Hallo,
nachdem hier schon so viele schöne Öfen vorgestellt wurden, kann ich mit meinem auch nicht hinter dem Berg halten. Ist ca. 4 Jahre in Betrieb und entstand wie folgt:
Solides Fundament ist nötig.
Standort ist leider geneigt, deshalb Packlage aus Feldsteinen, um den Estrich-Verbrauch zu minimieren.
Schön verdichten und abziehen für die perfekte Oberfläche.
Unterbau aus Sandsteinen, darauf Hohldielen, die den Backraum tragen. Alles gut in Waage - da schmeckt das Bier gleich nochmal so gut.
Äußere Schalung, darauf 10 cm Lehm vermischt mit Stroh. Darauf innere Schalung, 5 cm Lehm ohne Stroh. Darauf 2 Schamotteplatten, Dicke 5 cm, die das Backpflaster abgeben. Links und rechts je eine Reihe Schamottestein als Basis für das Gewölbe. Hinten schon die Rückwand mit Fuchs.
Gewölbe auf der Gewölbelehre, gemauert wird mit Lehm.
Schlußstein-Reihe mußte etwas auf Maß gesäbelt werden. Innen wird das Gewölbe nur mit einer nassen Bürste vom Lehm gesäubert. Innen keine Fugen - der Lehm würde beim Backen herausbröseln.
Vordere Wand gemauert mit Lehre für die Ofentür, an die ein Tunnel aus starkem Blech geschweißt wurde. Oben Hülse für das Thermometer. Da noch eine 15 cm starke Schicht Lehm bzw. Strohlehm draufkommt, muß eine Aussparung für das Thermometer rein. Man sieht schön den Unterschied zwischen Strohlehm und fettem Lehm ohne Stroh.
Als Abschluß einen Kalk-Kasein-Leim aus Branntkalk und Quark. Hat leider nur mit mäßigem Erfolg funktioniert, aber so denken nun alle, daß der Ofen schon Jahrzehnte alt ist.
Der Schornstein wurde noch deutlich erhöht. Innendrin massives Ofenrohr aus Gußeisen. Den ersten Versuch mit Blech hat es in kürzester Zeit zertrieben.
Schönes Dach muß auch noch sein. Obendrauf kam noch ein Regenschutz
Mit den Ergebnissen bin ich sehr zufrieden. Ofen funktioniert einwandfrei. Neben verschiedenen Kuchen, Pizzen, Broten haben wir auch schon Spanferkel, Huhn im Lehmmantel und solche Sachen gemacht.
Hat ziemlich viel Arbeit gemacht, war aber auch ohne viel handwerkliches Geschick zu bewältigen (bis auf das Dach, das der Nachbar gebaut hat, der Fachmann ist). Freue mich schon aufs Wochenende, da wird wieder angefeuert!
nachdem hier schon so viele schöne Öfen vorgestellt wurden, kann ich mit meinem auch nicht hinter dem Berg halten. Ist ca. 4 Jahre in Betrieb und entstand wie folgt:
Solides Fundament ist nötig.
Standort ist leider geneigt, deshalb Packlage aus Feldsteinen, um den Estrich-Verbrauch zu minimieren.
Schön verdichten und abziehen für die perfekte Oberfläche.
Unterbau aus Sandsteinen, darauf Hohldielen, die den Backraum tragen. Alles gut in Waage - da schmeckt das Bier gleich nochmal so gut.
Äußere Schalung, darauf 10 cm Lehm vermischt mit Stroh. Darauf innere Schalung, 5 cm Lehm ohne Stroh. Darauf 2 Schamotteplatten, Dicke 5 cm, die das Backpflaster abgeben. Links und rechts je eine Reihe Schamottestein als Basis für das Gewölbe. Hinten schon die Rückwand mit Fuchs.
Gewölbe auf der Gewölbelehre, gemauert wird mit Lehm.
Schlußstein-Reihe mußte etwas auf Maß gesäbelt werden. Innen wird das Gewölbe nur mit einer nassen Bürste vom Lehm gesäubert. Innen keine Fugen - der Lehm würde beim Backen herausbröseln.
Vordere Wand gemauert mit Lehre für die Ofentür, an die ein Tunnel aus starkem Blech geschweißt wurde. Oben Hülse für das Thermometer. Da noch eine 15 cm starke Schicht Lehm bzw. Strohlehm draufkommt, muß eine Aussparung für das Thermometer rein. Man sieht schön den Unterschied zwischen Strohlehm und fettem Lehm ohne Stroh.
Als Abschluß einen Kalk-Kasein-Leim aus Branntkalk und Quark. Hat leider nur mit mäßigem Erfolg funktioniert, aber so denken nun alle, daß der Ofen schon Jahrzehnte alt ist.
Der Schornstein wurde noch deutlich erhöht. Innendrin massives Ofenrohr aus Gußeisen. Den ersten Versuch mit Blech hat es in kürzester Zeit zertrieben.
Schönes Dach muß auch noch sein. Obendrauf kam noch ein Regenschutz
Mit den Ergebnissen bin ich sehr zufrieden. Ofen funktioniert einwandfrei. Neben verschiedenen Kuchen, Pizzen, Broten haben wir auch schon Spanferkel, Huhn im Lehmmantel und solche Sachen gemacht.
Hat ziemlich viel Arbeit gemacht, war aber auch ohne viel handwerkliches Geschick zu bewältigen (bis auf das Dach, das der Nachbar gebaut hat, der Fachmann ist). Freue mich schon aufs Wochenende, da wird wieder angefeuert!
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, wenn du noch ne Minute Zeit hättest.