• Du musst dich registrieren, bevor du Beiträge verfassen kannst. Klicke auf Jetzt registrieren!, um den Registrierungsprozess zu starten. Registrierte User surfen werbefrei, können Suchen durchführen und sehen die volle Darstellung des Forums mit vielen anderen Unterforen!!!

Wie heize ich den Smoker ein?

martin332

Militanter Veganer
Blöde Frage für den Profi... ich weis schon.

Ich bin ein Grillfrischling und glücklicher Besitzer eines Smokers.
Mein erster Versuch verlief so:
Stundenlanges vorheizen mit Buchenholz im Heizfach, dann Grillgut in den großen Teil rein.
Nun sank die Temperatur permanent OHNE öffnen (eh klar) immer wieder rapide ab, also wieder Buchenholz rein...

Ergebniss: dunkel-schwarzes - nicht verkohltes Grillgut mit extrem Rauchgeschmack (auch klar- wurde ja praktisch gräuchert...) :patsch:

2. Versuch:
Phase 1 -- Stundenlanges Glut aufbauen mit Buchenholz, dann Grillbrikets mit Weber anzünder zum Glühen gebracht und ab ins Heizfach,
Temperatur OK - Grillgut rein
UND Ätsch --- Temperatur sank wieder rapiede ab,
also wieder Holz drauf -
Die Temperatur war immer kaum 120 - 100 Grad.
Grillgut schwarz... :o

Wo liegt der Hacken???

Mit der Bitte um dringende Hilfe...
Am Montag möchte ich für 10 Leute wieder grillen, ohne
schwarzes Rauchzeug zum Essen. :-?
 
BBQ hat recht.

Ausserdem: Trockenes Holz verwendet? Lüftungsklappen offen?

100 - 120 Grad sind ok. Vermutlich hatte Dein Feuer zu wenig Sauerstoff, deswegen die brutale Rauchentwicklung.
 
Ich habe zwar keinen Smoker, denke aber das Buchenholz war zu feucht . Trockenes Buchenholz (2 Jahre abgelagert) verbrennt mit sehr wenig Rauchentwicklung.
 
Zu geringe Temp. kann ich mir eigendlich nur schwer erklären.
Ich hatte eher das Problem, daß ich (von der Lagerfeuerfraktion kommend) ein viel zu starkes Feuer in der Feuerbox hatte. Abhilfe schaffte dann halt ein "Hobbyfeuer" mit daumendicken Spreißelchen, welches fast ständig überwacht werden mußte und sich dann aber sehr gut regulieren läßt.
Wirklich hohe Temperaturen kriegst Du mit Eichenholz.
An den Rauchgeschmack (schon fast nach Buchenholzteer) konnte ich mich aber trozdem nicht gewöhnen. Deshalb hat ja auch NBG meine Lok adoptiert.
Btw: momentan bin ich dabei dem Buchenholzteergeschmack auf die Spur zu kommen. Ein ähnliches Phänomen gibt´s nähmlich beim Räuchern auch. Vielleicht gibt´s dann ja doch wieder nen smoker!
@tacki
2 Jahre ist aber noch nicht wirklich gelagert.
 
Und für Freunde des raucharmen bzw. -freien Smokens (ein Unwort, ich weiß), gibts ja immernoch die Möglichkeit, ein Glutbett aus Holzkohle zu machen und "wenig" oder "gar kein" Holz draufzulegen.
 
Hallo

das mit dem Holz ist wirklich nicht zu unterschätzen.


Heute erst habe ich wieder den Smoker angeworfen. Nur Kirschbaum aus ner 'Holzmanufaktur'. Hört sich ziemlich hochnäsig an, aber es ist ein Holzbearbeitungsbetrieb und der hat Abfallholz en Masse und alles supertrocken.
Damit smoke ich bei ca 160°C und bin voll zufrieden. Das schlimmste was mir je passiert ist: SJ weiss Bescheid. ;)
Auf´m Balken liegt 30 Jahre! abgelagertes Buchenholz. Und was liegt näher, wie das zu nehmen. Danach schmeckte alles wie aus´m Rauch. :puke:
Hat schon mal einer 'Bamberger Rauchbier' getrunken? Schmecht wie aus SJ´s Smoker. ;) aber nicht wirklich gut.

Also Jungs (und natürlich mädels)
spart nicht am Holz und dann wird euer smokererlebnis zur Wonne.

gruss manfred
 
Hochsauerlandgriller schrieb:
.............
Hat schon mal einer 'Bamberger Rauchbier' getrunken? Schmecht wie aus SJ´s Smoker. ;) aber nicht wirklich gut.
...............

Schlenkerla?

Mjam mjam, muss eiskalt sein.
Gut, der erste Schluck will nicht so richtig über den Knorpel, aber dann! :prost: Sicherlich gewöhnungsbedürftig. ;-)
 
Das hat jetzt nicht unbedingt was mit dem Anheizen zu tun, aber fuer den eigentlichen Garungsprozess muss es nicht immer nur trockenes Holz sein.
Klar, fuer die "normalen" Barbecue Jobs nimmt man sehr trockenes Holz, aber wer wirklich smoken (im Sinne von echtem Raeuchern) will, sollte durchaus am Tag vor dem Raeucherprozess einige ordentliche Holzstuecke in's Wasser legen. Das wird z.B. bei Schinken oder auch bei Fischraeuchern empfohlen, um tatsaechlich ausreichend Rauchentwicklung zu bekommen. Das sind allerdings Vorgaenge, die weit unter der Barbecuetemperatur stattfinden sollen.
 
Natural Born Griller schrieb:
Und für Freunde des raucharmen bzw. -freien Smokens (ein Unwort, ich weiß), gibts ja immernoch die Möglichkeit, ein Glutbett aus Holzkohle zu machen und "wenig" oder "gar kein" Holz draufzulegen.

Dem kann ich mich nur uneingeschränkt anschließen. So mache ich das immer. Holz auf der Kohle hält die Temperatur im Smoker, also gelegentlich mal etwas nachlegen. Das reicht dann auch völlig aus für einen dezenten Rauchgeschmack.

Jedenfalls war das bisher auch immer der Eindruck meiner Gäste, und ich wette, da hätte so mancher seine Portion liegenlassen, wenn "überräuchert". Zuviel ist nie gut, nicht beim Würzen und ergo auch nicht beim Räuchern.

Ich mag stark geräucherte Sachen wirklich sehr gerne - als kalten Fisch, Braten, Wurst, Aufschnitt etc., aber nicht wenn´s direkt warm als "Frischfleisch" auf den Teller kommt. Eben jeder wie er mag.
Mit dem Holzkohlenbett und wenig Holz anzufangen, ist sicherlich eine gute Methode festzustellen, wieviel Rauchgeschmack man abkann, ohne gleich feststellen zu müssen: Smoker ist nix für mich.
 
Die eigentliche Rauchentwicklung, und damit auch das Aroma des Fleisches, laesst sich ja mit ein wenig Erfahrung relativ leicht ueber die Auswahl des Holzes, den Luftzug sowie die angestrebte Temperatur beeinflussen. Wer es nur ganz dezent mag, nimmt halt sehr trockenes Eichenholz (auch Buche, Mesquite oder Hickory), haelt einen moderaten Zug und unterschreitet moeglichst die 250F im Garraum des Smokers nicht. Alles was dann unter einer Stunde im Pit liegt, wird so gut wie kein Raucharoma annehmen.
 
Ich benutze 2 Jahre abgelagertes Buchenholz und dünne Eichenholz - Äste (4 Jahre gelagert).

Die etwas dickeren Holzstücke der Buche brennen relativ langsam und gleichmäßig, gelegentlich reisst aber die Flamme ab. Wenn das passiert lege ich ein dünnes Stück Eiche nach. Die vorhandene Glut sorgt sehr schnell dafür, dass wieder eine offenen Flame entsteht.

So sieht es dann bei mir in der Feuerbox aus.


Feuer.jpg




Die Temperatur kann ich mit dieser Methode (und gelegentlich leicht geöffneter Feuerbox) recht konstant und im gewünschten Bereich um 120 Grad halten. Die Rauchentwicklung ist gering.

Temperatur.jpg
 
Jepp,

brennt das Feuer ordentlich, qualmt auch nichts.

Für eine konstante Temperatur in der Feuerkammer lege ich gerne eine Lage Briketts rein. Wer mag kann auch welche nachlegen - ist aber nur selten nötig.

Selbstverständlich kann man auch auf die Lage Kohle verzichten und legt Anfags halt mehr Holz in die Feuerbox.

Bsp.:

Türmchen bauen:

Wie immer beim Anzünden: Alle Klappen und die Türe der Feuerbox vollständig öffnen.

Die Temperatur kann und sollte vor dem Einlegen des Gargutes bei min. 200° C liegen. So heizt man den Stahl auf und sorgt für ein angenehmes Ambiente in der Feuerbox un der Garkammer. Vor dem Einlegen des Gargutes muss dann halt wieder runtergeregelt werde. Ist aber auch kein Problem => Das geht von alleine. :D

Unten zwei dicke Scheite, darauf 2 Lagen kleiner werdende Scheite. Dazwischen etwas billiges Anzündholz gestellt (knallt schön.:D) und unter die dicken Scheite zwei Änzünder. Nach 10 - 20 (max) Minuten ist der Smoker betriebsbereit. Wenn es längert dauert stimmt etwas mit dem Holz nicht.

Wenn das Feuer ordentlich brennt, die Klappe der Garkammer schliessen (diese soll sich ja auch aufheizen) und wie üblich die Temperatur regeln.

Scheite zum nachlegen kommen bei mir i. d. R. auf die Feuerbox (Kochplatte) und werden dort thermisch aufbereitet - sprich erwärmt. Diese teilweise recht heißen Scheite (Handschuhe oder Zange verwenden) kommen dann bei Bedarf in die Feuerbox und zünden sofort.

Ich verwende Ofenholz - ca 1/2 wie übliches Kamiholz. Größere Ofenholz Scheite spalte ich auch wenn es unbedingt nötigt ist.

Sinvoll ist es m. E. immer eine Auswahl von großen (1/3) und kleinen (2/3) an Scheiten parat (vorgewärmt) zu haben.

Klingt zunächst kompliziert ist aber im Grunde so einfach wie Kohlen nachfüllen und thermisch aufbereitetes Holz zündet wesentlich besser als die beste Kohle.


:prost:
 
Zurück
Oben Unten