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Balkongrill/Zweitgrill

DonAlberto

Militanter Veganer
WO wird gegrillt?:
Balkon unter Dach


WO steht der Grill?:
Balkon, muss zum grillen bzw. wieder aufräumen immer bewegt werden

MIT WELCHEN Brennmittel soll gegrillt werden?:
Gas --> Gasflasche, nicht kartusche

WIE OFT wird gegrillt?:
1x pro Woche

WIE soll gegrillt werden?:

[85] % direkt -> Anteil in Prozent
[25] % indirekt -> Anteil in Prozent

[10] % low 'n slow -> Anteil in Prozent
[90] % schnell -> Anteil in Prozent (die Familie hat Hunger und reißt mir den Kopf ab, wenn es länger als 10 min dauert)


WAS soll gegrillt werden?:

[80 ] % Fleisch -> Anteil in Prozent
[] % Fisch -> Anteil in Prozent
[20 ] % Gemüse -> Anteil in Prozent
[ ] % sonstiges -> Anteil in Prozent

UNBEDINGT erforderliche Features:
Ein wenig Ablagefläche für das Grillgut.

Keine Extras wie Heckbrenner, Sizzlezone, Drehspieß etc notwendig.

WIE VIELE Personen sollen begrillt werden?:
2 Erwachsene und 1 Kind, notfalls ein paar Gäste (das klingt jetzt komisch, erkläre ich unten)

Wie hoch ist dein BUDGET?:
400€

WAS gefällt dir? WAS suchst Du?:
Bisher habe ich einen Enders Boston 3 vom Aldi. Der hat mir satte 8 Jahre für das Geld ordentliche Dienste geleistet.
Daran muss sich das neue Gerät messen, in Sachen Haltbarkeit, Pflegeleichtigkeit und "Können".

WELCHE Grills habe ich mir schon angeschaut? Was gefällt mir daran? Was nicht?:
Grillfürst G201e
+ Niedriger Preis, geringer Platzbedarf
- "Unterbau" und Ablagefläche separat benötigt

Broil King Porta Chef 320
+ günstigster 3-Brenner
- Keine Rollen

Napoleon Freestyle 365
+ Vollwertiger Grill
- An der Preisgrenze

DIES müsst ihr noch wissen!:
Da sich mein Außenküchenprojekt (habe ich in meinem Erstlingsbeitrag beschrieben) leider noch hinzieht, spiele ich mit dem Gedanken die Black Friday Angebote für mein Balkon-Setup zu nutzen.

Zur Einordnung: Die Außenküche wird später hauptsächlich am Wochenende genutzt werden. Unter der Woche darf es aber auch gerne mal nach Feierabend ein Grillerchen für die Familie sein.
Dann muss es aber fast immer schnell gehen und es wird selten etwas anderes als Flachgrillen von Steaks, Würstchen oder mal Burger geben.
Ich will mir parallel dazu noch einen kleinen Pizzaofen (wahrscheinlich elektrisch) anschaffen. Die Pizzaiolo-Leidenschaft wird dann dort befriedigt. Und wenn dann mal die Außenküche steht, wird dort für alles weitere noch die passendenden Gerätschaften stehen.

Würde jetzt für den kleinen Grillfürst oder ein vergleichbares "Camping" Modell sprechen.

Im Umkehrschluss aber wäre ich dann BIS die Außenküche steht auch noch dementsprechend eingeschränkt.
Und später wäre es vielleicht auch nicht verkehrt, auch bei schlechtem Wetter oder spontan mal 2-3 Gäste drinnen, mit kurzem Weg auf den Balkon, zu bewirten...

Daher tendiere ich momentan zum Freestyle, den es mit Rabatt momentan für ~400€ in der Variante ohne Seitenkocher oder Sizzlezone gibt.

Mich würde von euch interessieren, ob sich für euch da der Aufpreis zum Broil King Porta Chef lohnt und natürlich auch eure Alternativ-Vorschläge, wie ich meiner Finanzministerin ggf. etwas passendes zu schmalerem Geld präsentieren kann.
 
Schau dir mal noch den BK Royal Shadow an.
Bekommt man aktuell für 399.-.
Der eignet sich imho besser für ne schnelle Flachgrillerei und er hat vier Rollen.
 
Das Angebot für den Royal Shadow ist tatsächlich spannend. Für den Preis hätte man n vollwertiges BK Hitzemonster, das vermutlich in Frage stellt, ob ein separater Pizzaofen überhaupt nötig ist.

Gem ja, den gibt es z.t. zum gleichen Preis wie den Porta Chef. Wäre vermutlich die bessere Wahl, wenn ich das Budget doch nicht voll ausreizen will.
 
@DonAlberto berichte gerne mal kurz zu deinem ersten Eindruck.

Ich schwanke auch gerade zwischen dem bk 320 und dem freestyle 365.

Was ich bisher gelesen habe, dürften die beiden sich nicht viel tun.
Beim bk gefällt mir die warmhalte Ablage etwas besser, die ja auch beim Öffnen mit nach hinten schwenkt und so die Grillfläche frei macht.
Grillrost und Alugussgehäuse sind ja bei beiden gleich, was ich gelesen habe.

Oder kann jemand über Unterschiede berichten?
 
Seit vergangenen Freitag ist der BK nun da, endlich finde Zeit für ein kleines Fazit zum ersten Eindruck.

Der Aufbau ging im Endeffekt recht problemlos. Die Anleitung könnte noch etwas klarer sein, aber letztendlich geht das meiste ohnehin intuitiv.

In puncto Haptik/Verarbeitungsqualität das erhoffte deutliche Upgrade zum Aldi-Enders. Einen anderen validen Vergleich habe ich nicht. Napoleon habe ich bisher nur mal kurz in einem Laden aus der Nähe gesehen, Rösle und Weber ebenso.
Für den Preis, den ich für den BK jetzt gezahlt habe finde ich die Qualität jedenfalls absolut top. Dafür verzichte ich dann beim Balkongrill lieber auf Heckbrenner und Seitenbrenner.

Ausgebrannt und Angegrillt wurde natürlich auch. Bei recht windigen 5° Außentemperatur waren bei Inbetriebnahme nach gut 30 Minuten knappe 380° C am Deckelthermometer angezeigt. Auch hier sage ich wieder: Preis-/Leistungstechnisch sehr zufriedenstellend.
Die Brenner zünden wie ne eins und bis rund 250° C vergehen gefühlt kaum mehr als 10 Minuten (das muss ich beim nächsten Mal nochmal genauer beobachten).

Beim Grillen selbst war ich vermutlich selbst zu vorsichtig und habe lieber auf zu kleiner Flamme etwas länger gebraucht als alles direkt zu Briketts zu verarbeiten. Grillgut war bewusst nicht spektakulär: Würstchen, Nackensteak und Bauchscheiben, um hier die Familienklassiker als direkten Maßstab zu haben. Schönes Branding auf den Steaks trotz niedriger Temperatur und der Bauch wäre mit einem mutigeren Griller auch perfekt knusprig geworden. Würstchen wunderbar gleichmäßig gebräunt und gegart.
Stichwort gleichmäßig: Die Turbozone beim Enders hat zuletzt ja doch mehr genervt als geholfen, da dadurch der Grill in der Diagonale schon starke Temperaturunterschiede hatte. Im hinteren Bereich der Turbozone war es manchmal fast zu feurig, aber dafür beim anderen äußeren Brenner vorne quasi kalt. Es war einfach sehr schwierig, die richtigen Platzierungen für verschiedenes Gargut zu finden.
Natürlich hat auch der BK keine perfekte Gleichmäßigkeit, aber man hat doch viel mehr Spielraum bei gleicher Brenneranzahl, um das Grillgut richtig zu verteilen. Ich hatte natürlich jetzt noch nicht die ganze Fläche voll, konnte dafür aber wunderbar nur mit den äußeren Brennern arbeiten und in der Mitte einen indirekten Bereich lassen.

Alles in allem ein nahezu perfekter erster Eindruck - vielleicht etwas verfälscht durch die bloße Euphorie über das neue Spielzeug, aber das wird sich dann mit den nächsten Einsätzen denke ich zeigen. Die werden aber sicher nicht lange auf sich warten lassen 😎
 
Da ich leider keine Möglichkeit habe den Grill (royal 320 oder freestyle 365) vor Ort anzusehen, da wird es wohl ein reiner online Kauf.

Daher möchte ich gerne nochmal fragen, was für oder gegen das eine oder andere Modell spricht.

@DonAlberto wie ist dein Eindruck nach den ersten Wochen?
 
Kurz und knappes imho:
Freestyle leicht bessere Haltbarkeit, besserer Rost und besserer Service.
BK mehr Bumms zum flachgrillen, bessere Hitzeverteilung (der Shadow).
 
@Pigofo reichlich spät aber leider haben Wetter sowie andere Kapriolen anfangs recht wenig Nutzung des neuen Geräts zugelassen.

Nach etwas mehr drei Monaten kann ich aber endlich ein erstes Fazit ziehen: Ich bin begeistert!

Noch nie ist es mir passiert, dass mir ein Pizzaboden verbrennt. Bis letzte Woche. Ok, ich vergaß den mittleren Brenner nach dem Vorheizen auszumachen, aber das ist mir beim Enders auch schon passiert und da war es dann gut, um für die zweite Pizza wieder genug Hitze im Stein zu haben.

Beim Broil King lerne ich erst, dass nicht immer nur Vollgas benötigt wird, um das Grillgut auch "gegrillt" und nicht nur schonend gegart zu bekommen.

Wenn ich mir jetzt noch überlege, dass ich mich hier am untersten Ende der Modellpalette bewege, wage ich nur zu träumen, was ein Grill 1500€ und aufwärts erst bietet (egal welcher Hersteller). Der Unterschied zum Aldi Grill ist jetzt schon eklatant.

Das gilt auch in Puncto Verarbeitung und Materialanmutung. Jedenfalls an den Stellen, auf die es ankommt.

Damit erfüllt der Royal Shadow genau meine Erwartungen. Weniger Marketing-Features als bei meinem alten Enders, dafür in Sachen Qualität und Leistung auf das Wesentliche konzentriert.
Einziger Mini-Kritikpunkt: Vier Lenkrollen wären doch noch etwas besser als zwei, aber ich bekomme den Grill trotzdem problemlos bewegt. Zur Not wird ein bisschen gerutscht statt gerollt.
Ansonsten perfekt für den Balkon, da sich beide Seitenteile super kompakt an herunterklappen lassen.
 
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