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Beggars Chicken

Stadtmensch

Grillkönig
Hallo Leute,


hier mal ein Baubericht über eine Spezialität, die ich in Hangzhou zum ersten Mal probieren durfte. Dazu gibt es folgende Geschichte :

Ein Bettler hatte ein Huhn von einem Bauernhof gestohlen und getötet.
Nun kam aber eine Garde des Herrschers des Wegs und der Bettler fürchtete, bestraft zu werden.
Also hüllte er das Huhn in Lehm und versteckte es im Feuer. Als er es später kostete, war es das zarteste Huhn das er je gegessen hatte.

Nun aber zum Rezept.

Zutaten :

2 Stubenküken
1 Esslöffel Salz
1 Esslöffel dunkle Soyasoße
1 Esslöffel Reiswein
3 Teelöffel Sonnenblumenöl
1 Teelöffel Sesamöl, geröstet
1 daumengroßes Stück frischer Ingwer
2 Frühlingszwiebeln, fein geschnitten
150 g mageres Schweinefleisch, gewürfelt
2 feingeschnittene Austernpilze
1 mittlere Zwiebel, fein geschnitten
1 Esslöffel helle Soyasoße
frisch gemahlener Pfeffer
600g Mehl
ca 600ml Wasser

Stubenküken von Federresten säubern, evtl. hilft ein Küchenbrenner oder eine Lötlampe.

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Die Frühlingszwiebeln, die Hälfte des Ingwers, 1 Esslöffel Sonnenblumenöl, die dunkle Soyasoße, den Wein und die Hälfte des Salzes vermischen und die Stubenküken damit für eine Stunde marinieren.

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Nun die Füllung zubereiten.

Fleisch, Ingwer, Pilze und die Zwiebel kleinschneiden.

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Fleisch in 2 Esslöffeln Sonnenblumenöl anbraten bis es braun ist.

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Zwiebeln dazugeben, den Rest des Ingwers, die Pilze, das Sesamöl, die helle Soyasoße, den halben Esslöffel Salz und Pfeffer dazu. Kurz anschwitzen, ca. 3 min.

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Nach einer Stunde marinieren die Stubenküken füllen.

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Die Küken in Aluminiumfolie einwickeln, es darf kein Saft austreten können.

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Jetzt der Teig.

600g Mehl mit ca. 600ml Wasser zu einem festen Teig vermischen.

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Den Teig teilen und auf 0,5cm Dicke ausrollen.

Die Küken damit umhüllen, etwas Wasser verwenden um den Teig zu verkleben.

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Backofen auf 200°C vorheizen.
Die Stubenküken nun für 3 Stunden bei 200°C backen.

Das Ergebnis sieht besser aus als all meine vorhergegangenen Sauerteigversuche, ist aber genau wie die, steinhart. :evil:

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Küken aus der Hülle befreien, sie wird nicht mitgegessen.
Servieren und geniessen. Gibt es hier in keinem Restaurant.

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Das Fleisch ist sehr zart und zergeht im Mund. Der Geschmack ist typisch original chinesische Küche, uns schmeckts. Das war meine Vorlage :

http://www.videojug.com/film/how-to-make-beggars-chicken


Grüße, Richie
 
Hallo Stadtmensch,
schau doch mal bitte hier: Beggars Chicken. Da wirst Du fündig!
 
Schaut gut aus. Geht das auch ohne Folie, oder wird der Brotteig vom Saft zu matschig?
:prost:
 
Moin Stadtmensch,

auch wenn das Stubenküken ausgepackt nicht mehr so überwältigend aussieht, eine tolle Idee zum Nachbasteln :thumb1:

:prost:
 
Moin,


@ Udo, die Stubenküken müssen auslaufsicher in Alufolie eingepackt werden, habe sie einmal längs und einmal quer eingewickelt und es ist trotzdem unten ein wenig Saft ausgelaufen. Der Teig wird dort matschig, hielt sich bei mir aber in Grenzen. Du kannst alternativ auch Bratschlauch verwenden, wie in dem Video beschrieben zu dem ich am Ende des Berichtes verlinkt habe. Das ist wohl der bessere Weg, in China verwenden sie aber auch Alufolie.

@ chili-sten, ist halt Geschmackssache, nicht jeder mag die Haut wenn sie blos gekocht bzw. gedämpft wurde. Eine schönes knuspriges Hähnchen ist auch was Feines. Werde das nächste Mal aber kein mageres Schweinefleisch für die Füllung verwenden sondern eher Bauchspeck, war diesmal etwas trocken.


Grüße, Richie
 
Hallo Stadtmensch

Stadtmensch schrieb:
@ chili-sten, ist halt Geschmackssache, nicht jeder mag die Haut wenn sie blos gekocht bzw. gedämpft wurde. Eine schönes knuspriges Hähnchen ist auch was Feines. Werde das nächste Mal aber kein mageres Schweinefleisch für die Füllung verwenden sondern eher Bauchspeck, war diesmal etwas trocken.

es ging nicht um den Geschmack, den habe ich nicht angezweifelt :thumb1:

Es ging mir nur um die Optik, nicht so der große Bringer.

Du hast geschrieben, dass Du es schon öfter gemacht hast. Warum hat es diesmal nicht funktioniert?

Schöner Hinweis mit dem Bauchspeck, roh oder gepökelt?

:prost:
 
Hmm :hmmmm:
Das mit dem Brotteig sieht natürlich net schlecht aus! Aber sei mal ehrlich, bringen tut der doch so garnix!
Hast du schonmal daran gedacht das ganze in Ton zu machen? Als Ersatz für den Lehm?
Einen schönen Lehmfarbenen Ton aus dem Bastelladen dünn ausgerollt und dann das Hänchen darin eingepackt.
Ist dann quasi wie ein maßgeschneiderter Römertopf!
Und ich würde Wetten das sogar die Haut darin knusprig wird!!

Gruß DJ
 
Tja, chili-sten,


jetzt wo du es sagst, das Hühnchen sieht schon ein bischen einsam aus, wie es so nackich da auf dem Teller liegt. Das letzte Foto ist so in der Hast entstanden, wir hatten Hunger und kurz danach waren die Küken weg.
Es war das erste Mal, daß ich Beggars Chicken gemacht habe, schmeckte aber wie das Original. In Hangzhou werden sie in der Alufolie serviert, oben geöffnet.
Als Fleisch für die Füllung werde ich das nächste Mal ungepökelten Bauchspeck verwenden und mehr Frühlingszwiebeln, dann ist das Hühnchen nicht so einsam, ohne Gemüse.

@ DJ, ich hatte erst kein Rezept für Beggars Chicken und da ich ein Stadtmensch bin, der nicht ebend mal in seiner Lehmkuhle buddeln kann (schade eigentlich), dachte ich, versuch's mal im Baumarkt. Fehlanzeige. Es muss doch in 'ner Stadt wie Hamburg irgendwo Lehm aufzutreiben sein! Fein säuberlich in ner 5 Kilo Tüte, ein bischen Dreck für teuer Geld! ;) Baustoffhandel, Ofenbauer, nix! Dann habe ich das Zubereitungsvideo gefunden und dachte, fein, Mehl sollte zu beschaffen sein.
Das Mehl wird hart wie Stein und das Hühnchen ist darin eingeschlossen und gart in seinem eigenen Saft plus der Marinade. Denke nicht, daß mit Ton oder Lehm ein anderer Effekt eintritt. Ist aber einen Versuch wert, der Tipp mit dem Ton wird ausprobiert. Die Haut soll bei diesem Rezept aber auch nicht knusprig sein.

Als meine Frau (ist Chinesin) das erste Mal Entensuppe gemacht hat hab' ich auch nicht schlecht gestaunt. Hatte damals noch keine Lötlampe.
Sie hat in unserem Kachelofen ein Holzfeuerchen entfacht und die nackige Ente über die Flammen gehalten. Erstens wegen der Federreste und zweitens um das Fett aus der Haut zu bekommen. Dann kam die komplette Ente in einen Topf und es wurde ein Süppchen gekocht. Sehr lecker, aber ebend auch nicht knusprig. Rezept gibt's bei Interesse.

Ich esse sehr gern Chinesisch aber in Deutschland gibt es leider in den meisten Restaurants nur Chinesisch für Deutsche. :(


Grüße, Richie
 
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