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ALDI

Ich sehe also nur ca. 60 Minuten aktives Handeln ...

...Ich denke es gilt generell: Wo ein Wille ist, da ist auch Weg. Die Entscheidung liegt bei jedem selbst!

Da hast du aber noch keine Vorbereitung und Nachbereitung dabei (Zutaten zusammensuchen, Kriegsschauplatz wieder aufräumen usw)

Es war ja auch nicht als Kritik von meiner Seite zu verstehen, sondern nur meine bescheidene Meinung
Aber mit dem letzten Satz stimme ich auf jeden Fall überein.

Prost
 
Da hast du aber noch keine Vorbereitung und Nachbereitung dabei (Zutaten zusammensuchen, Kriegsschauplatz wieder aufräumen usw)

Doch, ich habe sogar großzügig aufgerundet :-) Und als Kritik habe ich das auch nicht verstanden, eher als Meinung - vielleicht jetzt etwas frech formuliert - aus Unwissenheit. Ich kann Dich/Euch nur einladen, es selbst auszuprobieren und alle eigenen Vorbehalte einfach mal über Bord zu werfen. Damit Aufhören kannst Du ja ebenfalls jederzeit.:gr
 
Gut, vll ist das nur bei uns so

Nö. Ich bin auch von 7 bis 7 (wenn´s gut läuft) aus dem Haus. Die Holde so ähnlich.
Jeder 2te Samstag ist frei. Z.B. heute. Es ist kurz nach 4 und eigentlich müsste ich noch in den Garten und Vorgarten.
Um die ganze liegen gebliebene Arbeit der Woche nachzuholen bräuchte ich 4 Tage WE statt 2.
Ganz ehrlich? Manche Dinge kaufe ich lieber und spiele in der gesparten Zeit mit den Pänz.

Brot gehört im Alltag dazu. Leider. Hin und wieder ein Brot für Sonntag, das war es aber auch schon.
Das ist z.B. der Hauptgrund gewesen mich gegen den Ramster zu entscheiden.
Für 10 mal Brot im Jahr lohnt es einfach nicht.
 
Naja zwischen selbst Backen und im Supermarkt shoppen gäbs da noch die, zunehmend schwindende, Option des Bäckers!

http://www.merkur-online.de/lokales...ige-baecker-unterfoehring-pleite-4452405.html

Als Discount-Kritiker möchte ich an der Stelle auch mal drauf hinweisen dass das Personal jetzt auf der Straße steht, An meinem örtlichen Bäcker/Metzger/Elektriker/Schlosser/Installateur des Vertrauens hängen eben auch Existenzen! Oftmals sind diese Existenzen auch nicht irgendwer, sonder oft wenn man mal ratscht mehr oder minder direkte Nachbarn. Für mich schon Punkte über die ich nachdenke...!
 
Ich mag dieses Gejammer, speziell das der Baeckereien, nicht mehr hoeren
Es ist in meinen Augen auch ein hausgemachtes Problem.
Die "handwerklichen" Baeckerein grenzen sich doch kaum noch ab vom Penny Backautomaten.
In unserem Ort gab es eine Baeckerei, die seit jeher in Familienhaenden war. Handwerklich gefertigte Backwaren.
Immer wieder hat es mal ein Baecker aus einer Kette in unserem 2600 Seelen-Dorf versucht und ist immer gescheitert.
Die Leute sind eben zu "ihrem" Baecker gegangen.

Aufgrund von Nachwuchsproblemen hat er die Baeckerei an jemand anderes uebergeben aber der Name ist geblieben.
Wa sich da an Backwaren bekomme, spottet jeder Beschreibung. Die Sachen sind nicht mal gleichwertig zu den Backautomaten Produkten.
Bei uns sieht das jetzt so aus, dass ich viele Leute aus meinem Dorf beim Baecker im Nachbarort treffe.
Der ist dreimal so teuer wie die Backautomatenprodukte aber er setzt konsequent auf sein Alleinstellungsmerkmal "Steinofen"
und fertig traditionell.
Dafuer gebe ich gerne mehr Geld aus aber nicht fuer Fertigbackmischungen, die von "Meisterhand" geformt werden.
Das kann ich auch...

Wir leben in einer schnellen Zeit und ja, viele Leute haben das Geld nicht mehr so locker sitzen.
Aber ich muss auch auf die Menschen zugehen und nicht warten, dass sie kommen.
Moderne Kommunikation und Werbung schliessen Tradition nicht aus und da liegt doch einiges im Argen.
Weil da Arbeitsplaetze dran haengen, gehe ich nicht zu einem schlechten Baecker.
Ich gehe dahin, weil er etwas kann, was ich nicht selber kann und auch kein Discounter.
 
@Andiman da hast Du natürlich recht. Viele Bäckereien machen den Fehler irgendwann Preislich mithalten zu wollen, weden manchmal aber auch dazu gezwungen. Wie dem auch sei, in aller Regel ist dass der beginn einer Abwärtsspirale die man nicht mehr aufhalten kann.

Auch hier am Ort so erlebt: Örtliche Bäckerei mit Tante Emma Laden, gut die anderen Waren nicht grade billig, aber die Backwaren überaus hochwertig! Dann die ersten Discounter in der nähe, versuch einige Backwaren mit Backmischungen preislich unten zu halten, Qualitätsverlust, Kundenverlust und Schlussendlich bezüglich des Backofens eine Auflage die nicht erfüllbar war ohne dass halbe (unter Esembleschutz stehende) Gebäude umzubauen und dass war es dann!

Stimmt schon dass Bäckereien gefühlt viel jammern, fakt ist dass aber jedes Dorf einen Bäcker hat oder hatte, wenn da jeder mal jammert vorm Untergang ist dass natürlich sehr präsent!
Als gelernter Bäcker tut es einem eben weh...!
 
@Andiman Viele Bäckereien machen den Fehler irgendwann Preislich mithalten zu wollen, weden manchmal aber auch dazu gezwungen.

Wie gesagt: Baeckereiketten hatten wir auch schon im Dorf.
Aber den alten Baecker hat es nicht gejuckt.
Wenn Kunden nachgefragt haben, warum der andere Billiger ist, konnte er ruhig antworten: weil er mit billigeren Zutaten und weniger Zeit baeckt.
Deshalb schmeckt es ja auch besser hier.
Damit war das dann erledigt.
Heute haette so eine Baeckereikette eine Chance bei uns im Dorf.
 
Vermutlich weil er die Sturheit / Gelassenheit (beides positiv gemeint) hatte es auszusitzen ohne überstürzt oder unüberlegt zu reagieren. Leider haben sich verdammt viele, auch sehr gute, Betriebe auf Ihrem ehemaligem "Monopol" ausgeruht.
 
Ich könnte jetzt die ketzerische Frage stellen, warum ein Mensch, dessen eigene Arbeitsleistung nicht wirklich honoriert wird, die Arbeitsleistung eines anderen honorieren (können) sollte? Mach ich aber nicht ......

Ich sehe es auch wie Andi, warum soll ich in einer Bäckerei für die - tschuldigung - gleichen industriell gefertigten Produkte wie nebenan im Discounter-Backshop mehr bezahlen. Arbeitsplätze hin oder her, einen höheren Preis zahle ich gerne, wenn die Qualität entsprechend stimmt. Auch hier wurden die "Handwerksbäcker" größtenteils von "Industrieproduktveredlern" verdrängt. Mal davon abgesehen, dass die Liste der Zusätze da wieder elend lang ist (für Brot reichen eigentlich: Mehl, Wasser und Hefe/Sauerteig, vielleicht ein paar weitere ganze Körner und Gewürze), sind die erheblich höheren Preise irgendwie nicht zu rechtfertigen. Der nächste Bäcker, für den ich meine Hände ins Feuer legen würde ist minimum 5km entfernt.
Wenn ich mir dann noch vorstelle, was an Backwaren in diesem lang einfach nach Geschäftsschluss weggeworfen wird ...... auch das muss ja mitgezählt werden.
Ein Bäcker muss ja heute meist geschätzte 27 Brotsorten vorweisen, die auch alle noch 2 Minuten vor Geschäftsschluss vorhanden sein müssen. Auch da, so denke ich, sind wie als Kunden durchaus gefragt uns zu reflektieren und zu überdenken.
Ich kann mich übrigens noch gut daran erinnern, dass ich dieses Jahr im Januar für eine Veranstaltung am Samstag 60 Stück gedeckten Apfelkuchen gebraucht habe und leider nicht selbst zum Backen kam (warum auch immer). Da dachte ich, bestell ich sie bei einem der hiesigen Bäcker. Montags, fünf Tage vorher, bin ich los:
Bäckerei 1: zu kurzfristig .....
Bäckerei 2: diese Woche nicht im Programm .....
Bäckerei 3: leider produzieren wir diese Woche keinen Apfelkuchen ......
Es ist mir tatsächlich nicht gelungen bei einem Filialbäcker vor Ort mein Ziel zu erreichen. Ich dachte ich spinne ......
Was nun? Was anderes nehmen oder selbst ran. Also die Woche umorganisiert und selbst gerührt. Ich bin mir sehr sehr sicher, dass mir das mit einem kleinen Handwerksbetrieb nicht passiert wäre.
 
Wir haben hier in Hilden das große Glück einen echten Handwerksbäcker zu haben. Den hab ich ganz durch Zufall gefunden und beim ersten Mal als ich dort Brot gekauft habe hab ich mich auch noch gewundert warum das auch am übernächsten Tag noch lecker und frisch war. Bis ich dann herausgefunden habe dass der tatsächlich noch seine Sauerteige selbst zieht und im Steinofen backt. Das Brot ist mit um die 3€ für 500g sicher alles andere als günstig aber in dem Fall bin ich absolut bereit für die gebotene Qualität auch nen angemessenen Preis zu zahlen.

Meistens nehme ich das Brot auf dem Heimweg abends mit, kurz bevor die Bäckerei schließt und meistens hab ich da auch nicht mehr groß die Wahl so nehme ich das was noch da ist.

Für uns hier die ideale Lösung weil die angebotene Ware tatsächlich sehr viel besser ist als ich es selbst könnte und ich noch dazu so einen alt eingesessenen Handwerksbetrieb unterstützen kann so dass wir hoffentlich nicht bald alle den gleichen Quatsch vom Discounter oder von Kamps essen müssen.

Ähnlich versuchen wir es auch mit den anderen Lebensmitteln zu halten auch wenn der Einkauf dadurch etwas mehr Aufwand ist weil man nicht in einem Laden alles bekommt. Dafür ist das Gewissen beruhigt,man hat sogar noch die lokale Wirtschaft unterstützt und in aller Regel schmeckt mans auch noch.


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Auch hier wurden die "Handwerksbäcker" größtenteils von "Industrieproduktveredlern" verdrängt.

Da stimme ich Dir auch absolut zu. Mir ging es jetzt auch weniger darum ob der entsprechende Bäcker im Bericht ein echter Handwerksbetrieb war oder ein Fertigmischungsverarbeiter sondern darum dass, ähnlich wie Post, Wirtshaus und ähnliche Institutionen immer mehr zugunsten oder eben wegen der Zentralisierung verschwinden.
 
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