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Bratenreste verwursten???

eiger2000

Grillkönig
15+ Jahre im GSV
Hallo
Hier gibt's ja alles mögliche, aber etwas über die Verwertung von Bratenresten konnte ich noch nicht finden. Nun hab ich ja beim Wursten Blut geweckt :thumb1: .... und hab noch so einiges an Bratenresten eingefroren. Meint ihr, die könnten auch in einer Wurst Verwendung finden? Ich mit meinen beschränkten Kenntnissen wüsste jetzt echt nicht was für Wurstsorten das sein könnten? Aktuell hätte ich ein paar magere Stücke Mutzbraten anzubieten.
 
Am naheliegndsten wäre Bratensülze. Versuchen, Bratenreste in frische Wurst einzuschmuggeln würde ich nicht.
 
Bei uns gibt es keine Bratenreste, die verschwinden, während der Teller vom Esszimmer in die Küche getragen wird.:braten:
 
Naja .... 2-Nasenhaushalt und kleine Braten machen keinen Spaß.... und wenig Soße ::dutch-oven::
 
Auch Fleischsalat wäre ne Möglichkeit.
 
Kommt darauf an, welchen Rest du hast. Einen Pökelbraten als Einlage kann ich mir vorstellen. Mit Kassler als Einlage gibt es auch Rezepte. Die anderen Reste einfach in das Brät zu wolfen, davon kann ich nur abraten. Hast du konkrete Bezeichnungen, was du verwenden willst?
 
Denke das war Oberschale oder Rücken ... Jedenfalls recht mager. Irgendwas in die Wurst pfuschen will ich ganz sicher nicht - dachte es gäbe evtl. entsprechende Rezepte.
 
Servus !!
------ in Wurst dazu ----- würd ich es nicht tun...:)
Eventuell in einen Aufstrich - wenn du auch Bratenfett , oder Schmalz ...etc. zu Verfügung hast....
Nennt sich dann bei uns : Verhackerts Standart wird es aus Speck gemacht - kannst aber auch gern aus Fleischresten herstellen!!!

Ansonsten würd ich Knödelfülle daraus machen....

Hascheeknödel
Fleischknödel

oder wie die dann auch immer heissen sollen...
Wichtig ist - und da hatte ich auch schon das Problem - wenn das zu mager ist , einfach fetten Speck mitwolfen...
Mach das auch öfter mit überggebliebenen PP

Da kannst nehem was du willst - Ob du den Knödelteig selber machst - oder kaufst , ist dabei nicht das Wesentliche...

Es beginnt immer mit :
Zwiebel anschwitzen,
Petersilie dazu ,
Fleisch und, oder Wurstreste und Fetter Speck faschieren.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken - Fertig ist die Knödelfülle.
solltest du noch fragen haben - meld dich einfach :)

lg Martin
 
@knödel pass auf der @masi will dich eindosen. :lach::lach:
 
Sowie es der Masi sagt würde ich das auch machen.
 
@masi hat ja schon viel dazu geschrieben.

Alternativ dazu könntest Du die Reste, wenn genügend Saft da ist und dieser weder Milchprodukte noch Mehl beinhaltet, auch einwecken. Spart Platz in der TK, kann kalt aufs Brot verspachtelt werden, oder einfach wieder warm machen...
 
Moin Hobbygriller
Ich würde die Bratenstücke auftauen und in Würfel ( Kantenlänge um 10 mm ) schneiden. Je nach Menge und Fettanteil grünen Speck vom Rücken dazu kaufen. Wenn du/ ihr am magst noch Schweineherz nehmen und Leber. Wenn die Bratenstücke mager sind sollten ca.
Braten 40 %
Rückenspeck 40 %
Herz 10 %
Leber 10 %
Speck und Herzen bei ca. 85°C gar ziehen lassen, Herz braucht länger. Leber bleibt roh, die kannst du max. ganz kurz in kochendem Wasser überbrühen. Alles Fleisch in Würfel ( Kantenlänge um 10 mm ) schneiden, anschließend noch mal das Gesamtgewicht feststellen. Das brauchst du, um das Gewicht für Schwarten und Blut festzulegen. Ich wiege das immer erst nach dem Würfeln da ich so das genaue Fleischgewicht habe, ohne Kochverlust und dem Saft, der beim Schneiden noch ausläuft. Das Gesamtgewicht nimmst du als 100 % und rechnest da 25 % an Blut und 20 % an gegarten Schwarten dazu. Schwarten auch gegart wiegen und durch die kleinste Scheibe lassen. Alles vermischen, sollte dir die Masse noch zu fest sein, kannst du von der Kochbrühe etwas dazu geben. Ich gebe gleich soviel an Brühe dazu, wie beim Brühen ausgetreten ist ( Brühverlust ). Gewürze abwiegen und unter die Masse mischen. Manche mögen an der Rotwurst gern Zwiebeln, die würde ich in Fett bräunen und nach den Schwarten durch den Wolf lassen, so ist die Klebepampe der Schwarten auch gleich aus der Lochscheibe raus. Gewichte für die Gewürze gebe ich dir nicht an, da es zu viele verschiedene Richtungen der Würzung gibt und ich nicht weiß, welche Richtung du bevorzugst. Ich würde aber die Gewichte der angegebenen Gewürzen etwas reduzieren, da das Bratenfleisch ja schon etwas an Gewürzen mit bringt. Die Wurstmasse sollte aber schon stramm gewürzt sein. Du musst beim Abschmecken das Gefühl haben: "Ohhhh, Schittt versalzen." Das Gewürz verteilt sich nach dem Füllen noch gleichmäßig in der Masse, zieht auch noch in die Kinkeln ein. Deshalb sollte man der Wurst auch noch 3 bis 4 Tage zum Reifen geben.
Ich fülle die Rotwurst bevorzugt in Schweinebutten, Rinderkranzdarm geht auch gut, manche nehmen auch Kunstdarm. Beim Füllen auf jeden Fall drauf achten, das die Pellen nur schlapp gefüllt werden, die Masse dehnt sich beim Brühen etwas aus aber vor allen Dingen schrumpft der Naturdarm kräftig. Füllst du zu stramm, platzen die Därme beim Brühen. Das Brühwasser auf 80 ° C vorheizen, die Würste einlegen und pro mm Durchmesser eine Minute Brühen. Um ganz sicher zu gehen, die Kerntemperatur mit einem Einstich thermometer kontrollieren. Bei 75 bis 78° C ist gut. Die Würste in kaltem Wasser kurz abkühlen und anschließend auf Metalltische legen und über Nacht richtig auskühlen lassen. Wenn du möchtest kannst du die Würste noch nach eigenem Geschmack kalt räuchern.
Rezepte gibt es zu Hauf hier im Forum. Gutes Gelingen und viel Spaß beim Bauen.
Andreas
 
Mutter dreht die gesammelten Bratenreste durch den Wolf und macht Frikadellen daraus.
Ist keine Wurst.

Schmeckt aber.
 
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