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11-Stunden-Bolognese

Udo

Grillkaiser
Immer wieder ist zu lesen, dass eine Bolognese erst gut wird, wenn sie viele viele Stunden vor sich hinschmurgelt. Das erinnerte mich an meine Jugendzeit bei meiner Tante auf einem Bauernhof. Da hat den ganzen winter über ein Sauerkraut im Kachelofen geschmort, wurde immer wieder aufgefüllt. Das Sauerkraut war das leckerste das ich je gegessen habe.

Am Sonntag hat man viel Zeit, also los.

Zwiebel und Knoblauch

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glasig braten

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2500 gr gemischtes Hack portionsweise krümelig braten.

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und in den Topf zu den Zwiebeln geben. Die Zwiebel wurden mit einwenig
selbstgemachter fleischbrühe abgelöscht.

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Tomatenmark in die Pfanne

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während der Hackfleischanbraterei wurde Suppengemüse zurechtgeschnitten

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mit dem Tomatenmark in der Pfanne anrösten, aber nicht zulange, Tomatenmark tendiert zum Bitter werden.

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Mit einem guten Schuß Rotwein die Röstaromen von der Pfanne lösen und rein in den Topf. Geschälte tomaten aus der Dose dazu und Gewürze rein.

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auf kleinster Stufe für 11 Stunden auf dem Herd bei ca. 90 Grad vor sich hinschmurgeln lassen.

Natürlich stündlich umrühren und jedesmal probieren, wird wirklich immer besser.

Nach 11 Stunden

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über Nacht kühl durchziehen lassen.
am anderen Tag warm machen und mit Pasta ect. servieren. Frischgeriebener Parmesan macht das essen rund.

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Kopie_von_Bolognese_004.jpg


War sehr lecker und der aufwand lohnt sich. werde das mal im DO nachmachen, mal schauen ob es noch eine Steigerung gibt.
 
Mmmh - lecker. Hab gleich mal eine Portion von der letzten Aktion aus dem Froster geholt.

Gruß Thomas
 
Das sieht sooooo geil aus. Fein gemacht Udo.
Hab das mal so 4-5 Stunden gemacht.
Göga will aber lieber "Kindersoße" mit Ketchup und gebratenen Jagdwurstwürfeln.:patsch:
Schade für mich.
 
Udo, Du hast bei mir soeben eine Fressattacke ausgelöst.

Und ich muss die Tage mal wieder Pasta machen.

:prost:
 
Beim Ansehen dieser Spezialität fass ich mir an den javascript:emoticon(':patsch:')
und erinnere mich javascript:emoticon(':roll:'):
da ist noch was von im eigenen Eisfach.

Hab ich vor ca. 8 Wochen gekocht an einem verregneten WE zusammen mit GöGa.
Samstags angefangen und aufgesetzt, dann am Sonntagmorgen nochmals auf den Herd und weitergeköchelt.

Hat genial geschmeckt - heute mal mit Röhrennudeln.
 
Hör! doch! auf! !!!

11-Stunden-Bollo braucht kein Mensch!!!
Du konntest es bloß nicht abwarten, endlich mit dem Kochen anzufangen, stimmts? ;-)

Klasse, muß ich auch mal probieren, sehe jetzt schon die ungläubigen Blicke meiner kleinen, wenn ich um acht in der früh anfange.

Habs übrigens Montag mal probiert (mal wieder), das Hack nicht anzubraten, sondern erst dann reinzubröseln und klein zu hacken, wenn die Tomatensosse drin köchelt. Es wird sehr sämig dadurch, man braucht allerdings ordentlich Speck usw beim Anbraten, um Geschmack reinzubekommen.

janssen
 
Wenn Ihr mal in Bologna seid, dann bestellt Euch Pasta mit Ragout,
denn dort heisst die Sauce eben nicht Bolognese.

Ihr werdet feststellen, dass die Originalsauce wesentlich weniger
tomatig ist und eher in Richtung Bratensauce tendiert. Sie ist nicht
gerade als leicht bekömmlich zu bezeichnen, aber sehr, sehr lecker.

Nur mal so eingestreut....

Gruß,
Uwe
 
Als Süditaliener geht das für mich natürlich GAR NICHT - Gemüse in eine Bolognese :thumbdown: ...und dann sehe ich da noch Lorbeerblätter.. .. *beim Grabe meiner Grossmutter*

in eine wirklich italienisch korrekte, traditionelle Bolognese gehören Zwiebeln, Olivenöl, Fleisch, Tomaten, Salz, Tomatenmark und frische Basilikum.
Kein Gemüse, keine Lorbeerblätter und schon gar keine anderen Gewürze.

Das es so lange wie möglich köcheln sollte - das stimmt. I.d.R. ist die Bolognese aber nach 2-3h fertig und die Säure aus den Tomaten "ausgekocht". Auch wahr ist, und das hat Udo cool gelöst, dass die Sauce am Tag danach aufgewärmt besser ist als frisch.
 
@ Brain

Ich hab das mal im Fernsehen gesehen , wie eine Italienerin eine richtige Bolognesesauce gemacht hat. Also die Dame hat auch Lorbeerblaetter reingetan.

Aber ich glaub das es bei der Zubereitung auch in Italien Unterschiede je nach Region gibt.

Kann mich natuerlich auch taeuschen.
 
Das ist wohl wahr. Der "Fernsehkoch", den sie bei Galileo immer durch's Bild rollen, Sante de Santis oder wie der heisst, macht's auch anders (und behauptet, seine wär die beste Bolognese :D )

Ich kann's nur so wiedergeben, wie man es in Süditalien (Region Apulien) kocht.

Ich kann einfach nicht ganz nachvollziehen, warum man da Gemüse reinschmeisst. Nach einer langen Kochzeit ist das derart kleingeschnittene Gemüse sowieso verkocht und eigentlich in der fertigen Sauce nicht mehr rauszuspüren.
 
u_h_richter schrieb:
Ihr werdet feststellen, dass die Originalsauce wesentlich weniger
tomatig ist und eher in Richtung Bratensauce tendiert
ich war richtig gehend enttäuscht über die wässrige Brühe :o fast ohne Tomaten, aber jeder Koch macht sie anders - ich habe in der südlichen Toscana schon Spagetti Bolognese de la casa bestellt und eine Mischung zwischen Bolognese und den unanständigen "Spaghetti alla puttanesca" erhalten also mit Kapern, Oliven und Sardellen drin :o aber total lecker
 
u_h_richter schrieb:
Wenn Ihr mal in Bologna seid, dann bestellt Euch Pasta mit Ragout,
denn dort heisst die Sauce eben nicht Bolognese.

Ihr werdet feststellen, dass die Originalsauce wesentlich weniger
tomatig ist und eher in Richtung Bratensauce tendiert. Sie ist nicht
gerade als leicht bekömmlich zu bezeichnen, aber sehr, sehr lecker.

Nur mal so eingestreut....

Gruß,
Uwe
Naja, ins original (wenn es so was wirklich gibt) gehören auch gar nicht so viele Tomaten und schon gar kein Mark. Auch wird gerne Weißwein genommen und das Fleisch wird ganz gerne mit Milch gekocht.
Und das wichtigste: Spaghetti Bolognese kennt dort kein Mensch :o Dort ist man das mit frischen Tagliatelle :happa:
Trotzdem super Idee. Ist demnächst mal wieder fällig :prost:

Grüße
Friedi
 
So wie in dem Link von Uwe hab ich das auch schon gesehen.

War ein Koch aus Bologna, der angeblich wie viele Andere auch, die einzig wahre Bolognese machen.

Der meinte (ähnlich wie bei Chili), da kommt kein Hackfleisch rein.....

Aber mir schmeckt es auch mit Hack :)

:prost:
 
Hmmmm, Ragu, lecker.......

Auf der Suche nach einem guten Ragu-Rezept bin ich hierauf gestossen:

http://www.chris-kurbjuhn.de/?p=685

Genial sag ich da nur! :mosh:

Falls mann keine Salsiccia bekommt kann man auch fetteres Schweinehack mit ordentlich gestossenem Fenchel nehmen. Der Geschmack des fenchels und der Leber kommt saugut!

Ach so, die beste oder das einzig wahre Ragu-Rezept gibts nicht! Selbst im Mutterland der Bolo machts jede Mamma anders.
 
Mrhog schrieb:
So wie in dem Link von Uwe hab ich das auch schon gesehen.

War ein Koch aus Bologna, der angeblich wie viele Andere auch, die einzig wahre Bolognese machen.

Der meinte (ähnlich wie bei Chili), da kommt kein Hackfleisch rein.....

Aber mir schmeckt es auch mit Hack :)

:prost:

:lol: Das is ja witzig! Das ital. Wort ragù heißt übersetzt Ragout und wenn ich ehrlich bin habe ich noch nie ein Ragout ohne Fleisch gesehen...
Aber ja, in Italien gibt es von einem Gericht immer 1000 Originale :roll:

Grüße
Friedi
 
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