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Umstieg auf Gasgrill

Scarfaze

Militanter Veganer
Hallo, zusammen,

nach ein paar Jahren Weber Kugelgrill will ich demnächst auf einen Gasgrill umsteigen.

Da ich eher Gelegenheitsgeriller bin (als eher Kurzgebratenes, natürlich will ich auch verschiedene Sachen mal ausprobieren), will ich natürlich nicht gleich ins Highend Segment greifen und über 1000 Euro ausgeben.

Beim Suchen bin ich auf den Burnhard! Big Fred Deluxe und Napoleon Freestyle 425 (eventuell in der Phantom Version) gestoßen.

4 Brenner, Seitenkocher und eine Sizzle Zone habe ich mir jetzt einfach mal eingebildet, mit der Hoffnung sie dann auch zu mutzen

Dann ist mir auch noch der Enders Boston Pro 4 KR Turbo II ins Auge gefallen, der einfach mal bei 300 Euro im Vergleich zu den oben genannten (ca. 850 Euro) liegt.

Könnt ihr mir vielleicht sagen, wo hier dann qualitativ Abstriche zu rechnen sind? Oder ob man so einen 300 Euro Grill vielleicht auch getrost als ersten Versuch mal probieren kann.

Gibt es vllt auch noch was Vergleichbares im der Spanne um die 600 Euro? Bzw was haltet ihr von den Napoleon und Burnhard?

Besten Dank für eure Hilfe schon mal vorab.
Wenn noch Fragen offen sind, bitte einfach sagen.
 
Hallo, zusammen,

nach ein paar Jahren Weber Kugelgrill will ich demnächst auf einen Gasgrill umsteigen.

Da ich eher Gelegenheitsgeriller bin (als eher Kurzgebratenes, natürlich will ich auch verschiedene Sachen mal ausprobieren), will ich natürlich nicht gleich ins Highend Segment greifen und über 1000 Euro ausgeben.

Beim Suchen bin ich auf den Burnhard! Big Fred Deluxe und Napoleon Freestyle 425 (eventuell in der Phantom Version) gestoßen.

4 Brenner, Seitenkocher und eine Sizzle Zone habe ich mir jetzt einfach mal eingebildet, mit der Hoffnung sie dann auch zu mutzen

Dann ist mir auch noch der Enders Boston Pro 4 KR Turbo II ins Auge gefallen, der einfach mal bei 300 Euro im Vergleich zu den oben genannten (ca. 850 Euro) liegt.

Könnt ihr mir vielleicht sagen, wo hier dann qualitativ Abstriche zu rechnen sind? Oder ob man so einen 300 Euro Grill vielleicht auch getrost als ersten Versuch mal probieren kann.

Gibt es vllt auch noch was Vergleichbares im der Spanne um die 600 Euro? Bzw was haltet ihr von den Napoleon und Burnhard?

Besten Dank für eure Hilfe schon mal vorab.
Wenn noch Fragen offen sind, bitte einfach sagen.
Hi. Den Napoleon würde ich ins Auge fassen. Mit einem 300 Euro Grill wirst auch grillen können natürlich . Dir muss nur klar sein, was Du für das Geld erwarten kannst, dann passt auch das. Generell würde ich in Deinem Fall immer bei Kugel bleiben und damit Entwicklung betreiben. Ich sehe günstigen bzw. billigen Gasgrill da eher als Rückschritt. LG Enzo
 
Warum willst du auf Gas umsteigen???
Eine Kugel ist doch eigentlich ein Allrounder.
Über den Burnhard kann ich leider nichts sagen
Der genannte Enders macht auch seine Dienste aber zuviel erwarten darfst du dir da nicht.
Je nachdem was du machen willst aber investiere lieber etwas mehr und du hast was auf längere Sicht.😉
Ich selber grille mit Holz, Holzkohle, Briketts und Gas.
Bis vor 15 Jahre habe ich immer mit Holzkohle und Briketts gegrillt und mir dann im Abverkauf eine Gasi (Brenner und Seitenkocher) gekaiuft.
Der hat ca. 12 Jahre seinen Job gemacht.
Vor 6 oder 7 Jahren habe ich mir dann trotzdem wieder einen Kohlegrill gekauft und vor knapp 3 Jahren einen neuen Gasi.
Damals stand ich vor der Entscheidung, entweder für den Napi Rouge 625 oder dem BK S590IR.
Ich habe mich dann auf Empfehlung meines Händlers für den BK entschieden.🙂
Kostete zwar etwas mehr aber ich habe es bis heute nicht bereut.
Es gibt bestimmt auch heute noch günstige Gasis die gut sind.
Der Rösle Video G4S hätte mich damals auch interessiert.
Entscheiden mußt du es aber ohnehin selber 😉
 
Vielen Dank für deine schnelle Antwort.

Kann man das benennen, wo dann wirklich ein Unterschied erkennbar sein wird? Rein datentechnisch sind die Grills ja durchaus ähnlich.

Der Napoleon und Burnhard gefallen mir optisch beide relativ gut. Hast du hier vielleicht eine Entscheidungshilfe?
 
Der Umstieg auf Gas ist vor allem der Bequemlichkeit geschuldet... Schnell aufdrehen und gefühlt 10 Minuten später essen 😉

Danke für deine Infos. Bei Rösle schau ich auch nochmal rein.

Aktuell kann ich schwer einschätzen, ob der Mehrpreis von ca 500 Euro dann auf schnell merkbar sein wird, wenn man jetzt den Enders mit 300 Euro im vergleich hat.
 
Der Umstieg auf Gas ist vor allem der Bequemlichkeit geschuldet... Schnell aufdrehen und gefühlt 10 Minuten später essen 😉

Danke für deine Infos. Bei Rösle schau ich auch nochmal rein.

Aktuell kann ich schwer einschätzen, ob der Mehrpreis von ca 500 Euro dann auf schnell merkbar sein wird, wenn man jetzt den Enders mit 300 Euro im vergleich hat.
Immer diese „schnell, schnell“ Phantasie. Gasgrill will auch durchgeheizt werden. Die Roste müssen ja mal erst ordentlich Hitze speichern. Sonst kochst Du. Dann noch Billiggrill.. dünne Roste.. etc. Das arme Grillgut. Ich verstehe Deine Überlegung, halte es aber für nicht zielführend für gute Ergebnisse. Und ja, natürlich merkt man den Aufpreis deutlich.. da kann Stiftung Warentest noch so sehr Billiggrills nach vorne testen…( vorbeugender Hinweis..🙃)
 
Der Umstieg auf Gas ist vor allem der Bequemlichkeit geschuldet... Schnell aufdrehen und gefühlt 10 Minuten später essen 😉

Danke für deine Infos. Bei Rösle schau ich auch nochmal rein.

Aktuell kann ich schwer einschätzen, ob der Mehrpreis von ca 500 Euro dann auf schnell merkbar sein wird, wenn man jetzt den Enders mit 300 Euro im vergleich hat.
Lass dich von der der Bequemlichkeit und schnell mal nicht täuschen
Den Gasgrill mußt du auch vorheizen das die Roste heiß sind..
In der Zeit wo du die Kohlen im AKZ durchglühst kannst du ja andere Vorbereitungen machen.😉
Bei den "billigen" Grills hast du halt meistens das Problem mit den Materialstärken was Roste, Dickwandigkeit und Ausführung der Brennkammer, Brenner selber usw. anbelangt.
Lieber was ordentliches als zwei- oder dreimal was billiges kaufen das im Endeffekt keinen Spaß macht
 
Lass dich von der der Bequemlichkeit und schnell mal nicht täuschen
Den Gasgrill mußt du auch vorheizen das die Roste heiß sind..
In der Zeit wo du die Kohlen im AKZ durchglühst kannst du ja andere Vorbereitungen machen.😉
Bei den "billigen" Grills hast du halt meistens das Problem mit den Materialstärken was Roste, Dickwandigkeit und Ausführung der Brennkammer, Brenner selber usw. anbelangt.
Lieber was ordentliches als zwei- oder dreimal was billiges kaufen das im Endeffekt keinen Spaß macht
Wir denken öfter gleich.. 🥳LG Enzo
 
Ok, teurere Markengeräte haben in der Regel deutlich bessere Materialien verbaut als günstige Grills. Oft wird bei günstigen Geräten viel Bling Bling verkauft. Viele Features, viel dünnen Edelstahl außen am Gehäuse, aber in der Brennkammer nur einfaches Stahlblech. Genau andersherum müsste es sein. In die Brennkammer gehören hochwertige Materialien in vernünftigen Stärken, denn hier sind die Belastungen am größten.
Aluguss oder Edelstahl oder eine Kombination von beidem ist hier gut geeignet. Beides ist aber teuer und in günstigen Grills nicht zu finden.

Auf die erzielbaren Ergebnisse muss das zunächst keinen Einfluss haben, aber auf die Haltbarkeit. In der "Klasse" 600-1000 € gibt es schon Marken wie z.B. Enders oder Burnhard, die bei den Materialien nachgelegt haben. Ein Indiz für soliden Aufbau könnte auch das Gewicht eines Grills liefern. Die typischen 4-Brenner der großen Marken wiegen um die 80 kg (deutlich über 1000 €). In der Preisregion darunter (600-1000 €) bringen die Grills 50-60 kg auf die Waage. Bei Grills unter 400 € gibt es auch Modelle, die keine 40 kg wiegen.

Aber, Grills ohne Aluguss oder Edelstahl können auch sehr gute Ergebnisse liefern und auch haltbar sein. So eine Weberkugel besteht aus emailliertem Blech und hält gefühlt auch ewig. Alles eine Frage der sorgfältigen und soliden Produktion.

Du hast einen Enders Boston als Vergleich ins Spiel gebracht. Das wäre jetzt nicht mein Favorit aber die Enders Kansas oder Monroe-Modelle sind z.B. neben dem Fred oder Freestyle auch einen Blick wert.

So eine Weberkugel legt die Messlatte für Grills allerdings auch recht weit nach oben. Da werden viele günstige Gasgrills lange nicht heranreichen.
 
Und ja, natürlich merkt man den Aufpreis deutlich.. da kann Stiftung Warentest noch so sehr Billiggrills nach vorne testen…( vorbeugender Hinweis..🙃)

Ich halte es jedenfalls für wichtig, wenn man sich verschiedene Grills anschaut,
Sich die Testmethoden und Bewertungskriterien zumindest mal anzuschauen.
Also bitte: hier!

In Punkto Haltbarkeit ist Napoleon bestimmt ganz weit vorne.
Aber was Temperaturen angeht und die Schadstoffbelastung der Grillroste sollte man sich schon informieren dürfen, wofür man so viel Geld ausgibt.
 
Der Umstieg auf Gas ist vor allem der Bequemlichkeit geschuldet... Schnell aufdrehen und gefühlt 10 Minuten später essen 😉
Guad Moang,
Willkommen im Grillsportverein.
Ich habe einen ähnlichen Weg hinter mir wie den du gerade einschlagen möchtest...
Ich bin mir auch einen Gasgrill eingebildet und dann für 1000€ einen Napoleon 425 Rogue geholt. Gerade mit deinem angesprochenen schnellen Flachgrillen bin ich nie so wirklich glücklich geworden. Im Endeffekt habe ich dann die Rolle rückwärts gemacht und bin beim Weber Go Anywhere gelandet.
Heute wird mein Gasgrill als Backofen genutzt und zum Grillen nutze ich wieder meine Weberkugel und den Weber Go Anywhere.
Was ich dir sagen möchte, wenn es wirklich um die schnelle Bratwurst am Abend geht dann empfehle ich dir den Weber Go Anywhere. Für mich ist das der perfekte Grill für das schnelle Abendessen.
Hätte ich das Wissen das ich jetzt durch den GSV erlangt habe vor drei Jahren schon gehabt dann hätte ich die 1000€ lieber in ein Keramikei investiert als in den Gasgrill.
 
Ich halte es jedenfalls für wichtig, wenn man sich verschiedene Grills anschaut,
Sich die Testmethoden und Bewertungskriterien zumindest mal anzuschauen.
Also bitte: hier!

In Punkto Haltbarkeit ist Napoleon bestimmt ganz weit vorne.
Aber was Temperaturen angeht und die Schadstoffbelastung der Grillroste sollte man sich schon informieren dürfen, wofür man so viel Geld ausgibt.
Moin, klar. Das Ding Schadstoffbelastung ist Dir aber bekannt, dass das alles weit unter Grenzwerten für Lebensmittel ist ? Klingt so isoliert immer so, als würdest Gift kaufen. Dazu sind es in Bezug auf Roste wohl Werte vor ausbrennen.
 
Was ich dir sagen möchte, wenn es wirklich um die schnelle Bratwurst am Abend geht dann empfehle ich dir den Weber Go Anywhere. Für mich ist das der perfekte Grill für das schnelle Abendessen.
Der TO hat doch bereits eine Kugel und schreibt, er möchte verschiedene
Sachen einmal ausprobieren. Was soll ihm da jetzt ein zusätzlicher und recht kleiner Weber GA bringen? Außerdem ist doch nicht bekannt für welche Personenanzahl der neue Gasgrill ausgelegt sein soll.

Tatsache ist, mit der Kugel kann man mittels "learning by doing" so gut wie alles machen und sehr gut hinbekommen.

Wie bereits öfters erwähnt, von der Geschwindigkeit her tut sich
beim Thema Gas/Holzkohle nicht allzu viel.
Wenn es allerdings rein um die Bequemlichkeit gehen sollte,
sehe aber auch ich als Kugelfan die Vorteile beim Gasgrill liegen.

Und noch kurz etwas zum Thema Napoleon Rogue:
Meiner bekommt heute Abend den Drehspieß eingehängt
und wird meinen Gästen und mir, auch ohne Backburner, ein
köstliches Gyros à la @GyroKeg zubereiten.
Denn, ob man es nun glaubt oder nicht, der Rogue ist ein sehr
guter Grill und kein Backofen.
@Winki Nichts für ungut. :anstoޥn:

Gruß Henry
 
Dann möchte ich wenigstens die Gelegenheit zu einer Gegendarstellung nutzen.
Ich habe, als kleiner Bub (damals hat man das alles noch nicht so eng gesehen), damit begonnen, die Steaks und Würste, die mein Vater auf den Flachgrill auflegte zu wenden. Darauf wurde mit der Zeit eine Leidenschaft, die mich auch 50 Jahre später noch gefangen hält.
Ich habe meist auf Holzfeuer gegrillt, aber auch auf Holzkohle und mit Gasgrills. Dabei waren allerdings Boliden mit 4 und mehr Brennern, Sizzlezone, Heckbrenner usw. damals noch unerschwinglich, wenn es sie in Deutschland überhaupt schon gab.
2017 bin ich dann auf einen (Water-)Smoker umgestiegen und so auch beim GSV gelandet.
Der Rösle-WSM ist ein geniales Gerät, weil man ihn nicht nur als Smoker, sondern auch als hochwertigen Kugelgrill einsetzen kann. So konnte ich, durch intensive Beschäftigung mit den diversen Grillarten auch auf Holzkohle viele (extrem schmackhafte) Erfahrungen sammeln.

Mit der Zeit wurde ich ein bisschen faul und schielte dann auch mehr und mehr in Richtung Gasgrill. Da ich bereits diverse Camping-Gasgrills (1-2 Brenner, meist mit Deckel) kennengelernt hatte, war der Umstieg keine allzu große Hürde.

Den Zahn, 10 Minuten nach Start des Grills essen zu können, muss man definitiv ziehen! Selbst ein Camping-Gasgrill, mit relativ geringer Masse, benötigt 10-15 Minuten, um richtig aufzuheizen, damit es dann richtig abgehen kann. Ausnahme ist hier vielleicht der Cramer Koffergrill, der mit direkter Strahlungswärme arbeitet und nach dem Anzünden, quasi sofort, sehr viel Hitze abgibt. Aber das nur am Rande. Zum Cramer gibt es auch im GSV viele Berichte.

Jedenfalls bin ich, im Januar 2024, mit einem dieser verpönten Baumarktgrills in die Gasgrill-Klasse mit 4 Brennern, Sizzle und Heckbrenner eingestiegen und habe es bisher NICHT bereut!
Ich habe jetzt die 6. Gasflasche (11 Kg) angeschlossen und habe noch immer viel Spaß am Gasgrill! (Zu erwähnen sei noch, dass ich viel indirekt grille, was einen sehr niedrigen Gasverbrauch hat und den Grill nur selten auf Höchsttemperatur aufheize.)
Vieles von dem, was ich mir vorgenommen hatte, habe ich schon ausprobiert. Aber die To-Grill-Liste ist echt lang. Also werde ich wohl noch länger beschäftigt sein. ;)
Nachdem ich, um der Fairness Genüge zu tun, auch den Smoker nochmal aus dem Winterquartier geholt und begrillt habe, fiel dann die Entscheidung, mich vom RÖSLE zu trennen.
Anders als einige der wirklich ambitionierten Profis im GSV kann (und will) ich immer nur auf einem Grill gleichzeitig grillen. Auch wenn jeder Gasgrill seine Schwächen hat und es für jede Grill-Disziplin Spezialisten gibt, werde ich auf jeden Fall beim Gasgrill bleiben!
Er ist ein Kompromiss. Aber, in meinen Augen, ein sehr guter Kompromiss, mit dem man viel anstellen kann!

In der Garage schlummern noch ein Schwenkgrill nebst Feuerschale und ein kleiner, offener Holzkohlegrill, seit Jahren vor sich hin.
Die Feuerschale kommt wohl demnächst mal wieder zum Einsatz, um den Dutch Oven einzuweihen.
Aber wirklich grillen, über offenem Feuer, ist heute leider in vielen Wohngebieten verpönt. Von daher freue ich mich, dass ich mit dem Gasi so viel machen kann.
Gasflaschen sind, wie bei Campern meist üblich, in ausreichender Menge vorhanden. :D
 
Dann möchte ich wenigstens die Gelegenheit zu einer Gegendarstellung nutzen.
Ich habe, als kleiner Bub (damals hat man das alles noch nicht so eng gesehen), damit begonnen, die Steaks und Würste, die mein Vater auf den Flachgrill auflegte zu wenden. Darauf wurde mit der Zeit eine Leidenschaft, die mich auch 50 Jahre später noch gefangen hält.
Ich habe meist auf Holzfeuer gegrillt, aber auch auf Holzkohle und mit Gasgrills. Dabei waren allerdings Boliden mit 4 und mehr Brennern, Suzzlezone, Heckbrenner usw. damals noch unerschwinglich, wenn es sie in Deutschland überhaupt schon gab.
2017 bin ich dann auf einen (Water-)Smoker umgestiegen und so auch beim GSV gelandet.
Der Rösle-WSM ist ein geniales Gerät, weil man ihn nicht nur als Smoker, sondern auch als hochwertigen Kugelgrill einsetzen kann. So konnte ich, durch intensive Beschäftigung mit den diversen Grillarten auch auf Holzkohle viele (extrem schmackhafte) Erfahrungen sammeln.

Mit der Zeit wurde ich ein bisschen faul und schielte dann auch mehr und mehr in Richtung Gasgrill. Da ich bereits diverse Camping-Gasgrills (1-2 Brenner, meist mit Deckel) kennengelernt hatte, war der Umstieg keine allzu große Hürde.

Den Zahn, 10 Minuten nach Start des Grills essen zu können, muss man definitiv ziehen! Selbst ein Camping-Gasgrill, mit relativ geringer Masse, benötigt 10-15 Minuten, um richtig aufzuheizen, damit es dann richtig abgehen kann. Ausnahme ist hier vielleicht der Cramer Koffergrill, der mit direkter Strahlungswärme arbeitet und nach dem Anzünden, quasi sofort, sehr viel Hitze abgibt. Aber das nur am Rande. Zum Cramer gibt es auch im GSV viele Berichte.

Jedenfalls bin ich, im Januar 2024, mit einem dieser verpönten Baumarktgrills in die Gasgrill-Klasse mit 4 Brennern, Sizzle und Heckbrenner eingestiegen und habe es bisher NICHT bereut!
Ich habe jetzt die 6. Gasflasche (11 Kg) angeschlossen und habe noch immer viel Spaß am Gasgrill! (Zu erwähnen sei noch, dass ich viel indirekt grille, was einen sehr niedrigen Gasverbrauch hat und den Grill nur selten auf Höchsttemperatur aufheize.)
Vieles von dem, was ich mir vorgenommen hatte, habe ich schon ausprobiert. Aber die To-Grill-Liste ist echt lang. Also werde ich wohl noch länger beschäftigt sein. ;)
Nachdem ich, um der Fairness Genüge zu tun, auch den Smoker nochmal aus dem Winterquartier geholt und begrillt habe, fiel dann die Entscheidung, mich vom RÖSLE zu trennen.
Anders als einige der wirklich ambitionierten Profis im GSV kann (und will) ich immer nur auf einem Grill gleichzeitig grillen. Auch wenn jeder Gasgrill seine Schwächen hat und es für jede Grill-Disziplin Spezialisten gibt, werde ich auf jeden Fall beim Gasgrill bleiben!
Er ist ein Kompromiss. Aber, in meinen Augen, ein sehr guter Kompromiss, mit dem man viel anstellen kann!

In der Garage schlummern noch ein Schwenkgrill nebst Feuerschale und ein kleiner, offener Holzkohlegrill, seit Jahren vor sich hin.
Die Feuerschale kommt wohl demnächst mal wieder zum Einsatz, um den Dutch Oven einzuweihen.
Aber wirklich grillen, über offenem Feuer, ist heute leider in vielen Wohngebieten verpönt. Von daher freue ich mich, dass ich mit dem Gasi so viel machen kann.
Gasflaschen sind, wie bei Campern meist üblich, in ausreichender Menge vorhanden. :D
Das ist ja das Schöne, dass jeder für sich glücklich werden kann. Ist doch supi, wenn Du da Deinen Gral gefunden hast. Kann Punkte auch vollkommen verstehen. LG und schöne Pfingsten, hoffentlich am Grill..
 
Moin, klar. Das Ding Schadstoffbelastung ist Dir aber bekannt, dass das alles weit unter Grenzwerten für Lebensmittel ist ? Klingt so isoliert immer so, als würdest Gift kaufen. Dazu sind es in Bezug auf Roste wohl Werte vor ausbrennen.
Weder habe ich behauptet, dass Organisationen, wie Stiftung Warentest, die all-selig-machende Weisheit besitzen, noch habe ich behauptet, dass man nach dem Genuss eines Steaks vom Napoleon sofort tot umfällt. :angel:
In den Tests wird klar darauf hingewiesen, dass die Grenzwerte unterschritten werden.

Die Behauptung, Stiftung Warentest würde einzelne Grills "nach vorne testen" halte ich für sehr gewagt. Zumal ja bekannt ist, dass mit Napoleon und Weber, die Forums-Favoriten nicht auf den vorderen Plätze gelandet sind. Deswegen finde ich es wichtig, der Vollständigkeit halber, solche Berichte zu kennen und sich selbst ein Urteil zu bilden, wie man die Aussagen, für sich persönlich, bewerten möchte.

ICH würde mir, nach heutigem Kenntnisstand keinen Napoleon kaufen. Aber nicht wegen der Schadstoffe, sondern weil die Napoleons keine Hitzespezialisten sind. Der einzige Grund, den es für mich bis jetzt gäbe, einen anderen Grill anzuschaffen wäre, mehr Hitze und besser Temperaturverteilung. Infrarotbrenner und Heckbrenner würde ich unbedingt behalten wollen.
Da ich bisher den für mich perfekten Grill noch nicht gefunden habe, bleibt es beim Kingman 4 Plus.
 
Dass ein Test von Stiftung Warentest zu solchen Kontroversen
würde führen können...

Wer hätte das gedacht?
Faszinierend.

Gruß Henry
 
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