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30 Liter Schnaps aus 2 Mostfässern.

Spessarttor

.
5+ Jahre im GSV
Hallo Gemeinde.

Heute gibt’s mal Bilder vom Schnapsbrennen.
Ich hatte noch 180 Liter Most (für die Ahnungslosen „Apfelwein“) aus dem Nachlass meines Vaters im Keller stehen.
1 Volles Fass mit 100 Litern, und eines mit 80 Litern.
Leider schon recht herb, aber trotzdem noch ein guter Stoff.
Schlecht sollte er auch nicht sein, denn aus einem schlechten Most wird schließlich kein guter Schnaps.
Also ab damit zum Schwager der ein Brennrecht besitzt.
Letzten Sonntag war’s soweit.
Aus den 180 Litern sind ohne Vorlauf und Nachlauf sage und schreibe 16,4 Liter reiner Alkohol aus dem Rohr geflossen.
Macht als 43%-iger Apfelschnaps ca. 30 Liter!!!

Na denn Prost.
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Die Brennerei
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Der Schwager DANKE :worthy:
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GÖGA beim probieren
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Ich glaub die Katze war auch "voll" von den ganzen Dämpfen.:grin:

So das wars erstmal,
jetzt muss der Stoff erstmal in die Gefriertruhe.

Gruß
Klaus
 

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Hallo Klaus

Ich find selbsgemachtes auch immer klasse.:thumb2:
Aber Schnaps,da werd ich wohl die Finger von lassen.:D

Solltest Du aber von den 30 Litern einen übrig haben,würd ich den gern erwerben. :pfeif: :thumb2:

Viel Erfolg weiterhin,gruß Jens. :prost::prost:
 
Immer, wenn ich in diesem Forum ein neues Sportgerät entdeckte, musste ich es auch haben. Dann habe ich mich gefragt, wo das alles enden wird.
Jetzt weiss ich es endlich: Hier!
Dies ist uns normalsterblichen Nicht-Obstbauern gottseidank nicht erlaubt . . . :balulicht:

Ach, seufz, wären doch auch all die ganzen Smoker, Dutcht Ovens, Weber´s usw. auch verboten - mein Dispoberater hätte es leichter im Leben. :)

LG Rolf
 
Hallo Klaus,


eine Frage,



warum muss das gemacht werden?


:prost:

Gruß, Richie

Also Richie,

Da der Schnaps jetzt erstmal etwas reifen muss bevor das Destillat auf Trinkstärke "eingestellt" wird hat es noch etwas Zeit mit dem frieren.
Dann jedoch wird er mit einem guten Wasser (Quellwasser) auf Trinkstärke heruntergesetzt. Bei mir sollen es 43% weden.
Hier fallen noch etwaige Kalkreste im Quellwasser aus und der Schnaps wir trüb. Ob es wirklich nur der Kalk ist weiß ich aber nicht so genau, jedenfalls wird er trüb.
Der Schnaps muss also nochmals durch ein ganz feines Filterpapier.
Den Schnaps im Gefrierschrank zu lagern, ist von Vorteil vor dem Filtern. Er läuft dann besser und wird schön klar durch das starke herunterkühlen.

Kurzum:
Einfrieren zwecks Aroma und der Reinheit.

Gruß
Klaus
 
Hallo Klaus,
trüb werden sollte eigentlich kein Problem sein, vor allem nicht bei Obstler!
Meinen Zwetschgenschnaps verdünne ich so:
Ich verwende Hahnenwasser aus dem Brittafilter.
Michverhältnis berechnen,
dann den Schnaps in ein Litermass geben. Nun nehme ich den Handmixer
und rühre damit den Schnaps mit hoher Stufe, dabei wird vorsichtig das
Wasser zugegeben, wie beim Mayonnaise machen. Wichtig ist noch, das
beide Flüssigkeiten gleiche Temperatur haben und zwar möglichst kalt.

So hatte ich noch nie Probleme mit Trübungen.

Mit rauchigen Grüssen

Lindenbergi
 
Hallo Klaus,


eine Frage,



warum muss das gemacht werden?


:prost:

Gruß, Richie



Ich hab gehört, einfrieren simuliert so eine Art "Alterungsprozess". Das heißt, da Schnaps bei längerer Lagerung milder wird, wäre das eine kleine Reifebeschleunigung.
 
Was mich immer wieder wundert, dass es
so gut wie keine Sicherheitstandards gibt.

Wie ist das bei den Schnapsbrennern?
Schaut hier der TÜV oder die SGD auf die Anlage?


:prost:
 
Was mich immer wieder wundert, dass es
so gut wie keine Sicherheitstandards gibt.

Wie ist das bei den Schnapsbrennern?
Schaut hier der TÜV oder die SGD auf die Anlage?


:prost:

Hmm

auf jeden Fall der Finanzbeamte der für die das Geld im Staatssäckel sorgt schaut regelmäßig (bzw. unregelmäßig) mal vorbei.

Beim Brennen darf deswegen auch die Türe niemals abgeschlossen sein.
Der Beamte muss zu jeder Zeit von außen Zugang zum Brennraum haben, und der angegebene Zeitraum fürs Brennen muss genau eingehalten werden.
usw. usw.
Beamte eben.:cry:
Aber da muss ich mich nicht so auskennen.
Muss sich der "Schwager" drum kümmern.

Gruß
Klaus
 
@ cruiser - die Brennereien werden nicht vom TÜV abgenommen, zumindest bis 2004 nicht, der Brenner war bis 2004 selbst verantwortlich für den Zustand der Brennerei. Viel kann nicht passieren bei einer Brennerei vorausgesetzt das Überdruckventil vom Wasserbad funktioniert.
Es ist wichtig das die Brennblase nicht zu voll gefüllt wird, da sonst die Maische überkochen kann und die Kolone (das ist der Turm auf der Brennblase) dadurch verstopft. Dann sollte man schnell die Füsse in die Hand nehmen und den Brennraum verlassen, da dann die Brennerei explodieren kann.

@ Sessarttor - da kommt keiner vom Finanzamt. Die haben davon keine Ahnung. Aber der Zoll kommt und die wissen was Sache ist und das kann ziemlich unangenehm werden mit diesen Typen.

Aber egal Finanzbeamte oder Zollbeamter, es dreht sich so oder so um die Steuern.


Bezüglich den Trübungen:

Die Trübung eines Destillates kann verschiedene Ursachen haben. Häufig spricht man in Verbindung mit einem Schnaps auch von einem „Klaren“. Unserer Erfahrung nach sollte ein Schnaps klar sein. Eine Trübung gilt als Fehler oder Unreinheit. Dabei gibt es mehrere Ursachen dafür.

Etwa ab einem Alkoholgehalt von 50 Vol % abwärts werden sogenannte Fuselöle mitausgebrannt. Diese Öle beinhalten Trübstoffe und zeigen häufig einen Blauschimmer. Fuselöle sollten nicht in einem Destillat enthalten sein und sind ein Zeichen schlechter Qualität (Verursacher von Kopfschmerzen).

Hochwertige Schnäpse sollten, wenn diese gebrannt werden zwischen 70 und 80 % Alkohol haben (etwas Sorten- und Maischeabhängig). Dies entspricht dem sogenannten Mittellauf. Alles was darüber liegt enthält Methanol (Vorlauf), und sollte ebenso wenig in einem trinkfertigen Schnaps enthalten sein wie Anteile des Nachlaufs, der ebenfalls Methanol und verschiedene Fuselöle enthält.

Destillate werden mit destilliertem Wasser, oder mit Quellwasser auf die jeweils erwünschte Trinkstärke verdünnt. Ab einem Alkoholgehalt von etwa 45 % (Wiederum Sorten- und Materialabhängig) abwärts entstehen Proteinausfällungen, die eine Trübung des Destillats bewirken. Um das zu vermeiden wird der hochprozentige Schnaps und das Wasser vor dem Verdünnen gekühlt und dann gefiltert. Hierbei kann man verschiedene Filterstärken, bzw. Filterarten anwenden. Es gilt jedoch, je stärker der Filter oder die Filtermethode, desto stärker auch der Verlust wertvoller Aromen und Geschmackstoffe, da diese ebenfalls mitausgefiltert werden.

Manche Schnäpse sind nicht trübungsstabil und bei unsachgemäßer Lagerung im Kühlschrank können die Destillate wieder trüb werden. Hierbei handelt es sich um einen „optischen Fehler“, der Geschmack wird nicht beeinträchtigt. Hierbei handelt es sich um Proteine, welche bei niederen Temperaturen ausfallen und kleine Flocken bilden.



Ich hab meine Destilate immer mit Wasser aus dem Pfälzerwald runtergesetzt (vom Taubensuhl - Godramsteiner Wald) und das ist mehr als Zart.

So das war jetzt genug zu diesem Thema, ich hoffe das ich helfen konnte.

Gruss

Thomas
 
... Fuselöle sollten nicht in einem Destillat enthalten sein und sind ein Zeichen schlechter Qualität ...

Das kann man nicht 100% so stehen lassen. Nach meinem angelesenen Halbwissen, legen manche Whiskyhersteller auf diese "Geschmacksträger" einen gewissen Wert.
 
Danke Thomas für die aufklärenden Worte. So etwas lese ich immer wieder gern.

Ach ja, Danke Dir Cruiser, dass ich wegen Dir weitere 5 Minuten meiner Arbeitszeit bei google und Wikipedia verbringen musste :motz: :grin::grin::grin:
 
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