Kochen und Braten mit Gussmaterialien und deren Pflege

Hier noch einmal eine Zusammenfassung über den Umgang mit Guss.

 


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Anweisungen
  1. Es gibt meiner Meinung nach kein besseres Material als auf Guss zu kochen. Das Material ist natürlich und nahezu unverwüstlich. Darüberhinaus ist es sehr pflegeleicht.
  2. Neues Gussmaterial ist in der Regel fabrikseitig vorbehandelt. Diese Behandlung muss vor der ersten Benutzung entfernt werden. Hierbei darf Spülmittel eingesetzt werden. Danach aber nie wieder!
  3. Nach der Reinigung muss das Material dünn eingeölt werden und dann für zwei Stunden in einen heißen Ofen. Das kann auch ein Grill sein. Der graue Topf oder Rost wird mit der Zeit schwarz.
  4. Das Material ist jetzt bereit zur Verwendung. Je öfter man es nutzt, desto besser wird es.
  5. Man nimmt bei jeder Benutzung etwas öl und verarbeitet die Lebensmittel darin. Den Topf dann und wann auch von Außen einreiben und erneut einbrennen.
  6. Im Normalfall gibt es keinen Rost. Sollte der aber trotzdem mal auftreten ist das kein Beinbruch. Der wird abgebürstet und dann erneut eingeölt und eingebrannt.
  7. Nach jeder (!) Benutzung den Topf mit Küchenkrepp auswischen. Falls nötig warmes Wasser dazu nehmen. NIE Spüli!
  8. Wer für ein Gericht mit Säureanteil zubereitet, zum Beispiel mit Tomate, der muss den Topf nach der Benutzung sofort auswischen. Die Säure greift die Patina an. Wenn man eine Flüssigkeit nachgeben muss, nimmt man warmes Wasser. Kaltes Wasser kann einen Topf oder Rost zum reißen bringen.
  9. Wer etwas fettiges im Topf im Topf aufbewahren will, kann das für ein paar Stunden tun; aber nicht länger als ein Tag. Man nehme als Regel mit, den Topf nach Benutzung zu säubern. Dann macht man nichts falsch.
  10. Wenn man einen Topf länger nicht benutzt, dann legt man ein Blatt Küchenkrepp zwischen Deckel und Topf. Das vertreibt die Feuchtigkeit.
  11. Zum Einkauf: Wie bei allem auch gibt es Qualitätsunterschiede. Man sollte auf solide Wandstärken achten. Das allein ergibt sich aus dem Gewicht des Topfes. Produkte von namhaften Herstellern sind schwer, aber auch ihr Geld wert und eine Anschaffung für das Leben. Da geht nichts kaputt.
  12. Zum Aufheizen: Man muss immer bedenken, dass Gussmaterial einen hohen Wärmebedarf aufweist. Das Aufwärmen dauert länger als bei gewöhnlichem Stahl. Man muss hier mehr Kohle und Zeit aufwenden. Aber wenn es läuft, dann geht alles sehr gleichmäßig.
  13. Dutch Oven: Der Effekt des Topfes bei beschlossenem Deckel liegt darin, dass mit etwas Überdruck gekocht wird. Man kann damit sehr weiches und zartes Fleisch erreichen. Das bekommt man normalerweise auf einem normalen Grill nicht hin.
  14. Heizmaterialien: Am Besten kann man einen Dutch Oven mit Briketts aufheizen. Das gilt auch für Gussroste. Beim Dutch Oven nehmen wir gern Briketts aus Braunkohle; beim Rost Holzkohlebriketts.
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Gerade gesehen, das hier ist das 6000. in der Sammlung! - tranabo_bjoern