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Ausbein- oder Filiermesser

Ich habe die ersten paar Seiten des Messerbereichs überflogen. Ziemlich beeindruckend, was hier für Leute unterwegs sind. Wüsthof Classic Ikon entfacht dementsprechend keine Begeisterungsstürme. Ihr pflichtet mir aber sicher bei, dass die Messer in Ordnung sind.

Die vorgeschlagenen Dick sind top, aber die Optik ist nicht so mein Ding und ich brauche wirklich keine weiteren Messer. Die ersten beiden Classic Ikons waren ein Geschenk und da macht es durchaus Sinn, sich ein drittes aus der Serie als Allrounder anzuschaffen, für meine ersten Jahre mit vernünftigen Küchenmessern. Ich werde mit den drei Classic Ikons meine Fähigkeiten in Sachen Pflege und Schärfe verbessern und in einigen Jahren gönne ich mir dann vielleicht drei Chroma 301 als Nachfolger, oder etwas anderes Schickes.

Ich beschäftige mich seit langer Zeit intensiv mit dem Thema Messerkampf und habe trotzdem nach den sechs Espadas kein weiteres Kampfmesser mehr gekauft. Wenn ich nach ausgiebiger Recherche meine Wahl getroffen habe, dann reicht es auch.

By the way... Cold Steel mag ich eigentlich nicht, wegen deren Marketing. Spyderco gefällt mir beispielsweise deutlich besser. Aber die komplett schwarzen Espadas aus hochwertigem Material haben mich restlos überzeugt. Ich bin froh, die Messer damals gewerblich beschafft zu haben, denn sie werden in dieser Version nicht mehr hergestellt und sind kaum noch zu bekommen.
 
Ich kann gut nachvollziehen, dass der Besitz schöner Kampfmesser eine besondere Faszination hat.

Beim Messerkampf selbst gibt es nur Verliere und falls ein Messer im Spiel ist, wird immer zur Flucht geraten.

Aber mein Messerkampf in meiner Küche gegen Zwiebeln, Knoblauch, Gemüse, Fleisch usw. findet täglich auf dem Schneidebrett statt und diesen Kampf gewinne ich immer :-)
 
Beim Messerkampf selbst gibt es nur Verliere und falls ein Messer im Spiel ist, wird immer zur Flucht geraten.

Noch einmal OT, aber dann ist auch gut!

Um mit einem Messer schreckliches Unheil anzurichten, braucht man nicht großartig zu trainieren. Dafür reicht Gewaltpotential.

Messer gegen Messer kommt im Bereich Selbstverteidigung so gut wie nie vor. Und das jemand aufgrund der Ausbildung in Heldenmanier mit seinem Messer einen Gewalttäter stoppt, dürfte ähnlich selten sein.

Sinnvoll ist das Zeugs insbesondere für Militär, Polizei, Security, usw., denn wenn man Messer nicht nur defensiv, sondern auch offensiv trainiert, verbessert man Distanzgefühl, Reflexe, etc. und hat bessere Chancen im Falle eines Messerangriffs.

Gefahrenerkennung, Gefahrenvermeidung, Risikoeinschätzung, Deeskalation, Flucht, Anatomie, Erstversorgung, etc. sind die wichtigsten Fähigkeiten.

Wir haben hierzulande zum Glück noch keine Zustände wie in England, was Messergewalt angeht. Für Zivilisten in Deutschland sehe ich eigentlich nur drei Gründe, sich intensiv mit Messerkampf zu befassen. Sport, Spaß und Faszination!

Die historischen Ritualkämpfe der Mafia auf Sizilien und in Italien. Mit künstlerischen Messern überwiegend fechterisch bis auf das erste Blut. Das sieht teilweise aus wie ein Tanz.

Die Geschichte der philippinischen Messerstile.

Fieses, krankes Zeugs aus Südafrika, wie Libre und Piper.

Das sehr gute UCS aus Deutschland.

Dog Brothers - Gathering of the Pack
 
Du mußt Dich weder erklären, noch rechtfertigen, dennoch fand ich Deine Ausführung sehr interessant.
Zur Selbstverteidigung ist ein Spazierstock eine effizientere Waffe, die man auch legal im Flugzeug führen kann.
 
Zur Selbstverteidigung ist ein Spazierstock eine effizientere Waffe
Das ist abhängig von Situation, Angreifer und Verteidiger. Trotzdem würde ich in Deutschland grundsätzlich davon abraten, ein Messer zu Zwecken der Selbstverteidigung zu führen, auch wenn jemand umfassend an der Waffe ausgebildet ist. Nicht nur wegen der Rechtslage, sondern vor allem, weil das Risiko zu hoch ist, dass man eine eventuelle Gefahrensituation falsch einschätzt. Ein Messer verzeiht solche Fehler nicht und man versaut sich und anderen im Nullkommanichts die Zukunft. Dieses Risiko steht hierzulande nicht im Verhältnis zur Wahrscheinlichkeit einer Notwehr- oder Nothilfesituation.
 
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