, bzgl. der Brennstoffvariante würde ich es entgegengesetzt machen.....

LOW & SLOW mit Kohle & das Finish mit Gas ......wenn der Gasi volle Möhre aufgeheizt ist, sollte das Branding passen und auch das Würstchen gelingen..

Weiterer Vorteil: Du brauchst nicht sinnlos Gas verheizen oder eine Belüftungskrücke bauen um die niederen Temps <100 zu erreichen. Meist birgt sowas zudem die Gefahr, dass die Flamme durch Wind erlischt und es zu unkontrolliertem Gasaustritt kommen kann. Auch dürfte es schwierig werden im Gasi eine indirekte Zone einzurichten....der Brenner befeuert auch bei kleinster Flamme den kompletten Rost. Ohne Entkopplung kannst du L&S damit getrost vergessen.

Schau mal hier: <<< KLICK >>> oder auch <<< DA >>>>
Geht alles in dem kleinen Kohlenkasten - du brauchst halt nur einige Anregungen für's Setup.

EDIT: Und damit Steaks und Würstchen zusammen den Weg auf die Teller finden, machst du nach dem L&S alle Schotten auf und Grillst die Wurst über den Kohlen und die Steaks auf dem Gasi. Das sollte wohl passen ;-)
 
OP
OP
Der-Leitende

Der-Leitende

Militanter Veganer
Hmmm... So rum hatte ich es noch gar nicht betrachtet. Aber eigentlich war die Motivation, wirklich über ne lange Zeit eine verlässlich tiefe Temperatur zu haben. Klar, Snake-Method mit Kohle geht auch, aber das ist dann trotzdem mit Feintuning verbunden, bis die Temperatur passt.

Außerdem habe ich gestern festgestellt, dass der Go Anwhere Gas auf 50 mBar läuft. Mein Gas-Außenanschluss bringt aber nur 30 mBar. Das heißt „volle Möhre“ ist dann eh nicht mehr angesagt. Und wenn ich erst anfangen muss, die Flasche vorne aus dem Gaskasten zu wuppen, dann ist der Gag weg.

Da muss ich mir nochmal ganz grundlegend Gedanken machen, mit welcher Art Grill ich da arbeiten kann.
 

Quali-Fire

Röstaromen-Romantiker & Roll-Eis-Rastelli
5+ Jahre im GSV
Supporter
aber das ist dann trotzdem mit Feintuning verbunden, bis die Temperatur passt.
Genau das ist es doch was BBQ so interessant macht. In der Ruhe und dem richtigen Setup liegt der Erfolg.
Schlicht Aufheizen und Losgrillen um einfach nur satt zu werden kann schließlich fast jeder.....dafür braucht es keinen Pitmaster ;-)

Außerdem habe ich gestern festgestellt, dass der Go Anwhere Gas auf 50 mBar läuft. Mein Gas-Außenanschluss bringt aber nur 30 mBar. Das heißt „volle Möhre“ ist dann eh nicht mehr angesagt. Und wenn ich erst anfangen muss, die Flasche vorne aus dem Gaskasten zu wuppen, dann ist der Gag weg.
Der GA lässt sich auch in Nachbarländern kaufen.....30mBar in Dänemark bspw. sind dort Standard.

Da muss ich mir nochmal ganz grundlegend Gedanken machen, mit welcher Art Grill ich da arbeiten kann.

;-)
 
OP
OP
Der-Leitende

Der-Leitende

Militanter Veganer
Hehe... Mit so einer Antwort hatte ich beinahe gerechnet.

Meine Herangehensweise ist allerdings etwas anders:
Da ich eine Mietwohnung unterm Dach ohne Balkon bewohne, komme ich ohnehin (fast) nur im Camping-Urlaub zum Grillen. Da konzentriert sich dann alles auf den Urlaub und die Familie. Das Grillen betreibe ich insofern nicht als Hobby, sondern einfach als Alternative zum heimischen Kochen. Es muss bei mir sozusagen nach dem Mini-Max-Prinzip funktionieren: Gerne lecker, aber nicht zwangläufig mit Feintuning und Experimenten. Und da ich mit dieser Zubereitungsmethode (Rückwärts Grillen) auch zu Hause schon gute Erfahrungen gemacht habe, wollte ich das einfach übertragen. Und zu Hause drehe ich halt den Ofen an und habe drei Stunden Zeit für was anderes, dann noch ein paar Minuten Pfanne und fertig.

Vielleicht, oder wahrscheinlich bin ich da in einem Griller-Forum auch nicht 100% richtig aufgehoben, aber da sich meine Frage ja um die Eigenarten eines speziellen Gasgrills drehte, war das nichts für mein übliches Wohnwagenforum.

Aber den Hinweis mit den "Nachbarländern" nehme ich dankend entgegen. Muss sich nur noch herausstellen, wie sich die Temperaturen wirklich verhalten.
 

BBQ_FAN_01

Beräucherer der Umgebung & Holzfeuer Aficionado
Supporter
Hallo und willkommen, ich denke Du bist hier schon richtig. :-)

Viele hier campen auch und es gibt sehr viele Freds dazu. Ich nehme meinen Kohle Go Anywhere auch immer mit, bestücke Ihn in einer Ecke mit ca. 3-4 Stück ca. 10cm langen brennenden Bambusstangenkohlen (halten locker 3h mit 100-120 Grad) und mache genau das was @Quali-Fire auch vorschlägt. Auf diese Weise kannst Du Steaks Low& Slow garen, Pulled Pork smoken oder was auch immer. Einfach den kleinen AZK zum Anzünden der Kohle nehmen, dann kannst Du nach 2 1/2 Stunden den nochmals richtig füllen, alles glühend aufheizen innert ca. 20 Minuten, die Kohle reinschütten und die Steaks noch kurz anknuspern nach Bedarf. Dann brauchst Du nicht mal einen zweiten GA. Eine weitere Möglichkeit zum Anknuspern wäre auch z.B. die AZK App mitnehmen, ist so ein Gestell dass man auf den AZK legen kann und dort drauf eine Pfanne oder einen Grillrost, da hast Du Höllenhitze genau für Steaks.
 

Quali-Fire

Röstaromen-Romantiker & Roll-Eis-Rastelli
5+ Jahre im GSV
Supporter
Hallo und willkommen, ich denke Du bist hier schon richtig. :-)

Viele hier campen auch und es gibt sehr viele Freds dazu. Ich nehme meinen Kohle Go Anywhere auch immer mit, bestücke Ihn in einer Ecke mit ca. 3-4 Stück ca. 10cm langen brennenden Bambusstangenkohlen (halten locker 3h mit 100-120 Grad) und mache genau das was @Quali-Fire auch vorschlägt. Auf diese Weise kannst Du Steaks Low& Slow garen, Pulled Pork smoken oder was auch immer. Einfach den kleinen AZK zum Anzünden der Kohle nehmen, dann kannst Du nach 2 1/2 Stunden den nochmals richtig füllen, alles glühend aufheizen innert ca. 20 Minuten, die Kohle reinschütten und die Steaks noch kurz anknuspern nach Bedarf. Dann brauchst Du nicht mal einen zweiten GA. Eine weitere Möglichkeit zum Anknuspern wäre auch z.B. die AZK App mitnehmen, ist so ein Gestell dass man auf den AZK legen kann und dort drauf eine Pfanne oder einen Grillrost, da hast Du Höllenhitze genau für Steaks.
Absolut korrekt. Aber ohne dem TO zu nahe treten zu wollen, entnehme ich seinen Zeilen das er eigentlich keine Lust zum BBQ hat, sondern der Grill schlichtweg einfach und schnell warmes Essen machen soll. Hier ist wohl nicht der Weg das Ziel sondern eine schnelle Vergrillung ohne großartige Kenntnisse bei diversen Zubereitungsarten.
Ist ja auch kein Ding, jeder so wie mag:anstoޥn:
 

BBQ_FAN_01

Beräucherer der Umgebung & Holzfeuer Aficionado
Supporter
Mir auch klar. Wenn er auf die glühende Kohle in der Ecke kein Holz legt, macht der GA Kohle ja genau das was er eigentlich will, seine Steaks "backofenartig" mit 100-120 Grad rückwärts grillen. Wenn er dazu die richtige Kohle nimmt, muss er auch nichts fummeln in 3h. Mit einer Gasversion wird er die niedrigen Temp eher nicht hinbekommen, ausser mit einem regelbaren Druckminderer und Deckel Gefummel. Habe ich zur Genüge mit kleinen Gasis getestet, (die werden aufgrund des kleinen Brennraums einfach nur heiss), auf dem Camping hat man ja Zeit :-)
 
OP
OP
Der-Leitende

Der-Leitende

Militanter Veganer
Hallo Freunde,

ich wollte diesen Faden hier nicht im Nirvana versanden lassen, ohne nicht wenigstens meine Erkenntnisse zu teilen.
Ich habe mir jetzt einfach den Go Anywhere in der Gas-Version besorgt. Denn was ist besser als ein Weber Grill? Richtig: Zwei Weber Grills! :cool:
Und in der Tat wird er auf voller Leistung fast 300 Grad heiß, aber auf der kleinsten Stufe über kurz oder lang immer noch 250 Grad. Low and Slow ist da drauf also wirklich nicht.

Aber ich habe mir eure Ratschläge zu Herzen genommen und mache es jetzt umgekehrt: Auf dem Kohlegrill auf 2/3 des Rostes neben 1/3 Eierkohlen langsam garen und dann auf dem Gasgrill das Finish. Vom Zubereitungs-Timing her passt es dann trotzdem, wenn auch anders als ursprünglich geplant:
  1. Das gute Zeug "Low and Slow" für ein paar Stunden auf den GA Kohle.
  2. Kurz vor Ende die kurzgebratenen Sachen auf dem GA Gas fertig machen.
  3. Das fertige Zeug dann vom Gasgrill zum Warmhalten in den Kohlegrill, während das Zeug aus dem Kohlegrill auf dem Gasgrill Farbe bekommt.
  4. Alles gleichzeitig fertig, alles heiß.
Und dank "Mini-Snake"-Method im Go Anywhere hält sich das Gefummel auch in Grenzen. Denn trotz anderslautender Vermutungen hier, sind mir diese Kniffe nicht völlig fremd. :-) Ich hatte nur das Problem, dass ich nur "entweder oder" bzw. "eins nach dem anderen" konnte. Also langsam auf dem Kohlegrill garen, dann eine Zwangspause zum hoch-heizen, dann fertig grillen und parallel noch den Wurstkram und so. Da geht einem bei 2 Erwachsenen und zwei erschreckend schnell größer werden Kindern, schnell mal der Platz aus, mit dem der Go Anywhere ja prinzipbedingt etwas geizt. Aber jetzt kann ich die Grills bespielen wie Jon Lord seine Orgeln. :cool:

Parallel baue ich übrigens gerade an einer Art Rack, auf dem später beide Grills sicher zu stehen kommen. Kann ich ja mal posten, wenn es interessant ist.

Grüße,
Carsten
 

12gang

Grillkaiser
5+ Jahre im GSV
ich wollte diesen Faden hier nicht im Nirvana versanden lassen, ohne nicht wenigstens meine Erkenntnisse zu teilen.
......
Danke für die Rückmeldung.. und das GA-Regal auf jeden Fall hier reinstellen!!
 
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