Moin Allerseits,
nachdem ich mich schon einer Weile hier eingelesen habe und die ein oder andere Idee immer super fand, hab ich mir auch mal meinen eigenen Grill gebastelt. Das Vorbild hat Pater (BBQ) geliefert, allerdings wollte ich erst mal klein Anfangen. Also ging's mit einem 60L Ölfass los:
Die erste Idee war das Fass zu halbieren, fand ich dann noch nicht so schön, nur ein viertel rauszuschneiden fand ich auch nicht so toll, und so wurde es ein Kompromiss aus den beiden:
Der Rahmen aus Winkelstahl war schnell Geschweisst und der Rost aus 6mm V2A Stäben (14mm Abstand zwischen den Stäben) auch:
Da ich auf der Arbeit nur WIG oder E-Hand zur Schweissen kann, bin ich schnell an die Grenze meiner Fähigkeiten gestoßen. 0,7mm Blech an 3mm Winkelstahl schweissen liegt bei mir jenseits dieser Grenze und das Resultat sieht entsprechend aus:
Zum glück kennt man ja immer jemanden, und schon kommt man an ein vernünftiges MAG-Gerät ran:
Nun kam ein hartes Stück Arbeit auf mich zu: Das Ausbrennen...
Dann noch die Halterung für den Griff dran:
Stehen soll das Ganze ja auch noch:
Dann die dreckigste Arbeit, das Abschleifen:
Lackiert hab ich das ganze dann mit Mipatherm 800°C, da ich hier schon gelesen hatte, das man damit gut Erfahrungen gemacht hat der Preis nicht schlecht war (750ml für €23,70 mit Versand in der Bucht).
Obwohl ich mir mühe beim Reinigen mit Ethanol gegeben habe und bei den Verarbeitungshinweisen stand, dass man direkt auf blankes Metall auftragen kann, war das Ergebnis doch recht mäßig:
Zum Glück hab ich dann noch eine Lackierpistole mit einer halbwegs passenden Düse gefunden, was das Lackieren vereinfachte und das Ergebnis deutlich verbesserte:
Eigentlich sollte das ganze nun eine Stunde lang bei 400°C eingebrannt werden, aber da mir kein entsprechender Ofen zur Verfügung steht, muss sich das halt beim Gebrauch erledigen.
Der passende Griff war auch schnell in Nachbar's Grünabfall gefunden und ein ausrangierter Computertisch sollte als Gestell dienen:
Ganz schön hässlich, oder?
Da ich gerne alte Schalbretter aus Abbruch aufbewahre, war eine kosmetische Aufbesserung an einem Vormittag vollbracht:
Der Tastaturauszug wurde auch ausgetauscht und dient als Fleischablage:
Das was noch vom Tisch zu sehen war, hab ich dann noch mit Kieselsteinen abgedeckt.
Ich denke mal, dass bei dem dünnen Blech Schamottsteine unbedingt nötig sind, wenn das Ding etwas länger halten soll:
Gestern war es dann so weit, der erste Versuch konnte gestartet werden:
Das Resultat überzeugte:
Ich hatte bedenken, dass durch die kleine Öffnung nicht genug Luft hinein kommt, was auch stimmt. Wenn man etwas langsamer garen will, wie bei den Ribs ist das natürlich eine super Sache: Kohle rüber an die Seite mit der Öffnung, Grillgut auf die andere Seit und abwarten. Über Temperatur kann ich noch keine Aussage treffen, da ich noch kein Termometer besorgt habe, kommt aber noch. Zum direkten Grill größerer Fleischmengen kommt wohl doch zu wenig Luft rein, da kann man aber was in den Deckel klemmen damit er einen Spalt offen bleibt.
Die Ribs waren super, hätten natürlich auch noch länger drauf bleiben können, aber der Hunger siegte. Da wo die Kohle liegt kann dann noch das Steak und anderes, was schneller geht drauf, und so ist dann alles gleichzeitig fertig.
Ich hatte das Gefühl, dass die Kohle ziemlich lange ziemlich heiss bleibt, was allerdings nur ein subjektiver Eindruck ist. Kann sein, dass das durch die Schamottsteine kommt, ich werde das aber noch ganz oft testen, glaubt mir...
Alles in allem bin ich begeistert von dem Gerät, allerdings war es ziemlich viel Arbeit, so dass ich so schnell keinen zweiten bauen werde. Wenn die Bachelorarbeit fertig ist, wird erst mal ein UDS gebaut.
Grüße aus Bremen,
Markus
nachdem ich mich schon einer Weile hier eingelesen habe und die ein oder andere Idee immer super fand, hab ich mir auch mal meinen eigenen Grill gebastelt. Das Vorbild hat Pater (BBQ) geliefert, allerdings wollte ich erst mal klein Anfangen. Also ging's mit einem 60L Ölfass los:
Die erste Idee war das Fass zu halbieren, fand ich dann noch nicht so schön, nur ein viertel rauszuschneiden fand ich auch nicht so toll, und so wurde es ein Kompromiss aus den beiden:
Der Rahmen aus Winkelstahl war schnell Geschweisst und der Rost aus 6mm V2A Stäben (14mm Abstand zwischen den Stäben) auch:
Da ich auf der Arbeit nur WIG oder E-Hand zur Schweissen kann, bin ich schnell an die Grenze meiner Fähigkeiten gestoßen. 0,7mm Blech an 3mm Winkelstahl schweissen liegt bei mir jenseits dieser Grenze und das Resultat sieht entsprechend aus:
Zum glück kennt man ja immer jemanden, und schon kommt man an ein vernünftiges MAG-Gerät ran:
Nun kam ein hartes Stück Arbeit auf mich zu: Das Ausbrennen...
Dann noch die Halterung für den Griff dran:
Stehen soll das Ganze ja auch noch:
Dann die dreckigste Arbeit, das Abschleifen:
Lackiert hab ich das ganze dann mit Mipatherm 800°C, da ich hier schon gelesen hatte, das man damit gut Erfahrungen gemacht hat der Preis nicht schlecht war (750ml für €23,70 mit Versand in der Bucht).
Obwohl ich mir mühe beim Reinigen mit Ethanol gegeben habe und bei den Verarbeitungshinweisen stand, dass man direkt auf blankes Metall auftragen kann, war das Ergebnis doch recht mäßig:
Zum Glück hab ich dann noch eine Lackierpistole mit einer halbwegs passenden Düse gefunden, was das Lackieren vereinfachte und das Ergebnis deutlich verbesserte:
Eigentlich sollte das ganze nun eine Stunde lang bei 400°C eingebrannt werden, aber da mir kein entsprechender Ofen zur Verfügung steht, muss sich das halt beim Gebrauch erledigen.
Der passende Griff war auch schnell in Nachbar's Grünabfall gefunden und ein ausrangierter Computertisch sollte als Gestell dienen:
Ganz schön hässlich, oder?
Da ich gerne alte Schalbretter aus Abbruch aufbewahre, war eine kosmetische Aufbesserung an einem Vormittag vollbracht:
Der Tastaturauszug wurde auch ausgetauscht und dient als Fleischablage:
Das was noch vom Tisch zu sehen war, hab ich dann noch mit Kieselsteinen abgedeckt.
Ich denke mal, dass bei dem dünnen Blech Schamottsteine unbedingt nötig sind, wenn das Ding etwas länger halten soll:
Gestern war es dann so weit, der erste Versuch konnte gestartet werden:
Das Resultat überzeugte:
Ich hatte bedenken, dass durch die kleine Öffnung nicht genug Luft hinein kommt, was auch stimmt. Wenn man etwas langsamer garen will, wie bei den Ribs ist das natürlich eine super Sache: Kohle rüber an die Seite mit der Öffnung, Grillgut auf die andere Seit und abwarten. Über Temperatur kann ich noch keine Aussage treffen, da ich noch kein Termometer besorgt habe, kommt aber noch. Zum direkten Grill größerer Fleischmengen kommt wohl doch zu wenig Luft rein, da kann man aber was in den Deckel klemmen damit er einen Spalt offen bleibt.
Die Ribs waren super, hätten natürlich auch noch länger drauf bleiben können, aber der Hunger siegte. Da wo die Kohle liegt kann dann noch das Steak und anderes, was schneller geht drauf, und so ist dann alles gleichzeitig fertig.
Ich hatte das Gefühl, dass die Kohle ziemlich lange ziemlich heiss bleibt, was allerdings nur ein subjektiver Eindruck ist. Kann sein, dass das durch die Schamottsteine kommt, ich werde das aber noch ganz oft testen, glaubt mir...
Alles in allem bin ich begeistert von dem Gerät, allerdings war es ziemlich viel Arbeit, so dass ich so schnell keinen zweiten bauen werde. Wenn die Bachelorarbeit fertig ist, wird erst mal ein UDS gebaut.
Grüße aus Bremen,
Markus
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