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Beute von Gestern

Hallo Geleb,

Geleb: Also um doof zu fragen: lohnt sich das?

dieses zu beantworten, kann nur jeder selbst beurteilen, was ihm die Sache wert ist.

Da ich nicht der Pächter der Jagd bin, kostet mir außer dem Sprit ins Revier (15km einfach) und die abgeschossenen Patronen, die Jagdausübung nichts.

Das erlegte Wild gehört dem Jagdausübungsberechtigten (wie es im Gesetz bezeichnet wird), in diesem Fall dem Jagdpächter.
Dem Erleger gehört die Trophäe (bei einer gebuchten Trophäenjagd ist diese zu bezahlen), sowie wenn er das Wild selbst aufbricht, der essbare Teil des Aufbruches (sog. kleines Jägerrecht)

Dafür bin ich auch jederzeit bereit beim Bau von Reviereinrichtungen, überprüfen und beschicken von Kirrungen, sowie im Winter zur Wildfütterung usw. zu helfen, bzw. selbst auszuführen.

Die Kosten einer Jagdpacht betragen je nach Region und Art der Jagd (Hoch- oder Niederwildjagd) von etwa 6,- € bis zu evtl. 80,- € je Hektar Jagdfläche und Jahr.
Dazu kommt noch der Beitrag zur Landw. Unfallversicherung und je nach Jagdpachtvertrag ein Rehessen für die Jagdgenossen, sowie Übernahme des Wildschadens (der evtl. mehr kostet als die Pacht selbst).

Damit kannst du dir dann selbst ausrechnen was ein erlegtes Stück Wild kostet und ob es sich für dich lohnt. Wirtschaftlich ganz bestimmt nicht.

Geleb: Ich meine, beim Angeln kann man ja günstig wegkommen, wenn man Preis und Qualität vergleicht. Ist das bei der Jagd ähnlich?

(Ich bin selbst Sportfischer)
Beim Angeln ist es nicht viel anders, wenn du selbst ein Gewässer pachtest kostet dir das z.B. hier bei uns in der Fränkischen Schweiz ein Stück Wiesent (Forellen und Flegenfischergewässer) von ca. 2 km Länge bis zu 10.000,- € jährlich, dazu kommt noch der jährliche Besatz.

Ob sich das lohnt, wenn du soviel Erlaubnisscheine ausstellen kannst wie dir die Fischereibehörde genehmigt und du evtl. selbst 100 Forellen im Jahr fängst bleibt dahingestellt, da kommt die Jagd evtl. sogar günstiger.

Wenn du nur als Mitglied eines Fischereivereins mit einer Jahreskarte die Vereinsgewässer befischt sieht die Sache natürlich wieder anders aus.

Du siehst also, man kann diese Frage nicht pauschal beantworten.

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Die Kostengrenze ist nach oben offen....ähnlich wie beim grillen ;)

Mal angenommen du kommst von heute auf morgen auf die Idee Jäger zu werden, pachtest (nach eintritt der Pachtfähigkeit) ein Revier...

ca. 1000 -5000 Euro für die Prüfung incl. Lehrgang
Pachtpreis eigenes Revier von 1Euro/ha bis nach oben unbegrenzt (Hochwildrevier in den Alpen kostet schon soviel wie ne kleine Eigentumswohnung)
Neue Markenwaffe(n) plus Neue Markenoptik(en) ca 4500 Euro - unbegrenzt
Markenfernglas (Das wichtigste Werkzeug) 1500- 3000 Euro
Kleidung(natürlich von Frankonia) 2000 - unbegrenzt
Puma - Messer 500Euro

dazu kommen noch Reviereinrichtungen(incl. Arbeitszeit), Munition(bis zu 5 Euro pro Schuss Markenmunition, natürlich nur RWS), Geländewagen, EU Zugelassene Kühlkammer, Wildkameras (300Euro pro Stück),Kirrautomaten, Waffenschrank mit Biometrischen Merkmalen, Wildwarnreflektoren, Behördengebühren, Versicherung, Blattjagdseminare von Klaus Demmel, Jagdhund aus Leistungszucht(incl. Ausbildung und Ausrüstung) , Abo von "der Pirsch" "Wild und Hund" "DJZ" etc.

Das hüpfenden Komma ist, es ist ein Leidenschaft....ums Geld gehts dabei einfach nicht. Hirschsteaks von Feinkost Albrecht sind billiger

Btw. nicht alles ganz ernst gemeint

:prost:
 
Hallo cookacrisis,


:thumb2:



Waidmannsheil in die Oberpfalz


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Der Rücken von diesem Kandidat kommt auch auf den Grill.
Was bei uns alles im Wald rum läuft...:hmmmm: unglaublich...:grin:

http://up./4676315.jpg

http://s1.up./4676318.jpg
 
Hallo schweinetöter,

ein herzliches Waidmannsheil nach Württemberg :anstoßen:, wäre auch mal mein Traum,

aber man weiss ja nie, kann ja noch kommen.



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hab noch Wildschwein-Kotelletts eingefroren :-D

Ich krieg die total selten, aber die sind jedes Mal ein
Hochgenuss
 
Waidmannsdank!
War eigentlich recht unspektakulär, bin bei gutem Mond an der Kirrung gesessen. Habe gehört wie schweres Wild die Lichtung im Halbkreis umschlägt und nach ca. 10 Minuten ist der Keiler dann aus der Dickung ausgetreten. Dort hat er sich absolut lautlos bewegt. Habe dann mit dem Doppelglas angesprochen und ihn dann mir der 45/70 zum Bleiben überredet. Ist am Platz geblieben. Das Bergen ging zum Glück fast nur Bergab und ne gute Stunde nach dem Schuß war der Keiler in der Kühlung.

Die Waffen habe ich heute ausgekocht. 15 und 14,5 cm.
http://up./4687881.jpg
 
Waidmannsdank!
War eigentlich recht unspektakulär, bin bei gutem Mond an der Kirrung gesessen. Habe gehört wie schweres Wild die Lichtung im Halbkreis umschlägt und nach ca. 10 Minuten ist der Keiler dann aus der Dickung ausgetreten. Dort hat er sich absolut lautlos bewegt. Habe dann mit dem Doppelglas angesprochen und ihn dann mir der 45/70 zum Bleiben überredet. Ist am Platz geblieben. Das Bergen ging zum Glück fast nur Bergab und ne gute Stunde nach dem Schuß war der Keiler in der Kühlung.

Die Waffen habe ich heute ausgekocht. 15 und 14,5 cm.

kannste mir das Markierte bitte mal übersetzen? Bin kein Jäger, nur Endverbraucher :rotfll: :happa: :happa:
aber ich les sowas recht gern ;-)


Mit Waffe sind wohl die Hauer gemeint? Richtig?
 
308 oder - ?
 
ich versuchs mal, stellvertretend für schweinetöter zu übersetzen:

gutem Mond an der Kirrung

Eine Kirrung ist eine jagdliche Einrichtung, bei der geringe Mengen Futtermittel (Getreide z.b. Körnermais) ausgebracht werden um das Wild anzulocken. Die Kirrjagd wird hauptsächlich auf Wildschweine ausgeübt, wobei z.b. in Bayern an Kirrungen alles Schalenwild bejagt werden darf.
Kirrung darf nicht mit Fütterung verwechselt werden, diese wird in Notzeiten eingerichtet in denen das Wild nicht ausreichend Nahrung findet.

guter Mond bedeutet nichts anderes als dass das mondlicht ausreicht um Wild mit dem Fernglas sicher zu erkennen/bestimmen und es möglich ist ein sicheren Schuss anzutragen

im Gegensatz dazu steht geringes Wild, z.b. Rehe, Frischlinge etc.

gerade ältere, erfahrene Wildschweine sind besonders vorsichtig. Oft umrunden sie an einen Kirrplatz um zu "winden"(= sie versuchen zu riechen ob der pöse Jäger heute da ist)

Eine Dickung ist eine dichtbewachsene Fläche aus jungen Bäumen, die schwer/gar nicht einzusehen ist. Sie dient dem Wild oft als Einstand und Rückzuckspunkt. Wildschweine verbringen oft den Tag in Dickungen, weil sie sich dort sicher und wohl fühlen.

dann mit dem Doppelglas angesprochen
Doppelglas=Fernglas
ansprechen bedeutet nicht etwa zu sagen "guten Tag lieber Herr Keiler" sondern zu bestimmen um was es sich bei dem Wild handelt. Tierart, Geschlecht, Alter,etc.

Wenn ich mich nicht irre, meint er die .45/70 government. Das ist ein amerikanisches Kaliber. .45 bedeutet 0,45inch Geschossdurchmesser= 11,7mm. Tante google sagt noch die 70 kommt daher dass die Patrone ursprünglich mit 70grains Schwarzpulver geladen wurde.
 
Hallo cookacrisis,

Klasse übersetzung :thumb2:


Hallo schweinetöter,

gute Kaliberwahl :thumb2: mit großer Stoppwirkung auf nicht allzu große Entfernung.


Waidmannsheil an alle Jäger und Petri Heil an alle Fischer


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Da sag ich mal herzlichen Dank für die Übersetzung
da wird einem einiges klarer ;-)
 
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