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Neuling: Grill putzen und Leben leichter machen

Arva

Militanter Veganer
Hallo,
ich bin 39, komme aus der Pfalz, bin neu im Forum und neu im Thema Grillen. Genauer: In meiner Kindheit und Jugend haben wir nie gegrillt, ich fange also bei quasi null an.


Wir haben letztes Jahr einen Enders Chicago 3 R Turbo gekauft und haben dann ca. 2-3mal in der Saison gegrillt.

Warum nur so wenig? Ich finde das Putzen des Grills extrem zeitaufwendig - oder ich mache was falsch, daher bitte ich um Rat:

Konkret:
Vor dem Grillen tue ich nichts, auch kein Öl auf die Grillroste (vermutlich der erste Fehler?).

Nach dem Grillen:
Etwa 20min auf hoher Hitze ausbrennen lassen. Dann abkühlen, die Grillroste rausholen.
Wie mache ich die richtig sauber und womit? Aktuell nutze ich die Spülbürste und einen No-Name-Grillreiniger.
Im Anschluss die Heizplattenschutze, dito No-Name-Grillreiniger und Stahlschwamm.
Dann Fettschublade und Fettauffangkörbchen (heißt das so), dito.
Dann noch mit einem Schwamm und dem Grillreiniger die Abstellflächen und Verstrebungen.

1. Mache ich das so halbwegs sinnvoll und zerstörungsfrei? Die Fettschublade ist mittlerweile teilweise schwarz verfärbt, das soll wohl so, oder (Ihr merkt, auf welchem Niveau ich in das Thema einsteige...)
2. Mich nervt, dass ich knapp eine Stunde an diesem Grill rumschrubbe. Das ist mir für ein paar Würstchen zu einem Salat am Sonntag Mittag dann abends zu lange. Ich überlege deshalb, eine Grillplatte oder eine Plancha anzuschaffen, die danach halbwegs schnell zu reinigen ist. Außerdem ist mein Kind ganz gerne Grillgemüse etc., das könnte da ja auch drauf. Macht diese Überlegung Sinn, d.h. dann auf die Grillplatte die Würstchen und das Gemüse? Mir ist natürlich bewusst, dass es dann nicht die Grillstreifen etc. gibt, aber wie gesagt, es geht mir weniger um das Grillen an sich als um das "gemütlich zusammen draußen sitzen". (ich hoffe, ich trete gerade niemandem zu sehr auf die Füße). Was für ein Produkt bräuchte ich dann, die Auswahl ist ja riesig? Gibt es eine Maximalfläche, die von einer Grillplatte bedeckt sein sollte, um etwa einen Hitzestau zu vermeiden?

Mir ist bewusst, dass ich einerseits Neuling und diesem Bereich bin und vermutlich nicht allzu enthusiastisch wirke. Aber vielleicht kommt das ja noch mit Euren Tipps. Vielen Dank dafür bereits schon jetzt!
 
Grundsätzlich gilt ES IST EIN GRILL KEIN PUTZ

Wenn du die Suchfunktion benutzt hättest dann hättest du zahlreiche Threads zu dem Thema gefunden. Das Thema wird aktuell jeden zweiten Tag behandelt.

Vorm Grillen mach ich auch nichts.
Nach dem Grillen wird der Grill hochgeheizt, bis das Thermometer auf Anschlag ist. (Mann kennt seinen Grill und weiß wann nicht mehr, mehr geht)
Dann wird der Rost mit einer Messingbürste oder Edelstahlbürste abgebürstet. Und ggf. wird die Fettschublade gereinigt, je nachdem wie viel drin. Da reicht es aber sie einfach auszukratzen.
Und fertig ist der Grill.
Dauert 30min davon sind 20min warten bis der Grill heiß ist.

Lass die Finger von irgendwelchen Grillreiniger, einfach die Hitze ihren Job machen lassen.
 
Hallo Arva,
Herzlich Willkommen im Forum.
Hier im Forum schrieb mal jemand "Das ist ein Grill, kein Putz". Dieses Motto habe ich mir zu eigen gemacht.
Aber erst mal noch eine Frage zu deinem Grill. Hat der einen Edelstahlrost oder einen Gussrost.
An Gussroste solltest du gar nicht mit Spüli und Grillreiniger ran. Da zerstörst Du nur immer die Patina
Das heißt, es reicht bei Gussrosten den Grill hochzuheizen und dann noch in warmen Zustand abzubürsten. Die Unterseite der Roste mache ich in unregelmäßigen Abständen dann auch mit.
Flammbleche reinige ich nach Bedarf alle paar Tage mit der Bürste. (Vorallem wenn ich Fleisch mit Marinade benutzt habe). Die Fettablaufschale kratze ich je nach Grillgut alle paar Tage aus, die ist bei mir aber auch schon schwarz. Die kleine Fettauffangschale leere ich jedes Mal und wasche sie aus.
In meinem Sommerurlaub werde ich mal grundreinigen und dann nochmal im Herbst, bevor der Grill winterfest gemacht wird.

Eine Plancha ist toll und ist sehr vielseitig einsetzbar.
 
Wie bereits gesagt:
Nach dem Grillen "ausbrennen" und abbürsten. Sollte es sich um einen Gussrost handeln, anschließend noch mit einem geölten Küchenkrepp drüber und gut ist.
Von außen kann man den Grill entweder mit Grillreiniger oder "Sodareiniger" (z.B. Frosch) und einem nicht zu hartem Schwamm reinigen.

Andererseits ist ein Grill ein Grill ist ein Grill. Also nicht übertrieben putzen. Nach Benutzung die groben Rückstände entfernen und gut ist ;)
 
Ich verzichte mittlerweile meist auf das ausbrennen. Mach ich nur, wenn wirklich viele Reste am Rost kleben.
Das ausbrennen erleichtert lediglich das reinigen des Rosts ein wenig, belastet die Materialien aber unnötig, brennt die Patina weg und verbraucht viel Gas.

Ich geh mit ner guten Grillbürste einmal ordentlich drüber, gleich nachdem ich das Grillgut weg genommen habe.
Ab und zu schau ich mir die Fettwanne an. Ist die nur ein bisschen schwarz, mach ich nix. Ist da viel Verkohltes oder Fett, schabe ich das mit nem Holzspatel weg.
Das ist bei meinem Gasgrill aber höchst selten nötig, da ich mit dem nicht indirekt Grille und sowieso praktisch alles verdampft, wenns auf die Flammenbleche tropft.
Flammenbleche bürste ich zwei, drei mal pro Jahr.

Ich bin sparsam mit putzen aber überhaupt nicht sparsam mit dem Ölspray auf den Gussrosten. Die sind immer gut geölt und beim aufheizen schaue ich, dass diese Ölschicht polymerisiert. Ich heize den Rost auf mind. 250° und warte, bis nix mehr raucht. So hab ich immer eine gute Patina, wo nix klebt oder rostet.
So lange der Rost nicht über 400° heiss wird, bleibt die auch erhalten.
 
Das mit der „Patina“ auf dem Rost ist so eine Sache. Wenn man öfter mal heiß grillt (Steaks etc.), dann wird der Rost so heiß, daß die Patina komplett weggebrannt wird.
Das mit dem Polymerisieren gibt es eigentlich nur bei Gussgegenständen, die nicht so heiß werden, wie ein guter Grill, also Gußpfannen oder ein Dopf. Auf einem Grillrost kriegt man Patina nur in den Ecken oder wenn man eh‘ eher weniger heiß grillt.
Bis 400 Grad ist zwar nicht sehr hoch, reicht aber normalerweise schon, um die Patina abzubrennen.
 
Ja, ab und zu brennts die weg, das macht aber nix, da beim nächsten aufheizen gleich ne neue entsteht. Jedes Speiseöl polymerisiert bei spätestens 270°.
Ich grille auf Guss selten mit voller Leistung , da es oft nicht nötig ist. Gemüse, Chicken, Halloumi,... gelingen mir sogar besser bei 300-350°.
Auf der Hälfte mit den Edelstahlrosten ist das anders, da ist oft voll offen.

Natürlich grillt jeder anders, für mich funktionerts so einfach am besten.
 
Mich nervt, dass ich knapp eine Stunde an diesem Grill rumschrubbe.
Da scheint etwas komplett schief zu laufen…es wären auch Bilder gut.
Grillplatten sind eine gute Idee.
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Ich bin offenbar nicht so der Putzfreak.
Nach dem grillen einfach mit der Stahlbürste drüber und das muss bis zum nächsten Mal reichen.
Dann wird einfach eingeheizt, kurz nochmal drüber gebürstet und eingeölt. Schon kann wieder aufgelegt werden.
Zusätzlich habe ich noch eine kleine Stahlplatte, eine Weber-Keramikplatte und diverse alte Backbleche.
Von den Stahl- oder Gusspfannen rede ich jetzt gar nicht.
 
Den Grill nach jedem Gebrauch auszubrennen ist ja auch ökonomisch rund ökologisch eher fragwürdig und wenn man Gussroste mal richhtig eingebrannt hat, dann kann man nach dem Ausbrennen wieder damit anfangen.
Ich benutze eigentlich auch nur die Grillbürste, drehe die Roste regelmäßig und immer mal in den Innenraum schauen, ob sich da nicht zuviel Zeug angesammelt, das einen Fettbrand auslösen könnte.
Also nicht übertreiben mit dem Reinigen, aber auch nicht vernachlässigen.

Grillplatten sind eine gute Idee.
schon, aber ist das dann noch Grillen? Dann kann man auch einfach alles am Herd in der Pfanne machen.
 
Nach dem Grillen esse ich und das war es, vor dem Grillen heize ich eh ne viertel Stunde vor und dann wird abgebürstet und aufgelegt, jeden Monat schaue ich in der Fattwanne nach und wenn da zuviel drin ist kratze ich das raus. Allerdings habe ich auch Edelstahlroste.
 
Ich rate zwar nicht davon ab, ich persönlich würde meinen Grill nicht nach jeder Grillerei auf Anschlag aufheizen.
Meines Erachtens eine Materialbelastung die nicht wirklich zielführend ist.
Mit Ausnahme für den Hersteller und Handel, vor allem dann wenn man Gussroste hat.

Das Ding ist heiß und man kann es auch ohne Kernschmelze von Rückständen befreien.
Und aufgeheizt wird er vor dem Grillen dann auch wieder.
 
Nach dem Grillen esse ich und das war es, vor dem Grillen heize ich eh ne viertel Stunde vor und dann wird abgebürstet und aufgelegt, jeden Monat schaue ich in der Fattwanne nach und wenn da zuviel drin ist kratze ich das raus. Allerdings habe ich auch Edelstahlroste.
So mache ich das auch, allerdings mit Gussrosten ohne Emaillierung. Funktioniert perfekt.
 
Ich bin offenbar nicht so der Putzfreak.
Nach dem grillen einfach mit der Stahlbürste drüber und das muss bis zum nächsten Mal reichen.
Dann wird einfach eingeheizt, kurz nochmal drüber gebürstet[...]
Genau so. Nicht mehr und nicht weniger bei mir.

Alles was dadurch nicht weggeht ist PATINA. ;)
 
Einmal im Jahr eine Grundreinigung reicht wenn man nicht andauernd fette Sachen und Marinaden grillt.
Bei mir findet sich auch nie was in der Fettschale drin weil ich da ich viele fettige Sachen auf der Gussplatte mache. Ansonsten halt nach dem Grillen abbürsten und bei Guss etwas einfetten.
Das reicht in der Regel.
Zuviel Rumgeputze macht eher den Grill kaputt und ist nicht nötig.
 
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