Hallo liebe Grill- und Smoker Freunde!
Mittlerweile mußte ich ja feststellen, dass ich gar keinen richtigen Smoker habe. Da war ich wohl am Anfang etwas nassforsch mit meiner BBQ Blechbüchse. Aber es ist ja schön, dass man auch im Alter noch was lernt. Und lernen kann man hier im Grillsportverein eine Menge. Z.B. was ein richtiger Smoker ist. Ich hatte dieses Thema (richtiger Smoker im Lokomotiven Look) zwischenzeitlich bei GöGa angebracht - aber davon wollte sie nichts hören.
Nun sei es drum. Ich mach erst mal mit der Blechbüchse weiter und werde auch weiter von meinen Untaten berichten.
Am Wochendende war es nun wieder soweit. Es war schön ungemütlich draußen in der nordeutschen Tiefebene, so 4 Windstärken, Nieselregen und ca. 3°C. Genau die richtige Wetterlage um die Rauchbüchse anzuschmeißen. Aber was reintun?
Ich hatte mich etwas inspirieren lassen vom Texaner aus dem BF BBQ TV. Fette Ribs mit ordentlich Fleisch noch dran - das wär's doch. Also ab zur Metro und mal schauen, was es so gibt. Die Ribs, so zugeschnitten wie beim Texaner gab's nicht. Ich dachte "so what" und nahm gleich den ganzen Bauch (4 kg).
Grundsätzlich wollte ich mich schon an 3-2-1 Methode des Texaners halten. Deswegen bearbeitete ich den Bauch erst mal dahingehend, dass ich die Schwarte und das meiste Fett entfernte.
Hinterher rubbte ich das Teil ordentlich mit Ohlt's Texas Rub ein. Eine teuflische Mischung
, da ich den Anteil von Cayenne Pfeffer erhöht hatte.
Ich dachte mir aber, dass das bei so einem Teil nicht schaden kann.
Oben drauf gab es noch etwas Rohrzucker. Das ganze kam dann in Frischhaltefolie gewickelt für 3 Stunden in den Kühlschrank. Nebenbei hatte ich noch ein paar richtig fette Bauchteile separat bearbeitet und mit etwas mehr Meersalz oder Fleur de Sel, wie der Bildungsbürger sagt, versehen und ebenfalls zur Kühlung gelegt.
Zwischenzeitlich richtete ich die Blechbüchse her. Diesmal aber mit Long Time Running Brekkies als Grundlage. Unten im Kreis schön die Wanne voll mit den Teilen und dann kamen die glühenden Teile direkt aus dem AZK mit dazu. Schön heiß sollte es erst mal sein.
Die Schweinerippen waren mittlerweile gut durchgesaftet. Gegen 13.30 Uhr kamen sie dann in den Smoker. Damit sie auch schön hängen bleiben, habe ich mit dem Akku Schrauber jeweils 4 Löcher in 4 Rippen gebohrt und dann durch die Bohrung kleine Räucherhaken geschoben. So konnte der Schweinrippenbauch, oder wie immer man das nennen mag, bequem hochkannt im Smoker Platz nehmen. Ich hakte ihn in den oberen Rost ein und von unteren Rost wurde er abgestützt. Das sah dann ungefähr so aus:
Die anderen Bauchproppen hängte ich unter den Deckel.
Vom Vorabend war noch ein Proband aus dem Meer übriggeblieben, den ich wohlweislich bereits in Lake getan hatte. Nun musste er im rauen Wind trocknen. Dieser sollte sich später zur munteren Truppe dazu gesellen.
Nun hieß es Temperatur zu halten und zu erhöhen. Es ist immer schwierig, die Blechbüchse auf über 100° zu bekommen. Da muss dann schon mal wieder der Fön von GöGa herhalten. Ich denke, dass ich demnächst unten in der Aschewanne eine Lüftungseinrichtung einbauen muss, um bei Bedarf höhere Temperaturen erzielen zu können. Wenn jemand einen Tipp hat...?
Hin und wieder packte ich ein paar Buchenholzstücke in die Glut, damit sich eine leichte Rauchentwicklung einstellte.
Mittlerweile kam der Schwager und brachte Durst mit und so vergingen die 3 Stunden sehr schnell.
Zusammen haben wir dann das Fleischstück geborgen. Danach wurde es sorgfältig mit Apfelsaft eingestrichen und in Alufolie eingepackt wieder für ca. 2 h in den Smoker gelegt.
Nach 2 Stunden kam der Proband aus dem Smoker und seht selbst wie schön er dampft und duftet:
Zum Finale wurde der Schweinerippenbauch noch einmal sorgfältig mir Apple Bourbon BBQ Sauce eingepinselt, damit er sich im Weber Gasgrill keinen Sonnenbrand holt. Knusprig wurde er trotzdem und lecker obendrein. Diese Behandlung dauerte ca. eine halbe Stunde. Das Ergebnis war dann dies:
Der "Beifang" bekam auch noch seinen Rauch weg und hinterließ auch einen guten Eindruck. Insbesondere geräucherte Dorade darf ich jedem ans Herz legen, der für diese Art der Speisenzubereitung zu haben ist.
Als kleines Fazit möchte ich folgendes fest halten:
Alles war sehr lecker und schmackhaft. Das Bauchfleisch selbst innen hätte für mich selbst etwas mehr durch sein können. Das Fleisch zwischen den Rippen war perfekt. Beim nächsten Mal werde ich wohl die 5-3-1 Methode anwenden, oder den Bauch schon einen Tag vorher in Sud ankochen und 24 Stunden im eigenen Saft liegen lassen. Was meint ihr? Oder aber nur Ribs als Rohmaterial nehmen, obwohl der Fleischbesatz dort immer sehr mager ist. Ich mag es doch eher, wenn man richtig reinbeissen kann und nicht nur am Knochen nagt. Aber wie am Anfang gesagt, man lernt nie aus und einen schönen Tag am Smoker hatten wir allemal. Am Ende des Tages wurden wir mit einem Geschmackserlebnis belohnt, dass wir bis dato noch nicht kannten.
Viele Grüße aus der Calenberger Hauptstadt!
Smoking Ohlt.
Mittlerweile mußte ich ja feststellen, dass ich gar keinen richtigen Smoker habe. Da war ich wohl am Anfang etwas nassforsch mit meiner BBQ Blechbüchse. Aber es ist ja schön, dass man auch im Alter noch was lernt. Und lernen kann man hier im Grillsportverein eine Menge. Z.B. was ein richtiger Smoker ist. Ich hatte dieses Thema (richtiger Smoker im Lokomotiven Look) zwischenzeitlich bei GöGa angebracht - aber davon wollte sie nichts hören.

Nun sei es drum. Ich mach erst mal mit der Blechbüchse weiter und werde auch weiter von meinen Untaten berichten.
Am Wochendende war es nun wieder soweit. Es war schön ungemütlich draußen in der nordeutschen Tiefebene, so 4 Windstärken, Nieselregen und ca. 3°C. Genau die richtige Wetterlage um die Rauchbüchse anzuschmeißen. Aber was reintun?
Ich hatte mich etwas inspirieren lassen vom Texaner aus dem BF BBQ TV. Fette Ribs mit ordentlich Fleisch noch dran - das wär's doch. Also ab zur Metro und mal schauen, was es so gibt. Die Ribs, so zugeschnitten wie beim Texaner gab's nicht. Ich dachte "so what" und nahm gleich den ganzen Bauch (4 kg).
Grundsätzlich wollte ich mich schon an 3-2-1 Methode des Texaners halten. Deswegen bearbeitete ich den Bauch erst mal dahingehend, dass ich die Schwarte und das meiste Fett entfernte.
Hinterher rubbte ich das Teil ordentlich mit Ohlt's Texas Rub ein. Eine teuflische Mischung
, da ich den Anteil von Cayenne Pfeffer erhöht hatte.Ich dachte mir aber, dass das bei so einem Teil nicht schaden kann.
Oben drauf gab es noch etwas Rohrzucker. Das ganze kam dann in Frischhaltefolie gewickelt für 3 Stunden in den Kühlschrank. Nebenbei hatte ich noch ein paar richtig fette Bauchteile separat bearbeitet und mit etwas mehr Meersalz oder Fleur de Sel, wie der Bildungsbürger sagt, versehen und ebenfalls zur Kühlung gelegt.
Zwischenzeitlich richtete ich die Blechbüchse her. Diesmal aber mit Long Time Running Brekkies als Grundlage. Unten im Kreis schön die Wanne voll mit den Teilen und dann kamen die glühenden Teile direkt aus dem AZK mit dazu. Schön heiß sollte es erst mal sein.
Die Schweinerippen waren mittlerweile gut durchgesaftet. Gegen 13.30 Uhr kamen sie dann in den Smoker. Damit sie auch schön hängen bleiben, habe ich mit dem Akku Schrauber jeweils 4 Löcher in 4 Rippen gebohrt und dann durch die Bohrung kleine Räucherhaken geschoben. So konnte der Schweinrippenbauch, oder wie immer man das nennen mag, bequem hochkannt im Smoker Platz nehmen. Ich hakte ihn in den oberen Rost ein und von unteren Rost wurde er abgestützt. Das sah dann ungefähr so aus:
Die anderen Bauchproppen hängte ich unter den Deckel.
Vom Vorabend war noch ein Proband aus dem Meer übriggeblieben, den ich wohlweislich bereits in Lake getan hatte. Nun musste er im rauen Wind trocknen. Dieser sollte sich später zur munteren Truppe dazu gesellen.
Nun hieß es Temperatur zu halten und zu erhöhen. Es ist immer schwierig, die Blechbüchse auf über 100° zu bekommen. Da muss dann schon mal wieder der Fön von GöGa herhalten. Ich denke, dass ich demnächst unten in der Aschewanne eine Lüftungseinrichtung einbauen muss, um bei Bedarf höhere Temperaturen erzielen zu können. Wenn jemand einen Tipp hat...?
Hin und wieder packte ich ein paar Buchenholzstücke in die Glut, damit sich eine leichte Rauchentwicklung einstellte.
Mittlerweile kam der Schwager und brachte Durst mit und so vergingen die 3 Stunden sehr schnell.

Zusammen haben wir dann das Fleischstück geborgen. Danach wurde es sorgfältig mit Apfelsaft eingestrichen und in Alufolie eingepackt wieder für ca. 2 h in den Smoker gelegt.
Nach 2 Stunden kam der Proband aus dem Smoker und seht selbst wie schön er dampft und duftet:
Zum Finale wurde der Schweinerippenbauch noch einmal sorgfältig mir Apple Bourbon BBQ Sauce eingepinselt, damit er sich im Weber Gasgrill keinen Sonnenbrand holt. Knusprig wurde er trotzdem und lecker obendrein. Diese Behandlung dauerte ca. eine halbe Stunde. Das Ergebnis war dann dies:
Der "Beifang" bekam auch noch seinen Rauch weg und hinterließ auch einen guten Eindruck. Insbesondere geräucherte Dorade darf ich jedem ans Herz legen, der für diese Art der Speisenzubereitung zu haben ist.
Als kleines Fazit möchte ich folgendes fest halten:
Alles war sehr lecker und schmackhaft. Das Bauchfleisch selbst innen hätte für mich selbst etwas mehr durch sein können. Das Fleisch zwischen den Rippen war perfekt. Beim nächsten Mal werde ich wohl die 5-3-1 Methode anwenden, oder den Bauch schon einen Tag vorher in Sud ankochen und 24 Stunden im eigenen Saft liegen lassen. Was meint ihr? Oder aber nur Ribs als Rohmaterial nehmen, obwohl der Fleischbesatz dort immer sehr mager ist. Ich mag es doch eher, wenn man richtig reinbeissen kann und nicht nur am Knochen nagt. Aber wie am Anfang gesagt, man lernt nie aus und einen schönen Tag am Smoker hatten wir allemal. Am Ende des Tages wurden wir mit einem Geschmackserlebnis belohnt, dass wir bis dato noch nicht kannten.
Viele Grüße aus der Calenberger Hauptstadt!
Smoking Ohlt.
Anhänge
-
DSC05882.JPG53,8 KB · Aufrufe: 2.470 -
DSC05883.JPG64,4 KB · Aufrufe: 2.581 -
DSC05884.JPG51,3 KB · Aufrufe: 2.197 -
DSC05886.JPG61,3 KB · Aufrufe: 2.104 -
DSC05888.JPG80,2 KB · Aufrufe: 2.199 -
DSC05889.JPG94,6 KB · Aufrufe: 2.121 -
DSC05892.JPG87,7 KB · Aufrufe: 2.043 -
DSC05894.JPG72,7 KB · Aufrufe: 2.030 -
DSC05893.JPG44,9 KB · Aufrufe: 2.091 -
DSC05895.JPG59,5 KB · Aufrufe: 2.138 -
DSC05896.JPG90,8 KB · Aufrufe: 2.125 -
DSC05897.JPG72,3 KB · Aufrufe: 2.133 -
DSC05898.JPG87,1 KB · Aufrufe: 2.201 -
DSC05899.JPG97,4 KB · Aufrufe: 2.086 -
DSC05905.JPG99,4 KB · Aufrufe: 2.127 -
DSC05907.JPG55,7 KB · Aufrufe: 2.155 -
DSC05908.JPG55,6 KB · Aufrufe: 2.143 -
DSC05909.JPG61,8 KB · Aufrufe: 2.150







