Hier nun das Rezept (um auf gar keinen Fall irgendwie mit dem Urheberrecht in Konflikt zu kommen, habe ich mir die ausdrückliche Erlaubnis der Bloggerin eingeholt - hier ein Danke an Kiki!)
Zunächst die Zutaten
Vanillebiskuitboden:
3 Eigelb
3 Eiweiß
100 g Zucker
75 g Mehl
25 g Speisestärke
1/2 Tl. Backpulver
Vanillearoma (oder Vanilleschote oder Vanillezucker), - der Teig sollte vanillig schmecken.
Schokoladenbiskuitboden:
Zutaten wie oben, allerdings
Nur 60 g Mehl und 15 g entölter Kakao
Kein Vanillearoma
Frosting:
450 g Zartbitterschokolade
450 g Schlagsahne
150 g Butter
Sahnecreme:
700 ml kalte Schlagsahne
350 g Doppelrahmkäse
175 g Puderzucker
1 Tütchen Vanillezucker
30 g entölter Kakao
3 1/2 Päckchen Sahnesteif (ich denke, 3 gehen auch)
Verzierung:
125 g Zartbitterkonfitüre mit 50 g Butter
Schokosplitter
Backofen auf 160 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen, Rost auf mittlere Schiene (bei 180 Grad wurde mir der Teig zu schnell braun)
Nun zur Zubereitung
Biskuitböden:
Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen, dabei 1/2 des Zuckers beifügen
Eigelb mit restlichem Zucker schaumig rühren
Eiweiß vorsichtig unter Eigelbmasse unterheben - nicht mit Schneebesen! Ich hab‘s damit gemacht:
Klappte super.
Mehl, Speisestärke und Backpulver mischen und über die Eimasse sieben, dann ebenfalls unterheben
Nun Vanillearoma bzw. gesiebten Kakao unterheben.
Backform mit Backpapier auslegen, Rand etwas einfetten und Teigmasse hineingeben. Im Originalrezept war eine 18er Form angegeben. Ich habe eine 24er Form benutzt, aber auch da wurden die Böden recht hoch für 1mal durchschneiden, daher würde ich beim nächsten Mal eine 26er oder vielleicht sogar eine 28er Form nehmen. Bei der Sahnecreme und dem Frosting blieb bei der 24er Form genug übrig, so dass die Mengen auch für die größere Form reichen wird.
Nacheinander beide Böden ca 25 min backen (ggf. länger, bis Boden schön braun ist und beim Hereinstechen mit Holzstäbchen dieses ohne jegliche Teigreste ist)
Böden nach leichtem Abkühlen aus der Form nehmen, Backpapier entfernen und die Böden in Frischhaltefolie packen, nach vollständigem Auskühlen über Nacht im Kühlschrank aufbewahren.
Weiter ging’s am nächsten Morgen mit dem
Frosting:
Schokolade kleingebrochen in eine Schüssel geben,
Sahne mit Butter in einem Topf aufkochen lassen und dann über die Schokolade gießen, Schüssel mit einem Teller abdecken (dann entweicht die Hitze nicht so schnell).
Nach 5 bis 10 min alles so lange mit einem Schneebesen verrühren, bis eine flüssige Schokoladencreme entstanden ist. Als sie ausreichend abgekühlt war, habe ich sie im Kühlschrank weiter runtergekühlt, bis sie hart war (Achtung! Hat Stunden gedauert).
Dann zur
Sahnecreme:
Frischkäse mit Mixer / Schneebesen auf kleiner Stufe cremig rühren (ein paar Minuten), Puderzucker und Kakao gesiebt zufügen und verrühren. Dann die Sahne nach und nach hineingeben und schließlich das Ganze so lange auf höchster Stufe schlagen (dabei Sahnesteif einriegeln), bis die Masse eine cremig-feste Konsistenz hat.
Nun die Buiskuitböden jeweils 1mal durchschneiden. Ich habe dazu ein Brotmesser genommen, wurde etwas schief. Soll aber mit (geschmacklich neutraler) Zahnseide besser gehen.
Frischhaltefolie nicht wegwerfen, wird nochmal gebraucht!
Nun abwechselnd dunkler Boden - Sahnecreme - heller Boden - Sahnecreme.... schichten und mit hellem Boden abschließen. Ich habe dabei schon auf der endgültigen Tortenplatte gearbeitet, da ich nicht wusste, wie man hinterher die fertige Torte unbeschadet darauf bekommt

. Dabei darauf achten, dass die Sahnecreme gut bis an den Rand gelangt.
Zur Deko habe ich etwas der Sahnecreme übrig gelassen.
Nun die Torte wieder in Frischhaltefolie packen und erneut ab in den Kühlschrank, bis das Frosting hart genug ist.
Während der Wartezeit konnte ich das Schlachtfeld in der Küche beseitigen

.
Nun das Frosting nochmal kurz aufschlagen und dieses oben und danach am Rand auf der Torte verteilen. Es muss nur eine dünne Schicht sein. Zum Glattstreichen habe ich die obere Seite eines größeren Fleischmessers benutzt. Wurde nicht so toll wie im Video, aber tat dem Geschmack keinen Abbruch

. Auch hier blieb genug Frosting übrig für die spätere Verzierung.
Dann Schokosplitter in kleinen Portionen auf die Finger streuen (mangels passender Utensilien) und an den unteren Rand der Torten drücken.
Danach die Zartbitterkonfitüre erhitzen und die Butter darin zerlassen. Die Masse in einen Gefrierbeutel geben, eine kleine Ecke am Beutel abschneiden und am Rand der Torte runterlaufen lassen. Hier ist es hilfreich, wenn eine zweite Person die Tortenplatte dreht. Ich musste nämlich immer wieder den Beutel mit der zweiten Hand zudrücken, da die Konfitüre noch zu flüssig war. Deshalb entstanden auch nicht unterschiedlich dicke Tropfen am Rand, sondern ein Kranz oben auf der Torte mit Fäden an den Seiten. Das nächste Mal werde ich die Konfitüre etwas mehr abkühlen lassen.
Die Torte sollte nun wieder in den Kühlschrank (natürlich diesmal ohne Folie), bis die Konfitüre fest ist.
Zum Schluss das restliche Frosting in einen Spritzbeutel füllen und Torte damit nach Belieben verzieren.
Auch hier habe ich Lehrgeld zahlen müssen

. Ich hatte vergessen, das Frosting nochmal aufzuschlagen, so dass es zu hart war und mehr oben aus dem Beutel statt unten aus der Tülle gedrückt wurde. Irgendwann war es dann aufgrund meiner Handwärme so weich, dass eher Kleckse als wohlgeformte Rosetten dabei raus kamen.
Bis zum Anschnitt (äh bei mir bis zum Transport zum Geburtstagskind) kam die Torte wieder in den Kühlschrank und wurde schließlich genussvoll

.
Aber Achtung! Es reichen wirklich ganz kleine Stücke pro Person, vor allem wenn man vorher Gegrilltes und Salate gegessen hat.
Viel Spaß beim Nachbacken und guten Appetit!