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Alte XP Installation entfernen

Doc_Cleaner

Grillkaiser
5+ Jahre im GSV
Hallo zusammen.

Als ich mein Notebook gekauft habe war Windoof Vista gerade neu und aufregend (;)) und ich war mir nicht sicher, ob alle Anwendungen die ich benötige damit funktionieren würden. Besonders, weil ich die 64 Bit Version nutzen wollte um auch die ganzen 4 Gigabyte RAM nutzen zu können.

Daher habe ich seinerzeit mehrere Partitionen angelegt und zuerst Windows XP 32 Bit installiert. Anschließend auf eine andere Windows Vista 64 Bit.
Dadurch habe ich wie gewünscht beide Betriebssysteme in einer friedlichen Koexistenz und kann über den Vista Bootloader auswählen welches Booten soll.
Nun hat es sich über die Zeit ergeben, dass ich nur noch Vista nutze und die großzügig bemessene Windoof XP Partition ungenutzt bleibt.
Verständlicherweise würde ich den Speicherplatz aber gerne sinnvoll nutzen. Zum Beispiel um ein Linuxderivat drauf zu spielen. :cool:
(Hatte mir die Woche wieder mal nen Trojaner eingefangen. Gott sei dank haben meine Sicherheitsvorkehrungen schlimmeres verhindert.)

Nun die Frage:
Wie kann ich Windows XP sauber deinstallieren?

Um es deutlicher zu machen:
Der Bootloader müsste bei meiner Installationsmethode auf dem XP-Laufwerk liegen, also ist einfach formatieren nicht drin. Eine einfache Lösung wie "Einfach die Verzeichnisse löschen und den Eintrag aus dem Bootmenü löschen" finde ich unbefriedigend, da ich das Laufwerk eventuell auf ext3 oder ein anderes Linux Format umformatieren möchte.

So, jetzt bin ich mal gespannt ob mir hier einer helfen kann. Helle Köpfe gibts ja genug. :)
 
Willst Du den Vista-Bootloader weiterverwenden? Ich glaube, dann wird es nicht funktionieren. Bei mir ist nur der Linuxloader selber in der Lage, zB. auch die XP-Partition zu starten.
Da mir das zu umständlich war, benutze ich jetzt http://www.boot-us.de
Danach kannst Du mit Deinen Partitionen machen, was Du willst, dh. unbenötigte einfach löschen und formatieren. Das Programm erkennt jede bootfähige Platte bzw. Partition in- und extern und Du wählst beim Booten aus, es schaltet sich nach der Konfigurierung noch vor alle anderen Bootloader aus früheren Installationen... ;-)
 
@rheingriller:
Danke für den Tipp mit Boot-us. Das Programm scheint wirklich die einfachste Lösung zu sein. :thumb2:
Ich hab mich bisher nicht dran getraut den Linux-Loader das regeln zu lassen, weil ich da vor Jahren mal schlechte Erfahrungen mit gemacht habe. Da war dann plötzlich nur noch Linux in der Liste und ich hab ewig gebraucht nen neuen Bootloader drauf zu bekommen.

@Mag:
Wondoof 7 werde ich als Aktualisierungsinstallation über mein Vista schieben - falls das möglich ist. Dabei würde die XP-Installation aber leider nicht verschwinden.
Dazu alles platt zu machen und komplett von vorne zu beginnen fehlen die Geduld und der nötige Datenmassenspeicher für meine Dokumente. :(
Ich suche eine Lösung, bei der meine momentane Vista Installation mit den Programmen die ich nutze erhalten bleibt.

masterjo schrieb:
Was steht denn in der boot.ini drin?
Also die Boot.ini ist nur auf dem Windoof XP Laufwerk vorhanden. Vista benutzt da was anderes. Sie sieht so aus:
Code:
;
;Warning: Boot.ini is used on Windows XP and earlier operating systems.
;Warning: Use BCDEDIT.exe to modify Windows Vista boot options.
;
[boot loader]
timeout=30
default=multi(0)disk(0)rdisk(0)partition(1)\WINDOWS
[operating systems]
multi(0)disk(0)rdisk(0)partition(1)\WINDOWS="Microsoft Windows XP Professional" /NOEXECUTE=OPTIN /FASTDETECT

Und das erwähnte BCDEDIT liefert folgendes:
Code:
Windows-Start-Manager
---------------------
Bezeichner              {bootmgr}
device                  partition=D:
description             Windows Boot Manager
locale                  de-DE
inherit                 {globalsettings}
default                 {current}
resumeobject            {81dd90cb-5fca-11dc-a664-e24d9a43ee69}
displayorder            {ntldr}
                        {current}
toolsdisplayorder       {memdiag}
timeout                 3
resume                  No

Windows-Legacybetriebssystem-Ladeprogramm
-----------------------------------------
Bezeichner              {ntldr}
device                  partition=D:
path                    \ntldr
description             Frhere Windows-Version

Windows-Startladeprogramm
-------------------------
Bezeichner              {current}
device                  partition=C:
path                    \Windows\system32\winload.exe
description             Microsoft Windows Vista
locale                  de-DE
loadoptions             DDISABLE_INTEGRITY_CHECKS
inherit                 {bootloadersettings}
osdevice                partition=C:
systemroot              \Windows
resumeobject            {81dd90cb-5fca-11dc-a664-e24d9a43ee69}
nx                      OptIn
Die Dateien hierfür liegen auch auf dem XP-Laufwerk.

@all:
Vielen Danke für die Antworten! Hier bekommt man ja echt zu jedem Thema brauchbare Tipps. :clap2:

Meine Strategie sieht jetzt so aus, dass ich mir mit dem Tool, dass Rheingriller empfohlen hat einen neuen Bootloader anlege, der von Diskette oder USB-Stick läuft.
Laut der Beschreibung müsste das Tool dazu in der Lage sein.

Wenn dieser funktioniert spiel ich ein Linux auf die XP-Platte, die dabei wahrscheinlich formatiert wird.
Linux wird dabei wohl einen neuen Bootloader anlegen. Falls dieser funktioniert, also auch Vista booten kann, bin ich fertig. (So einfach wars aber noch nie)

Wenn nicht teste ich, ob der Boot-Us loader auf Diskette/USB-Stick noch in der Lage ist Vista zu booten. Dann könnte ich mit Boot-Us den Linuxloader ersetzen und bin dann fertig. (Immer noch eine befriedigende Lösung)

Falls der Loader auf dem Stick nicht klappt wird Linux wieder gelöscht und ich spiele wieder XP auf das Laufwerk, installiere darunter Boot-US und richte mir einen Bootloader ein, mit dem ich wieder an mein Vista komme.
Ich denke auf diese Weise verliere ich auf keinen Fall mein Arbeitssystem und könnte mit hoher Wahrscheinlichkeit mein Ziel erreichen.
Wenn es schief geht ist ja alles wie vorher, nur dass ich nicht mehr den Vistaloader benutze. (Hoffe ich :roll:)

Das ganze steigt aber erst nächste Woche. Ich meld mich dann obs geklappt hat beziehungsweise wie es gelaufen ist.
 
Hi Doc, wenn Du Boot-US unter Vista installierst und als Bootmanager konfigurierst, bis Du auf der sicheren Seite. Eigentlich braucht man dazu den USB-Stick nicht, weil Du ja danach auch intern beim Booten gleich jede in Boot-Us konfigurierte bootfähige Partition oder Platte auswählen kannst. Boot-Us kann man auch jederzeit wieder deinstallieren und Du hast die alten Systemloader zurück, da daran nichts verändert wird.

Danach kannst Du die XP-Platte formatieren und Linux installieren. Achte aber darauf, dass der Linuxloader auch *nur* auf dieser Linuxpartition installiert wird, damit nicht der Vistaloader überschrieben wird. Je nach Distribution sollte der Linuxloader dann auch Vista erkennen und booten, umgekehrt (Vista bootet Linux) wird es wohl nicht funktionieren, denn dafür hätte Linux vor Vista installiert werden müssen.

Aber eigentlich brauchst Du keinen der Loader mehr - warum sollte auch erst Linux starten, wenn Du eigentlich mit Vista arbeiten willst, oder umgekehrt? Bei Boot-Us wählst Du das ja gleich systemunabhängig beim Booten aus.

Nach der Linux-Installation startest Du unter Vista nochmal Boot-Us, die XP-Partition ist dann nicht mehr gelistet da gelöscht, und fügst dort Dein neues Linux in der Auswahlliste hinzu - fertig.

Viel Glück :prost:
 
Alle mir bekannten aktuellen Linux Distributionen (Ubuntu/Debian basierend, SuSE/OpenSuSE, ...)
erkennen die Windowsinstallation auf der anderen Partition und richten dafür einen Menüpunkt ein.
Persönlich bin ich ein Freund von Kubuntu, da mir die KDE Oberfläche mehr zusagt als Gnome.
Aber installiert sind trotzdem diverse Windowmanager, da ich gerne selber teste.

Aber eigentlich brauchst Du keinen der Loader mehr - warum sollte auch erst Linux starten, wenn Du eigentlich mit Vista arbeiten willst, oder umgekehrt?
Erst Linux starten? Es wird aktuell ein GRUB, in wenigen Fällen der LiLO, gestartet.
Der macht nichts anderes als das Boot-Us auch macht.
 
Also lilo kann ich nicht empfehlen.
GRUB :mosh:
Windows naja wers braucht, wer keine steinzeit Proggs hat (oft diese Schulbuchsoftware und so für Lehrer) sollte nicht mit WinXP festgenagelt sein.
Vista ist schrott hat sogar KleinWeich offiziell eingeräumt (Forderung über afaik 3 Milliarden US$ für verlängerung von XP Support aus der Wirtschaftskrisen-Hilfe der USA).
Also wenn es nicht weh tut zusehen das man noch flott nen Win7 abgreift derzeit klar die beste nummer.
Nächste Frage muss es umbedingt auf der HW laufen? Solange man keine exorbitante 3D Leistung braucht tuts auch VirtualBox prächtig, gerdae wenn man es dennoch direkt auf die Platte installiert (stichwort raw disk blockdevice).

Ausserdem tut für das meisste gerade im Gaming bereich Wine mitlerweile ultimo geil.

Alternatives OS:
Linux:
- einfach schnell für den anspruchslosen DAU => *buntu (Ubuntu und abwandlungen)
- für nostalgiker => Debian
- für Eilige => Arch Linux
- für masochisten SuSe und ko
- für anspruchsvolle individualisten und Entwickler, die ein Linux wollen das sich anschmiegt wie eine Maßanfertigung und läuft und läuft und läuft, sowie immer vorn dabei ist => Gentoo Linux (achtung macht erstmal etwas Arbeit, dann wirds ultimo chillig)

OpenSolaris, ist auch eine Überlegung wert, einfach mal anschauen.

Egal was wenn dein Noti SATA hat besorg dir zuerst eine Hitachi 7k320 (mit 320GB) dann hast du am meisten Spaß mit egal was.

Bei Marken Notebooks gibt es meist gute Foren / Mailinglisten oder Wikis im Netz
ThinkPads => ThinkWiki / Linux Thinkpad Mailinglist

Letzte anmerkung wenn du ne ATI Graka hast dann versuch zuerst die Opensource Treiber von Freedesktop zumeist dem Hauseigenen binär Schrott von AMD überlegen.

In dem Sinne schöne Grüsse von meinem T60 ("Power by Gentoo Linux") :mosh: bei gerade mal 13 Watt verbrauch (das ist unter der Werksangabe und bringt bei dem kleinen Akku nach +3 Jahren immer noch knapp die Original 4h)
 
chrisC schrieb:
Erst Linux starten? Es wird aktuell ein GRUB, in wenigen Fällen der LiLO, gestartet.
Der macht nichts anderes als das Boot-Us auch macht.

Das mag ja sein, aber da Boot-Us nicht unter Linux läuft und insofern dort auch nicht konfigurierbar ist, wäre die Verwaltung neu angelegter bootfähiger Nicht-Linux-Partitionen auf diese Art vermutlich wesentlich umständlicher, als durch einfaches An- oder Abwählen in Boot-Us unter Vista.
Ich hab´s mir jedenfalls gespart, mich unter Linux in das Thema einzuarbeiten, weil ich dafür zu selten damit arbeite, und lasse das Sytem meiner Wahl ganz einfach unter Boot-Us starten.
 
Achso was ich vergaß,
- WinXP einfach die Partition Löschen / anderweitig verwenden.
- Bootloader eventuell mit ner WindowsCD wieder gradebiegen
- Vista Uprade lass es einfach wird dich unglücklich machen
- Boot-Us naja wenn man eh ein Linux hat nimm einfach GRUB, der Windows Bootloader bleibt ja auchnoch (GRUB macht nix anderes als nen chainload auf eben diesen), evt setzt Boot-Us eben dort an (klingt teilweise so, aber keine Ahnung). Ich würde immer zu GRUB raten der bootet einfach Alles

Achso, nochmal zur Klarstellung ein Bootloader läuft unter keinem Betriebssystem er ist viel mehr selber eines. (Bitte so hinnehmen die wirklich genaue Erklärung was wie wo ein Bootloader wirklich ist setzt ein Grundstudium der Informatik oder ähnliches voraus)
 
GrillNerd schrieb:
Achso, nochmal zur Klarstellung ein Bootloader läuft unter keinem Betriebssystem er ist viel mehr selber eines. (Bitte so hinnehmen die wirklich genaue Erklärung was wie wo ein Bootloader wirklich ist setzt ein Grundstudium der Informatik oder ähnliches voraus)

Jo, dieses Grundstudium ist ja teilweise schon beim Umgang mit Linux selber vonnöten... :roll:
Also mir ist prinzipiell mal Folgendes passiert - ich hatte ein Problem mit meinem XP Prof und wollte über Suse 10.2 ein wenig die Partition säubern, was aber wegen NTFS nicht ging. :evil:
Also XP auf der alten Win-Partition neu eingespielt, damit war das GRUB der Linux-Partition beim Booten aber nicht mehr verfügbar.... :evil:
Bevor ich da noch Stunden investiert habe: Boot-Us über XP drauf, und seitdem erreiche ich das GRUB wieder, mein XP, Win 7 auf der 3. Partition, und sogar die XP-Sicherung aus Ghost auf der externen USB-Platte. :)

Also mein Ziel war damit erreicht, schnell und unkompliziert. Ich kann es jetzt nur aus eigener positiver Erfahrung (bin eh kein Informatiker oder Mega-PC-Experte) so wiedergeben. ;-)
 
Klingt gut und ist wieder ein klassisches kontra Suse-Beispiel. Jede andere Linuxdistri die ich kenne bietet idr ein Live-System (sprich einfach von der CD), damit kann man den GRUB einfach wieder auf der Platte einspielen (da kommen wir eben zu dem haarigen Teil der "Was ist ein Bootloader"-Frage, vereinfach der Bootloader ist das was im richtigen Sektor der Platte steht (egal was, wenn es nichts ausführbares ist bekommt man die allseits bekannte Meldung "No Bootdevice found")).

Tipp für alle (vorallem für etwas erfahrenen GRUB-Nutzer), die OpenSolaris CD bootet mit nem onboard GRUB => einfach einlegen wenn man seinen Bootloader gegrillt hat und dann über die Konsole vom GRUB / nen fix getipperten Booteintrag / am einfachsten durch aufrufen der eigenen grub-conf das System normal booten und einfach grade biegen.
 
GrillNerd schrieb:
Windows naja wers braucht
Naja, wenn du mir verraten kannst wie ich Solid Works und Ansys in der Studentenversion und Microsoft Office 2007 unter Linux zum laufen bekomme erwäge ich eventuell Windoof ganz abzuschaffen. Leider brauche ich diese Programme für mein Studium und die laufen nicht mit annehmbarer Performance in virtuellen Maschinen. (Naja, Office vielleicht schon aber der Rest nicht)
Außerdem besitze ich ein paar lieb gewonnene Programme für die ich Geld bezahlt habe und die ich daher auch weiter nutzen möchte OHNE immer ne Virtuelle Maschine laufen zu lassen. :)

Auf die alte XP-Partition soll ja ein Linux drauf - voraussichtlich wird es Ubuntu werden.
Aber nur mit Linux arbeiten ist nicht drin und ist mir auch zu heikel weil ich keine Ahnung hab wie man bei einem zerschossenen Linux noch an seine Daten kommt. Bei Windows hab ich da schon mehr Erfahrung.
So Spielereien wie Gentoo sind mir erstmal sowieso zu viel Arbeit.
(Jetzt bitte keine Sprüche wie "ein Linux kann man nicht zerschießen. Es ist nicht mein erster Versuch und wenn man keine Ahnung von Linux hat - so wie ich - kann man das sehr wohl. ;))
 
Ich denke ein Drift des Thema in Richtung "Kontra *anderes Betriebssystem*" können wir uns schenken.
Diese Sichtweise ist heutzutage einfach zu engstirnig. --> Bin 90% Linuxnutzer, aber gebe allen eine Chance.
Nur zum Testen von Linux empfehle ich eine Kubuntu Live CD. http://de.kubuntu.org
Der Umstieg / Einstieg ist sehr einfach und Windows Benutzer finden sich schnell zurecht.

Für Leute denen der Begriff Bootloader bisher unbekannt ist, ist Boot-us sicherlich nicht unpraktisch.
Es ist halt immer eine Frage der Motivation.

Jede andere Linuxdistri die ich kenne bietet idr ein Live-System (sprich einfach von der CD),...
Naja, zumindest die openSUSE bietet Live Varianten zur Installation.
Aber die Wiederherstellung eines GRUB Bootloaders ist durchaus auch für Laien durchführbar.
Vor Allem wenn die grub.conf bereits existiert.
 
@chrisC herrlich zusammen gefasst und danke für die Korrektur.

Ich denke die Vorzüge und Nachteile der gängisten LinuxDistris habe ich schon oben versucht zu skizzieren. (Muss allerdings einräumen das ich mit den ~kommerziellen Distris nicht ganz fähr war, wobei ich da jetzt keine Lücke sehe auf einem Desktop-System die von ihnen geschlossen wird, daher möge man es mir bitte nachsehen (ähnliches gilt aus meiner Sicht für Debian, ebefalls voll die subjektive Brille!!!))
 
Debian ist und bleibt für mich DIE Server Distribution.
In vielen Jahren auf sehr vielen Servern ist noch nie ein Update komplett in die Hose gegangen.

Auf dem Desktop sind mir die *Ubuntu deutlich lieber, da sie einfach einen anderen Pakethintergrund haben.
 
Doc_Cleaner schrieb:
Naja, wenn du mir verraten kannst wie ich Solid Works und Ansys in der Studentenversion und Microsoft Office 2007 unter Linux zum laufen bekomme erwäge ich eventuell Windoof ganz abzuschaffen. Leider brauche ich diese Programme für mein Studium und die laufen nicht mit annehmbarer Performance in virtuellen Maschinen. (Naja, Office vielleicht schon aber der Rest nicht)

Naja WINE wäre ein versuch, MS Office kann man sehr gut mit OpenOffice ersetzen.

Doc_Cleaner schrieb:
Außerdem besitze ich ein paar lieb gewonnene Programme für die ich Geld bezahlt habe und die ich daher auch weiter nutzen möchte OHNE immer ne Virtuelle Maschine laufen zu lassen. :)

Naja das hast du eh und mehr als eine, aber lassen wir das, wie ich sagte es gibt Dinge die will und braucht ein nicht Informatiker nicht zu wissen.
Wichtiger ist die Sache mit den lieb gewonnen Programmen, wenn die sicher und stabil unter Vista laufen ok (ohne kompatibilitäts Schnick-Schnack), dann kannste du dir auch mal Win7 anschauen.
Ansonsten Obacht, sowohl Microsoft wie die Opensource-Community hatten in den letzten Jahren arg Stress mit mieser Softwarequalität (nicht OS und kein OS Flame, sondern Anwendersoftware). Daher haben beide Maßnahmen geplant und umgesetzt, die die Schnittstellen schärfer einfordern und Stück für Stück schlaksigeren Umgang bemängeln und im zweiten Schritt verbieten.
(Sorgt für die Probleme von vielen Programmen mit Vista / bzw mit den neueren GCC- und GLibc-Versionen)
Die Jungs von WineHQ freuts weil die extrem weiche API von WIndows ihnen lange Jahre riesen Probleme gemacht hat, gerade Adobe war da Weltmeister.

Doc_Cleaner schrieb:
Auf die alte XP-Partition soll ja ein Linux drauf - voraussichtlich wird es Ubuntu werden.

Gute Wahl für den Anfang wenn du nichts spezielles brauchst, wenn es aber dir an einigen Ecken nicht mehr passt, bzw du anspruchsvolleres realisieren möchtest, bitte frühzeitig über einen Wechsel nachdenken, vermeidet Frust.
Ich selber habe mich dieses Jahr auf der CeBit mit einem der zentralen Ubuntu-Entwickler unterhalten, er meinte Ubuntu ist NICHT für aufwendige oder trickreiche Setups gedacht. Sondern ausschliesslich als AsIs zu verwenden.

Doc_Cleaner schrieb:
Aber nur mit Linux arbeiten ist nicht drin und ist mir auch zu heikel weil ich keine Ahnung hab wie man bei einem zerschossenen Linux noch an seine Daten kommt. Bei Windows hab ich da schon mehr Erfahrung.

Erfahrung macht den Meister, der radikal Umstieg führt meist nur zum Frust.

Doc_Cleaner schrieb:
So Spielereien wie Gentoo sind mir erstmal sowieso zu viel Arbeit.
(Jetzt bitte keine Sprüche wie "ein Linux kann man nicht zerschießen. Es ist nicht mein erster Versuch und wenn man keine Ahnung von Linux hat - so wie ich - kann man das sehr wohl. ;))

Das geht erst dann richtig gut wenn man Ahnung hat. Wer keine Ahnung hat weis sich meist nur grade nicht zu helfen, weil er das erstemal vor einem bestimmten Problem steht. Das Ergebniss ist aber zumeist das gleiche. Erstmal wieder mehr Arbeit ums zu reparieren.
 
GrillNerd schrieb:
Naja WINE wäre ein versuch, MS Office kann man sehr gut mit OpenOffice ersetzen.

Für Solid Works in der Studentenversion siehts schon schlecht aus:
http://appdb.winehq.org/objectManager.php?sClass=application&iId=9679
Ansys werd ich interessehalber mal testen.

MS Office kann ich leider nicht durch Open Office ersetzen, weil O.O. nicht vernünftig mit MS Office 2007 Dateien umgehen kann. Zum Beispiel werden bei Word 2007 Dokumenten Formeln, die mit dem Formeleditor eingefügt sind, total unleserlich und eingefügte Excel-Grafiken fehlen einfach. Ob meine Excel 2007 Makros unter O.O. laufen hab ich noch nicht getestet, aber ich vermute mal nicht.
Und Open Office hat keine befriedigende Alternative zu MS Visio.

Ich denke mit zwei Installationen wird es erst mal einfacher sein. :)
 
Jetzt geht es ja schon ziemlich weit in andere Richtungen hier... :lol:
Deshalb mal meine Frage an Doc: was planst Du mit dem Linux, einfach nur sicherer surfen, oder mehr?
Ich kann mich mit Linux nicht anfreunden, weil dort alles anders ist, und man kaum was an bekannten Stellen wiederfindet. Im Photoshop kenne ich zB. sofort jedes Werkzeug, jede Einstellung, in Gimp finde ich nichts. Damit fängt es schon an. :evil:
Mir hat mal ein Informatiker gesagt, als IT-Betreuer eines großen Unternehmens zählt er auf Linux als mächtiges Administrationswerkzeug. Privat nutze er aber Win XP Prof. Darin konnte ich mich irgendwie wiedererkennen :D
Naja, es lohnt eh nicht darüber zu diskutieren, für mich steht der schnelle ergebnisorientierte Umgang mit eingängiger Software und kompatiblen Dateien im Vordergrund, dürfte ja bei den meisten so sein. Mein anderes System neben Win XP und 7 ist MacOS. Und das reicht mir eigentlich :lol:
 
rheingriller schrieb:
Jetzt geht es ja schon ziemlich weit in andere Richtungen hier... :lol:
Ja, abdriften geht immer schnell. Aber da es ja mein Thread ist braucht sich niemand dran zu stören. Von mir aus kann es ab hier ruhig zu einer Windows/Linux-Diskussion ausarten. Mein Problem ist ja (wahrscheinlich) gelöst. :D

Mit der Linuxinstallation möchte ich erstmal nur sicherer surfen und ein Bisschen damit "spielen".
Mein letzter Versuch mit Linux ist schon lange her (Damals hab ich noch Informatik studiert :roll:) und mich interessiert was sich da getan hat. Besonders in Sachen Anwenderfreundlichkeit.

Beim letzten Versuch haben mich einzelne Punkte noch sehr gestört wie zum Beispiel die Probleme beim Einbinden neuer Laufwerke, die mangelnde Fähigkeit von NTFS-Platten zu lesen, der mangelnde USB-Support, die Schwierigkeiten wenn man Software installieren will die nicht direkt zur Distribution gehört und das "Copy und Paste" zwischen verschiedenen Anwendungen nicht geklappt hat (wenn mans nicht hat vermisst man es!).

Angeblich soll ja jetzt vieles besser sein und dann werde ich vielleicht irgendwann ganz wechseln.
Da mein Studium demnächst (wahrscheinlich) beendet ist müsste ich mir nämlich neue Lizenzen für meine Betriebssysteme besorgen und sooooo überzeugt bin ich von Windows eigentlich nicht.
Wie ich schon geschrieben habe brauche ich es noch, aber vielleicht bleibt das ja nicht so und dann wäre Linux ja eine preiswerte und sichere Alternative. :)

Gimp finde ich übrigens klasse. Aus Mangel an finanziellen Mitteln benutze ich das jetzt schon unter Windows (stürzt allerdings manchmal ab).
 
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