• Du musst dich registrieren, bevor du Beiträge verfassen kannst. Klicke auf Jetzt registrieren!, um den Registrierungsprozess zu starten. Registrierte User surfen werbefrei, können Suchen durchführen und sehen die volle Darstellung des Forums mit vielen anderen Unterforen!!!

ALDI

ich versuch mal wieder den Schwenk zum Thema ;): Konsument und Essen bzw Was soll der Produzent für sein Produkt erhalten,.

M.M.n. ist das Problem vielschichtiger. Auf der einen Seite haben wir es mit einer Lebensmittel- INDUSTIE zu tun. Was da zählt, ist der shareholder- value. I.d.R. gehört nestle oder P&G nämlich nicht Herrn nestle oder Frau Procter, sondern Investoren, die ihr Investment mit einer hohen Rendite versehen haben wollen. Und das geht bekanntlich auf zwei Arten: Hohe Verkaufspreise oder niedrige Einkaufspreise und Produktionskosten. Am besten kommt hier alles zusammen. Und da scheitert auch die Vergleichbarkeit mit "damals", zu der Zeit war eine derartig starke Industialisierung der Lebensmittelproduktion noch nicht vorhanden. Es gab viel mehr regionale Einheiten und vor allem nicht die internationale Verküpfung in der ausgeprägten Form, wie sie heut vorhanden ist. Die Lösung könnte also sein: weg von der Produktion der Lebensmittel durch internationale Konzerne. Wahrscheinlichkeit: Kleiner/gleich Null.

Das heisst nicht, das die Stärkung der regionalen Produzenten mit (fast) Direktvertrieb sinnlos ist, aber sie wird die Struktur nicht nachhaltig ändern. Und es springen ja die Konzerne auf den "Regionalzug" auf. Ich sag nur: Das neue "Regionalfenster" von der Frau Aigner, gegen das sich keine Konzerne gewehrt haben. Da muss die "Region" nur kleiner sein als die gesamte Bundesrepublik :muhahaha:.

Auf der anderen Seite hat sich das Konsumentenverhalten geändert. Ich werd jetzt auf keinen Fall H4-Bashing betreiben, ich musste selbst mal ein Jahr davon leben. Aber tatsächlich ist der Konsum von z.B. Fleisch erheblich gestiegen. Wenn man schon die Zeit "damals" als Vergleich heranzieht, dann muss man auch berücksichtigen, dass es zumindest nach meiner Erinnerung eben nicht jeden Tag das Schnitzel gab, sondern i.d.R. Gemüse o.ä.. Somit lenkt das Konsumverhalten auch die Produktion. Denn der Mehrbedarf an Fleisch soll ja nicht unbedingt das Portemonee mehr belasten. Und da haben wir dann schon einen Bereich, in dem der Konsument Macht ausüben kann. Er muss nur sein Konsumverhalten etwas ändern, wenn er zu den Verhältnissen von "damals" zurückmöchte. Aber da ist dann doch wohl der Grundsatz" wasch mir den Buckel, aber mach mich nicht nass" im Weg.

Eine Lösung? Hab ich nicht! Jedenfall keine allgemeingültige. Ich für mich hab entschieden: buy local, so oft es geht.
 
Das neue "Regionalfenster" von der Frau Aigner, gegen das sich keine Konzerne gewehrt haben. Da muss die "Region" nur kleiner sein als die gesamte Bundesrepublik .
.

Man hat den Großkonzernen den Ball zugespielt.


Da merkt man doch wieder einmal das man diese Idioten nicht mehr für voll nehmen kann.
 
Man hat den Großkonzernen den Ball zugespielt.


Da merkt man doch wieder einmal das man diese Idioten nicht mehr für voll nehmen kann.

Doch, kann und muss man. Aber als das , was sie sind: als diejenigen, die sich von den Drohungen der Wirtschaft (Arbeitsplätze, Gewerbesteuer etc) derartig unter Druck setzen lassen, dass wir schon längst die Regierung der Konzerne und nicht die des Volkes haben. Wir sind bereits in der Zukunft, die uns die Autoren und Filmemacher in den 80ern des letzten Jahrhunderts und davor so düster gemalt haben. Es fehlt nur noch das Chaos, aber das kriegen wir auch noch hin :devil:
 
@dirkde, beim ersten Teil über die Lebensmittelindustrie stimm ich 100% zu. Ich kann jedoch Deine Schlussfolgerung im zweiten Teil nicht nachvollziehen. Wenn der Konsument zu früheren Essgewohnheiten zurückgeht, nicht so oft Fleisch kauft und damit der Fleischkonsum zurück geht, wie kann das die "Machenschaften" der Lebensmittelindustrie positiv beeinflussen? Auch dann gilt noch Shareholder Value und die Gewinnmaximierung u. U. auf Kosten der Qualität.
 
Und wenn wir an morgen alle nur noch 1x pro Woche Fleisch essen,
was machen wie dann mit den plötzlich auftauchenden Horden an Arbeitslosen.
Denn eins ist klar, als erstes werden dann ja Mitarbeiter eingespart wenn der Fleischkonsum/verbrauch zurück geht/ plötzlich einbricht.
 
Stimmt schon, aber es wird ja oft auch hier beklagt, dass an allem die Konzerne schuld seien und früher alles besser war. Ich denk halt, man sollte erst mal vor der eigenen Türe kehren. Und wie sagt Jürgen Malmsheimer: früher war nicht alles besser, früher war nur alles......früher ;-)


Gesendet von iPhone mit Tapatalk
 
Und wenn wir an morgen alle nur noch 1x pro Woche Fleisch essen,
was machen wie dann mit den plötzlich auftauchenden Horden an Arbeitslosen.
Denn eins ist klar, als erstes werden dann ja Mitarbeiter eingespart wenn der Fleischkonsum/verbrauch zurück geht/ plötzlich einbricht.

Und was ist die Quintessenz daraus? Weitermachen wie bisher?

( mein ich schon ernst, die Frage )



Gesendet von iPhone mit Tapatalk
 
Die Macht etwas zu ändern liegt aber nicht mehr in den Händen der Verbraucher.
Hallo ,
das was du sagst, stimmt so nicht.

Mag ja sein, das ein Boykottaufruf gerichtlich verboten werden kann,
aber z. B.: die Fleischskandale haben doch gezeigt, das Käufer/Verbraucher schon etwas machen können.

Warum steht auf Rindfleischverpackungen sowaswie "geboren, aufgezogen, gemästet, geschlachtet in"?
Bestimmt nicht, weil der Verkäufer/Produzent das will. ;)

Und da alle Macht in Deutschland vom Volke ausgeht, siehe GG,
kann man schon etwas ändern.

Gruß
Peter
 
Und wenn wir an morgen alle nur noch 1x pro Woche Fleisch essen,
was machen wie dann mit den plötzlich auftauchenden Horden an Arbeitslosen.
Denn eins ist klar, als erstes werden dann ja Mitarbeiter eingespart wenn der Fleischkonsum/verbrauch zurück geht/ plötzlich einbricht.
Achtung, Ironiemodus ein: Die Horden von Arbeitslosen werden vielleicht gar nicht mal so traurig sein, dass sie aus ihren prekären Arbeitsverhältnissen befreit werden. Denn wenn ich sehe was da an Dreck manchmal zum Vorschein kommt (Spitze des Eisberges) dann kommen wir nämlich ganz schnell auf den nächsten Skandal in diesem Wirkkreis. Die verdienen ja meist so wenig, dass sie sich das billige Fleisch kaum selbst leisten können, welches sie produzieren. Ironiemodus aus!

Ich sehe es auf alle Fälle auch so, dass der einzelene Kunde durchaus gefragt ist, an diesem Rad mitzudrehen. Angebot und Nachfrage generieren den Markt. Und wenn der Kunde plötzlich über sein Kauf- und Kochverhalten nachdenkt, ggf. entsprechende Umstellungen selbst durchführt, dann ist das ein erster Schritt. Ich fordere jeden einzelnen auf nicht immer mit dem Finger auf andere zu zeigen und bei sich selbst anzufangen. Viele kleine Räder bewegen nämlich am Ende auch ein großes!!
 
Achtung, Ironiemodus ein:
Und wenn der Kunde plötzlich über sein Kauf- und Kochverhalten nachdenkt, ggf. entsprechende Umstellungen selbst durchführt, dann ist das ein erster Schritt.

Ich gebe Dir ja recht, dass man bei sich selber anfangen muss, die Welt zu verbessern. Das hat ja auch das gesteigerte Umweltbewusstsein in den letzten beiden Jahrzehnten gezeigt. Zumindest in unserem Land wird da schon anders umgegangen als in vielen anderen Ländern, wo es am Grundverständnis dafür schon hapert.

ABER erklär mir doch mal konkret, was Du mit "entsprechenden Umstellungen" meinst. Pauschal habe ich das jetzt schon öfter in diesem Thread gelesen, aber keiner wird konkret. Beim Umweltschutz ist es recht einfach zu erkennen, was der Umwelt nicht gut tut. Das lässt man dann halt sein so gut es geht.

Bei Lebensmittel ist das nicht einfach:
Welche Lebensmittel soll man meiden?
Welche Produzenten soll man ignorieren?
Dem Fleisch sieht man in den seltensten Fällen bis gar nicht an, ob es unhygienisch gelagert wurde, genmanipuliert ist oder sonst irgendwie verwerflich behandelt wurde. Dass teurer keine Garantie für gute Qualität ist, haben wir ja schon oben gesagt. Da sind wir uns ja schon einig.

Und nochmal letzte Frage: Wie kann eine gesenkte Nachfrage nach Fleisch den Sharholder Value der Lebensmittelgroßkonzerne beeinflussen und sie zu vorbildlichem Umgang mit Lebensmitteln veranlassen? Meine These: marginal bis gar nicht. Im Gegenteil, das vergrößert den Druck auf die Margen und Kosten müssen weiter runter.

Die Strafverfolgungsbehörden müssen aktiver werden und drastische Konsequenzen einführen. Nur dann kann man die Lebensmittelsünder (genau wie Umweltsünder, z.B. Meeresverschmuter) bekämpfen. Kriminelle Energie lässt sich durch gutes Konsumentenverhalten nicht eindämmen. Und jetzt geh bitte nicht von einer heilen Welt aus, wo alle Konsumenten an einem Strang ziehen. Sowas wird es nie geben.

Aber nochmal. Du hast recht: Das eine (verantwortungsbewusster Umgang der Konsumenten) schließt das andere (drastische Strafen) nicht aus.


Edit: Irgendwie ist mein letzter Satz verschwunden, der da war: Natürlich stimmt es, dass das eine (verantwortungsbewusster Umgang der Konsumenten) das andere (drastische Strafen) nicht ausschließt. Die Kombination aus beidem ist wohl der richtige Weg.
 
Ich sehe das auch so wie @silex; @circe und auch @dirkde: Wir müssen erst einmal vor unserer eigenen Haustür kehren, bevor wir immer nur den Anderen die Schuld in die Schuhe schieben. Ich kaufe bewusst ein und muss nicht unbedingt 7 Mal die Woche Fleisch haben. ich bin immer wieder erschrocken, wieviele Leute sich auf die beim Discounter angebotenen Fleisch bzw. Wurstartikel stürzen, nur um täglich was Fleischiges auf dem Teller zu haben. Das wurde früher doch auch nicht so gemacht. Da gab es dann höchstens mal am WE einen schönen Braten und in der Woche vielleicht n bisschen Aufschnitt, wenn man Glück hatte. Und meine Scheibe Brot mit Quark, Käse oder Butter und n bisschen Gurke drauf hat auch sehr gut geschmeckt. Wir hatten diese Diskussion auch letztens mit Bekannten und als ich erwähnte, dass ich 3-4 Tage fleischlos koche und dafür dann für die fleischigen Tage bessere Qualität kaufe (Bio, Premium oder Ähnliches) wurde ich als Flexitarier bezeichnet. Da ich meine Unwissenheit bei den ganzen x-tariern nicht gleich kund tun wollte habe ich mal Tante Google angeschmissen und voilà: Ja ich bin ein Flexitarier und stehe dazu. Für alle die auch nicht wissen, was damit gemeint ist bitte schön https://www.google.de/?gws_rd=ssl#q=flexitarier.
Das ist in meinen Augen ein sinnvolles Rädchen an dem ich als kleiner Endverbraucher drehen kann. Und wenn einige Andere auch mal in diese Richtung denken würden, dann müssten die Produzenten vielleicht auch etwas ändern. Aber solange es Abnehmer gibt, die diese Massenproduktionen unterstützen, nur damit Fleisch billig bleibt, wird sich da nichts ändern.

Edith sagt: Das meiste Fleisch geht dann fürs Grillen drauf :D
 
Ok, dann werde ich jetzt mal konkret,
...... ABER erklär mir doch mal konkret, was Du mit "entsprechenden Umstellungen" meinst. Pauschal habe ich das jetzt schon öfter in diesem Thread gelesen, aber keiner wird konkret.

Gerne nenne ich Dir ein paar Beispiele, welche Umstellungen zum Beispiel in unserem Haushalt Einzug gehalten Haben in Bezug auf Lebensmittel:

Beispiel 1: Backwaren
Nachdem ich mich eine wenig mehr mit der Produktion mit Backwaren auseinander gesetzt habe, war mir sehr schnell klar, dass ich sowas nicht essen will. Massnahme: Selber backen! Brot wird jetzt auf Basis von Sauerteig selbst gebacken. Nein, auch Industriell gefertigtes Mehl wird nicht mehr genutzt. Hier wird jetzt nur noch Getreide gekauft, selbst gemahlen und verarbeitet. Egal ob Brot, Kuchen oder Kekse.

Beispiel 2: Gemüse
Wir bekommen wöchentlich eine sog. Biokiste mit Gemüse. Darin befinden sich von der Menge her Gemüse für unseren Haushalt passend. Auf den Inhalt kann durchaus Einfluss genommen werden, häufig akzeptieren wir aber deren Inhalt ohne Änderung. Die Vielfalt ist gut und es kommen auch mal Sachen auf den Tisch, an denen wären wir wohl auf dem markt vorbei gelaufen, im Discounter sind sie kaum zu kriegen (z.B. Pastinaken, Tobinambur, Batate uva.)

Beispiel 3: Milchprodukte
Wenn möglich, dann kaufen wir die eines Produzenten in der Nähe. (Kurzzeitig waren die auch mal bei uns im Supermarkt erwerbbar). Das ist für uns am Schwersten. Zum Glück gibt es sie weiterhin hier in Hofläden (min 5km entfernt), sonst wäre es fast unmöglich. Aber da haben wir noch mehr Handlungsbedarf und sind weniger konsequent. :o

Beispiel 4: Fleisch
Fleisch gibt es hier nicht täglich, ich würde tippen so ca. 2-3x wöchentlich zum Mittag (Warmes Essen) und Aufschnitt befindet sich immer eine übersichtliche Menge im Haus. Zumindest so wenig, dass es nur sehr selten anderweitig entsorgt werden muss. Diese (kleinen) Mengen kaufen wir beim MdV. Ob deren Produkte aus ordentlicher bzw. nachhaltiger Produktion stammen, das vermag ich auch nicht immer zu sagen. Biofleisch ist hier quasi nicht zu kriegen, zum Glück gibt es hier aber einmal (sommer-)monatlich einen Ökomarkt - da gibt es nur Produkte aus biologischer Herstellung. Das kostet natürlich mehr.

So, das waren jetzt mal vier Beispiele - diese sind aber unsere Individuellen und ggf nur bedingt übertragbar. Sie sind auch hier kein Gesetz und bestimmt wird auch mal ein Yoghurt vom Discounter oder Gemüse im Supermarkt gekauft. Alles lässt sich gar nicht ohne Probleme anderweitig kriegen - z.B. Orangen, Ananas und mehr. Aber Wochenmarkt (mit vielen regionalen Anbietern) gibt es hier auch 2x wöchentlich, und ich gehe gerne hin. Das wichtigste aber für mich, diese Änderungen sind alle nur unter einer Vorraussetzung umzusetzen:

Aufgabe der eigenen Bequemlichkeit,

denn wenn die erstmal überwunden ist, dann geht auch unabhängig vom Geldbeutel so einiges!:hmmmm:
 
@cire, danke für die Beispiele! Meine Hochachtung (ernst gemeint). Das eine oder andere kann ich mir sicherlich abschauen. Insbesondere habe ich schon länger vor, Brot ausschließlich selber zu machen.
Bequemlichkeit ist neben dem Schnäppchenwahn sicher ein weiteres Hemmnis für den Konsumenten. Denn Brot selber machen ist sicherlich um ein Vielfaches aufwändiger als es zu kaufen.

Bei einem Punkt bin ich dennoch skeptisch: Man wird nicht davon ausgehen können, dass die große Mehrheit zu überzeugen ist, ähnlich zu handeln. Aber selbst, wenn man eine relevante Menge von diesem Weg überzeugen kann, wird das nicht unbedingt die industrielle Lebensmittelproduktion verändern. Wie bereits oben erläutert, steht Gewinnmaximierung im Vordergrund. Höhere Erlöse führen nicht zwangsläufig zu höherem Investment (in bessere oder verträglichere Herstellmethoden). Gewinne werden maximiert, indem Erlöse maximiert werden und gleichzeitig Kosten minimiert werden.
 
Bei einem Punkt bin ich dennoch skeptisch: Man wird nicht davon ausgehen können, dass die große Mehrheit zu überzeugen ist, ähnlich zu handeln. Aber selbst, wenn man eine relevante Menge von diesem Weg überzeugen kann, wird das nicht unbedingt die industrielle Lebensmittelproduktion verändern. Wie bereits oben erläutert, steht Gewinnmaximierung im Vordergrund. Höhere Erlöse führen nicht zwangsläufig zu höherem Investment (in bessere oder verträglichere Herstellmethoden). Gewinne werden maximiert, indem Erlöse maximiert werden und gleichzeitig Kosten minimiert werden.

Mir geht es ja gar nicht darum, die Mehrheit zu Überzeugen. Das muss ein jeder schon selbst machen. Mir geht es nur gegen den Strich, dass viele einfach nur Jammern und anderen die Verantwortung geben - auch ihre eigene mal schnell mit abgeben.
Das in der Lebensmittelindustrie auch was im argen ist, bezweifel ich nicht. Auch die Gesetzgebung und ggf. die Strafverfolgung ist in meinen Augen aufgerufen da deutlichere Zeichen zu setzen.
Und trotz dieser widrigen Umstände rufe ich jeden mündigen Verbraucher auf, seine Verantwortung zu übernehmen, sein Konsumverhalten zu überdenken und ggf Konsequenzen zu ziehen. Das nehme ich denen nicht ab und noch weniger lass ich mir das abnehmen.

@BBQbruder: Dir wünsche ich viel Erfolg bei Deinen Umstellungen. Mach es Schritt für Schritt, sonst besteht auch die Gefahr der Überforderung. Auch kleine Schritte sind Schritte und Brot backen kann der erste sein! Und der Aufwand erscheint nur auf den ersten Blick erheblich größer. Genaueres gerne später.
 
[...]

@BBQbruder: Dir wünsche ich viel Erfolg bei Deinen Umstellungen. Mach es Schritt für Schritt, sonst besteht auch die Gefahr der Überforderung. Auch kleine Schritte sind Schritte und Brot backen kann der erste sein! Und der Aufwand erscheint nur auf den ersten Blick erheblich größer. Genaueres gerne später.

[emoji106]
 
Gerne nenne ich Dir ein paar Beispiele, welche Umstellungen zum Beispiel in unserem Haushalt Einzug gehalten Haben in Bezug auf Lebensmittel:

Beispiel 1: Backwaren
Nachdem ich mich eine wenig mehr mit der Produktion mit Backwaren auseinander gesetzt habe, war mir sehr schnell klar, dass ich sowas nicht essen will. Massnahme: Selber backen! Brot wird jetzt auf Basis von Sauerteig selbst gebacken. Nein, auch Industriell gefertigtes Mehl wird nicht mehr genutzt. Hier wird jetzt nur noch Getreide gekauft, selbst gemahlen und verarbeitet. Egal ob Brot, Kuchen oder Kekse.

Das ist doch bestimmt sehr Zeitaufwendig, oder?
Also wenn wir hier um 19:00 Uhr oder 19:30 Uhr von der Arbeit heimkommen haben wir mit Sicherheit nicht mehr die Zeit, oder die Lust noch Mehl zu mahlen oder zu backen.
Weil eigentlich wird dann nur noch kurz was gegessen und man ist froh das man sich noch ein wenig unterhalten kann bevor man sich in´s Bett schleppt weil man am nächsten Morgen um 5:00 Uhr wieder aufstehen muss.
Jetzt kommt bestimmt aber am Wochenende hast Du Zeit dazu.
Dazu kann ich nur sagen das am Wochenende andere Arbeiten wie kochen, putzen, waschen, Gartenarbeit usw usw anfallen
Ein bisschen was vom Leben wollte ich dann schon haben,

Gut, vll ist das nur bei uns so, aber wenn ich mich so in unserem Bekanntenkreis oder auch in der Arbeit umhöre ist das schon irgendwo der Grundtenor
 
Das ist doch bestimmt sehr Zeitaufwendig, oder?
Also wenn wir hier um 19:00 Uhr oder 19:30 Uhr von der Arbeit heimkommen haben wir mit Sicherheit nicht mehr die Zeit, oder die Lust noch Mehl zu mahlen oder zu backen.
Weil eigentlich wird dann nur noch kurz was gegessen und man ist froh das man sich noch ein wenig unterhalten kann bevor man sich in´s Bett schleppt weil man am nächsten Morgen um 5:00 Uhr wieder aufstehen muss.
Jetzt kommt bestimmt aber am Wochenende hast Du Zeit dazu.
Dazu kann ich nur sagen das am Wochenende andere Arbeiten wie kochen, putzen, waschen, Gartenarbeit usw usw anfallen
Ein bisschen was vom Leben wollte ich dann schon haben,

Gut, vll ist das nur bei uns so, aber wenn ich mich so in unserem Bekanntenkreis oder auch in der Arbeit umhöre ist das schon irgendwo der Grundtenor
Nein, ich würde es als anmaßend empfinden, zu sagen, dass am Wochenende dazu Zeit ist .....

Mein Zeitaufwand zum Brot backen (Ich fange mal bei Stunde 0 an zu zählen):

00:00 Uhr: Mahlen des Getreides und Ansatz des Vorteiges - Dauer ca. 15 Minuten - aktiv
00:15 Uhr: Der Vorteig ruht/geht ca. 8 Std. - passiv
08:15 Uhr: Weiterverarbeitung des Brotes bis in den elektrischen und programmierten Backofen - Dauer ca. 30 Minuten - aktiv
08:45 Uhr: Gehen und Backen des Brotes im Ofen - Dauer ca. 2 Std. - passiv
10:55 Uhr: Entnahme des fertigen Vollkornsauerteigbrotes aus dem Backofen - aktiv

Ich sehe also nur ca. 60 Minuten aktives Handeln (innerhalb einer Dauer von ca. 11Stunden) zur Erschaffung eines frischen Brotes mit besten Zutaten. In meinen Augen ein gut zu händelnder Aufwand - wenn man es denn will. Bei mir geht der Teig meist über Nacht oder über Schicht. Meinen Backofen kann ich so programmieren, dass er erst eine Stunde nach dem Einschalten anfängt zu backen. Er schaltet sich auch selbst nach 60 Minuten Backzeit wieder aus. Da muss ich also auch nicht daneben sitzen. Wenn ich zu Hause bin steuer ich das aber meist selbst.

Ich denke es gilt generell: Wo ein Wille ist, da ist auch Weg. Die Entscheidung liegt bei jedem selbst!
 
Zurück
Oben Unten