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ALDI

Hallo J.M.F.,

deiner Allaussage kann ich nicht zustimmen.
Es gibt tatsächlich auch andere "Märkte".

Kennst du "Sternenfair"?
Klick mal: http://www.sternenfair.de/

Es liegt in der Hand der Einkäufer/Verbraucher was eingekauft wird.
Gruß
Peter


Die Idee finde ich gut.
Ich zahle gerne mehr wenn es da ankommt wo es hin soll.

Nur.. 27km extra wegen Milch fahren. So weit ist die nächste Verkaufsstelle nämlich weg.
Nennt mich Geizig.. aber das ist es mir dann doch nicht wert.
 
Hallo in die Runde,
das immerwährende gleiche aber interessante Thema und eine Spirale ohne Ende. Ich denke einmal, da sind unsere Politiker gefragt. Nur denen geht es am Ar..ch vorbei.
Nochmehr sogar unsern unnützen " Europa-Politikern"
ich, und ich glaube die meisten von uns blicken da doch nicht hinter die Kulissen. Kürzlich kam ich mit einem LKW Fahrer an einer Raststätte in's Gespräch und der gute Mann sagte mir völlig genervt, aber glaubwürdig -- Nun kutsche ich seit einer Woche Kartoffeln quer durch Europa, unr um überall die entsprechenden "Papiere" zu bekommen.
Und so wird es mit vielen landwirtschaftlichen Produkten sein.
Wir wohnen hier im Münsterland auch sehr ländlich und auf dem Hof gegenüber konnte man direkt frische Milch kaufen ( im Sommer )
Wintertags verkaufte der Bauer keine Mich, da die Viecher dann nur im Stall stehen und nur Silo- Futter bekommen.
Aussage des Bauern, -- die Mich ist nicht so gut wie die im Sommer wenn die Kühe auf der Weide sind.
Aber, hier im Münsterland siehst Du kaum noch Viehcher auf der Weide- mittlerweile wird auch im Sommer Silage gefüttert.
Muss wohl weniger Arbeitsaufwand und somit billiger sein.
Dafür aber sieht man nur noch Mais über Mais auf den Feldern - Für Biogasanlagen und für Silageherstellung.
Das Münsterland verkommt zum "Maisland" bestimmt weil durch die EU gefördert oder was weiß ich warum -
eben, weil wir nicht blöd sind sondern von der Politik für solche gehalten werden.
...und so geht es quer durch Europa -- alles ist genormt, hat vorgeschriebenes Gewicht, die Krümmung der Bananr ist genormt, die Glühbirnen werden abgeschaft, im Moment denkt man über einheitliche "Duschköpfe" (ganz wichtig) nach.
....und kommst du nach Frankreich, dann passt dein Stecker vom Rasierer oder was weiss ich ,- in keine französische Steckdose.
Ein wenig vom Thema Aldi abgekommen, aber ich mußte auch das hier in der Runde einmal loswerden

und , solange auf Babynahrung und Medikamente: 19 Prozent, auf Katzenfutter und Trüffel aber zum Beispiel nur sieben Prozent Mehrwertsteuer erhoben werden
ja dann ist meine Meinung, ist etwas falsch in unserm Land.
Auch wenn wir nicht blöd sind, und Geiz nicht geil ist, wir werden es nicht ändern , solang die Politik uns für blöd hält.
 
Auch wenn wir nicht blöd sind, und Geiz nicht geil ist, wir werden es nicht ändern , solang die Politik uns für blöd hält.

nicht für blöd hält sondern uns blöd hält und uns für blöd verkauft

aber manchmal frage ich mich auch wie blöd die Bevölkerung wirklich ist wenn ich mir zb das Fernsehprogramm anschaue und die Quoten sehe welche manche Sendungen erreichen........
 
Sorry Monscho,

noch leben wir hier in Deutschland in einer Demokratie.
Und da alle Macht daher vom Volke ausgeht, ist die Politik ein Zeichen des Volkes.

Natürlich kann ich mich aufregen, aber wenn diese Personen so gewählt werden,
dann ist das halt so für nächsten 4 Jahre.

Himmel, Sackzement: Das fällt doch nicht vom Himmel...

Gruß
Peter
 
...der grösste Störfaktor die EU...

Ich glaube, nach der Lebensmittelindustie ist wird die EU gerne als der größe Sündenbock herangezogen. Vielleicht sind die Rollen auch vertauscht. Interessant dabei ist, dass kaum einer unter uns die Leistungen jedweder Behörde und Regierung umfassend beurtielen kann. Zumindest ich kann es nicht, aber ich kann natürlich auch die Ausnahme sein. Viele Meinungen bedeuten immer Kompromisse und die Wirschaft diktiert den Weg, keine Regierung dieser Welt. Wirtschaft schafft Arbeitsplätze oder schafft sie ab, nicht die Regierungen.
Zur EU möchte ich in eigener Sache nur so viel sagen: Meine Frau 'lebt' zum Großteil von der EU, daher ist vielleicht verständlich, dass ich da ein von der Allgemeinheit abweichendes Bild habe... :pfeif:


...Bei sich selbst anfangen...

...Selbst ordentlich einkaufen...

Carsten, das bei sich selbst anfangen, habe ich nicht gesagt, sondern vielmehr hinterfragt.

Das ordentlich Einkaufen ebenso. Wann habe ich ordentlich eingekauft?

Ich weiß es zu häufig nicht, ganz ehrlich.



Beispiel, auch wenn es an den Haaren herangezogen und zudem unpassend und zudem konsturiert ist:

Sternenfair

Die Milchproduzenten bekommen sage und schreibe 44 Cent/Liter.

Nirgendwo steht aber, dass sie Milchkübel vom Konsortium benutzen müssen, und für die Miete zahlen...(ist rein vo nmir erdacht!)

Aber das mal außen vor gelassen. Unterstellt, nach Milchpreissenkung (und bitte glaubt mir, ich habe keine Ahnung, welche Preise nun tatsächlich bezahlt werden), alle anderen Produzenten bekommen nun nur noch 20 Cent/Liter. Dann dürfte Sternenfair 24 Cent teurer sein, weil das der Anteil für die Produzenten ist.
Ist sie das tatsächlich? Oder ist sie erheblich teurer. Und wenn sie teurer ist: Wer bereichert sich am anderen Teil? Und ist das dann noch fair?...

Wie gesagt, Beispiel ist konsturiert, ich möchte lediglich Denkanstöße geben. Und auch wenn mir bewusst ist, dass ich den Eindruck erwecke, alles schlechtzureden, das ist nicht meine Intension. Wirklich nicht.

Ich glaube ja, dass bei sich selbst anfagen, bisweilen bedeutet, die Erwartungshaltung hinsichtlich Qualität zu hinterfragen. Ich komme gleich noch drauf.
Zunächst aber: Ich kaufe beim Aldi, beim Rewe, beim Edeka, auf dem Wochenmarkt, beim MmV, wo auch immmer...

Zunehmend aber kaufe ich bestimmte Produkte (Obst, Gemüse, Birnen- Apfel- und Mischsaft) beim Sohn unserer Bekannten. Der mit der Rinderweide, dem ich immer wieder auch mit seinen Rindern helfe. DA habe ich das Gefühl richtig zu kaufen, richtig zu unterstützen und ich weiß, woher die Sachen kommen. Bezahlen tue ich i.d.R. gegen sneinen Willen mehr als er selbst möchte; nämlich das, was eben der marktüblicher Preis ist.
Ich habe von der örtlichen Metzgerei auch ein Stück Rindfleisch von Seppel erstanden. Seppel war sein erster Ochse. Ich habe mitbekommen, wie er aufgewachsen ist. ich habe seinen Nacken gestreichelt und er hat meine Hand geleckt, als ich Obstbäume auf der Wiese mit Stacheldraht umwicklet habe.
Ich habe schon besserers Rindfleisch gegessen. Rinde, das zarter und marmorierter war. Aber wisst ihr was? Noch kein Stück Rind habe ich mit so viel Genuss gegessen. Einfach, weil ich das Gefühl hatte, etwas wirklich richtig zu machen. Rein aus Qualitätsdenken heraus, müsste ich es aber als Fehlkauf einstufen...

Aber ganz erhlich: Das System ändert sich dadurch nicht, weil ich immer noch die herkömmlichen Einkaufswege, die für mich nicht durchschaubar sind, nutzen muss.

PS: Und jetzt bin ich bis auf Weiteres hier raus. Aus zeitlichen Gründen und auch, weil ich mich sonst noch um Kopf und Kragen rede und vom Schabenstammtisch wieder ausgeladen werden, weil ich ein Querulant bin..... :o
 
dann schaue Dir mal an wie zb wie mit Vorschriften den ganzen kleinen Metzgereien das schlachten unmöglich gemacht wurde,
man hat es Ihnen nicht verboten aber de facto unmöglich gemacht
das fängt mit Emissionen an ( der Geruch der beim Wurstkochen usw entsteht) metzgereien die das seit über 100
Jahren in den Orten betrieben haben durften das quasi über Nacht nicht mehr
eine Filteranlage für den Geruch kostett eben mal mehrere 10TSD Euro
usw......
 
und wer ist deiner Meinung nach es wert gewählt zu werden.
Und wer ist deiner Meinung im Stande es besser, oder es nur anders zu machen?




Bei der nächsten Wahl geht es wiederrum nur darum ob man sich die Pest oder die Chollera ins Hause holt.
Und in Brüssel sitzen doch sowieso nur verkappte Arschl......


Du darfst mir das auch gerne per PM schicken.
Bei der nächsten Wahl werde ich das dann berücksichtigen
 
Ich denke, das zielt auf meinen Beitrag ab...

...dann schaue Dir mal an wie zb wie mit Vorschriften den ganzen kleinen Metzgereien das schlachten unmöglich gemacht wurde...

Ich sehe die kleine Metzgerei hier am Ort vor mir, die in der Tat selbst schlachtet.. Von der war auch das Stück Seppel. ;)

Klar ist: Es ist nicht alles gut, genauso wenig wie alles schlecht ist...
 
dann schaue Dir mal an wie zb wie mit Vorschriften den ganzen kleinen Metzgereien das schlachten unmöglich gemacht wurde,
man hat es Ihnen nicht verboten aber de facto unmöglich gemacht
das fängt mit Emissionen an ( der Geruch der beim Wurstkochen usw entsteht) metzgereien die das seit über 100
Jahren in den Orten betrieben haben durften das quasi über Nacht nicht mehr
eine Filteranlage für den Geruch kostett eben mal mehrere 10TSD Euro
usw......

Aus diesem Grund geht bei uns im Dörfchen wieder der Trend zur Hausschlachtung. Wir gehen immer mehr nach dem Motto" wer viel fragt der bekommt auch viele Antworten". Das klappt auch immer besser. Dank der EU kommt man auch jetzt immer günstiger an Fleischereimaschinen, da ja viele kleine Metzger nicht mehr durchhalten können.

Gesendet von meinem GT-S5839i mit Tapatalk 2
 
@silex
ja Peter, ich gebe euch ja recht, nur in meinen sechzig Jahren habe ich mittlerweile eine Menge politischer Gruppierungen erleben dürfen und bei keiner hat sich in solchen Dingen viel geändert. Außerdem durfte (musste) ich als Kind mit meinen Eltern zu Verwndtenbesuch der Großeltern in die damalige DDR reisen und unter diesen Politikern fehlte es sooo oft an dem Nötigsten (auch Grundnahrungsmittel). Gott sei Dank ist das heute nicht mehr der Fall.
vielleicht habe ich mich ein wenig in der Wortwahl vergriffen.
Aber, ich bin der Meinung -- Du kannst wählen was Du willst --- Schei...e schwimmt halt immer oben.
@Bär

Wie gesagt lieber Gerhard, ich gebe auch dir vollkommen recht und auch du wirst mir bestimmt einiges besser erklären können was es mit der EU auf sich hat.
Aber mir sträuben sich in manchen Dingen die Nackenhaare, wenn ich zB. in Spanien zum Markt fahre, komme ich an riesigen Zuchtanlagen für Doraden vorbei
und in der Auslage der Geschäfte, - einen km weiter sehe ich Doraden aus Griechenland liegen. Da ist doch die EU gefragt denke ich.
Aber ganz sicher, ist einiges oder vieles schon ok was dort geplant und beschlossen wird.

...und es war schon immer ein Spuch meines Vaters, dessen Brot ich esse, dessen Lied ich singe.
sei es bei der Bahn, bei der Lufthansa , bei den Energieversorgen , in der Mineralölindustrie oder oder oder eben auch bei der EU


aber, solang wir hier klagen und ich nehme mich da nicht aus, und auf den tollsten Grills grillen, die besten Stücke Fleisch grillen, uns den teuersten Malt Whisky präsentieren,
ja da diskutieren und stöhnen wir auf höchstem Niveau. Und ich natürlich auch.


...und nun haut wieder auf den alten Monscho :domina:

 
Und damit das klar ist: Auch wir beeinflussen das System mitnichten nur dadurch, dass wir NICHT billig einkaufen, weil bei dem teurerern Einkauf die Gefahr besteht, dass schlicht und einfach nur die Marge für den Groß- und Einzelhandel, nicht aber für den Produzenten höher ist. Wenn, müssten wir uns also versichern können, dass beim höherpreisigen Produkt auch das entsprechende 'MEHR' beim Produzenten ankommt. Aber können wir das? Vielleicht. Ich wüsste nicht, wie, lasse mich aber gerne aufklären.

Also bei uns in Berlin gibt es zum Beispiel Marken, wo drauf steht "Ein Herz für Erzeuger". Man bezahlt glaube ich 10 Cent mehr für das Produkt und dafür sollen die Bauern auch mehr Geld abbekommen. Ich hatte das mal in einer Reportage gesehen, wo das geprüft wurde und es scheinbar auch wirklich so ist. Das gibt es bei und allerdings nur für Milchprodukte. Aber das kaufe ich immer. Die 10Cent machen mich nicht arm, bin nämlich auch ein DINK und denke, dass man da seinen Anteil leisten kann. Auch achte ich immer darauf, dass ich Erzeugnisse zuerst aus Deutschland kaufe, um wenigstens hier unsere Bauern zu unterstützen, auch wenn das teurer ist.
Ich würde niemanden verurteilen, der gerade so über die Runden kommt und dann die billige Milch etc. kauft. Ich habe selbst jahrelang an der untersten Verdienstgrenze gelebt, um zu wissen, dass man manchmal auch auf solche Sachen angewiesen ist. gerade zum Ende des Monats wo der Geldbeutel immer leerer wird. Was ich allerdings schade finde, ist dass inzwischen viele Leute täglich Fleisch/Wurst haben wollen und dadurch die billigen Sachen kaufen, um es sich leisten zu können, anstatt 2-3 Mal darauf zu verzichten und dann bessere Fleisch/Wurstqualität zu kaufen. Das habe ich früher nie gemacht, weil ich schon da ein Bewusstsein für Lebensmittel entwickelt habe. Und so ist das ja bei anderen Produkten (Milch, Butter, Käse, Obst und Gemüse etc) auch. Geiz ist geil, egal ob es noch nach was schmeckt oder nicht. Das treibt unsere Bauern noch weiter in die Massentierhaltung damit sie Discounter Preise wie 4€ für 1kg Schweinenacken oder Ähnliches überhaupt tragen können. Da sollten die Leute auch mal drüber nachdenken, was das denn nur noch qualitativ sein kann.
 
Im Zusammenhang mit bzw. wegen der bei Sternenfair genannten Preise, von 44 Cent/Liter, die die Erzeugerbekommen, habe ich etwas recherchiert und bin auf folgenden
Link
gestoßen.

Demzufolge lagen die Erzeugerpreise im September 2014 in Deutschland bei 25,9 Cent / Kilo Milch, in Bayern bei 37 Cent/Kilo Milch. Somit erhalten die für Sternenfair liefernden bayrischen Erzeuger gerade mal sieben Cent / Kilo mehr als ihre 'normalen' Wettbewerber.
Der Liter Sternenfair kostet im Rewe aktuell aber 1,69 Euro, ist also je nach anderer Supermarkt-Mich, mit der ich vergleiche, bis zu einem Euro teurer. Nochmals: Anteil der Erzeuger sind sieben Cent. 93 Cent sackt wer immer auch ein...

Und das möchte jemand als fair bezeichen?

Ich nicht!


Trotz allem ist das Konzept natürlich nicht schlecht, ganz ohne Zweifel nicht, aber ein bisschen vorsichtig und mistrauisch muss man sein, wenn von 'fair' die Rede ist. Wir, die Verbraucher, erkaufen diese angebliche Fairness nämlich elend teuer. :-(

Falls ich Nonsens schreibe, bitte ich hiermit ausdrücklich um Richtigstellung.
 
Bayern liegt bei 33,96 Cent pro kg
Code:
Die Molkerei Ammerland hat ihren Auszahlungspreis für 
September um 2 Cent gegenüber dem Vormonat auf 38 Cent/kg erhöht.
Damit zahlt das Unternehmen aus Wiefelstede (Niedersachsen) momentan 
den bundesweit höchsten Milchpreis aus, wie die ersten Meldungen 
im top agrar-Milchpreisbarometer zeigen.
Auch für andere Molkereien im Norden ging es weiter aufwärts: 
Beispielsweise erhöhte die Breitenburger Milchzentrale ihren 
Auszahlungspreis um 1 Cent auf 37 Cent/kg. Ebenfalls 37 Cent/kg 
zahlt die Milcherfassung Uelzena aus (unverändert zum Vormonat). 
Diesen Auszahlungspreis erreicht bundesweit ansonsten nur 
noch FrieslandCampina Köln.
Das Deutsche Milchkontor (Nordmilch und Humana) hat den 
Milchpreis um 1 Cent auf 35 Cent/kg erhöht. Ebenfalls 1 Cent 
aufwärts ging es für die Milch-Union-Hocheifel auf jetzt 33 Cent/kg. 
Damit liegt sie mit ihrer Nachbarmolkerei Hochwald wieder gleichauf
(33 Cent/kg, unverändert zum Vormonat).
Im Süden führt die Milchverwaltung Ostallgäu die Tabelle an. 
Das Unternehmen hat den Milchpreis gegenüber dem Vormonat 
um 0,5 Cent auf jetzt 36 Cent/kg erhöht. Die Bayerische Milchindustrie
kommt auch diesen Monat nicht über eine Auszahlungsleistung von 33,96 Cent/kg.

Noch härter trifft es die Milcherzeuger von HansaArla in Upahl: 
Ihr Milchpreis sank um 1,5 Cent auf 33 Cent/kg.
Weitere Milchpreise finden Sie im top agrar-Milchpreisbarometer.
Alle angegebenen Milchpreise sind Grundpreise bei 4,0 % Fett und 3,4 % 
Eiweiß (ohne Mehrwertsteuer, ohne Zu- und Abschläge wie z. B. S-Klasse). 
(topagrar.com)
 
Habe die Ehre zusammen,

ich habe nun hier so Einiges gelesen... Ich lebe zum Teil auch von der Landwirtschaft, hier im schönen Bayern...

Wer einzelnen Bauern Gutes tun will, der sollte nach Möglichkeit in einem Hofladen seine Milch kaufen. Dort gibt es auch andere Dinge von bester Qualität, meist nicht teurer als in den großen Ketten, dafür aber regional...

Wer einer größeren Gruppe von Bauern was Gutes tun will, der kann "Die Faire Milch" kaufen. Der Bauer verpflichtet sich da an eine feste Molkerei zu liefern, die Milch wird dezentral vermarktet und der Preis für den Bauern ist einige Cent pro Liter höher als der "Standardpreis".

Bauern einer bestimmten Region, z.B. Berchdesgaden, erhalten ebenso sehr gute Milchpreise, denn diese Gruppen haben die Molkereien besser in der Hand... Berchdesgadener Bergbauernmilch MUSS aus der Region Berchdesgaden kommen, so ist beiden Seiten geholfen wenn die Milch über Qualität verkauft wird.

Auch die "Heumilch" wird den Bauern recht gut bezahlt, da sie für vorgegebene Fütterung auch mehr bekommen können.

Bei uns in der Gegend sind die zwei größten Molkereien übrigens Genossenschaften... Die Bauern sind Anteilseigner der Molkerei. --> Der Preis stimmt.

Ach ja, da gibt es auch noch die BIO-Milch... Viele Biobauern geben nach Jahren wieder auf, weil sich der Mehraufwand leider NICHT rechnet (ALDI, LIDL & Co. bieten ja auch BIO an).

Dies soll jetzt niemandem Vorschreiben was er tun soll, sondern ist meine persönliche Erfahrung aus der Landwirtschaft und seit vielen Jahren Milcherzeugung.

Oben war noch mal zu lesen dass, wenn ein Bauer nicht mehr gut von seiner Arbeit leben kann er auch was Anderes machen könnte... Tut mir leid, aber oft ist es eben nicht so einfach. Tradition ist bei uns ein sehr hohes Gut, und Bauer ist oft auch weniger Beruf als Berufung.
Außerdem muß eben erst mal z.B. ein Stall für 2.000.000 Euro erst mal abbezahlt werden bevor man alles aufgeben kann. Die Bank will ihr Geld ja wiederhaben.

Also, wer es sich leisten kann, der sollte regional kaufen, am Besten beim Bauern/Hofladen direkt. Und mit den Kids könnt ihr euch auch mal die Kuh begutachten die für EUCH arbeitet.

Gruß,

Hellboy76
 
Gerade zum Thema Milch, Sternenfair ist scheints alles andere als fair, von daher sind wir umgestiegen auf Berchtesgadener:
Folgende Milchpreise* werden an die genossenschaftseigenen Bauern bezahlt:
Konventionelle Milch: 43,73 Cent / kg *
Bio-Naturland-Milch: 51,48 Cent / kg *
Bio-Demeter-Milch: 52,58 Cent / kg *
* Preise Stand September 2014, inkl. landwirtschaftlicher Vorsteuer von 10,7% bei 4,2% Fett, 3,4%
Eiweiß.
 
Ach ja, da gibt es auch noch die BIO-Milch... Viele Biobauern geben nach Jahren wieder auf, weil sich der Mehraufwand leider NICHT rechnet (ALDI, LIDL & Co. bieten ja auch BIO an).


Sorry, aber was willst Du damit sagen?

:prost:
 

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@silex

Wenn das ja der aktuelle Preis ist, haben die vielleicht auch schon den Preis nach unten angepasst? Die Preissenkung wird ja nicht nur ALDI machen.
 
...
Ich sehe 1,19 € pro Liter bei Rewe online..

Verständlicher Einwand, Peter!
Und es wäre in der Tat fatal, wenn ich mich gestern im ReWe in Weil im Schönbuch dermaßen verhauen hätte (wobei mir das, so schlampig, wie ich manches mache, zuzutrauen wäre... :pfeif: )

Ich werde aber heute nochmals schauen, und mich dann ggf. korrigieren.

Jetzt hast Du mich total verunsichert....
 
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