Hallo miteinander,
mit Sauerbraten ist es ja so, dass jeder sein einzig wahres Rezept hat. Diesen Anspruch habe ich nicht. Aber hier in der Ecke bereitet man ihn mit Printensoße zu, und das schmeckt himmlisch. Weil ich es hier noch nie gezeigt habe, hier einmal der Walkthrough:
Für mein Fleisch (Schmorbraten vom Rind, ca. 1,5 kg) habe ich eine Marinade aufgekocht aus 750 ml Wasser, 250 ml Rotweinessig, 250 ml trockenem Rotwein, Suppengemüse (Sellerie, Möhren, Lauch, Zwiebeln), Wacholder, Piment, Lorbeer, Nelken und Pfeffer. Die kühlt ab und kommt dann mit dem Fleisch für mindestens eine Woche in den Kühlschrank. Davon habe ich leider keine Bilder, weil ich erst heute auf die Idee kam, das hier mal zu zeigen.
So ist dann der Status nach 8 Tagen gewesen:
Das Fleisch abtupfen, salzen und im Dopf kräftig anrösten.
Jetzt das Gemüse aus der Marinade anrösten, zum Schluss noch mit etwas Tomatenmark.
Dann mit etwas Marinade ablöschen, eine handvoll Rosinen dazu und etwas einreduzieren.
Das Fleisch kommt dazu und wird mit der restlichen Marinade geschmort. Nach 90 Minuten ergab der Zahnstochertest, dass der Braten noch etwas braucht.
In der Zwischenzeit werden einige Kräuterprinten kleingemörsert. Das hier sind übrigens die besten.
Wenn der Braten gut ist (heute waren es etwa 2 Stunden), wird die Soße durch ein Sieb gedrückt und im Dopf aufgekocht. Jetzt mit den Printen nach und nach abbinden. Ich gebe noch eine handvoll in Wasser eingeweichte Rosinen (am besten sind die großen hellen) dazu. Kräftig mit Rübenkraut und braunem Zucker süßen. Ich habe außerdem noch ca. 250 ml Rinderfond hinzugegeben. Damit und mit den Printen kann man Konsistenz und Säure gut einstellen. Ziel ist hier eine ziemlich dicke, sämige Soße.
Der Braten wird dünn aufgeschnitten und mit viel Soße serviert. Wir hatten heute Schupfnudeln und Apfelmus aus dem Garten dazu. Schupfnudeln sind hier eher unüblich dazu. Wir mögen das aber total gern. Perfekt sind sonst auch dicke belgische Fritten.
Das ist ein Essen, das in Herbst und Winter nicht oft genug gegessen werden kann.
Danke für’s Lesen!
Viele Grüße
Philipp
mit Sauerbraten ist es ja so, dass jeder sein einzig wahres Rezept hat. Diesen Anspruch habe ich nicht. Aber hier in der Ecke bereitet man ihn mit Printensoße zu, und das schmeckt himmlisch. Weil ich es hier noch nie gezeigt habe, hier einmal der Walkthrough:
Für mein Fleisch (Schmorbraten vom Rind, ca. 1,5 kg) habe ich eine Marinade aufgekocht aus 750 ml Wasser, 250 ml Rotweinessig, 250 ml trockenem Rotwein, Suppengemüse (Sellerie, Möhren, Lauch, Zwiebeln), Wacholder, Piment, Lorbeer, Nelken und Pfeffer. Die kühlt ab und kommt dann mit dem Fleisch für mindestens eine Woche in den Kühlschrank. Davon habe ich leider keine Bilder, weil ich erst heute auf die Idee kam, das hier mal zu zeigen.
So ist dann der Status nach 8 Tagen gewesen:
Das Fleisch abtupfen, salzen und im Dopf kräftig anrösten.
Jetzt das Gemüse aus der Marinade anrösten, zum Schluss noch mit etwas Tomatenmark.
Dann mit etwas Marinade ablöschen, eine handvoll Rosinen dazu und etwas einreduzieren.
Das Fleisch kommt dazu und wird mit der restlichen Marinade geschmort. Nach 90 Minuten ergab der Zahnstochertest, dass der Braten noch etwas braucht.
In der Zwischenzeit werden einige Kräuterprinten kleingemörsert. Das hier sind übrigens die besten.
Wenn der Braten gut ist (heute waren es etwa 2 Stunden), wird die Soße durch ein Sieb gedrückt und im Dopf aufgekocht. Jetzt mit den Printen nach und nach abbinden. Ich gebe noch eine handvoll in Wasser eingeweichte Rosinen (am besten sind die großen hellen) dazu. Kräftig mit Rübenkraut und braunem Zucker süßen. Ich habe außerdem noch ca. 250 ml Rinderfond hinzugegeben. Damit und mit den Printen kann man Konsistenz und Säure gut einstellen. Ziel ist hier eine ziemlich dicke, sämige Soße.
Der Braten wird dünn aufgeschnitten und mit viel Soße serviert. Wir hatten heute Schupfnudeln und Apfelmus aus dem Garten dazu. Schupfnudeln sind hier eher unüblich dazu. Wir mögen das aber total gern. Perfekt sind sonst auch dicke belgische Fritten.
Das ist ein Essen, das in Herbst und Winter nicht oft genug gegessen werden kann.
Danke für’s Lesen!
Viele Grüße
Philipp

aber davon hätt ich ganz bestimmt einen oder zwei Teller voll verputzt 